Leo N. Tolstoi Familienglück

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Inhaltsangabe zu „Familienglück“ von Leo N. Tolstoi

Mascha verliebt sich nach dem Tod der Mutter in ihren älteren Vormund, es entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung und nach der Heirat ziehen die beiden auf sein Gut Nikolskoe. Doch bald wird der lebenshungrigen Frau das eintönige Landleben langweilig. Sie liebt den Glanz der Bälle in Petersburg und verfällt der Vergnügungssucht, was ihre Ehe und ihr Familienglück gefährdet. Tolstoj greift hier erstmals den für ihn so wichtigen Themenkomplex Liebe – Ehe – Familie auf. Seine Protagonistin Mascha ist eine Vorgängerin von Natascha Rostova und Anna Karenina. 'Familienglück' erscheint in einer neuen zeitgemäßen deutschen Übersetzung, die der Modernität des Romans gerecht wird. '›Familienglück‹ ist gleichsam die geniale erste Skizze zum Monumentalgemälde Anna Karenina. Dorothea Trottenberg bringt den Text in ein schlackenloses Deutsch, das die poetische Kraft, aber auch die Modernität des unvergleichlichen Epikers Tolstoj zeigt.' Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag '

Eine sehr kurze Familiengeschichte

— X-tine
X-tine

Die treffenden Formulierungen, die gefühlsbetonten Beschreibungen,..alles an dem Werk Tolstojs ist bewegend und mitreißend.

— AuroraBorealis
AuroraBorealis

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  • Liebe - Ehe - Familie

    Familienglück
    X-tine

    X-tine

    08. March 2017 um 13:00

    Inhalt:Mascha verliebt sich nach dem Tod der Mutter in ihren älteren Vormund, es entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung und nach der Heirat ziehen die beiden auf sein Gut Nikolskoe. Doch bald wird der lebenshungrigen Frau das eintönige Landleben langweilig. Sie liebt den Glanz der Bälle in Petersburg und verfällt der Vergnügungssucht, was ihre Ehe und ihr Familienglück gefährdet. Tolstoj greift hier erstmals den für ihn so wichtigen Themenkomplex Liebe – Ehe – Familie auf. Fazit:Das Buch liest sich sehr gut. Der Sprachstil ist typisch für Tolstoi und diese Epoche. Dafür viele Pluspunkte, aber der Untergang ist sehr vorhersehbar. Es ist "typisch", dass jeweils ein Ehepartner mit etwas nicht zufrieden ist, was dann wiederum durch Änderung den anderen unglücklich macht ... Kommt nicht an Anna Karenina heran, dennoch lesenswert und sehr kurz. Ich bevorzuge jedoch lange Familiendramen wie Die Buddenbrocks.

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  • Rezension zu "Familienglück" von Leo N. Tolstoi

    Familienglück
    Sokrates

    Sokrates

    09. February 2011 um 18:06

    „Familienglück“ erzählt die Kindheit und Jugend der Mascha, die nach dem frühen Tod beider Elternteile eine schwere Kindheit durchlebt. Es scheint für sie besser zu werden, als sich ihr ehemaliger Vormund in sie verliebt und die beiden beschließen zu heiraten. Doch schon nach kurzer Ehedauer beginnt sich Mascha, wesentlich jünger als ihr Mann, zu langweilen und man beschließt nach St. Petersburg umzuziehen. Dort blüht Mascha auf, genießt die ihr entgegengebrachte Sympathie und Bewunderung; gleichzeitig leidet ihre Ehe immer mehr, da sich die junge Frau unter dem Einfluss des städtischen Adels mehr und mehr zu verändern beginnt.... Und wieder eine Erzählung Tolstois, die mit altbekannten Ideen des Autors arbeitet: Liebe, die Rolle der Frau, ihre Wünsche einer Selbstverwirklichung – welcher Art auch immer-, die Ehe, den Sinn der individuellen Existenz. Die Erzählung – 1859 erschienen und damit noch recht jung – reicht noch nicht an die großen Erzählwerke heran, insbesondere an den „Tod des Iwan Iljitsch“ oder „Die Kreuzersonate“. Das Themenrepertoire Tolstois ist allerdings (fast) ausgereift. Der Schreibstil ist noch nicht auf dem Niveau der späteren Erzählungen, der Handlung mangelt es meiner Meinung nach noch etwas an Tiefe. Für mich leider nur ein befriedigendes Leseerlebnis eines Autors, dem ich sonst sehr zugeneigt bin.

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  • Rezension zu "Familienglück" von Leo N. Tolstoi

    Familienglück
    Clari

    Clari

    29. January 2011 um 13:40

    Lebenslust, Freude und Niedergang. In einer wunderschönen bibliophilen Ausgabe hat der Dörlemann Verlag diesen kleinen Roman von Lev Tostoj neu herausgebracht. 1859 erschienen nimmt das Werk schon die grandiose und feinfühlige Beobachtungsgabe des einzigartigen Dichters vorweg. Man vertieft sich sogleich in eine Geschichte, in der es um Sommer, Landleben, Gutbesitz und die Sehnsucht der Protagonistin Marja Aleksandrovna geht, dem langweiligen Landleben zu entkommen. Ihre Eltern sind verstorben, und Katja, die ehemalige Gouvernante, ist ihre einzige Gesprächspartnerin. Hoch erfreut registriert Masa, wie sie genannt wird, die Ankunft ihres viel älteren Vormunds Sergej Michajlyc. Natürlich hält er gebührenden Abstand, kann sich aber dem Zauber des jungen Mädchens auf Dauer nicht entziehen. Eine zarte Liebe entbrennt zwischen den beiden. Masa ist überglücklich, mit der schnell anberaumten Hochzeit mit ihm ihrem perspektivlosen Landleben zu entkommen. Mit ihren überschwänglichen und romantischen Gefühlen wird der erste Teil der Erzählung überschwemmt. Ihr Eheleben erscheint in ihren Augen in einem einzigen Glanzlicht. Natürlich hält diese schwärmerische Phase der ersten Liebe dem langweiligen Landleben mit ihrem älteren Ehemann nicht stand. Überdrüssig und melancholisch strebt sie innerhalb kürzester Zeit schon nach mehr Geselligkeit. Im winterlichen Petersburg ist sie beseligt vom Glück des Erfolgs, auf den großen Bällen mit ihrer makellosen Schönheit Bewunderung hervorzurufen. Kurzweilige und oberflächliche Geselligkeit feiern hier in der großen Stadt Triumphe. Auf diese Weise werden die unterschiedlichen Neigungen der beiden Partner sichtbar. Sergej ist einerseits eifersüchtig und andererseits der leichten Unterhaltung nicht zugänglich. Tolstoj arbeitet in diesem kleinen Roman seine Vorstellungen von Liebe, Glück und Beziehungen zwischen Mann und Frau heraus. Dass seine Ehe Vorbild für diesen Roman war, liegt auf der Hand. Auch der Dichter war viel älter als seine hübsche junge Frau, die mit ihren Hoffnungen und Vorstellungen von einer gleichwertigen Partnerschaft, wie man in ihrem Roman „Eine Frage der Schuld“ nachlesen kann, zutiefst enttäuscht wurde. Lev Tolstoj zeigt einmal mehr sein Können als psychologischer Beobachter, denn keine Liebe übersteht auf Dauer romantisch- schwärmerische Anfangszeiten. Die raue Wahrheit bricht sich Bahn, und die Entfremdung zwischen dem Paar nimmt ihren Lauf. Tolstojs einfühlsame Beobachtungen markieren bereits in dieser frühen Erzählung sein Talent als außergewöhnlicher Dichter. Hinreißende Naturerscheinungen verbunden mit Lebenslust und einer schwärmerischen Begeisterungsfähigkeit wechseln mit Melancholie und Abschiedsgedanken und markieren das Ende einer hoffnungsfrohen und erwatungsvollen Jungmädchenerwartung. Eine wunderbare Einführung in das Werk Tolstojs ist mit diesem kleinen Büchlein gelungen. L.Tolstoj nimmt mit der Figur der Masa die großen Gestalten seiner Romane „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ vorweg. Von der Aufmachung her und in der Übersetzung von Dorothea Trottenberg ist dieses Büchlein ein passendes Geschenk für jede Gelegenheit.

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  • Rezension zu "Familienglück" von Leo N. Tolstoi

    Familienglück
    Christiane08

    Christiane08

    18. January 2010 um 19:37

    Die 17-jährige Mascha verliebt sich nach dem Tod der Mutter in ihren fats 20 Jahre älteren Vormund Sergej Michajlytsch, es entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung und bald kommt es zur Hochzeit. Doch das friedliche, aber eintönige Landleben ist der jungen Frau nicht genug und bald wird ihr langweilig. Deshalb willigt ihr Mann ein, nach Petersburg umzuziehen und den Winter dort zu verbringen. Es folgen prunkvolle Gesellschaften und Bälle auf denen Mascha's Schönheit bewundert wird, was diese sehr genießt. Doch sie verfällt der Vergnügungssucht des Adels, was ihre Ehe in eine tiefe Krise stürzt und ihr Familienglück gefährdet. Wird es ihr so ergehen wie Anna Karenina, oder wird sie eine andere Lösung finden? "Familienglück" von Tolstoi fand ich wunderbar. Ich mag Tolstoi sowieso und dieses Buch ist auch toll zum lesen, wenn man gerade nicht soviel Zeit hat, da es nicht so dick ist, wie viele seiner anderen Werke!!! ;) Die Geschichte selbst fand ich echt wunderschön, wobei mir die erste Hälfte viel besser gefiel, auch vom Schreibstil her. Die Figuren sind derartig fein und genau beschrieben, dass man sich sofort in sie hineinversetzen kann und ungemein mit ihnen mitfühlt. Man versteht jeden von ihnen und hofft die ganze Zeit, dass ihre Liebe alles übersteht. Am Ende kamen mir beinahe die Tränen, was ebenfalls sehr für das Buch spricht. Einfach ein wunderschönes Buch, das viel zu sehr untergeht, hinter seinen bekannteren Werken. Also Leute, UNBEDINGT LESEN!!!!! :)

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