Leonardo Padura Der Nebel von gestern

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Inhaltsangabe zu „Der Nebel von gestern“ von Leonardo Padura

Not macht erfinderisch. Auch Mario Conde, der sich als Antiquar durchs Leben schlägt - kein schlechtes Geschäft in Zeiten, in denen viele Kubaner ihre Bücher zu Geld machen müssen. Eines Tages stößt Conde auf eine außerordentlich wertvolle, seit vierzig Jahren vergessene Bibliothek. All seine Geldsorgen scheinen mit einem Schlag gelöst. Doch dann entdeckt er zwischen den bibliophilen Kostbarkeiten eine Zeitschrift aus den Fünfzigerjahren mit dem Porträt der Bolero-Sängerin Violeta del Río. Ihr Bild und die einzige Schallplatte, die sie vor ihrem rätselhaften Tod aufgenommen hat, verzaubern ihn. Er macht sich auf die Suche nach ihr und dringt vor in das Havanna von gestern, zu den letzten Zeugen jener wilden Jahre, in die Welt der Boleros, der Mafia und der Spielhöllen, aber auch in das zerfallende, melancholische Havanna der Gegenwart.

Ein spannender, überaus atmosphärischer Roman, der die bunte Welt vor der Revolution dem tristen Havanna der 2000er-Jahre gegenüberstellt.

— Barbara62
Barbara62

Sehr schönes Buch - die Schönheit Kubas poetisch beschrieben.

— Moryahh
Moryahh

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  • Atmosphärisch und spannend

    Der Nebel von gestern
    Barbara62

    Barbara62

    26. February 2016 um 08:14

    Mario Conde, Expolizist, Padura-Fans vertraut aus Das Havanna-Quartett, verdient sein Geld als Antiquar. Eines Tages entdeckt er eine seit 40 Jahren unberührte Bibliothek unter der Obhut zweier alter Geschwister. Neben den kostbaren Büchern fasziniert ihn ein alter Zeitungsbericht über eine gefeierte Bolerosängerin, die sich 1960 überraschend von der Bühne zurückzog und Selbstmord beging. Schnell wird klar, dass ihr Geheimnis eng mit der Bibliothek verbunden ist, doch irgendjemand schreckt zu seinem Schutz nicht vor Mord zurück... Ein spannender, überaus atmosphärischer Roman, der die bunte Welt vor der Revolution dem tristen Havanna der 2000er-Jahre gegenüberstellt.

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  • Der Ex-Polizist

    Der Nebel von gestern
    walli007

    walli007

    27. February 2014 um 20:30

    Nachdem Mario Conde den Polizeidienst verlassen hat, betätigt er sich in Havanna als antiquarischer Buchhändler. Bücher waren schon immer seine große Liebe.  Immer auf der Suche nach neuen alten Büchern stösst er auf ein älteres Geschwisterpaar, dass in einem ehemals herrschaftlichen Haus wohnt, jedoch verarmt ist. Um den Hunger zu stillen, haben die Geschwister schon viele Wertsachen verkauft. Übrig ist nur noch die umfangreiche Bibliothek des ehemaligen Hausherrn. Schon als Mario nur einzelne Bücher aus den Regalen zieht, stellt er fest, dass dort wahre Schätze zu bergen sind. Doch gleichzeitig hat er (der Ex-Polizist) so ein komisches Gefühl, das ihn neugierig auf die Geschichte der Geschwister werden lässt. In einem der Bücher findet er zudem einen vergilbten Zeitungsausschnitt über eine Bolero-Sängerin, die plötzlich aufhört zu singen. Er meint sich dunkel zu erinnern, dass auch sein Vater ein Anhänger dieser Sängerin war. Dadurch wird seine Neugier noch mehr angestachelt.  Ein Krimi, in dem es auch um Bücher geht. Was Besseres kann es doch fast nicht geben. Wie auch mit seinen anderen Büchern um Mario Conde, hat mich Leonardo Padura nicht enttäuscht. Seine Romane sind zwar im heutigen Cuba angesiedelt, er erzählt aber auch viel von der Geschichte des Landes. Der Leser erfährt, wie die Menschen auf Cuba leben, welche Sorgen und Nöte sie haben. Da geht es manchmal ums nackte Überleben und manchmal um "normale" Probleme in Liebesdingen. Und nebenbei stößt Conde auf einen Fall, den es zu lösen gilt.  Ein sehr schönes Buch, das zwar etwas langsam anfängt, das ich aber zum Ende hin kaum noch aus der Hand legen konnte.

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  • Rezension zu "Der Nebel von gestern" von Leonardo Padura

    Der Nebel von gestern
    tedesca

    tedesca

    27. December 2011 um 10:45

    Nach dem vierbändigen "Havanna-Quartett" und "Adiós Hemingway" ist dies das sechste Buch, in dem Mario Conde ermittelt. Allerdings hat er seinen Polizisten-Beruf schon seit Jahren an den Nagel gehängt und widmet sich nunmehr ganz seinem Lieblingsthema, der Literatur. Faszinierend ist für mich, wie sich diese Figur von Buch zu Buch weiterentwickelt, Höhen und Tiefen erlebt und die Konsequenzen daraus zieht. Alle Romane aus dieser Serie dienen eigentlich nur dazu, dem Leser Kuba und insbesondere Havanna näherzubringen. Eine faszinierende Stadt mit einer strahlenden Vergangenheit, von deren Glanz nur mehr Splitter übriggeblieben sind. Und diese sammelt Padura im "Nebel von gestern", wie ein Puzzle setzt er die Teilchen zusammen bis sie die faszinierende Geschichte der Familie Montes de Oca mit dem Schicksal der Bolero-Sängerin Violeta del Rìo in Verbindung bringen. Ich liebe Paduras Stil, der von lateinamerikanisch poetisch bis ins Derbe reicht, immer angepasst an die Situation, in der sich sein Held gerade befindet. Am schönsten finde ich die Beschreibung der Bibliothek, die Mario durch Zufall entdeckt. Das Flimmern des Staubes im buntgefärbten Licht, die dunkel glänzenden Lederrücken, die Stille und Beschaulichkeit inmitten dieser dem Verfall preisgegebenen Umgebung. Ein grandioses Buch!

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  • Rezension zu "Der Nebel von gestern" von Leonardo Padura

    Der Nebel von gestern
    Bonito

    Bonito

    06. June 2009 um 12:56

    Sehr gutes Buch,gibt es doch einen sehr guten Einblick in das Leben von Havanna.

  • Rezension zu "Der Nebel von gestern" von Leonardo Padura

    Der Nebel von gestern
    Clari

    Clari

    05. October 2008 um 00:31

    Leonardo Padura Der Nebel von gestern Unionsverlag ISBN 3293003885 Havanna im 21. Jahrhundert! Der Nebel von gestern: hinter ihm verbergen sich die Geheimnisse der Stadt Havanna, die einst glamouröser Mittelpunkt für Abenteurer, Filmschauspieler und für die High Society ganzer Kontinente bildete. Dort traf sie tout le monde zum Stelldichein,--- auch die Bosse der südamerikanischen Mafia! Seit Fidel Castros Revolution haben sich die Zeiten geändert. Nicht der gelobte Sozialismus hat Einzug gehalten, sondern Armut, Arbeitslosigkeit, Verrohung der Sitten und ein allgemeiner Verfall hat sich breit gemacht. El Conde, ein ehemaliger Polizist, hat seinen Dienst quittiert und sich als Antiquar etabliert. Ihm haben es Bücher angetan, und eines Tages stößt er auf eine Goldader. Ehemals reiche Bürger haben ihr Land längst verlassen und ihre Güter armen Bediensteten oder Verwandten überlassen. In einem dieser Häuser der ehemals Reichen entdeckt Mario Conde eine wunderbare Bibliothek. Der Geruch und die Ausstattung des Hauses, in dem der Schatz eines Tages vor seinen Augen auftaucht, sind schon das reine Wunder für ihn. Um wie viel mehr hüpft sein Herz vor Freude, als er die herrlichen Bücher entdeckt! Mit wie viel Liebe und Verstehen begutachtet er sie! Zu einem fairen Preis wird er sie den armen Besitzern, die wie alle anderen Hunger und Not leiden, nach und nach abkaufen. Überall hat er Freunde, und so fällt es ihm nicht schwer, Käufer für diese prächtigen bibliophilen Ausgaben zu finden. Ein Buch aber behält er: ein Kochbuch aus besseren Zeiten! Darin entdeckt er zu seiner Überraschung einen besonderen Schatz: das Blatt einer Zeitung aus dem Jahr 1960 geschmückt mit dem Konterfei von Violeta del Río, der geheimnisvollen und legendären Bolerosängerin und Königin der Nacht jener gefeierten Jahre. Die wunderschöne Frau weckt Fantasien und Erinnerungen, die El Conde nicht mehr loslassen. Er begibt sich auf die Suche nach ihrer Geschichte, und diese entwickelt sich zu einem spannenden Kriminalfall. Er ist der Aufhänger für eine Liebeserklärung an Havanna, der einstmals viel geliebten Stadt! Die fünfziger Jahre zeigen sie als eine Stadt der Freude, der Lebenslust, des Tanzes und der Gesänge. Schöner als in New York und Paris haben die Feiern und Nächte kein Ende. Rumba, Rum und Nachtbars bestimmen die nächtlichen Freuden, in denen berühmte Größen aus dem Showgeschäft ihre Auftritte haben. Mafiöse Strukturen unter Batista ebenso wie unter Fidel Castro geben Einblicke in die Geschäfte und die Korruption, die hier wie dort geherrscht haben. Der Autor gibt der Geschichte einen bilderreichen und vielfarbigen Anstrich, so dass man ganz in die versunkenen Welt vor der Revolution und das herunter gekommene Havanna von heute eintaucht. Von der Kriminalhandlung wird man in ein Netz von Geheimnissen um die Protagonisten hinein gezogen. Die Spannung steigt, die Verwirrung nimmt zu, und man bekommt tiefe Einblicke in das kubanische Leben von gestern und heute. Die Verbindung zwischen den Geschichten um die Vergangenheit bilden die Bücher und die kubanische Lebensart. Ein Wunderwerk ist dem angesehenen und preisgekrönten Autor mit der atmosphärischen Darstellung des Lebensgefühls auf dieser herrlichen Karibikinsel gelungen!

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