Leonhard F. Seidl Viecher

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Inhaltsangabe zu „Viecher“ von Leonhard F. Seidl

Die Polizei sagt, Bauer Luidinger sei
von einem Zuchtstier auf die Hörner
genommen worden – Tod durch
unglückliche Umstände. Privatdetektiv
Freddie Deichsler aber erkennt einen
Mord. Hat der tote Bauer etwas mit
der umkämpften dritten Startbahn des
Münchner Flughafens zu tun? Oder mit
dem geplanten Golfplatz im oberbayerischen
Dorfen? Wie immer gibt Freddie
alles, um den Fall zu lösen – und verfolgt
sogar eine Herde Kühe durch halb Oberbayern
bis nach Tunesien ...

Spannend und komisch von der ersten bis zur letzten Seite

— MetaEbene

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  • In rasantem Tempo durch die bayerische Provinz

    Viecher

    MetaEbene

    21. October 2015 um 16:38

    Leonhard F. Seidls Krimi "Viecher" beginnt, wie sollte es bei dem Titel auch anders sein, im Kuhstall. Wie der Protagonist spürt man die Blicke der Kühe, riecht warmen Kuhatem und Mist. Zu dem Zeitpunkt ist Bauer Luidinger bereits tot, mutmaßlich aufgespießt von seinem Zuchtstier "Aldi", der vielleicht sogar aus Rache für das Leben in Gefangenschaft handelte. So könnte sich die Tat oder der Unfall zumindest aus Sicht der radikalen Tierschützer darstellen, die in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Und während Privatdetektiv Deichsler noch überlegt, ob es sich wirklich um einen Kriminalfall handelt, fliegen ihm und seinem kleinen Sohn schon Schüsse um die Ohren. Mit Kleinkind auf dem Arm stolpert der bayerische Privatdetektiv etwas tolpatschig in seinen neuen Fall hinein und sein Bandscheibenvorfall trägt nicht gerade zu einem James-Bond-artigen Auftreten bei. Zum Glück gelingt es ihm dann doch, seinen Sohn bei der Oma zu parken und alleine weiter zu ermitteln. Dass Deichsler im Laufe des Romans nicht mehr nach Hause zurückkehrt, ist wohl nur zum Teil der rasanten Entwicklung der Ereignisse geschuldet. So recht lässt einen das Gefühl nicht los, dass er sich nur deshalb Hals über Kopf in den Fall stürzt, weil er sich auf der Flucht vor seiner Frau befindet. "Viecher" bleibt jedoch auch im weiteren Verlauf eine Familiengeschichte. Zum einen gerät Deichsler bei den Ermittlungen mit seinem bei der Polizei beschäftigten, überpeniblen Vater aneinander, zum anderen steht sein erster, gerade erwachsener Sohn bald unter schwerwiegendem Verdacht. Deichslers Mission ist es daher weniger, wie beauftragt den Tod des Bauern Luidinger aufzuklären, als den Kopf seines Sohns aus der Schlinge zu ziehen. Dabei meldet sich lautstark sein schlechtes Gewissen, denn an der Erziehung des Jungen hatte er sich nie beteiligt. Insgesamt wirkt der Ermittler Deichsler überaus menschlich, ist weder Held noch Antiheld, nur als Privatdetektiv kommt er zuweilen recht unprofessionell daher, scheint mehr Glück als Verstand zu haben. Der Kriminalfall kreist beinahe nebenbei um große Themen wie Massentierhaltung und Tierquälerei, und darum, welche Form von Protest dagegen noch als gewaltfei gelten darf. Auf der anderen Seite wird gezeigt, wie die EU-Agrarpolitik kleinen Höfen die Existenzgrundlage entzieht und wie große Bauprojekte Landspekulation nach sich ziehen. Und da es sich um einen Krimi handelt, werden die Themen durch einen dicken Filz in bayerischen Amtsstuben miteinander verwoben. Doch schwer wird die Lektüre durch den ernsthaften Stoff keineswegs, da es Seidl versteht, vielen seiner Charaktere und vor allem ihrem Aufeinandertreffen eine kabarettistische Note zu verleihen, Dreadlock-tragenden Veganern wie kahlköpfigen Amtsträgern, Bauern wie Viehspediteuren. "Viecher" ist damit spannend wie komisch von der ersten bis zur letzten Seite.

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