Leonardo Sciascia Tag der Eule

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Inhaltsangabe zu „Tag der Eule“ von Leonardo Sciascia

Sciascias erster und berühmtester Mafia-Roman: Kann Capitano Bellodi den Mord an einem sizilianischen Kleinunternehmer aufklären? Wer hat ihn begangen? Wer steckt dahinter? Am hellichten Tag wird auf der Piazza ein Bauunternehmer umgebracht. Gerade als er in den schon anfahrenden Bus springen will, fallen die Schüsse. Alle steigen aus, eine Menge bildet sich um den Toten. Als die Carabinieri die Schaulustigen auffordern, die Piazza zu verlassen, und die Fahrgäste, in den Bus zurückzukehren, um sie zu vernehmen, sind alle weg – und der Bus bleibt leer. Fahrer und Schaffner haben nichts gesehen und können sich nicht einmal erinnern, wer im Bus saß. Überhaupt hat niemand etwas gesehen. Capitano Bellodi, man merkt es gleich, ist ein Herr aus dem Norden, denn er ist so ungewöhnlich höflich und versteht gar nichts. Aber ärgerlicherweise lässt er nicht locker und fängt an, der Sache auf den Grund zu gehen … Zu einem Zeitpunkt, als die Öffentlichkeit die Existenz der Mafia noch leugnet, beschreibt Sciascia in diesem 1961 erschienenen Roman erstmals die Strukturen der Mafia und charakterisiert meisterlich ihre Gestalten.

Ein ganz gewöhnlicher Mord im Land der Mafia: Ein kurzer, aber zeitlos guter Krimi.

— Gulan
Gulan

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  • Tag der Eule

    Tag der Eule
    Angel10

    Angel10

    10. August 2016 um 08:28

    - Sizilien, 60er Jahre, Existenz der Mafia wird hartnäckig geleugnet
    - Mord auf offener Straße,
    - Verflechtung Mafia und Politik

  • „Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.“

    Tag der Eule
    Gulan

    Gulan

    Ein Dorfplatz in Sizilien: Der Autobus Richtung Palermo wartet vollbesetzt auf einen letzten Fahrgast. Der kommt angelaufen und wird kurz vor Betreten des Busses von zwei Schüssen niedergestreckt. Ein Mafiamord. Obwohl genug Personen anwesend sind, will niemand etwas gesehen haben. Doch der Carabinieri-Hauptmann Bellodi setzt alle seine Fähigkeiten daran, diesen Fall gegen alle Widrigkeiten aufzuklären. Der Autor Leonardo Sciascia war Sizilianer und hat in vielen seiner Werke die italienischen Machtverhältnisse, insbesondere die Verstrickungen mit der Mafia, beschrieben. Dieser Roman erschien erstmalig im Jahr 1961. Wer hier ein Mafia-Epos erwartet, liegt allerdings völlig verkehrt. Der Autor beschreibt beispielhaft anhand eines einzigen Kriminalfalls, dem Mord an dem Bauunternehmer Colasberna, auf knapp einhundert Seiten die sizilianischen Verhältnisse. Dabei schreibt Sciascia flüssig und auf den Punkt gebracht, mit besonderem Augenmerk auf den Dialogen. Seine Perspektivwechsel geraten manchmal vielleicht etwas zu abrupt. Die Beschreibung der Charaktere bleiben aufgrund dieser Kürze zwangsläufig etwas oberflächlich, dies stört in diesem Fall aber nicht. Hauptfigur ist der Hauptmann Bellodi, der aus Parma nach Sizilien versetzt wurde und sich von der Lethargie und der Resignation der einheimischen Polizisten absetzt. Zunächst scheint der Fall wie üblich an der Omertà zu scheitern: Niemand hat etwas gesehen, selbst die Angehörigen des Toten haben kein Interesse an der Aufklärung. Doch dann wird ein weiterer Mann vermisst und Bellodi vermutet richtigerweise einen Zusammenhang zwischen den Fällen. Er zieht alle polizeilichen Register, setzt Zeugen unter Druck, versucht Verdächtige gegeneinander auszuspielen, ist aber immer darauf bedacht, die Legalität zu wahren. Bellodi stößt mit seinen Ermittlungen in ein Wespennest und bringt selbst hochrangige politische Persönlichkeiten in Bedrängnis. Ein kurzer, zeitlos guter Krimi über einen ganz normalen Mord im Lande der Mafia. Für zwischendurch durchaus empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Der Tag der Eule" von Leonardo Sciascia

    Tag der Eule
    Stephanus

    Stephanus

    29. June 2012 um 09:42

    Das kleine, dünne Büchlein liefert einen Bericht über das Sizilien der 1960er Jahre und die Mafia. Der Autor beschreibt die weiten Verzweigungen der Mafia, die letztlich eine geheime Gesellschaft bildet und zum alltäglichen Leben der Menschen geworden ist. Die Durchdringung der ganzen Gesellschaft durch die Mafia und das ständige Wegschauen vor den kriminellen Taten und damit das Arrangieren mit der Mafia durch die Bevölkerung zeigt sich bis heute. Mit seiner sehr kurzen und sachlichen Beschreibung, ohne die Hintergründe auch nur zu beleuchten, entsteht vorliegend jedoch eine sehr klischeehafte Atmosphäre unter der das Buch leidet. Hinzu kommt noch, dass der Autor abrupt und ohne jede Vorwarnung für den Leser Erzählstränge und - perspektiven wechselt, so dass eine erhebliche Verwirrung entsteht. Von einem spannenden Kriminalroman kann zudem keine Rede sein, da bereits ab der ersten Seite zu erahnen ist, dass der Held scheitern und die Mafia letztendlich triumphieren wird. Insgesamt ist das Buch daher m.E. nicht zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Tag der Eule" von Leonardo Sciascia

    Tag der Eule
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2007 um 15:21

    Ein spannender Krimi über die Mafia.