Leo Navratil

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Gespräche mit Schizophrenen, manisch-depressiv und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Leo Navratil

Sortieren:
Buchformat:
Leo NavratilGespräche mit Schizophrenen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Gespräche mit Schizophrenen
Gespräche mit Schizophrenen
 (3)
Erschienen am 01.02.2000
Leo NavratilSchizophrene Dichter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Schizophrene Dichter
Schizophrene Dichter
 (1)
Erschienen am 15.12.2015
Leo NavratilSchizophrenie und Kunst
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Schizophrenie und Kunst
Schizophrenie und Kunst
 (1)
Erschienen am 15.12.2015
Leo NavratilSchizophrenie und Religion
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Schizophrenie und Religion
Schizophrenie und Religion
 (0)
Erschienen am 01.01.1992
Leo NavratilBrückenschlag. Zeitschrift für Sozialpsychiatrie, Literatur, Kunst / Orte der Heimat - Wo ist meine Seele zu Hause?
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Brückenschlag. Zeitschrift für Sozialpsychiatrie, Literatur, Kunst / Orte der Heimat - Wo ist meine Seele zu Hause?
Leo NavratilDie Überlegenheit des Bären
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Überlegenheit des Bären
Leo NavratilDie Künstler aus Gugging
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Künstler aus Gugging
Die Künstler aus Gugging
 (1)
Erschienen am 01.03.1988
Leo Navratilmanisch-depressiv
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
manisch-depressiv

Neue Rezensionen zu Leo Navratil

Neu
Kaivais avatar

Rezension zu "Gespräche mit Schizophrenen" von Leo Navratil

Rezension zu "Gespräche mit Schizophrenen" von Leo Navratil
Kaivaivor 12 Jahren

" Beim Gesunden aber äußert sich schizophrenes Leben im Traum und anderen veränderten Zuständen des Bewußtseins, in Mythen und Märchen,in der Kunst und in den Religionen. Beim Ausbruch einer Psychose erfolgt also nur eine Verschiebung der Grenzen unseres Bewußtseins, was normalerweise hintergründig ist, bricht hervor, an die Stelle unserer ruhigen und geordneten Alltagswelt tritt die von Widersprüchen erfüllte Welt des Schizophrenen."
Wenn die Widersprüche dominieren nennt sich das Ambivalenz. Wir alle kennen ambivalente Zustände. Wir kommen dann doch wieder auf den Punkt und retten uns in feste Größen. In der Schizophrenie sind diese festen Größen verlorengegangen. Die Ambivalenz ist total. Das Denken ist haltlos geworden. Dem Schizophrenen ist es zusammen mit dem Fühlen aus dem Ruder gelaufen und nun tanzt sein Boot führerlos auf einem unergründlichen Meer.
Ein wilder Tanz ist es in jedem Fall und immer nah am Abgrund. Doch es kann gut gehen. Denn: Ambivalenz ist ja die Natur der Welt (im Grunde wissen wir, daß wir nichts wissen und wir uns nur über Wasser halten, indem wir Begriffe und Konstrukte schaffen) und die Natur ist führend für den, der sich nicht in ihren Schleiern verfängt.
Wenn der Schizophrene aus der Natur der Welt etwas schöpfen und mitteilen kann und auf diesem Weg sich als natürlich erfährt, kann er sich trotz allem gut und lebendig fühlen und im besten Fall findet er Begriffe und Konstrukte für sich die viel beglückender als jene sind die er vor der Schizophrenie hatte. "Die Destrukturierung des normalen Bewußtseins führt nicht immer zu einer Neuorganisation auf >niedrigerer< Stufe : in der schizophrenen Psychose kommt es wie in vielen anderen Zuständen veränderten Bewußtseins auch zu Neustrukturierungen, die über das Niveau der normalen Bewußtseins hinausgehen."
Leo Navratil war von 1946-86 in der Niederöstereichischen Landesklinik Guggingen tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. Auf seine Initiative hin wurde dort 1981 das >Haus der Künstler< gegründet. Dort leben Insassen der Klinik nicht mehr als Patienten sondern als Künstler. Mit einigen dieser Künstler führte Navratil Gespräche. Die Aufzeichnungen dieser Gespräche sind der Hauptteil des Buchs. Für mich aber ist der eigentliche Hauptteil Leo Navratils Einführung: "Über Schizophrenie" heißt dieses Kapitel und umfaßt 18 Seiten. Die es in sich haben. Die weit mehr sagen als die meisten Fachbücher auf 180 oder 1800 Seiten. Für jeden, der sich für dies Thema interessiert, ist es ein Lesemuß.
Die Gespräche, die folgen, sind aufschlußreich, aber nur mit viel Hingabe lesbar. Jeder, der schonmal ein Interview mit Jonathan Meese gehört oder gelesen hat, weiß was ich meine.

Kommentieren0
31
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

auf 9 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks