Leonardo da Vinci Der Esel auf dem Eis

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Inhaltsangabe zu „Der Esel auf dem Eis“ von Leonardo da Vinci

Wir kennen Leonardo als Genie der Malerei, der Anatomie, der Optik, Akustik, Botanik, Geologie, Kriegskunst und Astronomie. Aber er ist auch ein Fabulierer, ein Dichter von Parabeln, der Weisheit findet in allem, was er als Forscher beobachtet. Seine Fabeln kommen einfach und naiv daher, sind aber kunstvoll und überraschend. Hier sprechen die Tiere, die Pflanzen zu uns. Die ganze Natur meldet sich zu Wort: Der Stein, der Nusskern, das Feuer, die Luft, das Wasser, das Blatt Papier. Sie erzählen vom Unscheinbaren, das durch Klugheit und mit List obsiegt. Leonardos Fabeln lassen uns lächeln und machen am Ende klüger.
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  • Fabeln aus dem 15. Jahrhundert

    Der Esel auf dem Eis
    philine

    philine

    09. September 2015 um 23:45

    Leonardo Da Vinci hat die Kunst, das Denken, die Wissenschaft und die Architektur weit voran gebracht, als Genie im Schreiben beweist er sich in diesem Bändchen allerdings nicht. Die kleinen Fabeln wirken oft weit hergeholt, entwickeln zu offensichtlich gewollt, also unnatürlich und damit unglaubwürdig. Die Erzählungen an sich enthalten m. E. nicht die Tiefe, die es schafft, dass Gedanken bei den LeserInnen hängen bleiben und sich dort weiterentwickeln. Dass diese Miniaturen trotzdem lesenswert sind, liegt nicht nur an seinen Illustrationen, sondern zum einen daran, dass man Da Vincis Begeisterung für Beobachtungen der Natur herauslesen kann. Was zum anderen weitaus interessanter ist, ist, dass sie das humanistische Weltbild der Renaissance im 15. Jahrhundert vermitteln: Dass Glück, auch ohne Gott, durch Vernunft, Wissen und Liebe möglich ist. Und dass der Mensch selbst für sein Glück verantwortlich sein kann. Da Vincis Menschenbild wirkt allerdings recht pessimistisch, denn die Geschichten enden meistens tragisch. Er warnt vor unterschiedlichen Interessen der Menschen, die beim Aufeinandertreffen für einen oder beide schlecht ausgehen können.

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