Leo Tolstoi

 4.3 Sterne bei 71 Bewertungen
Autor von Auferstehung, Herr und Knecht und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Herr und Knecht (ISBN:9783866477162)

Herr und Knecht

 (17)
Erschienen am 31.07.2011
Cover des Buches Die Kreutzersonate (ISBN:9783866478671)

Die Kreutzersonate

 (6)
Erschienen am 31.07.2012
Cover des Buches Philipok (ISBN:9783480214983)

Philipok

 (3)
Erschienen am 15.08.2000
Cover des Buches Wie viel Erde braucht der Mensch (ISBN:9783869174235)

Wie viel Erde braucht der Mensch

 (3)
Erschienen am 01.06.2015
Cover des Buches Erzählungen (ISBN:9783150202111)

Erzählungen

 (2)
Erschienen am 01.08.2010

Neue Rezensionen zu Leo Tolstoi

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Rezension zu "Auferstehung: Roman (Fischer Klassik)" von Leo Tolstoi

„Auferstehung nicht jenseits des Grabes, sondern in diesem Leben“
Filzblumevor 2 Monaten

Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2011/ Zitat: „Nechliudow passierte nicht zum erstenmal im Leben das, was er »die Reinigung der Seele« nannte. »Reinigung der Seele« nannte er jenen seelischen Zustand, da er sich plötzlich, zuweilen nach einem großen Zeitraum, einer Verlangsamung, manchmal aber auch eines Stehenbleibens des inneren Lebens bewußt ward und sich an die Reinigung all dieses Kehrichts machte, welcher sich in seiner Seele angehäuft hatte und die Ursache dieses Stehenbleibens .„ Handlung: Fürst Dmitrij Nechljudow wird zu einer Gerichtsverhandlung als Schöffe geladen. Als der Fall wegen des Giftmordes angeklagten Prostituierten Katjuscha Maslowa vor Gericht kommt, erkennt er das Mädchen wieder, das er vor vielen Jahren auf dem Gut seiner Tanten verführt hatte. Dort lebte sie, als Dienstmädchen und als Ersatztochter. Während der Verhandlung wird ihm klar, dass sie unschuldig ist, doch wegen der Schöffen, die sich mit dem Rechtssystem schwer tun, wird sie zur Zwangsarbeit verurteilt. Das Urteil erschüttert Nechljudow, der doch eine große Schuld trägt, weil er sie damals verführt und verlassen hat. Von Schuldgefühlen geplagt und dem Schicksal der Maslowa verbunden ändert er sein Leben und stellt auch die Gerichtsbarkeit in Frage. „Ich sage Katjuscha, daß ich ein Taugenichts bin, daß ich schuldig vor ihr bin, und ich werde alles tun, was ich kann, um ihr Schicksal zu mildern. Ja, ich werde sie aufsuchen und sie bitten, mir zu verzeihen. Ja, ich werde um Verzeihung bitten, wie die Kinder bitten.“ Er möchte Katjuscha heiraten und folgt ihr in die Verbannung nach Sibirien. Dabei nimmt er extreme Veränderungen auf sich. Tolstoi übt Kritik an dem russischen Rechtssystem, an deren Beamten, und prangert das Gefängniswesen aufs Äußerste an. Dort herrschen unmenschliche Zustände und die Zellen sind völlig überfüllt, auch weil die Gerichtsbarkeit versagt. Auch die russisch —orthodoxe Kirche wird kritisiert. Die Liebesgeschichte zwischen Nechljudow und Katjuscha ist kompliziert und wird anhand der gesellschaftlichen Situation zum Instrumentarium. Tolstoi setzt sich auch mit der Figur des Fürsten auseinander, und ich habe bemerkt, das auch er, als Person, sich mit der Thematik Adel, Bauerntum stark auseinander setzt. Teilweise propagiert er revolutionäres Gedankengut, dabei hatte ich als Leser den Eindruck, das er die zwischen den Klassenschichten herrschenden Unterschiede zwar sieht, aber auch keine wirkliche Lösung hat. Am Ende geht es darum, wie der Mensch ist, das der Mensch sich nicht in Schubladen stecken läßt, das der Mensch sich ändern kann, wenn er will. Kap 59 „Es ist einer der gewöhnlichsten und verbreitetsten Aberglauben, daß jeder Mensch nur eine ihm zugehörige, bestimmte Eigenschaft habe, daß ein Mensch gut, böse, klug, dumm, energisch, apathisch und so weiter sei. Die Menschen pflegen nicht so zu sein,“ Teil 2 »Ja, ja«, dachte er, »das Werk, das durch unser Leben geleistet wird, das ganze Werk, sein ganzer Sinn ist unbegreiflich und kann mir nicht begreiflich sein. Wozu waren die Tanten da? Warum starb Nikolenka Irtenjew? Und ich lebe noch? Warum war Katjuscha? Und meine Verrücktheit? Warum war der Krieg? Und mein ganzes darauf folgendes wüstes Leben? Alles das zu begreifen, das ganze Werk des Herrn zu begreifen, liegt nicht in meiner Macht. Seinen Willen aber zu tun, der in meinem Gewissen geschrieben steht, liegt in meiner Macht, und das weiß ich unzweifelhaft. Und wenn ich seinen Willen tue, bin ich unzweifelhaft ruhig.“ Teil drei Kapitel 19 Ist das Schlüsselerlebnis von Nechljudow und auch von Katjuscha, beide haben im Laufe der Geschichte vom Prozess bis zur Verbannung ihre Persönlichkeit reifen lassen. Der Begriff der Auferstehung findet hier seine Auflösung. Bis dahin habe ich im wörtlichen Sinne mehr als „ achttausend Werst“ gebraucht. Das Buch liest sich als Roman, als Gerichtsprotokoll, als Dokumentation — alles in allem ansprechend, aber in die Länge gezogen. Für das Buch sollte sich der Leser Zeit nehmen. Für mich war dieses letzte Werk vom Schriftsteller das größte und schwierigste zugleich, was sich zu lesen lohnt. 5 Sterne für den Inhalt, 1,5 Sterne Abzug, wegen der Längen. Fazit: 3,5 Sterne ⭐️

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Rezension zu "Krieg und Frieden: Vollständige Ausgabe (Gratis bei Null Papier)" von Leo Tolstoi

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte
PMelittaMvor 3 Monaten

Endlich habe ich Tolstois Roman über Russland während der Napoleonischen Kriege und gleichzeitig die Geschichte mehrerer Familie gelesen.

Ein Roman mit vielen vielen Charakteren und noch viel mehr Seiten ist eine kleine Herausforderung. Vor allem mit den Charakteren tat ich mir anfangs schwer, insbesondere, wenn Tolstoi mehrere Frauen mit „Fürstin“ tituliert, selbst wenn eine die „kleine Fürstin“ ist, ist es schwer sie alle richtig zuzuordnen. Mit der Zeit schälen sich aber einige Personen als Hauptcharaktere heraus, und nach und nach weiß man sie zu unterscheiden und den einzelnen Familien zuzuordnen.

Nicht jedes Kapital war für mich gleich interessant, manche habe ich eher überflogen, doch immer wieder gibt es amüsante oder nachdenkenswerte, hin und wieder fast tragikomische Szenen, und diese haben den Roman für mich letztlich lesenswert gemacht.

Die Zeit, in der der Roman spielt, interessiert mich schon lange, und einmal die russische Seite zu lesen, fand ich sehr interessant. Natürlich ist Tolstoi parteiisch, aber es ist ja kein Problem, das zu erkennen. Dass Tolstoi den Krieg durchaus kritisch sah, kann man immer wieder erkennen. Wie der Titel schon sagt, spielt der Roman aber nicht nur zu Kriegszeiten, in den Friedensperioden erfährt man mehr über das Leben der einzelnen Familienmitglieder. Geburten, Hochzeiten, Tod, alles ist vertreten.

Ich freue mich, diesen Klassiker nun endlich gelesen zu haben. Nicht nur mein Interesse für Tolstoi wurde geweckt, ich habe mich auch im wesentlichen gut unterhalten.

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Rezension zu "Mascha und die Suche nach dem Glück in der Ehe" von Leo Tolstoi

»Jede Zeit hat ihre besondere Art von Liebe.«
Filzblumevor 9 Monaten

Idb Verlag 2017 ISBN 9783961503193 Als die 17jährige Mascha ihre Mutter verlor, die sie noch in diesem Jahre in die Gesellschaft einführen wollte, versank sie in eine schwere Gemütslage. „Nach und nach erreichte die aus Gram, Einsamkeit und Langeweile gemischte Empfindung einen solchen Grad, daß ich das Zimmer nicht mehr verließ, das Klavier nicht mehr öffnete und kein Buch mehr zur Hand nahm.“ Die jüngere Schwester wurde von der Gouvernante Katja betreut, sie alle zogen sich auf das Land zurück. Katja machte sich Sorgen um Mascha, doch zum Glück kam Sergej Michailowitsch, der Vormund, um sich in regelmäßigen Abständen um die Mädchen zu kümmern. „»Gott sei Dank!« sagte Katja eines Tages, als ich wieder ohne Beschäftigung, ohne Gedanken, ohne Wünsche wie ein Schatten aus einer Ecke in die andere schlich. »Sergej Michailowitsch ist angekommen. Er hat hergeschickt, sich nach uns erkundigen zu lassen, und wird zum Mittagessen hier sein“ Die Ich-Erzählerin Mascha schildert ihr Leben nach dem Tod der Mutter und ihr Erwachsenwerden, mit den neu gewonnen Gefühlen zu einem Mann, der um einiges älter ist als sie. Sie hält Rückblick in die Vergangenheit und blickt auch nach vorn, trotz der Veränderungen, die das Leben mit sich bringt. Tolstoi versteht sich aufs meisterhafte in seine Charaktere zu denken. Er beschreibt die Umgebung und die Dialoge so anschaulich, das der Leser sich in die Geschichte einfühlt. Trotz der Kürze des Buches ist es voll von Gefühlen der Protagonisten und lebt dadurch. Dies ist eine Liebesgeschichte, die mir sehr gefallen hat und nichts von der Schwere hat, denen Lesern von Tolstoi begegnen. Zwei besondere Sätze: »Wir alle – besonders ihr Frauen – müssen erst die ganze Torheit des Lebens durchmachen, um uns in das eigentliche Leben zurückzufinden.

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Gespräche aus der Community

Neu
Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

Für November & Dezember haben wir uns „An(n)a Karenina“ von Leo N. Tolstoi vorgenommen.

Klappentext:
Anna Karenina scheint alles zu besitzen, was glücklich macht. Doch als der leidenschaftliche Offizier Graf Wronskij in ihr Leben tritt, gerät ihre Welt aus den Fugen. Sie muss ihrer bedingungslosen Liebe folgen – bis zum bitteren Ende. Tolstois berühmtes Werk gilt als sein künstlerisch vollkommenstes, mit Charakterbildern von unerreichter Feinheit, zugleich ist es ein unerbittliches Porträt der russischen Gesellschaft. Rosemarie Tietzes hochgelobte Neuübersetzung setzt neue Maßstäbe und lässt das eindrucksvolle Werk in neuem Glanz erstrahlen.

Die Leserunde beginnt diesmal am 10. November und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns „Anna Karenina“ lesen will.:-)

Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt.

Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

• Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
• Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!


Zur Einteilung der Leseabschnitte
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„Anna Karenina“ ist in 8 Teile gegliedert und danach wurde die Leserunde eingeteilt:

Teil 1 | Kapitel 1-17
Teil 1 | Kapitel 18-34

Teil 2 | Kapitel 1-17
Teil 2 | Kapitel 18-35

Teil 3 | Kapitel 1-16
Teil 3 | Kapitel 17-32

Teil 4 | Kapitel 1-12
Teil 4 | Kapitel 13-23

Teil 5 | Kapitel 1-16
Teil 5 | Kapitel 17-33

Teil 6 | Kapitel 1-16
Teil 6 | Kapitel 17-32

Teil 7 | Kapitel 1-16
Teil 7 | Kapitel 17-31

Teil 8
461 BeiträgeVerlosung beendet
Achtung: Hier wird KEIN Buch verlost, ich suche nur nette Mitleser.

Wer liest mit mir Tolstoi's Anna Karenina?
Ich habe mir vorgenommen, den ganzen Monat Oktober für dieses Buch zu "opfern". Wer mitmachen will,  ist gerne eingeladen :)
Start der Leserunde ist der 1. Oktober.

Ich habe die Version von Weltbild, die es vor ein paar Monaten gab, glaube jedoch, dass sich auch alle anderen Versionen nicht sehr entscheiden.

Das Buch ist schon in Teile gegliedert, die ich auch bei der Leserunde verwenden möchte. Das Unterthema "HILFE! Ich komme einfach nicht mehr weiter" ist für Zeiten gedacht, an denen man einfach die Lust oder Geduld verliert. In diesem Unterthema können wir uns gegenseitig Mut zusprechen, damit auch jeder Mitleser das ganze Buch schafft :)

Ich freue mich schon auf eure Bewerbungen (wenn man es überhaupt Bewerbungen nennen kann, da jeder mitlesen darf, der will). 

Liebe Grüße,
AddictedToBooks
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Letzter Beitrag von  Leselotteliesevor 6 Jahren

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