Leon de Winter Sokolows Universum

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Inhaltsangabe zu „Sokolows Universum“ von Leon de Winter

Ein Straßenkehrer in Tel Aviv wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes.

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    Sokolows Universum

    Duffy

    13. May 2014 um 11:35

    Sascha Solokov war Raumfahrtforscher in der Sowjetunion. Bis ein Projekt scheiterte, an dem er mit seinem Freund Lew gearbeitet hat und für das die beiden zur Verantwortung gezogen wurden. Ihre Wege trennen sich danach und Solokovs Abstieg beginnt. Der endet in Tel Aviv, wo er als Straßenkehrer arbeitet und dem Alkohol verfallen ist. Als er Zeuge eines Mordes wird und in dem Mörder glaubt, seinen alten Freund Lew erkannt zu haben, wendet sich das Blatt. Unglaublich viel Inhalt steckt in dem Buch. Es ist nicht nur die Geschichte der zwei Freunde, die im Wechsel von Gegenwart und Retrospektive aufgearbeitet wird, sondern es ist auch das Ende der Sowjetunion, die Besetzung Kuwaits durch die Iraker, organisertes Verbrechen, das Leben eines russischen Immigranten in Israel, die Rituale des Judentums, Verrat und natürlich Liebe enthalten. So kann man dieses Buch nicht einordnen, nennen wir es einfach nur Roman. De Winter ist ein großartiger Erzähler, manchmal hat man das Gefühl, als hätten ein paar Passagen überflüssige Längen, doch das ist selten und unterbricht den Fluss nicht. Konsequent erzählt er die Geschichte bis zu ihrem überraschenden Ende. Sehr gutes Buch, aber de Winter hat sich in seiner weiteren Schriftstellerlaufbahn mit seinen jüngsten Büchern noch einmal deutlich steigern können.

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  • Rezension zu "Sokolows Universum" von Leon de Winter

    Sokolows Universum

    Monsignore

    14. February 2010 um 21:51

    Eine der stärksten Romane von Leon de Winter, mühelos gelingt ihm der vielschichtige Entwurf eines Universums für den Leser. Ein Straßenkehrer wird in Tel Aviv Zeuge eines Mordes - und glaubt, im Mörder einen Freund und Kollegen aus alten russischen Tagen wiedererkannt zu haben. Denn er war prominenter Raumfahrtforscher, der einen desaströsen sozialen Abstieg hingelegt hat, jetzt in Israel seine jüdische Identität nicht findet und Trinker geworden ist. Und sein alter Freund taucht tatsächlich wieder auf. Natürlich reicht das einem Leon de Winter als Stoff nicht aus: Golfkrieg und organisiertes Verbrechen reichen in die Story mit hinein, die so einige überraschende Wendungen nimmt, viel über heutige jüdische Befindlichkeiten aussagt und glänzend unterhält.

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  • Rezension zu "Sokolows Universum" von Leon de Winter

    Sokolows Universum

    Die Buchprüferin

    23. August 2009 um 18:37

    Der Roman beginnt mit einer Verheißung: „Am Sonntag, dem 23. September 1990, wurde in der Schechunat Hatikwah, einem Stadtteil im Süden von Tel Aviv, ein Mord verübt.“ Und Sascha Sokolow, einst Raumfahrtingeneur, heute Straßenkehrer, beobachtet diesen Mord. Er glaubt sogar, in dem Mörder seinen alten Schulfreund Lew wiederzuerkennen. Als Lew einige Tage später bei Sascha auftaucht, trifft er ihn in den Krallen seiner Alkoholsucht an. Wir als Leser haben in der Zwischenzeit bereits einiges aus der Vergangenheit Saschas in Russland erfahren. Von dem tragischen Unfall, der zu seiner Kündigung im Raumfahrtprogramm führte, von seinem Weg nach Israel. Lew holt Sascha aus seinem Sumpf und bietet ihm ein besseres Leben an. Das kann er, denn er wickelt für die georgische Mafia Geschäfte ab – ganz legale natürlich. Sascha, der Prinzipienreiter, zögert zunächst. Doch wenn er zu trinken aufhören will und für die nette Russin, die er getroffen hat, ein akzeptabler Mann werden möchte, muss etwas passieren. Also nimmt er Lews Angebot an. Als Leserin war ich ab hier sehr oft versucht, dem Protagonisten „Tu’s nicht“ zuzurufen, denn in der ebenso unerbittlichen wie unauffälligen Art, in der die ganze Geschichte erzählt ist, gerät Sascha immer tiefer in die Verstrickungen hinein, die schon mehr als einen Tod verschuldet haben und noch weitere verschulden werden. Letztendlich wird die Verheißung vom Anfang also eingelöst. Aber der Autor lässt sich Zeit dafür, und wenn man nicht selbst etwas Zeit mitbringt, wird man das Buch gelangweilt aus der Hand legen. Dabei bietet die dramatische Story, wenn auch undramatisch erzählt, faszinierende Perspektiven auf Russland und Israel, auf das Lebensgefühl von ins Gelobte Land immigrierende Russen. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, und auch die Nöte des Protagonisten haben mich weiterlesen lassen. Dennoch: Die ganze Zeit hatte ich das merkwürdige Gefühl, auf einem Nebenschauplatz zu sein. Als würde sich eine große, aufregende Geschichte abspielen – nur nicht genau hier, sondern vielleicht im Studio nebenan. Und dank dieser Ferne konnte mich das Buch, konnten mich die Figuren zwar interessieren, aber nicht im Innersten berühren.

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