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ViolaKreilaus

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das Verlagshaus el Gato lädt zu einer neuen Leserunde mit dem gerade veröffentlichten Roman von Leo Pinkerton, „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ ein.

Zum Buch:

Klappentext:

Lili Robinson, 35 Jahre alt, finanziell unabhängig durch eine kleine Erbschaft ihres Großvaters, mietet ein möbliertes Haus in einer Kleinstadt, um dort Geschichten zu schreiben und diese zu illustrieren. Der Besitzer des Hauses befindet sich für ein Jahr in Amerika. Nachdem sie sich häuslich eingerichtet hat, beginnt sie mit ihrer Arbeit. Schon nach kurzer Zeit stellt sie fest, dass sie nicht allein im Haus ist. Jemand Fremdes hat mit einem roten Stift auf ihr Papier geschrieben. Lili durchsucht das Haus, findet aber niemanden und glaubt an die Anwesenheit eines Geistes.
Professor Rufus Wittgenstein jun., der in seinem Haus an einem Fachbuch für Chemie arbeitet, wird mit der Situation konfrontiert, dass eine junge Frau sein Haus bezieht, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Die Frau erscheint ihm wie ein Hologramm, mit dem es jedoch für ihn keine haptische oder akustische Möglichkeit der Kommunikation gibt. Offensichtlich nimmt sie ihn überhaupt nicht wahr. Er kann sogar durch sie hindurch laufen. Lediglich ein blauer Briefblock, den sie zum Schreiben benutzt, erscheint real in Rufus' Welt. Er nutzt die Gelegenheit, sich ihr darauf mitzuteilen. Nach einer anfänglichen Phase der Verwirrung, in der beide darauf bestehen, das alleinige Recht zum Bewohnen des Hauses zu haben, beginnen Lili und Rufus einen schriftlichen Dialog in blauer und roter Schrift auf besagtem Luftpostpapier. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie es zu ihrem unerklärlichen Phänomen kommen konnte.

 

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Leseprobe:

Rufus fuhr erschrocken zusammen. Er ging gerade durch den weitläufigen Flur seines Hauses, als sich die Eingangstür plötzlich öffnete. Eine Frau trat ein. Sie stellte einen großen Koffer auf dem Boden ab und fuhr sich mit der Hand über die Stirn. All dies geschah, ohne dass Rufus ein einziges Geräusch vernahm. Er sah eine Schweißperle die Stirn der Frau hinunterrinnen.

„Wer sind Sie? Wie sind Sie hereingekommen?“, fragte er unsicher. Die Frau reagierte nicht. Sie hielt den Kopf schräg und schien auf ein Geräusch zu horchen.

Rufus ging auf sie zu. „Hallo! Sie! Was tun Sie hier?“, fragte er lauter als vorher.

Die Frau streckte ihre Hand aus und griff in einen feinen Lichtstreifen, der wie der Strahl eines Scheinwerfers den Flur entlanglief. Sie lächelte. Ihre Hand ging durch Rufus‘ Körper hindurch, ohne ihn zu berühren. Erschrocken wich er nach hinten aus und befühlte ungläubig seine Brust. Sie war fest. Rufus ging wieder einen Schritt nach vorn. Vorsichtig streckte er seine Hand aus und näherte sich der Fremden. Seine Finger zitterten, als er durch ihren Körper hindurch fuhr, als wäre er Luft.

„Oh, mein Gott“, flüsterte er.

Lili stand einen Moment reglos in der Diele des fremden Hauses. Sie stellte ihren braunen, großen Koffer ab. Sein abgewetztes Leder zeigte, dass er sie schon auf vielen Reisen begleitet hatte. Lili lauschte in die Stille des Hauses. Ein muffiger Geruch lag in der Luft. Der Gedanke, für ein Jahr, völlig abgeschieden von ihrer gewohnten Umgebung, an diesem Ort zu wohnen, kam ihr plötzlich absurd vor. Sie hatte nicht erwartet, dass das Haus so groß war.

 

Die Autorin Leo Pinkerton wird die Leserunde begleiten.

Wir verlosen 5 Prints und 5 E-Books.

 

Beantwortet uns bitte folgende Frage:

Stell dir vor, du sitzt ganz gemütlich auf deiner Couch und liest in einem spannendem Buch. Auf einmal dreht sich der Schlüssel in der Tür und eine dir wildfremde Person betritt deine Wohnung. Du bist nicht verrückt, hast keine Drogen genommen oder zu tief ins Glas geschaut. Dennoch siehst du diese fremde Person, die mit der größten Selbstverständlichkeit deine Wohnung in Besitz nimmst. Du rufst laut – aber sie scheint dich nicht zu hören. Als du sie anstupsen möchtest, greifst du durch sie hindurch.

 

                                             Was tust du jetzt?

 Die Bewerbungsfrist endet am Sonntag, 13. April 2014

 

 

Autor: Leo Pinkerton
Buch: Luftpost zwischen Tag und Nacht
1 Foto

Legeia

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Oh, das klingt nach einer andersartigen und spannenden Geschichte, ich bewerbe mich um ein Printexemplar.

Zu der Frage, was ich tun würde, wenn plötzlich jemand meine Wohnung in Besitz nimmt, fällt mir spontan ein, dass ich an meinem Verstand zweifeln würde. Ich würde vermutlich entsetzt aufschreien und zurücktaumeln, mit klopfendem Herzen mich bis in die hinterste Ecke des Raumes verkrümeln, um dann entweder die Wohnung gehetzt zu verlassen, um frische Luft zu schnappen oder jemanden anrufen, dem ich vertraue, damit man mich nicht für verrückt hält.
Dann würde ich hoffe, dass derjenige diese durchsichtige Person auch sieht. Ansonsten könnte es sein, dass ich tatsächlich Geister sehe, oder man könnte mich einweisen *grins*

Zeliba

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ohd as klingt super spannend! Ich würde gerne mitlesen um vielleicht herauszufinden wer von beiden wirklich real ist. Vielleicht beide? Vielleicht gar keiner?

Zur Frage. Ich glaube ich würde erst einmal gehörig an mir Zweifeln. Dann kämen die Fragen auf. Bin ich vielleicht gestorben? Konnte man vergessen gestorben zu sein Oder ist die Frau der Geist/Schemen? Und dann würde ich wohl meien beste Freundin anrufen. Aber wenn sie die andere Person nciht sieht und einen dann auch für leicht verrückt hält, ja was dann? mh,,..Gostbusters :D

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Maerchentraum

vor 3 Jahren

Kapitel 6-10
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Ich muss Vienna da in einigen Sachen zustimmen.

Die therapeutische Handlung an Rufus finde ich auch wirklich gut. Rufus ist wirklich anstrengend mit seinen Gefühlsschwankungen und ständigen Aggressionen. Wie Lili das nur aushält.
Was ich auch super finde ist, dass Lili so viele Bilder malt und diese zu ihrem und zum Leben von Rufus passen und sozusagen Ausschnitte ihres Lebens darstellen.

Wieso wird eigentlich schon wieder in Kapitel 8 auf die Genitalien von Rufus eingegangen? Das ist doch kein Erotikroman und selbst wenn, dann hat das auch nichts mit Erotik zu tun. Diese Sachen kommen irgendwie nie in romantischen und erotischem Hintergrund, sondern werden immer einfach reingeworfen und in diesem Kontext wirkt das einfach nur widerlich. Deswegen hat Rufus bei mir jetzt auch schon den Spitznamen Widerling weg. Er ist mir weiterhin super unsympathisch und ich weiß nicht, was Lili an ihm findet und warum sie sich nun, wie im letzten Satz dieses Abschnitts beschrieben wird, in ihn verliebt.

Lilis Gedankengänge sind mir zwar immer noch suspekt, aber sie erscheint mit noch sympathischer als Rufus.

Was ist allerdings gut finde ist, dass Rufus dank Lili zu neuen Erkenntnissen kommt. Z.B., dass sein Vater schon immer alt war.

Ich frage mich noch, was eigentlich in diesen Papierfliegern stand. Wäre schön gewesen das noch zu erfahren. :)

Ich finde auch gut, dass sich die Welten in einigen Momenten vermischen und Rufus an einem Punkt von der Schaukel getroffen wird.

Maerchentraum

vor 3 Jahren

Kapitel 11-14
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So, die letzten Kapitel. :)

Was ich hier wieder sehr schön finde ist, dass die Welten ineinander verschwimmen können. Beide können die Uhr anfassen, weil sie ja sozusagen in der Zeit stehen geblieben ist (da die Unruh ja ausgebaut wurde). Und das auf den Vater zurückzuführen ist und dem Bild, dass Rufus zuvor gesehen hat. Rundet dieses geschehen schön ab.

Auch, dass sie sich in dem Ort sehen können, an dem das Ereignis geschehen ist - in Rufus' Kinderzimmer. Beider Sachen sind mit dem Tod des Vaters und dem Bild in Verbindung. Und auch mit dem ungelösten in Rufus' Psyche.

Irgendwie schön auch, dass erst eine Träne von Rufus auf die Hand von Lili fällt und er dann verschwindet.

Auch als er wieder auftaucht und erklärt, dass es nur ein Traum in Rufus' Welt war.
In diesem Moment dachte ich irgendwie, dass die Geschichte vielleicht so endet, dass Lili nur eine Imagination in Rufus' Traumwelt ist um ihn von seinem psychischen Trauma, dass er nach dem Tod seines Vaters erlitt und seinen Ängsten, die er seit seiner Kindheit hat, zu befreien.
Das wäre auch ein schönes Ende gewesen. Besonders, wenn er danach Lili wirklich kennengelernt hätte. So hätte mir das Ende aufjedenfall besser gefallen.

Was mich wieder ein bisschen nervt, ist schon wieder Rufus' Anspielung auf Sex im letzten Satz.. Toller Abschluss. -.-'

Den Epilog fand ich irgendwie nicht richtig abschließend. Einerseits fände ich es ohne Epilog besser, weil mir der Epilog einfach nicht abschließend genug ist, andererseits ist der Epilog aber besser, als die Geschichte so zu lassen. Ok, hab noch mal nachgedacht und mit Epilog gefällt das Buch mir besser.

Außerdem fällt damit auch auf, dass im Buch davor immer wieder daraufhin gewiesen wurde, dass sie eigentlich eine Geschichte schreibt und das alles nur ausgedacht ist. Da das aber Teil einer anderen Geschichte ist, finde ich das im Nachhinein wieder unpassend.

Leider konnte ich mit den beiden bis zum Ende keine Sympathie aufbauen und mich in die beiden hineinversetzen, da ich ihre Handlungsweisen einfach sehr suspekt und unverständlich fand.

Trotzdem, zum Ende hin wurde das Buch aufjedenfall besser und das Ende an sich ist, aus den oben genannten Gründen, eigentlich ganz gut gelungen. :)

Maerchentraum

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen
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Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, muss allerdings sagen, dass man hätte mehr aus der Geschichte machen können. Trotzdem, schön war am Ende, dass die Geschichte sich abgerundet hat. Erst hatte Rufus Angst sich dem Geschehen um seinen Vater zu stellen und am Ende kam er dadurch in Berührung mit Lili. :) Der therapeutische Aspekt dieses Buches an Rufus hat mir am besten gefallen. :)

vienna

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

hier folgt nun endlich meine rezension ... für die verspätung ein dickes sorry!

http://www.lovelybooks.de/autor/Leo-Pinkerton/Luftpost-zwischen-Tag-und-Nacht-1090635104-w/rezension/1093849070/

LeoPinkerton

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Hallo ihr Lieben,

nachdem diese Leserunde ja nun vorbei ist, möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei euch bedanken. Für euer Mitfiebern während des Lesens, für eure Fragen und für die vielen, ausführlichen und anregenden Gedanken. Ich werde sie für weitere Werke, die schon darauf warten, von den Verlagen entdeckt zu werden, beherzigen.
Euch allen viel Spaß bei weiteren Leserunden und viel Erfolg in allem, was ihr euch ersehnt.
Liebe Grüße und eine gute Zeit wünscht euch
Leo Pinkerton

ViolaKreilaus

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Auch wir bedanken uns herzlich für eure Teilnahme, eure Fragen, Bewertungen und eure ganz tollen Rezensionen.
Andrea und Viola

Legeia

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Ich bedanke mich auch und wünsche alles Gute!:-)

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