Der Grafit Verlag feiert heuer sein 25-jähriges Jubiläum, das war ein Vierteljahrhundert beste Krimiliteratur!
Im Jubiläumsjahr gibt es einige interessante Neuerscheinungen. Unter anderem haben sich wieder 15 treue und bekannte Autor(inn)en bzw. Autorenduos des Verlags zusammengetan und einen Beitrag für die neue Anthologie „Lies oder stirb“ geschrieben.
Folgende Autor(inn)en sind beteiligt:
Ralph Gerstenberg, Ella Theiss, Ilka Stitz, Leo P. Ard, Niklaus Schmid, Lucie Flebbe, Gabriella Wollenhaupt und Friedemann Grenz, Peter Gozagar, Jan Zweyer, Jacques Berndorf, Christoph Güsken, Petra Würth, Theo Pointner, Wilfried Eggers, Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge.
Herausgekommen ist eine ganz besondere Kurzgeschichtensammlung. Es ist eine Anthologie, in der sich alle Geschichten rund um das Thema Literatur und Bücher drehen. Außerdem gibt es natürlich in jeder Story mehr oder weniger ein Verbrechen, denn es sind ja allesamt Kriminalgeschichten. Das muss kein Mord sein, es gibt auch Betrug, Diebstahl und vieles mehr. Es geht in den Storys um Autoren, Buchhändler und Leser. Dabei können sie alle sowohl als Täter aber auch mal als Opfer auftreten. Die Kriminalfälle sind vielfältig und zum Teil skurril, und sie bieten die Möglichkeit, den Schreibstil der verschiedenen Autoren in kleinen Häppchen kennenzulernen. So unterschiedlich sie auch sind, jede der Geschichten hat etwas Besonderes an sich, das gewisse Etwas, das sie so spannend und originell macht.
Das Buch war mir in den letzten Wochen immer wieder eine vergnügliche Gutenachtlektüre. Gerade spätabends, wenn man eigentlich müde ist und sich auf keine längere Handlung mehr einlassen möchte, sind die kurzen Geschichten ideal, und so manches Mal war beim Lesen nach kurzer Zeit meine Müdigkeit wie weggeblasen, weil mich die Geschichten so gefesselt haben. Die Tatsache, dass es durchweg um Bücher und Literatur geht, macht die Anthologie unverzichtbar für alle, die Bücher lieben. Sie darf bei keiner Leseratte und keinem Bücherwurm in der heimischen Bibliothek fehlen.
Leo P. Ard
Lebenslauf
Alle Bücher von Leo P. Ard
Der letzte Bissen
Das Ekel von Datteln
Meine Niere – Deine Niere
Mein Vater, der Mörder
Lies oder stirb!
Das Ekel schlägt zurück
Die Waffen des Ekels
Mordsschnellweg
Neue Rezensionen zu Leo P. Ard
Büchermenschen wirken immer so harmlos und friedlich. Sie sitzen mit einem Buch in der Ecke und tun keiner Fliege etwas zuleide. Oder? Von wegen!
In dieser lesenswerten Anthologie mit buchigen Kurzkrimis geht es überhaupt nicht friedlich zu.
Der Einbruch in eine Buchhandlung endet ganz anders als geplant, ein Kritiker erhält eine Sonderbehandlung, die Kellnerin eines Cafés wird wichtig für einen Krimi, eine Buchhändlerin wird bestraft, ein geklautes Manuskript hat schlimme Folgen für den Dieb, Tischgespräche bei einer Literaturpreisverleihung arten aus, ein Mann entdeckt die Literatur und gerät an die falsche Autorin, ein Lyriker verzweifelt am Publikum seiner Lesungen, eine Buchhändlerin lässt sich nicht reinlegen, ein Buch gefährdet den Familienfrieden, Buchkritiken haben tödliche Auswirkungen, ein Privatdetektiv entsteigt seinem Roman und hilft einer Frau, ein Bestsellerautor hasst Kinder, ein Fassadenkletterer stillt seine Lesesucht, und einem Autoren wird übel mitgespielt.
Den Kurzkrimis namhafter Autorinnen und Autoren sind interessante Randnotizen vorangestellt, die den Lesegenuss noch verstärken.
Diese Anthologie soll das 25jährige Jubiläum des Grafit-Verlages feiern, und das ist voll gelungen.
Der Roman, der in unterschiedlichen Zeiten spielt, handelt von einem Bochumer Unternehmer, dem eine hohe politische Auszeichnung zuteil werden soll. Ein alter Freund von ihm wird ermordet in einem Hospiz aufgefunden. Polizistin Sonja und der Frank, der Sohn von Berger, begegnen sich in Vietnam auf den Spuren des Krieges der 50er Jahre. Der Krimi hat nicht die Ironie früherer Romane, überzeugt aber durch eine gute Geschichte vor zeitgeschichtlichem Hintergrund.
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Zusätzliche Informationen
Leo P. Ard wurde am 15. Januar 1953 in Bochum (Deutschland) geboren.
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