Leo Tolstoi Herr und Knecht

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Inhaltsangabe zu „Herr und Knecht“ von Leo Tolstoi

Trotz eines drohenden Schneesturms macht sich der reiche, profitgierige Kaufmann Brechunow gemeinsam mit seinem braven, demütigen Knecht Nikita auf den Weg durch die eisige Steppe, um ein einträgliches Geschäft abzuschließen. Doch im Tosen des Unwetters verirren sie sich heillos - und angesichts des nahen Todes beginnen die Standesunterschiede zwischen den beiden ungleichen Gefährten auf wundersame Weise zu verschwinden. Mit seiner bildgewaltigen Meistererzählung "Herr und Knecht" (1895) schuf der große russische Dichter und Humanist Leo Tolstoi eine zeitlose Parabel auf die Macht der Mitmenschlichkeit.

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  • Herr und Knecht von Leo Tolstoi

    Herr und Knecht
    marcelsarman

    marcelsarman

    15. July 2016 um 19:30

    Brechunow ist ein erfolgreicher Geschäftsmann: er kann sich gut darstellen, er kann gut verhandeln und er kann aus jeder Angelegenheit finanziellen Profit schlagen. Im tiefsten russischen Winter muss dieser Brechunow nun eines Tages geschäftlich mit dem Pferdeschlitten zu einem anderen Kaufmann fahren. Alle Angestellten sind an diesem Wintertag betrunken, einzig sein treuer Diener Nikita ist noch einigermaßen nüchtern. Nikita macht sich dann auch mit Brechunow auf den beschwerlichen Weg. Im Schneesturm ist es aber nahezu unmöglich den Weg durch die gleichförmige russische Landschaft zu finden und sie fahren auch mehrfach im Kreis, bevor sie schließlich in einem Dorf einkehren können. Nach der Pause beschließt Brechunow weiterzufahren, obwohl ihn die Dorfbewohner von der Weiterfahrt abraten. Doch Brechunow ist davon überzeugt, auch diese Gefahr meistern zu können, aber er täuscht sich, in der Dunkelheit bleiben die Beiden schließlich im Schnee stecken und müssen ihre Fahrt unterbrechen. Sie sind dazu gezwungen in der bitterkalten Schneelandschaft zu übernachten und sich mit Decken vor dem Erfrieren zu schützen. Brechunow denkt voller Stolz an sein bisheriges Leben und an das Geld, das er angehäuft hat. Seine Frau und seinen Knecht verachtet er aus tiefstem Herzen, weil sie unfähig sind Geschäfte zu machen. Die Kälte wird immer unerträglicher und der Gedanke ans Überleben in dieser eiskalten Nacht verdrängt alle anderen Gedanken. Sein Knecht Nikita und das arme Pferd liegen zitternd und dem Erfrieren nahe neben ihm und Brechunow fasst schließlich einen folgenschweren Entschluss, der sein Bild in der Öffentlichkeit für immer dramatisch verändern wird. Diese klassische Erzählung ist zu keinem Zeitpunkt langweilig oder schwer zu lesen. Die Sprache ist sehr nüchtern und präzise und die Spannung baut sich sukzessive auf. Der realistische Erzählstil ist außerordentlich gelungen und die Landschaftsbeschreibungen sind ebenso wie die Charakterbeschreibungen hervorragend formuliert. Das Verhalten von Menschen in Extremsituationen wird in dieser Erzählung sehr geschickt und spannend beschrieben. Die Handlung kann auch auf die heutige Zeit übertragen werden, daher hat dieses Buch nichts von seiner Faszination eingebüßt. Das Ende der Erzählung ist sehr überraschend und eindrucksvoll, deshalb vergebe ich 5 Sterne für diesen Klassiker der russischen Erzählkunst.

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