Leo N. Tolstoi Krieg und Frieden

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Inhaltsangabe zu „Krieg und Frieden“ von Leo N. Tolstoi

Das Epos einer Welt des Friedens, die unaufhörlich bedroht ist vom Krieg: Tolstois Klassiker der Weltliteratur liegt nun nach einem halben Jahrhundert endlich in einer Neuübersetzung vor, die konsequent dem Original folgt. Tolstois größtes Werk beschreibt die Epoche der Napoleonischen Kriege und vor allem des Russlandfeldzugs in unvergleichlicher, monumentaler Weise. Er spannt ein weit verzweigtes Netz von Machtkämpfen, Familien- und Liebesgeschichten, in das die Weltgeschichte immer wieder gewaltsam eingreift. Nachwort und Anmerkungen der Neuübersetzung von Barbara Conrad beschreiben den geschichtlichen Hintergrund und machen die überwältigende Leistung des großen Schriftstellers deutlich.

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte (wenn man viel zeit und ein gutes Gedächtnis hat!)

— Kinanira

Tolstoi hat hier wahnsinnig tolle Charaktere erschaffen und die historischen Ereignisse wunderbar in die Geschichte einfließen lassen.

— libreevet

Tolstois Meisterwerk hat nur einen Haken: auch 2000 Seiten sind irgendwann ausgelesen...

— Milkjug

Die größte Erzählung die ich je gelesen habe. Nichts weniger als ein Einblick in eine ganze Epoche russischer und europäischer Geschichte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Guter Klassiker

    Krieg und Frieden

    Kinanira

    21. September 2017 um 14:12

     

  • Ein Klassiker der russischen Literatur ...

    Krieg und Frieden

    Bellis-Perennis

    26. May 2015 um 08:04

    Den Inhalt von Krieg und Frieden muss ich nicht wiedergeben. Die Handlung ist klar, wenn auch durch die verschiedenen Handlungsstränge sehr dicht gewebt. Ein Klassiker der russischen Literatur. Vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege erzählt Leo Tolstoi die Geschichte dreier Familien über mehrere Generationen hinweg. Der Roman selbst ist erst 1863-1869 entstanden. Das opulente Werk hat mehr als 1.500 Seiten und „beschäftigt“ mehr als 200 Personen. Dank des Personenregisters verliert man (fast) nie den Überblick. Die Leser, die über wenige Geschichtskenntnisse verfügen können den Roman ruhigen Gewissens trotzdem lesen. Der Autor führt durch die Welt der Schlachten von Schöngrabern, Austerlitz bis zum bitteren Ende der Grande Armee bei Borodino und Smolensk. Die Figuren haben Ecken und Kanten. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Intrigen, persönliche Rachefeldzüge und manches Scheitern wird recht augenscheinlich dargestellt. Nichts für „Zwischendurchleser“ oder E-Book-Reader. Hier muss man wirklich das Papier in Händen halten. Manchmal ist es notwendig, den einen oder anderen Mitspieler „nachzulesen“ und seine Zugehörigkeit zu den Clans (wieder) zu finden. Auch ein Block mit post-it hat mir gute Dienste geleistet. Für mich ein großes Werk der Weltliteratur. Manche Stellen lesen sich aus heutiger Sicht zwar ein wenig schwülstig. Auch Tolstois Schreibstil ist manchmal anstrengend. Mit 1.531 Seiten vermutlich das dickste Buch in meiner Bibliothek.

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  • Puh...geschafft!!!

    Krieg und Frieden

    itwt69

    10. February 2015 um 18:15

    Lange, lange Seiten musste ich mich durch dieses Werk quälen, wiederholte sich doch auf den ersten 400-500 Seiten so manches und wirklich Interessantes gab es nicht so viel. Die zweite Hälfte war dann ganz anders, historische Fakten zum Rußlandfeldzug Napoleons wechselten sich mit eindrucksvollen Familiengeschichten im überfallenen russischen Reich ab. Das hat sich dann doch deutlich flüssiger gelesen. Alles in allem, so finde ich, ist "Krieg und Frieden" "nur" ein  durchschnittlicher Roman, auch wenn das viele anders sehen.

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  • Neue Übersetzung bei Hanser

    Krieg und Frieden

    Giuse

    Hatte gefürchtet, es sei schwere Literatur, war sehr angenehm überrascht. Tolstojs Theorie über die Bewegungsrichtung der Weltgeschichte fand ich überdenkenswert. Kluges und spannendes Buch.

    • 3

    Tigerbaer

    01. April 2014 um 07:19
  • Mit viel Ausdauer zu genießen

    Krieg und Frieden

    Phliege

    13. November 2013 um 09:25

    Krieg und Frieden besteht im Wesentlichen aus drei Elementen: Die Handlung um die faszinierenden Romanfiguren, die Beschreibung des Kriegsablaufs und einen immer wieder auftretenden philosophischen Teil, der sich vor allem um die Eigenarten der Geschichtsschreibung dreht. Wirklich dreht. Immer wieder von vorn und immer wieder das Gleiche. Und wenn man denkt, nun hat man es aber sicher verstanden, was Tolstoi dem Leser mitteilen möchte, schmückt er alle Überlegungen im Epilog noch einmal sehr lang aus. Auch der Kriegsablauf ist keine leichte Kost, unendlich viele Namen, Regimenter, Bataillone und Handlungsorte, die für einen Laien der Materie schwer zu verfolgen sind. So anstrengend diese beiden Elemente waren, Tolstois Protagonisten in diesem Buch machen all das wieder wett. Nicht alle sind sympathisch, aber jeder für sich interessant und man liest gespannt von einem zum anderen Kapitel, um zu erfahren, wie es mit ihnen weiter geht. Und über alldem steht der Schreibstil, der mit vielen russischen Autoren einfach die Schönheit und Einfachheit teilt. Fazit: Wer einfach nur was von Tolstoi gelesen haben möchte, sollte vielleicht eher zu "Anna Karenina" greifen. Denn das Buch ist keine leichte Kost, zwei Drittel des Buches sind mehr anstrengend als alles andere, aber trotzdem lohnt sich der Griff ins Regal. Denn so oder so kann man einfach in jeder Runde sagen: "Ich habe Krieg und Frieden gelesen!" Das alleine schon ist der Aufwand auf jedenfall Wert!

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  • Zweihundertfünfzig handelnde Personen!

    Krieg und Frieden

    Niklas_M_Sebastian

    13. April 2013 um 14:23

    Welch eine vielschichtige Geschichte! In Tolstois Meisterwerk Krieg und Frieden kommen etwa zweihundertfünfzig Personen in wichtigen Rollen vor; mir ist das vollständige Zählen nicht gelungen. Allein das zeigt, dass dieser Roman viele ineinander verschachtelte Handlungsebenen aufweist. Die Geschichte beginnt um Jahr 1805 mit einem von Russland gegen Frankreich geführten Krieg. Dann zieht sich die Handlung bis 1812, als der Feldzug Napoleons gegen Russland kläglich zum Scheitern verurteilt war. Zwei Protagonisten bestimmen den Fortgang des Romans, Fürst Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und der Pierre genannte künftige Graf Peter Besúchow. Beide Hauptgestalten forschen nach der tieferen Sinn ihres Daseins und was sie damit anfangen sollen. Vielleicht wird es manchem heutigen Leser schwer fallen, in die komplexe Handlung hineinzufinden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die nicht einfache Lektüre zu beginnen und bis zum Ende zu führen.

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  • Tolstois Meisterwerk "Krieg und Frieden"

    Krieg und Frieden

    Niklas_M_Sebastian

    13. April 2013 um 14:21

    In Tolstois Meisterwerk Krieg und Frieden kommen etwa zweihundertfünfzig Personen in wichtigen Rollen vor; mir ist das vollständige Zählen nicht gelungen. Allein das zeigt, dass dieser Roman viele ineinander verschachtelte Handlungsebenen aufweist. Die Geschichte beginnt um Jahr 1805 mit einem von Russland gegen Frankreich geführten Krieg. Dann zieht sich die Handlung bis 1812, als der Feldzug Napoleons gegen Russland kläglich zum Scheitern verurteilt war. Zwei Protagonisten bestimmen den Fortgang des Romans, Fürst Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und der Pierre genannte künftige Graf Peter Besúchow. Beide Hauptgestalten forschen nach der tieferen Sinn ihres Daseins und was sie damit anfangen sollen. Vielleicht wird es manchem heutigen Leser schwer fallen, in die komplexe Handlung hineinzufinden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die nicht einfache Lektüre zu beginnen und bis zum Ende zu führen.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    mandarinpeach

    24. November 2012 um 17:13

    Russland im Jahr 1805: Pierre kommt nach vielen Jahren aus Frankreich zurück und erbt als uneheliches Kind seines Vaters dessen gesamtes Vermögen und ebenfalls den Titel Graf Besuchow. Andrej Bolkonski erwartet mit seiner Frau, der "kleinen Fürstin" sein erstes Kind und schickt sie kurz vor Kriegsbeginnt auf das Anwesen seines Vater, auf dem auch seine Schwester Marja lebt. Im Hause Rostowa wird sich ebenfalls auf den Krieg vorbereitet. Nikolai verspricht seiner Cousine Sonja, sie nach seiner Rückker zu heiraten, sehr zum Unmut seiner Mutter. Die Schicksale all dieser Familien sind miteinander verknüpft und als Napoleon und Zar Alexander sich gegenübertreten, werden die Karten in nicht nur einer Hinsicht neu gemischt. Krieg und Frieden, das ist ein bisschen wie Gossip Girl. Nur eben in Russland anstatt in New York und 200 Jahre früher: Liebe, Hass, Intrigen, Macht, Geld, Krieg und Tratsch. Als ich das Buch das erste Mal in die Hand nahm, das dünne Bibeldruckpapier und die winzige Schrift sah, fragte ich mich, wie ich es jemals beenden sollte. Und nachdem ich die erste Seite gelesen hatte, war ich mir sicher, ich könnte mir die ganzen Namen niemals merken! Und so war es auch. Bis beinahe zur Hälfte von Krieg und Frieden musste ich immer wieder nachschauen, wer denn nur wer ist und in welchem Verwandtschaftsverhältnis zu wem steht. Tolstoi hat hunderte von Namen eingearbeitet, die teilweise völlig irrelavant sind. Da man vorher jedoch nicht weiß, welche genau nur ein paar Mal vorkommen und dann auch nur, weil sie die Kutsche durch den Schnee lenken, und welche wichtiger Natur sind, wird das Gehirn geflutet mit zu vielen Informationen. Nicht zu vergessen die kleine Eigenheit der Russen, für jeden Namen noch gefühlt 200 Kosenamen und abgewandelte Formen zu haben und diese auch ausgiebig zu nutzen! Doch trotz penibler Einführung aller auch noch so unwichtigen Personen, scheut Tolstoi sich nicht, die Hauptcharaktere ohne mit der Wimper zu zucken teilweise sehr unspektakulär sterben zu lassen. Hat man sich nun jedoch durch den Wald von Personen gekämpft, dann kann man sich durchaus unterhalten fühlen, zumindest zur Hälfte. Der gesellschaftliche Teil, in dem der Adel Russland unter sich war, hat mich wirklich sehr interessiert! Zum großen Teil habe ich mich in eines dieser russischen Wintermärchen versetzt gefühlt, mit all seinem Zauber und Geheimnissen. Auch der Wandel im Laufe der Jahre von frankophil zu "frankophob" war wunderbar zu beobachten und setzte sich wie ein Puzzlestück in mein geschichtliches Wissen. Es gab Charaktere, die ich gegen die Wand klatschen wollte und ihnen von ganzem Herzen den Tod gewünscht habe. Und es gab solche, die nicht das Happy Ende bekommen haben, das ihnen zustand. Nur wieso muss Tolstoi so ins Detail gehen? Kapitelweise werden Gedankengänge dargestellt, mit einer Jagd durch den Winterwald verschwendet und am Ende saß ich da und fragte mich: "Warum genau war das jetzt so ausschweifend, wenn es eigentlich nichts zum Fortlauf der Geschichte beigetragen hat?" Dann gab es noch die andere Seite: den Krieg. Tolstoi war eindeutig ein großer militärischer Fan, das steht wohl außer Frage. Seitenweise werden Truppenbewegungen und Schachzüge beschrieben, erklärt und erläutert. Teilweise hat er es sich auch nicht nehmen lassen, das Geschehen zu analysieren und Geschichtsschreiber zu kritisieren. Auch hier kann man sich also nicht über fehlende Details nicht beschweren. Dieses ganze Kriegsgeschehen waren für mich die Kapitel, die ich immer mehr oder weniger überflogen habe, bis Napoleon irgendwann mit seinen Truppen in Moskau stand. Denn das ist der Punkt, an dem Krieg und "Frieden" verschmelzen und sich bis zum Ende nicht mehr wirklich voneinander lösen. Übrigens apropos Detailreichntum, ein Epilog bei Tolstoi bedeutet noch 65 Seiten … Ich bin froh, dass ich diesen Wälzer bezwungen habe und sagen kann, dass es gr nicht so schlimm war wie befürchtet (nämlich eigentlich nur der Krieg). Anna Karenina liegt inzwischen in meinem Bücherregal und ich hoffe auf mehr gesellschaftliches Leben!

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    lao0ola

    08. August 2012 um 10:59

    Diesen Roman habe ich zweimal angefangen zu lesen. Beim ersten Mal fand ich es sehr schwierig, mich auf die sehr detailierten Beschreibungen des Krieges und der politischen Geschehnisse einzulassen. Beim zweiten Anlauf, etwa ein Jahr später ist es mir tatsächlich leichter gefallen mich auf diesen Teil der Geschichte einzulassen. Die Handlungen um das gesellschaftliche und familiäre Leben der drei Familien, die im Vordergrund stehen, haben mich beim Lesen komplett in den Bann gezogen. Die Figuren werden sehr detailiert beschrieben, so das man sich in die Charaktere einfühlen kann und ihre jeweilige Situation gut nachvollziehen kann. Teilweise haben mich die Vorkommnisse an eine Seifenoper erinnert, weil sich die Geschehnisse wie ein Film in meinem Kopf abgespielt haben. Dieser brilliante Roman der Weltliteratur ist sehr zu empfehlen für jeden, der sich darauf einlassen will.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. June 2012 um 09:57

    Inhalt: Der Fürst Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und Pierre, späterer Graf Peter Besúchow, sind Freunde. Als Andrej aus der Schlacht von Austerlitz zurückkehrt, verliebt er sich in Natascha, die Tochter von Rostow, einem verarmten Grafen. Doch Natascha beginnt eine Affäre mit Anatol Kuragin, woraufhin Andrej in die Schlacht von Borodino zieht. Dort wird er schwer verletzt. Pierre heiratet unterdessen Helene, die Schwester des Anatol Kuragins. Doch bei der Abtreibung eines unehelichen Kindes verstirbt sie. Pierre wird Zeuge der Kriegstaten und beschließt daraufhin, Napoleon zu töten, scheitert aber und gelangt in Gefangenschaft. Dort lernt er den Soldaten Platon Karatajew kennen, der ihm mit seiner Weisheit die Augen über sein eigenes Leben öffnet. Und plötzlich erkennt er in der Geliebten seines engen Freundes Andrej die perfekte Frau… Meinung: Wer kennt "Krieg und Frieden" von Tolstoi nicht? So gut wie jeder hat schon davon gehört und viele haben sich auch an dem Buch versucht, wobei so mancher sicherlich gescheitert ist. Allein der Anblick des Buches flößt Respekt ein - In so gut wie 1600 Seiten, eingeteilt in 15 Teile, lässt sich Tolstoi über die napoleonischen Kriege und das Russland des 19. Jahrhunderts aus. Im Blickpunkt stehen dabei auch die einzelnen Schlachten, darunter Schöngraben, Austerlitz und Borodino, ebenso kommt der Brand Moskaus 1812 vor. Sowohl aus der geschichtlichen, als auch aus der literaturwissenschaftlichen Perspektive, ist das Buch ein wahres Meisterwerk: Es ist eine Fundgrube an Details. Doch wie sieht es mit dem Lesevergnügen bei diesem Wälzer aus? Tolstoi selbst sagte immer, er schreibe für das "einfache Volk". Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass das Buch sich leicht und flüssig lesen lässt. Erzählt wird meist aus der Sicht irgendeines russischen Adligen. Krieg, Machtkämpfe, Ruhm und Ehre stehen Liebe, Intrigen und Familiengeschichten gegenüber. Auf der einen Seite beschreibt Tolstoi das Kriegs- und Kampfgeschehen äußerst realistisch. Heldenmut und sonstiger Hollywood-Kitsch finden hier keinen Platz, hier sind es Fakten und harte Realität, die einen auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Auf der anderen Seite steht das Geschehen innerhalb der Familien in Russland, wo unter anderem unglückliche, verlorene, aber auch glückliche Liebe eine Rolle spielen. Und über allem thront das gesellschaftliche Leben mit Festen, Bällen, Jagden, die alle doch irgendwie vom Krieg durchdrungen sind. Es ist sicherlich nicht eine so spannende Lektüre, dass einem der Umfang des ganzen gar nicht auffällt. Im Gegenteil: Es ist zäh. Am Anfang quält man sich sehr pro 100 Seiten und stellt jedes Mal ernüchternd fest, kaum voran gekommen zu sein. Mit der Zeit entwickelt man aber eine "Schnell-Lese-Technik" - Man lernt, zu viele kleine Details schneller zu überlesen. Bei diesem Buch ist das eine Art Überlebenstechnik, da man sich sonst überhaupt nicht mehr raus sehen würde. Was das Lesen für mich immer wieder etwas erschwert hatte, waren die ganzen französischen Einschübe. Französisch als Hofsprache wurde damals auch in Russland geredet und Tolstoi lässt seine Charaktere auch immer wieder in Französisch reden. Wer gar kein Französisch kann, wird dabei verzweifeln, jeder Laie kann sich allerdings etwas besser durchquälen. Alles in allem ist das Buch sicherlich nicht für kurzes Lesevergnügen gedacht. Manche sehen es als Lebensaufgabe, was ich persönlich gut nachvollziehen kann: Ich brauchte fast ein Jahr um das Buch zu beenden. Fazit: Eine Liebe zum Detail, die doch etwas ausartet: Für Geschichtsliebhaber der napoleonischen Kriege sicherlich eine Fundgrube, für jeden anderen grenzt es an eine Lebensaufgabe.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    LittleMugwump

    Eines vorweg: Ich habe das Buch, mehr oder weniger weil ich musste, gelesen und bin absolut positiv überrascht. Meine Ausgabe umfasst alle vier Teile und ist somit seehr dick. Dazu kommt, dass ich im Thema Russland nicht besonders bewandert war und mich auch nicht unbedingt für Kriege interessiere. Mit anderen Worten: Mich hat vieles abgeschreckt. Zum Glück war meine Angst größtenteils unbegründet, doch dazu später mehr. - Inhalt: Anfang des 19. Jahrhunderts bricht zwischen Russland und Frankreich Kieg aus. Grund dafür ist Napoleon Bonaparte, der auch außerhalb Frankreichs immer mächtiger wird und somit eine Gefahr für Russland und das restliche Europa darstellt. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen jedoch nicht allein die Kriegshandlungen, sondern viel mehr das Schicksal russischer Adelsfamilien - ganz grob in zwei einzuteilen -, das mit diesen verknüpft ist. Neben "typischen" Problematiken wie unerwiderter Liebe und finanziellen Schwierigkeiten geht es auch um essentielle Fragen wie den Sinn des Lebens und die Sehnsucht nach dem richtigen Glauben - natürlich alles vor dem Hintergrund eines gerade geführten Krieges, der vieles verändert. Die Personen sind ebenfalls sehr komplex und es ist in keinem Fall so leicht möglich, die altbekannten Schubladen zu öffnen. So kann es passieren, dass ein anfangs unsymphatischer Charakter sich in den Liebling des Lesers verwandelt und umgekehrt. So weit hört sich alles nach einem sehr gelungenen Gesellschaftsroman an, doch auch der Krieg kommt nicht zu kurz. Es findet regelmäßig ein Sprung von den russischen Adelshäusern zum Kriegsschauplatz statt, der Einblick in das Leben der Soldaten und Höhergestellten gewährt. Die Kriegshandlungen selbst werden größtenteils auch sehr genau beschrieben. - Stil/Sprache/Eigene Meinung: Für mich völlig überraschend ist Tolstoi ein erfrischender Erzähler, der mit sehr viel Charme schreibt und für jede Situation die passenden Worte findet. Es gelingt ihm, dem Leser durch die Blume mitzuteilen, wie er diesen oder jenen Charakterzug zu finden hat oder lässt es sogar völlig offen. Von so einer Schreibweise bin ich ein großer Fan, denn es ist immer leichter, einfach plump herauszuposaunen, wer der Gute ist und wer nicht. Doch Tolstoi kann nicht nur charmant, sondern auch ernst sein. Und er kann große Gefühle so beschreiben, dass man auch um ihre Größe weiß und ihre Wichtigkeit erfasst. Kurzum: Er findet stets den richtigen Ton. So kommt es, dass man sich durch diesen "dicken Schinken" keineswegs quälen muss, sondern die Geschehnisse meist mit großem Interesse verfolgen kann. Die sehr kurzen Kapitel tragen ebenfalls ihren Teil zur Leselust bei. Doch leider muss ich auch ein paar Kritikpunkte erwähnen, von denen mich manche mehr, manche weniger gestört haben. Es fängt damit an, dass ich mich umfassend über den Krieg und die russischen Gesellschaftsstrukturen informieren musste, um die Handlung angemesen zu verstehen. Natürlich ist das auch meine Schuld, da ich augenscheinlich so wenig Hintergrundwissen hatte, doch Tolstoi hat offensichtlich hauptsächlich für seine Zeitgenossen geschrieben, die dieses Hintergrundwissen natürlich hatten. Deshalb werden Zusammenhänge fast nie erklärt und von vielen Personen und Ereignissen, die im Krieg eine Rolle spielten, wird vorausgesetzt, dass sie bekannt sind. Außerdem merkt man schnell, dass Tolstoi sehr viel Wert darauf legt, Russland und das russische Volk so wunderbar und heldenhaft wie möglich darzustellen, was einen manchmal ein wenig an seiner Glaubhaftigkeit zweifeln lässt. Ich möchte auch ganz, ganz leise anmerken, dass ich mich noch immer nicht besonders für Kriege interessiere und ich die Stellen, die den Krieg behandelten, oft sehr langatmig fand, aber das ist ja völlig subjektiv. Und wenn man sich nicht für Kriege interessiert, wieso liest man dann ein Buch mit Namen "Krieg und Frieden"? Deswegen auch nur ganz, ganz leise Kritik. Zu guter Letzt war ich sehr enttäuscht vom Epilog, der einfach nicht zu richtig zum Rest vom Buch passen wollte. Mann muss sich vorstellen, dass acht Jahre auf etwa 1100 Seiten behandelt werden, und ein ähnlich langer Zeitraum im Anschluss auf etwa 100 Seiten. Ich weiß, dass Epiloge meistens einen Beigeschmack von ...und wenn sie nicht gestorben sind... haben, aber hier wurde meiner Meinung nach ein zu krasser Bruch vollzogen. Ein Ende in einer anderen Form als in Form eines Epilogs wäre wohl passender gewesen. Trotz Kritik gebe ich "Krieg und Frieden" wohlwollende vier Sterne, weil es ein fantastisches Werk ist, das gesellschaftliches Leben und Kriegsgeschehen auf wunderbare Weise unter einen Hut bekommt und natürlich weil Tolstoi ein Meister der Erzählkunst ist. Außerdem es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man noch länger nach Beendung des Buches über einzelne Charaktere nachdenkt, was bei mir der Fall ist. - Ausgabe: Übrigens ist es nicht besonders sinnvoll, sich die vier Teile nicht in einem Band zu kaufen, es gibt eigentlich keine bemerkenswerten Sprünge zwischen den einzelnen Teilen.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    Cam

    07. May 2011 um 09:37

    Krieg und Frieden teilt sich in zwei Teile auf. Der erste Teil ist das Gesellschaftsleben des Adels in Russland. Hier bekommt man gezeigt das auch in Russland der Adel französisch sprach und den europäischen Häusern sehr nahe stand. Im zweiten Teil, sind die napoleonischen Feldzüge. Hier werden die Schlachten analysiert und Tolstoi zeigt auf, dass der Krieg nicht begonnen, nicht geführt und nicht gewonnen werden kann. Stellenweise sind die Texte sehr trocken, erst im letzten Teil kommen sympathische Figuren, die die Handlung auflockern und einen animieren weiterzulesen.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2011 um 15:16

    Dieses Buch ist einfach großartig! Am Anfang war es scwer, die etwas altmodische Sprache zu verstehen, doch dann wurde es immer besser. Ich hab etwas mehr als schs Wohen gebraucht, um es zu lesen, da ich noch für die Schule lernen musste. Die Geschichte, Tostois Erzählstil, einfach eine Klasse für sich. Man muss dieses Juwel der weltliteratur unbedingt gelesen haben. Gut fand ich auch, dass in meiner Ausgabe hinten sehr viele Ausdrücke, Wörter, etc erklärt wurden und auch die Entstehungsgeschichte kurz erzählt wurde.

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    ChaosQueen13

    Ich finde Tolstoi ist nicht ganz einfach zu lesen, nicht nur vom Inhalt her, sondern dieses dicke Buch von 1645 Seiten zu halten war für mich sehr anstrengend ... trotzdem hat es mich nicht abgeschreckt den Roman zu Ende zu lesen ... man sollte Tolstoi lesen ... Tolstois Schreibstil ist einfach genial! Durch diesen Roman bekommt man einen wunderbaren Überblick über die gesellschaftlichen und geschichtlichen Ereignisse im Russland zu Beginn des 19. Jahrhunderts. „Krieg und Frieden“ ist ein Klassiker. Die Beschreibungen der einzelnen Charaktere, der Schlachtszenen sind so packend beschrieben, das man teilweise das Gefühl hatte, man ist mitten drin im historischem Ereignis, der damaligen Zeit. Mit sehr viel Gefühl schreibt Tolstoi von Trauer und Glück, Liebe und Enttäuschung, Krieg und Frieden. Ein Buch, was man unbedingt gelesen haben sollte!

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  • Rezension zu "Krieg und Frieden" von Leo N. Tolstoi

    Krieg und Frieden

    lokoschade

    06. January 2011 um 10:56

    Ein viel zu komplexes Werk um darüber eine Rezension zu schreiben. Für mich zumindest. Großartige Kulissen, genauste Charakterstudien und Beobachtungsgabe haben das Buch für mich zu einem (trotz 1291 Seiten) wundervollen Leseerlebnis gemacht. Die Kriegshandlungen hätten m.E. nicht so ausführlich sein müssen, da ist mir manchmal die Konzentration abhanden gekommen. Mir haben die Gesellschaftsbeschreibungen und menschlichen Verstrickungen besser gefallen.

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