Leon de Winter Place de la Bastille

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Inhaltsangabe zu „Place de la Bastille“ von Leon de Winter

Paul de Wit hat eine Obsession: Er möchte die Geschichte korrigieren. Vor allem die seiner Familie. Ausgerechnet auf der Place de la Bastille meint er seinen totgeglaubten Zwillingsbruder entdeckt zu haben. In ihm flammt die wahnwitzige Hoffnung auf, sich doch noch mit seiner Geschichte versöhnen zu können.

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  • Ein leises Buch

    Place de la Bastille

    Duffy

    20. October 2013 um 14:14

    Paul de Wit hat eine besondere Auffassung von Geschichte. Er ist der Meinung, dass Korrekturen möglich sind. Diese Auffassung vertritt er auch in Hinsicht seiner Familie. Die Eltern deportiert und der Bruder totgeglaubt. Als de Wit wegen einer Recherche nach Paris fährt, lernt er nicht nur die Studentin Pauline kennen, mit der er eine Affaire beginnt, sondern glaubt auch noch, ausgerechnet auf dem Place de la Bastille seinen Zwillingsbruder gesehen zu haben. Er hofft, dass sich seine Geschichte doch noch findet und auch korrigieren lässt. De Winters relativ kurzer Roman ist ein Stück weit nichts weiter als die Reflektion der Hauptfigur, beseelt, mit sich und seiner Familiengeschichte, die durch die Wirren des Krieges eigentlich gar nicht existiert, ins Reine zu kommen. Er setzt seine Familie aufs Spiel, um sich gegen seine Dämonen zur Wehr setzen zu können, kämpft mit sich und seinem Schicksal, seinem Glauben und der Furcht, eigentlich gar nicht vollwertig zu sein. Der Autor schreibt über diesen Vorgang sehr sensibel, sehr innovativ, sehr ruhig, betont jedoch die kleinen Gewinne und Niederlagen auf dem Weg. Ein ausgewogener, nachdenklicher und eindringlicher Roman.

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  • Rezension zu "Place de la Bastille" von Leon de Winter

    Place de la Bastille

    Monsignore

    16. April 2010 um 20:53

    Dieses Buch ruft in tiefgelagerten, ruhigen und sanften Seelenlandschaften die pure Irritation, die Frage nach der Sinnhaftigkeit individueller Vergangenheit hervor. Ein typisches Leon de Winter-Thema, ein beklemmendes Thema der Nachfahren der Shoa. Leon de Winter kann dieses bleischwere Thema fast schon unterhaltsam erzählen und erklären. Aufgrund dieser schriftstellerischen Leistung verzeihe ich ihm sogar seine jüngsten Entgleistungen zum Nahostkrieg. Im Mittelpunkt des Buches steht der Nachfahre von Ermordeten, der als Lehrer und Familienvater ein unscheinbares ruhiges Leben führt. Es gibt nur einen kleinen feinen Kanal in eine andere Welt: seine biografische Literaturarbeit über Ludwig XVI. - Doch unterschwellig geht es nicht um den alten Franzosenherrscher, es geht um Machtbrutalität, Flucht und Verderben in absolutistischer Zeit. Als er dann bei seinen Buchrecherchen in Paris auf eine alte jüdische Geliebte trifft, weitet sich der kleine Kanal zum Bruch der seiner gekitteten Welt aus ... Leon de Winters Themen sind Angst, Schuld, Glaube und Schicksal, also uralte Grundthemen der Menschen. Ich habe große Zweifel, ob de Winter von diesen Themen etwas begriffen hat, er ist alles andere als ein Philosophe, aber seine Fähigkeiten im literarischen Umgang damit sind enorm.

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  • Rezension zu "Place de la Bastille" von Leon de Winter

    Place de la Bastille

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. January 2010 um 11:17

    Ein zunächst eintöniges Buch, das sich schließlich zu einer Vermischung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verdichtet und schlussendlich alles bisher Geglaubte revidiert. Leon de Winter gelingt es, den Stumpfsinn und die Langeweile des Protagonisten anschaulich zum Ausdruck zu bringen. Sehr kurzweilige Lektüre, dennoch mit Tiefgang!

  • Rezension zu "Place de la Bastille" von Leon de Winter

    Place de la Bastille

    Lysander

    28. December 2008 um 17:44

    Leon de Winter hat dieses Buch 1981 geschrieben, da war er erst 27 Jahre alt. Dafür ist es schon sehr gelungen, wenngleich gewiss noch nicht der "große Wurf". Ich habe dieses Buch nach einigen Seiten als sehr "modianesk" empfunden, will sagen: Es erinnert hinsichtlich Inhalt, Stil und Umfang an die Bücher von Patrick Modiano. Tatsächlich kommt Modiano in diesem Buch vor, Pauls heimliche Geliebte liest ein Buch von Modiano ... wenn das keine Anspielung ist. Wie bei Modiano geht es um die Suche nach der Vergangenheit, Paul, Jude, hat im Zuge der Deportationen seine Eltern und seinen Bruder aus den Augen verloren. Insgesamt also: ein recht gelungenes Frühwerk von Leon de Winter

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  • Rezension zu "Place de la Bastille" von Leon de Winter

    Place de la Bastille

    SarahCatherine

    05. September 2008 um 20:48

    Paul de Wit ist Lehrer und verheiratet, doch nicht glücklich mit seinem Leben. Er flüchtet in die Idee, ein Buch über Louis XVI zu schreiben, und nach Paris, wo er eine Liebe findet und einen Bruder. Leon de Winter schreibt realistisch, so dass man sich alles sehr genau vorstellen und sich in Paul hineinfühlen kann. Ich fand das Buch zu kurz, doch wahrscheinlich würde die Geschichte nicht mehr so gut wirken, wenn sie länger wäre.

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