Leonardo Padura Die Palme und der Stern

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Inhaltsangabe zu „Die Palme und der Stern“ von Leonardo Padura

Nach achtzehn Jahren im Exil kehrt der Schriftsteller Fernando nach Havanna zurück, um nach einem verschollenen Manuskript des Dichters José Maria Heredia zu suchen. Die Rückkehr führt ihn nicht nur zu den Geheimnissen der Freimaurer Kubas, denen Heredia angehörte, sondern auch in die eigene Vergangenheit: Wer hat Fernando vor bald zwanzig Jahren denunziert und damit ins Exil getrieben? Padura verwebt drei Handlungsstränge: Das Schicksal von Fernando, die Suche nach dem verlorenen Manuskript und die fiktiven Memoiren von Heredia. Gleichzeitig vermittelt er ein atmosphärisches Bild von Kubas Geschichte, vom beklemmenden Lebensgefühl im Exil und deckt erstaunliche Parallelen im Leben der beiden Schriftsteller aus zwei Jahrhunderten auf.

200 Jahre kubanische Geschichte verbunden durch die Lebensläufe zweier Dichter

— Annette69

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  • Auf den Spuren der kubanischen Freimaurer

    Die Palme und der Stern

    Annette69

    16. July 2015 um 16:08

    Eine Seelenverwandtschaft verbindet den kubanischen Schriftsteller Fernando Terry und seinen Landsmann, den Dichter José Maria Heredia. Wenn beide auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten gelebt haben. So zumindest sieht es Fernando, der nach 18 Jahren im amerikanischen und spanischen Exil nach Havanna zurückkehrt. Dort hatte er Ende der 70iger Jahre seinen Job an der Uni verloren, hatte sich noch ein paar Jahre als Redakteur und Hilfsarbeiter durchgeschlagen, bevor er mit einem Boot vom Hafen Mariel in Richtung USA aufbrach. Zwei Fragen lassen ihn seitdem nicht mehr los: Welcher seiner Freunde hatte ihn damals bei der Polizei denunziert? Und was hätte er über sein großes Forschungsprojekt, den Dichter Heredia, herausfinden können, wenn er seine Recherchen nicht hätte abbrechen müssen? Nun hat Fernando genau zwei Monate Zeit, um auf beides eine Antwort zu finden. Gemeinsam mit seinen alten Freunden macht er sich auf die Suche nach einem verschollenen Manuskript, der Lebensbeichte des Dichters. Die Spur führt ihn zu den kubanischen Freimaurern, deren Mitglied José Maria Heredia war und die den Unabhängigkeitskampf der Insel geprägt haben. Dabei trifft er eine neue Liebe – und alte Feinde. Wie sollte es anders sein, diese zwei Monate sind für Fernando vor allem eine Reise zu sich selbst und zu den Wurzeln eines kubanischen Lebensgefühls, das die Zeiten überdauert. Leonardo Padura, vielen vor allem wegen seiner atmosphärischen Krimis bekannt, stellt auf 450 Seiten abwechselnd die Lebensgeschichten dreier Männer in den Mittelpunkt: des Dichters Heredia, seines Sohnes José de Jesús, der das Manuskript verwalten sollte, und Fernando Terrys. Um José Maria Heredia, der als bedeutendster Vertreter der kubanischen Romantik gilt und mit 36 Jahren im Exil verstarb, spinnt Padura eine fiktive Geschichte, die aber die wichtigsten Lebensabschnitte des Schriftstellers übernimmt. Es dauerte einen Moment, bis ich mich an die Dichte der Informationen und die schnellen Wechsel gewöhnt hatte. Aber dann entsteht vor dem inneren Augen ein vielschichtiger, ungemein detaillierter Roman. Es geht um Freundschaft und Verrat, Leidenschaft und Machthunger und um den großen Wunsch, das Gelebte zu Papier zu bringen. Leonardo Paduras „Die Palme und der Stern“ ist ein spannender Roman, der die kubanische Geschichte gleich auf mehreren Zeitebenen behandelt und der sich vor allem zum Schluss spannend wie ein Krimi liest. Mir hat er Kuba definitiv näher gebracht.

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