Leon de Winter Malibu

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Inhaltsangabe zu „Malibu“ von Leon de Winter

Kurz bevor sie ihren 17. Geburtstag feiern kann, kommt Mirjam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Ihrem Vater, Joop Koopman, ist es nicht vergönnt, sich seiner Trauer hinzugeben. Sein Freund Philip verwickelt ihn in einen Spionagefall für den israelischen Geheimdienst, seine Cousine Linda in ihre buddhistische Wiedergeburtstheorie. Tragödie, Politspionage und metaphysischer Thriller in einem – Leon de Winters kühnster Roman.

Nach einem schleppenden Start trumpft Leon de Winter mit skurrilen Figuren, überraschenden Wendungen und kurzweiligem Erzählen auf.

— franzzi

Wunderbar leicht und doch spannend erzählt - ein de Winter eben. Der Schluss lässt einen aber dann doch etwas unbefriedigt zurück. Schade.

— jomoehler

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    Malibu

    franzzi

    07. January 2015 um 13:01

    Mirjam ist tot. Damit fängt das Drama in Joop Koopmans Leben an - und auch Leon de Winters Roman "Malibu". Joops Tochter stirbt an ihrem 17. Geburstag bei einem Motorradunfall. (Malibu heißt Malibu, weil es da spielt. Nur, damit das auch geklärt ist.) Joop macht bis auf rauchen erstmal: nichts. Dafür scheint der Rest der Welt beschlossen zu haben, dass er sich schneller und vor allem in Koopmans Umlaufbahn dreht. Sein alter Schulfreund Philipp ist plötzlich in Kalifornien und macht dem geldklammen Joop ein mindestens zwiespältiges Jobangebot. Seine Jugendliebe Linda taucht wie auf dem Nichts auf, spendet Trost, Ablenkung und einen spirituellen Abzweig zu einer alternativen Weltanschauung. Und dann ist da noch der Fahrer des Motorrads, den alle God nennen, eine Abkürzung für Godzilla. Der Hüne will seine Schuld abtragen und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Und dann ist ja doch noch Joops Entscheidung, Mirjams Herz zu spenden, die ihm plötzlich gar nicht mehr behagt. Leon de Winter kommt mit seiner Geschichte nur langsam aus dem Knick. Ja, klar, Joop Koopman auch, deswegen passiert anfangs wenig außer Andeutungen. Das mag ein Stilmittel sein, aber es ist doch fast bis zur Langeweile ausgereizt. Doch als alle Schachfiguren an ihrem Platz sind und die Trauer von den aktuellen Ereignissen erstmal überdeckt wird, feuert de Winter klug und überraschend seine Plotentwicklungen und Verwicklungen ab. Anfangs ist man als Leser so naiv und arglos wie Joop Koopman selbst, lässt die Figuren auf sich zukommen, wartet ab, stutzt, grübelt, nimmt die ständigen Doch-Nee-Doch-Nee-Doch-Entscheidungen des Protagonisten hin und fragt sich beim Umblättern fast jeder Seite: Was wollen die eigentlich? - der Geheimagent Philipp und die buddhismusbegeisterte Linda und der aufopferungsvolle God. Das ist auch die Stärke dieses Romans. Er lässt erstmal alles passieren, er zeigt die Unentschlossenheit der Hauptfigur, die Vermischung von Gegenwart und Erinnerung, die nachträglichen Korrekturen eben dieser Erinnerung, die wir uns zur Weltbilderhaltung so gestatten. Er erzählt einfach und trotzdem tappt man in die Schubladenfalle des Sympathisch/Unsympathisch-Gut/Böse-Schemas. Und Leon de Winter schafft es tatsächlich, etwas Überraschendes aus diesem Interessenwirrwarr zu zaubern und ist zumindest in den letzten zwei Dritteln des Romans kein bisschen langweilig.

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  • Rezension zu "Malibu" von Leon de Winter

    Malibu

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. March 2012 um 12:13

    Das Buch habe ich über Danielas Service einfacherlesen.de erhalten. Ganz wichtig beim Ausfüllen des Fragebogens war mir, dass ich auf keinen Fall so viel „Gelaber“ im Buch haben wollte. Deshalb war ich doch etwas überrascht, letztendlich ein Buch in den Händen zu halten, das bereits auf dem Klappentext mit dem Worten „buddhistische Wiedergeburtstheorie“, „metaphysischer Thriller“ und „Wege des Schicksals“ war. Das Buch hätte ich mir definitv niemals ausgesucht und ich war sogar kurz ein wenig enttäuscht, wollte der Geschichte aber eine Chance geben, im Glauben, dass sich Daniela schon etwas bei der Wahl gedacht hat. Der erste Teil des Buchs hat mich bereits fast zu Tränen gerührt (und ich weine wirklich nicht leicht bei Büchern), sodass es im Zug fast ein bisschen peinlich geworden wäre. Trotzdem war ich weiterhin skeptisch ob der Theorien, die mich noch erwarten sollten. Dass der Protagonist selbst aber ebenfalls solch ein Skeptiker war, hat die ganze Sache jedoch erleichtert und das Ende (vor dem es mir am meisten graute) hat sich wunderbar zusammengefügt. Fazit: Ich bin begeistert! Die Geschichte vereint verschiedenste Weltanschauungen, ist dabei aber sehr flüssig geschrieben und unerwartet nachvollziehbar. Malibu war eine absolut positive Überraschung und somit genau das, was ich mir von dem Buchauswahl-Service erhofft hatte. Danke, Daniela.

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  • Rezension zu "Malibu" von Leon de Winter

    Malibu

    einMalTee

    02. October 2010 um 12:59

    Leon de Winter ist ein niederländischer Jude, der in der Literaturwelt sehr bekannt und geschätzt ist. Sein Roman "Malibu" ist 2003 als deutsche Übersetzung im Schweizer Diogenes Verlag erschienen. Es geht um Joop Koopmann, ein Schriftsteller, der in Los Angeles wohnt. In seinem Job läuft es seit ein paar Jahren nicht mehr so gut und gerade deshalb ist seine Tochter Mirjam alles für ihn. Als sie durch viele, dumme Zufälle an ihrem eigenen 17. Geburtstag stirbt, bricht seine Welt zusammen. Für Trauer ist aber keine lange Zeit, denn ein alter Schulfreund ruft ihn an und muss ihn drigend sprechen. Philip arbeitet für den israelischen geheimdienst Mossad und möchte Joop für eine wichtige Angelegenheit rekrutieren. Damit startet ein schnelles, spannendes und dramatisches Spiel zwischen Gut und Böse, Manipulation und Menschlichkeit. Und als seine Jugendliebe Linda wieder auftaucht begibt sich das Buch auch auf metaphyische Ebenen, die Frage um einen Gott und Reinkarnation. Der Leser entwickelt schnell Sympathie für den Mittvierziger, der so sehr an dem Leben seiner Tochter hängt, dass er nicht nur staatliche Gesetze überschreitet. Denn die Suche nach ihrem transplantierten Herz begleitet ihn auf all seinen Wegen von zwischenstaatlichen Geschäften hin zu Freundschaft zu einem angeblichen Terroristen. Leon de Winter schreibt unglaublich gut, detaiiert und sehr, sehr menschlich. Immer wieder folgt der Protagonist seinem Herzen, wie es schon im Sturm und Drang zu finden war.

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  • Rezension zu "Malibu" von Leon de Winter

    Malibu

    Monsignore

    11. February 2010 um 20:58

    Leon de Winter hat mehrfach bewiesen, dass er hervorragende Bücher schreiben kann - aber "Malibu" sollte bei dieser Beweisführung unterm Tisch bleiben. Allemal ein guter Unterhaltungsroman, flott geschrieben und mit einigen unerwarteten Wendungen. Auch die Figuren sind glaubhaft, haben Fleisch und Leben. Aber die Story ist fad. Ein in Los Angeles lebender gebürtiger Niederländer (trifft übringens auf Leon de Winter zu) verliert seine 17jährige Tochter, wird in eine Spionagegeschichte des israelischen Geheimdienstes verwickelt und muss sich dann noch mit buddhistischen Wiedergeburtstheorien herumschlagen. Das reicht beileibe nicht, um als "metaphyischer Thriller" tituliert zu werden, wie es der Verlag schreibt. Herr de Winter: nochmal überarbeiten bitte! Mehr Phantasie bitte! Das können Sie doch ... Nun machen Sie schon !

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  • Rezension zu "Malibu" von Leon de Winter

    Malibu

    Duffy

    22. January 2010 um 08:26

    Die Geschichte eines Vaters, der bei einem Unfall seine Tochter verliert, in eine Spionageaffäre verwickelt wird, eine alte Liebesgeschichte auffrischt und dabei betrogen wird, immer und immer wieder an seinem Verstand zweifelt. Daneben Philosophisches, einiges an Physik. Also eine ganze Menge Stoff für einen Roman, den der Autor jedoch zügig, flüssig und spannend zu erzählen vermag. Guter Aufbau, ein angenehmer Erzählstil macht dieses Werk zu einem Buch, das man gerne in einem Zug durchlesen will. Was auch ganz gut gelingt.

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  • Rezension zu "Malibu" von Leon de Winter

    Malibu

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. October 2008 um 18:44

    Wenn die erzählte Geschichte wenigstens ziemlich spannend wäre, könnte man noch darüber hinweg sehen, dass nicht viel Substanz enthalten ist. Aber so ... eher langweilig, um nicht nichtssagend zu sagen.

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