Leon de Winter

 4 Sterne bei 537 Bewertungen
Autor von Malibu, Hoffmans Hunger und weiteren Büchern.
Autorenbild von Leon de Winter (© Bastian Schweitzer / Diogenes Verlag)

Lebenslauf von Leon de Winter

Der Autor Leon de Winter wurde 1954 in ’s-Hertogenbosch in den Niederlanden geboren. Sein Vater war ein niederländischer Jude. Nach dem Tod des Vaters, noch als Teenager, begann Leon de Winter zu schreiben. Er arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher in Holland und den USA. Seine Romane erzielen internationale Erfolge und einige wurden auch fürs Kino und Fernsehen verfilmt, wie zum Besipiel "Der Himmel von Hollywood" unter der Regie von Sönke Wortmann.

Alle Bücher von Leon de Winter

Cover des Buches Malibu (ISBN: 9783257234343)

Malibu

 (75)
Erschienen am 28.05.2004
Cover des Buches Hoffmans Hunger (ISBN: 9783257610277)

Hoffmans Hunger

 (64)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches Sokolows Universum (ISBN: 9783257610307)

Sokolows Universum

 (54)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches SuperTex (ISBN: 9783257610314)

SuperTex

 (52)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches Leo Kaplan (ISBN: 9783257233179)

Leo Kaplan

 (53)
Erschienen am 26.07.2002
Cover des Buches Das Recht auf Rückkehr (ISBN: 9783257610338)

Das Recht auf Rückkehr

 (51)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches Der Himmel von Hollywood (ISBN: 9783257610260)

Der Himmel von Hollywood

 (34)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783257244229)

Geronimo

 (30)
Erschienen am 25.10.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Leon de Winter

Cover des Buches SuperTex (ISBN: 9783257610314)miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "SuperTex" von Leon de Winter

SuperTex
miss_mesmerizedvor einem Jahr

Weil seine unfähige Sekretärin eine Akte vertauscht hat, kann Max Breslauer jetzt den wichtigen Anruf nicht tätigen und muss am Samstagmorgen ins Büro. In seinem Porsche rast er mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch Amsterdam und fährt prompt einen chassidischen Jungen an. Wie kann er als Jude überhaupt zu dieser Zeit in einem Auto sitzen, noch dazu in einem Porsche? Plötzlich bricht alles über ihn herein und er ruft Dr. Jansen an, eine Psychologin, bei der er schon einmal in Behandlung war. Er drängt sie, den ganzen Tag für ihn zu reservieren und auf der Couch kommt er tatsächlich nicht nur ins Reden, sondern muss sich seinem ganzen Leben stellen: der komplizierten Beziehung zu seinem Vater, der das SuperText Imperium aufgebaut hatte, das er jetzt leitet; seine gescheiterte Beziehung zu Esther und das Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Boy. Was steckt hinter der Fassade Max Breslauer, dem erfolgreichen Unternehmer?

 

Leon de Winters Roman erschien bereits Anfang der 1990er Jahre auf Niederländisch, doch der Text hat nichts von seiner Aussagekraft verloren. Ganz im Gegenteil, für mich zeigt sich gerade in diesem Buch de Winters die besondere Stäke des Welt-Literatur- und Buber-Rosenzweig-Medaillen-Preisträgers: er lässt die großen Fragen des Lebens in einem einzigen Augenblick kulminieren und führt vor allem die Spannung zwischen weltlichem und religiösem Leben und der Bedeutung der Wurzeln zu einem grandiosen Höhepunkt. Interessant, wenn auch unbeantwortet, bleibt dabei die Frage, wie viel von de Winter selbst in seinem Protagonisten steckt. Ganz sicher jedoch steckt in dem Roman sehr viel jüdischer Humor und Ironie, die hervorragend mit der Melodramatik der Handlung austariert sind.

 

Max Breslauer ist – genau wie sein Vater – fast schon eine Karikatur des wohlhabenden Juden: wirtschaftlich erfolgreich, selbstherrlich; arrogant und jähzornig gegenüber anderen und rücksichtslos, wenn es ums Geschäft geht. Doppelmoral wird von beiden entspannt gelebt: geheiratet wird nur ein jüdisches Mädchen, mit wem man daneben noch das Bett teilt, ist weniger relevant; Regeln des Kashrut werden eher nach Bedarf ausgelegt denn befolgt; wenn es der Sache jedoch dient, kann man sich auch zügig wieder seiner jüdischen Herkunft besinnen und die Erlebnisse des Holocaust als Argumentationsschleuder verwenden. Dies entlässt Max jedoch nicht aus dem schwierigen Verhältnis zu dem Familienoberhaupt, das einst als einziger das Konzentrationslager überlebt hat. Sind es zunächst typisch pubertäre Streitigkeiten, führen die Auseinandersetzungen jedoch schließlich so weit, dass der Sohn beinahe zum Vatermörder wird.

 

Über den Bruder erfährt man zunächst nur, dass dieser in Casablanca sitzt, die ehemalige Partnerin ist nach Israel geflohen. Es scheint als wenn Max ein Händchen für komplizierte Beziehungen hätte, die sich vor allem dadurch lösen lassen, dass die anderen davonlaufen. Doch der Tag der Läuterung ist bereits angebrochen und auch wenn weitere Rückschläge noch an selbigem drohen, ist der Wandlungsprozess nicht mehr aufzuhalten.

 

Ganz herrliche Szenen hat de Winter in seinem Roman geschaffen - allein das Essen beim ersten Besuch der Freundin erinnert fast einen Sketsch aus Loriots Hand – auch die Erkenntnis des Protagonisten führt über eine gehörige Portion Selbstironie. So wird das analytische Gespräch zu einer unterhaltsamen Angelegenheit und bleibt trotz der Tragik leicht im Ton.

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Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783742406422)SchulzeGronovers avatar

Rezension zu "Geronimo" von Leon de Winter

Meine Empfehlung!
SchulzeGronovervor 3 Jahren

Ein toll geschriebenes Buch, facettenreich, spannend, gefühlvoll und mitunter sehr traurig. Viele der handelnden Personen werden lebendig und wachsen einem ans Herz.

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Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783257244229)Fantasia08s avatar

Rezension zu "Geronimo" von Leon de Winter

Interessant
Fantasia08vor 3 Jahren

Ich fand die Ideologie von BinLaden-Tot schon immer fantastisch. Daher hat mich der Inhalt von de Winter's Buch mich sofort in Beschlag genommen.


Zur Sprache kommen diverse Personen:

- Usama bin Laden
-Tom (Ex-Soldat)
- Jabbar (christlicher, afghanischer) Junge

Ich fand diese Charaktere haben massgeblich zur Spannung des Buches beigetragen. Sie sind so unterschiedlich, haben verschiedenen Ziele welche sie erreichen möchten und haben verschiedenen Hintergründe.

Im Grundsatz dreht es ich in Geronimo um den vorgetäuschten Tod von Bin Laden. Denn die Soldaten, welche UBL töten sollten, entführten ihn und töteten ein Double. Doch sie verlieren im verlauf des Romans die Kontrolle....

Ein gelungener Roman über eine Verschwöhrungstheorie!

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Zusätzliche Informationen

Leon de Winter wurde am 26. Februar 1954 in ’s-Hertogenbosch (Herzogenbusch) (Niederlande) geboren.

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