Leon Leyson

 4.7 Sterne bei 22 Bewertungen

Alle Bücher von Leon Leyson

Leon LeysonDer Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete
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Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete
Leon LeysonThe Boy on the Wooden Box: How the Impossible Became Possible . . . on Schindler's List by Leon Leyson (2014-04-10)
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The Boy on the Wooden Box: How the Impossible Became Possible . . . on Schindler's List by Leon Leyson (2014-04-10)
Leon LeysonThe Boy on the Wooden Box
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The Boy on the Wooden Box
The Boy on the Wooden Box
 (1)
Erschienen am 10.04.2014
Leon LeysonThe Boy on the Wooden Box: How the Impossible Became Possible . . . on Schindler's List
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The Boy on the Wooden Box: How the Impossible Became Possible . . . on Schindler's List
Leon LeysonBoy on the Wooden Box
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Boy on the Wooden Box
Boy on the Wooden Box
 (0)
Erschienen am 01.09.2013
Leon LeysonChlopiec z listy Schindlera
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Chlopiec z listy Schindlera
Chlopiec z listy Schindlera
 (0)
Erschienen am 01.01.2014

Neue Rezensionen zu Leon Leyson

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Buecherseele79s avatar

Rezension zu "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" von Leon Leyson

Oskar Schindler rettete mein Leben!
Buecherseele79vor 3 Monaten

Leon Leyson heisst richtig und ursprünglich eigentlich Leib Lejzon und wurde in Polen geboren und erlebte dort
seine Kindheit mit seinen Eltern und seinen 4 Geschwistern.
Sein Leben ist nicht leicht aber dörflich in Narewka und er geniesst es in vollen Zügen.
Dann erhält sein Vater die Chance mit der Firma für die er arbeitet nach Krakau zu ziehen, nach 5 Jahren holt er seine Familie
nach und alle freuen sich auf den Neuanfang.
Doch dann kann Hitler die Wahl für sich gewinnen und die Nazis übernehmen die Mehrheit in Deutschland.
Zu Beginn versuchen die Eltern sie noch zu beschwichtigen und dass alles schneller vorbei sein wird als angenommen,
es könnte schlimmer kommen.
Aber die Nazis übernehmen Polen und ihre Rassenideologie wirft auch hier ihre bösen Schatten und somit muss
Familie Lejzon um ihr Leben bangen denn sie sind Juden.

Der Schreibstil ist angenehm, leicht, einfach aber unheimlich verständlich und doch geht dieses Buch so tief und
hinterlässt einen bleibenden Eindruck, es macht fassungslos, traurig, man freut sich, man leidet mit der Familie Lejzon mit
und kann diese Grausamkeiten von damals noch heute nicht verstehen oder nachvollziehen.
(Zumindest jeder gescheite Mensch mit Anstand und vor allem Empathie!)

Leon Leyson erzählt von seiner unbekümmerten Kindheit die eben einfach aber auch schön war.
Wieviel die Familie bedeutet und wie sehr er das Leben in dem kleinen Dorf genossen hat, wie sehr ihn die grosse Stadt
Krakau erstaunt hat und trotz Nazi war er immer pfiffig unterwegs, mutig und nahm die Bedrohnung als Kind nie
so richtig ernst.
Wenn er jetzt, als älterer Herr darüber nachdenkt merkt er schnell selbst- ich hätte öfter als einmal sterben können.

Der Vater wird von Nazis verprügelt, verliert seine Arbeit, die Kinder versuchen es mit Schwarzarbeit um sich über
Wasser zu halten, um wenigstens etwas Nahrung zu finden.
Dann der Umzug in ein Ghetto wo sie mit einer anderen Familie ein Zimmer teilen müssen und dass sie trotz dieser
Schreckensherrschaft immer zusammengehalten haben, ihr Bestes versuchten, sich nie unterkriegen lassen wollten.

Immer wieder schafft es Leon sich vor dem anstehenden Tod oder der Deportation zu verstecken, sie zu verhindern.
Dies gilt aber nicht für alle Freunde oder Familienmitglieder.
Und dies schreibt Leon auch unverblühmt und mit solch klaren Worten dass es dem Leser die Tränen in die Augen
treibt.

Wie sie in das Lager Plaszow getrieben werden, Leon von seinem Vater und Brüder sowie Mutter getrennt.
Wie er versucht die Lagerarbeit zu überstehen, den Hunger und die Kälte.
Wie der Lagerleiter Amon Göth seine grausamen Spiele mit den Gefangenen treibt, nur zum Spass, nur gegen Langweile,
die Angst der Juden macht ihm Freude.

Dann erhalten sein Bruder und sein Vater eine Anstellung bei Oskar Schindler, sind vor vielen Übergriffen der Nazis
geschützt und sein Vater versucht alles um seine restliche Familie ebenfalls in die Fabrik von Oskar Schindler zu bekommen.
Denn dies bedeutet Schutz, Wärme, ab und dann eine warme Mahlzeit oder Schindler steckt jedem Arbeiter mal etwas zu
um es auf dem Schwarzmarkt einzutauschen.

Oskar Schindler rettet nicht nur die Familie Lejzon sondern über 1.000 Juden mit seinem Mut, mit seinem
geschäftlichen Geschick und seiner Empathie dass auch Juden ehrliche Mitarbeiter und Menschen sind.
Leon Leyson gibt hier einen genauen Einblick wie es war in der Fabrik von Oskar Schindler zu arbeiten, was für ein Mensch
Schindler war, dass er sich Namen und Gesichter gut merken konnte.
Dass er zwar in der Partei war, ein Nazi, aber doch so ganz anders handelte als alle anderen Nazis.

Ein Buch welches auch hin und wieder Rückblicke zum Film gibt und Leon es mit seinen eigenen Erinnerungen
bzw. Erzählungen die er gehört hat "auffrischt" und somit dieses Buch noch bewegender und eindringlicher wirkt.

Leon Leyson konnte mich komplett für mich einnehmen, kurze Kapitel, nicht viel an Seiten aber er beschreibt es mit kurzen
Sätzen, macht kein Aufsehen um seine Person sondern schreibt die nackte Realität von damals, das nackte Überleben.
Es berührt tief und macht noch heute fassungslos!
Der Junge auf der Holzkiste hat überlebt, Dank Oskar Schindler und hier schreibt er seine Geschichte, ohne Mitleid
erhaschen zu wollen, sondern was erlebt hat, wie er überlebt hat.

Ich kann für dieses Buch, diese Zeitgeschichte die unheimlich tief geht nur eine ganz klare Leseempfehlung
aussprechen!!


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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" von Leon Leyson

Ein Schindlerjude erzählt
TanteGhostvor 5 Monaten

Die Story der Nazizeit ist bekannt, aber ein Schindlerjude hat noch nie so offen, oder überhaupt, beredet.

Inhalt:
Leon Leyson, ein jüdischer Junge aus Polen, erzählt seine Geschichte. Am Ende seines Lebens bricht er sein Schweigen und lässt uns an seinem Leben teil haben.
Eigentlich sollte Krakau für die Familie ein neues, ein besseres Leben geben. Doch der zweite Weltkrieg ist ausgebrochen und mit den Deutschen kommt auch der Schrecken nach Polen.
Die jüdische Familie landet im Ghetto, sie hungern und leiden. Sie verlieren die ersten Familienmitglieder, aber nicht den Willen zu überleben.
Der Vater ist ein Arbeiter im Werk von Oscar Schindler, was der verbleibenden Familie am Ende das Leben rettet.
Sie stehen zwar unter dem Schutz von Oscar Schindler, aber leicht wird es deswegen trotzdem nicht.

Der erste Satz:
„Ich muss zugeben, meine Handflächen waren schweißnass, und mir drehte sich der Magen um.“

Der letzte Satz:
„Ich werde versuchen, das zu tun.“

Fazit:
Schon der Prolog hat mir hier Gänsehautschauer über den ganzen Körper gejagt. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, seinem Lebensretter nach vielen Jahren und als erwachsener Mann gegenüber zu treten. Und dann hat ihn Oscar Schindler auch noch erkannt....
Gleich zu Anfang war mir schon klar, dass ich dieses Buch wohl auch sprichwörtlich fressen würde, statt es zu lesen. Trotzdem es nach dem packenden Prolog erst einmal in eine relativ normale Kindheit ging, war ich gefesselt. Alles war so gut beschrieben, dass ich von Anfang an einen farbenprächtigen Film or meinem geistigen Auge ablaufen hatte. Wenn ich am nächsten Tag nicht noch einmal auf die Arbeit gemusst hätte, wäre das Buch wohl am selben Abend noch ausgelesen worden.
Schon am nächsten Abend habe es dann ausgelesen. Und beim Lesen sind mir Schauer über den ganzen Körper gelaufen. Das Erzählte war ein scheinbar endloser Wechsel aus Hoffnung und tiefen menschlichen Abgründen. Immer und immer wieder habe ich diesen kleinen und ausgemergelten Jungen vor mir gesehen. Es war beim Lesen so, als wenn ich dabei gewesen wäre. Der Schreibstil war einfach und doch ehrlich und eindringlich. Man hat gemerkt, dass der Autor nicht irgendeine Story erzählt, sondern sein eigenes Leben. So scheinbar unwichtige Kleinigkeiten, die immer mal wieder erwähnt wurden, machte das Erzählt glaubhaft.
Auch der Anhang des Buches enthielt noch jede Mengen interessante Details. Weniger das, was die Kinder des Autors geschrieben haben. Vielmehr so kleine Dinge, wie das Leben und sein Werdegang nach de Krieg. Die genau Liste von Schindler wurde noch einmal erwähnt. Leon Leyson war Nummer 289 auf der Liste und auch der Jüngst, aller geretteten Menschen.
Die Fotos, aus den verschiedenen Stadien seines Lebens, haben dem Ganzen noch einmal eine ganz eigene Note gegeben.
Leon Leyson starb im Jahr 2013, gerade kurz nach der Fertigstellung des Manuskripts. Vielen Dank an seine Familie, die die Veröffentlichung doch noch ermöglicht hat. Dieses Buch ist ein absolut ehrliches Stück der Nazi-Zeit. Kindlich ehrlich erlebt und erwachsen und mit dem nötigen Abstand berichtet.
Bei dem Buch handelt es sich eigentlich um Jugendliteratur. Das hab eich aber selber erst am Ende des Buches mitbekommen. Da sehe ich jetzt aber eher mal die Chance, diesen Stoff jungen Leuten näher zu bringen, bevor sein die „falschen Kreise“ geraten. - Ich selber bereue die Lektüre auf keinen Fall. Es sollte noch mehr solcher Bücher geben. Es darf einfach nicht in Vergessenheit geraten, was da passiert ist.

Keine Frage. Ganz klare Sache, das Buch bekommt die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es war ehrlich und hat mich komplett gefesselt. Es war kurzweilig und einfach nur absolut ehrlich.
Ich will das Buch oder die Handlung jetzt nicht hypen. Aber es handelt sich hier nun einmal um Geschichte, die so wirklich geschehen ist. Und wenn man dann schon einmal die Gelegenheit hat, einem Zeitzeugen „zuzuhören“ sollte man diese Chance auch nutzen.
Alle, die ich neugierig gemacht habe, finden eine Leseprobe auf meiner Website. Aber Vorsicht, ihr könntet echt Gefahr laufen, das Buch dann sofort lesen zu wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Lest dieses Buch. Das sind Emotionen pur. Wahre Gesichte, die eindringlicher und ehrlicher nicht sein konnte. Zugegeben, keiner leichte Kost, aber auf jeden Fall lehrreich und inhaltlich wertvoll.
Ich bereue die Lektüre nicht und kann nur eine klare und ausdrückliche Leseempfehlung geben. Ja, lest um Himmels Willen dieses Buch.

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

Kommentare: 2
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reading_anis avatar

Rezension zu "Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete" von Leon Leyson

Nur ein Schicksal von vielen
reading_anivor 2 Jahren

Inhalt: Leon Leyson war Nummer 289 auf Schindlers Liste, die über tausend Juden während des Holocaust das Leben rettete. Er war dreizehn, als er als Arbeiter in Oskar Schindlers Emailwarenfabrik anfing, und weil er so klein für sein Alter war, musste er immer auf eine Holzkiste steigen, um die Maschinen bedienen zu können. In einer klaren und einfachen Sprache erzählt Leon Leyson vom grausamen Lageralltag, der ständigen Todesgefahr, aber auch von seinem persönlichen Helden Oskar Schindler.

Den Inhalt des Buches kann man natürlich nicht beurteilen, denn es handelt sich um eine Art Biografie, die so (leider) wirklich passiert ist.
Das Buch und der Schreibstil sind sehr kurzweilig, knapp und klar. Aber gerade dadurch wird der Leser erreicht, man braucht an dieser schrecklichen Vergangenheit nun mal nichts zu beschönigen.
Trotz der schwierigen Thematik ließ sich das Buch sehr leicht lesen und war vor allem auch interessant, denn in der Schule lernt man leider nur halb so viel, z.B. kaum etwas vom Leben in den Ghettos.

Es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, vor allem von Zeitzeugen und manchmal wäre es auch effektiver solche in der Schule zu behandeln, denn somit wird die Thematik ganz anders aufgearbeitet.

Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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