Leo Verhart Den Kelten Auf Der Spur

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Inhaltsangabe zu „Den Kelten Auf Der Spur“ von Leo Verhart

Wer waren die Kelten, wie lebten sie, und wie weit erstreckte sich ihre Kultur im nordwestlichen Tiefland Europas? Archäologische und sprachwissenschaftliche Untersuchungen dokumentieren den Einfluss der keltischen Kultur in diesem Gebiet von der Eisenzeit bis zur Eroberung durch die Römer. Ausgehend von Fundorten in Österreich und der Schweiz verfolgt der Autor die keltischen Spuren bis an die Nordsee. Umfangreiche Untersuchungen zur Siedlungs- und Landschaftsarchäologie, Fürstenbestattungen mit reichhaltigen Beigaben oder die Entwicklung von Entwässerungstechniken und einer differenzierten Landwirtschaft zeichnen ein prägnantes und lebendiges Bild einer Epoche, die wegweisend war für die europäische Geschichte. Der Autor zeigt auf, wie schnell die Elite zwischen Nordsee und Rhein nach dem Einmarsch der Römer zur Übernahme der römischen Kultur bereit war, und er beschreibt die Auflösungsprozesse der keltischen Kultur, die erst in der Renaissance wiederentdeckt wurde.

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  • Rezension zu "Den Kelten Auf Der Spur" von Leo Verhart

    Den Kelten Auf Der Spur
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    18. May 2010 um 20:57

    Obwohl als Begleitband zur 2008 präsentierten Keltenausstellung im Museum Burg Linn herausgegeben, ist das Buch des Archäologen Leo Verhart mehr als nur ein Ausstellungskatalog. Ebenso wie die Ausstellung des Limburgs Museum Venlo und des Rijksmuseums van Oudheden Leiden im Museum Burg Linn bei Krefeld, stellt sich Verhart in seinem Buch die Frage: wer waren die Kelten? So einfach ist die Frage nach der Identität der Kelten trotz inzwischen Jahrzehntelanger Keltenforschung gar nicht zu beantworten. Das liegt nicht nur an der Tatsache, dass der ideologische Missbrauch der Kelten und Germanen in der Zeit des Nationalismus und des Nationalsozialismus, eine vorurteilsfreie wissenschaftliche Herangehensweise an dieses Thema noch heute gelegentlich erschwert. Die Kelten, deren kulturelle Erscheinungsformen zwar in ihrer zeitlichen und regionalen Entwicklung und Verbreitung archäologisch durchaus identifizierbar sind, lassen sich nämlich als Volk kaum fassen. Bei genauerer Analyse der zeitgenössischen schriftlichen Quellen, der europaweit verbreiteten Fundsituationen mit deutlichen regionalen Schwerpunkten und Differenzierungen und nicht zuletzt der Sprachforschung entschwindet ein definierbares Volk als Kulturträger immer wieder im Dunkel der Geschichte. Während sich eine keltische Kultur angesichts immer neuer archäologischer Entdeckungen ständig deutlicher und differenzierter herauskristallisiert, scheint es fast, als habe es die Kelten selbst nie gegeben. Leo Verhart, Kurator für niederländische Vorgeschichte am Rijksmuseum van Oudheden in Leiden und einer der populärsten Archäologen der Niederlande gibt in seinem Buch einen hervorragenden und trotz sachlicher Darstellung kurzweiligen Überblick über den derzeitigen Stand der Keltenforschung. Und schon bei dieser Bestandsaufnahme wird deutlich, dass sich gar nicht mehr die Frage nach einem Volk der Kelten, sondern vielmehr nach den Trägern der keltischen Kultur stellt. Worin der Unterschied besteht, wird bei der Lektüre dieses Buches bald klar. Und irgendwie fühlt man sich sogar erleichtert, wenn man aufhören kann, einem Phantom hinterher zu jagen. Denn die Forschung nach den Trägern der keltischen Kultur, die auf der Basis der neuesten niederländischen Grabungs- und Forschungsergebnisse fußen, ist mindestens ebenso spannend, wie die Vorstellung von einem Volk der Kelten. Verhart beschreibt die Ausgrabungen und Entdeckungen zwischen Nordsee und Rhein und kommt dabei gemeinsam mit dem Leser den keltischen Kulturträgern immer stärker auf die Spur. Und das obwohl, oder vielleicht auch weil gerade dieser Raum bis vor Kurzem noch weitgehend als Keltenfrei, bestenfalls als Peripherie der Ausbreitung des Keltentums verstanden wurde. Gerade bei der sehr detaillierten Vorstellung der archäologischen Entdeckungen zwischen Nordsee und Rhein der letzten 25 Jahre entwickelt das Buch seine Stärken. Denn erstens erfährt auch der Leser Neues, der sich beim Thema Kelten auf dem Laufenden fühlt. Und zweitens ist das Buch durch die zahlreichen Karten, Grabungspläne und Fotos eine wahre Fundgrube für den Archäologiebegeisterten. Natürlich darf ein Buch über die Kelten nicht enden, ohne die Keltomanie der letzten Jahrhunderte zu beschreiben, den aktuellen Stand der immer noch irgendwie existenten keltischen Kultur darzustellen und einen Ausblick zur Entwicklung derselben abzugeben. Auch Leo Verhart erfüllt hier seine Pflicht. Die diplomatische Bemerkung im abschließenden Absatz erklärt auch, warum der in den Niederlanden sehr medienpräsente Archäologe so populär ist: „Vieles von dem, was wir heutzutage um uns herum sehen und von dem behauptet wird, es hätte etwas mit den Kelten zu tun, ist im höchsten Maße das Ergebnis von Erfindungen. . . . Das breite gesellschaftliche Interesse für die Kelten, so abwegig und weit gefasst es auch sein mag, wird den verschwundenen und vergessenen Kelten Nordwesteuropas gut tun.“ Rezension

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