Der schwedische Reiter

von Leo Perutz 
4,1 Sterne bei30 Bewertungen
Der schwedische Reiter
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Eine meisterhaft konstruierte Geschichte, über deren Schicksalhaftigkeit in vollem Maße nur der allwissende Leser im Bilde ist.

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Inhaltsangabe zu "Der schwedische Reiter"

Die Protagonisten dieses Romans, Christian von Tornefeld, schwedischer Adeliger, und ein namenloser Dieb, vertauschen ihre Identität. Ersterer, als Deserteur zur Zwangsarbeit verurteilt, tritt in das Heer Karls XII. ein und fällt in der Schlacht von Poltawa. Der Dieb hingegen bereichert sich durch Kirchenraub, erwirbt ein Adelsgut und lebt dort unter dem Namen Christian von Tornefeld, bis er sieben Jahre später auch zu Todekommt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783552042261
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:264 Seiten
Verlag:Paul Zsolnay Verlag
Erscheinungsdatum:22.10.1936

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Leo Perutz | DER SCHWEDISCHE REITER

    INHALT: Perutz‘ DER SCHWEDISCHE REITER spielt im frühen 18. Jahrhundert in Schlesien. Es beginnt mit einem kurzen Abriss der Memoiren Maria Christines von Blohme. Der Leser erfährt in dieser knappen Vorgeschichte, dass ihr Vater (ebenjener schwedische Reiter,) als sie noch ein Kind war, in den schwedisch-russischen Krieg ziehen musste, sie aber trotz der enormen Entfernung fast jede Nacht für eine Viertelstunde besuchte, um zu sehen wie es ihr ging. Irgendwann kommt die Meldung, dass der Vater vor Wochen schon im Kampf an der Front gefallen war. Maria Christine kann das nicht glauben, hatte er doch letzte Nacht noch an ihr Fenster geklopft. Zauberei? Ein Irrtum? Oder war es nur der Geist ihres geliebten Vaters gewesen? Wie das möglich sein konnte, davon handelt der dann folgende Roman.

    Leo Perutz entfaltet gekonnt die Geschichte zweier Männer, die mehrmals ihre Identitäten tauschen. Eigentlich ist in der Vorgeschichte schon alles erzählt. Der Bogen spannt sich jedoch über mehrere Jahre und endet wieder bei der Todesnachricht. Nun ist der Leser aber schlauer und es wird alles klar.

    FAZIT: Geschrieben in einem märchenhaften Ton im Stil der Gebrüder Grimm, liest sich DER SCHWEDISCHE REITER zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Man kommt aber schnell rein und wird mit einer schöne, zauberhaften Geschichte belohnt. Man kann den Roman dem Magischen Realismus zuschreiben. Damit ist er ein Vorreiter dieser Gattung, die erst in den 1950ern und 60ern ihre Blütezeit hatte. Hat mir sehr gefallen – fünf Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch***

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    K
    Kalifvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der schwedische Reiter" von Leo Perutz

    Ich ging ohne große Erwartungen an Perutz' "Der schwedische Reiter" heran, ließ mich von der Erzählung aber rasch fesseln. Das Metaphysische, die dezente Phantastik machte für mich den besonderen Reiz des Romans aus: Zwei Biographien verketten sich nicht nur, sondern verwirren sich geradezu, und vollenden ein tragisches Schicksal. Die Konstruktion ist komplex, schließt sich aber am Schluß auf eindrucksvolle und emotional berührende Weise.
    Fazit: Ein lesenswertes Buch mit einer ganz eigenen, intensiven Atmosphäre, die den ganzen Reiz einer hintergründigen Phantastik zur Geltung bringt.

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    tedescavor 8 Jahren
    Rezension zu "Der schwedische Reiter" von Leo Perutz

    Beim Lesen dieses Buches wurde ich immer wieder an die Märchen von Wilhelm Hauff erinnert. Die düsteren Figuren, die eigenartige Sprache, und letztendlich dann doch ein Sieg des Guten über das Böse, wobei keiner dabei gewinnt. Kurzweilig und unterhaltsam zeichnet Perutz auch ein Sittenbild einer Zeit, die vor allem durch die Ausbeutung des Volkes durch die Bischöfe geprägt wird, deren einiges Interesse es ist, in gleichem Luxus wie der Hochadel zu leben.

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    Liisavor 11 Jahren
    Rezension zu "Der schwedische Reiter" von Leo Perutz

    »Der schwedische Reiter«, eine Geschichte um zwei Männer, die quasi das Leben tauschen aber am Ende doch der Wahrheit nicht entgehen können. Angesiedelt ist die Geschichte in der Zeit des Schlesischen Krieges um 1700. Einmal mehr erweist sich Leo Perutz als guter Erzähler, der weiß, wie man eine Geschichte aufbaut. Grundthemen wie Liebe, Schuld und Sühne spielen in diesem Roman eine große Rolle. Sicher nicht einer der stärkeren Romane von Perutz aber durchaus unterhaltsam zu lesen.

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    JayTivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine meisterhaft konstruierte Geschichte, über deren Schicksalhaftigkeit in vollem Maße nur der allwissende Leser im Bilde ist.
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