Leonid Andrejew: Das rote Lachen - Erzählungen 1898-1906

von Leonid Andrejew 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Leonid Andrejew: Das rote Lachen - Erzählungen 1898-1906
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Inhaltsangabe zu "Leonid Andrejew: Das rote Lachen - Erzählungen 1898-1906"

[Leonid Andrejew: Das rote Lachen - Erzählungen 1898-1906 Hardcover (Gebraucht - Gut) Aufbau 1986 1. Auflage]

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B0026KQTA2
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Aufbau
Erscheinungsdatum:01.01.1986

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    tuman7vor 5 Jahren
    Lesenswerte Erzählungen eines zu wenig beachteten Autors


    Leonid Nikolajewitsch Andrejew ist ein in Deutschland verhältnismäßig unbekannter russischer Autor des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der hier vorliegende Band versammelt eine Anzahl von Erzählungen, die die mangelnde Beachtung ungerechtfertigt erscheinen lassen.

    Die insgesamt 22 Geschichten sind der ersten Schaffensperiode des Autors zuzurechnen und umfassen einen Zeitraum von 8 Jahren - beginnend mit der ersten Erzählung des Autors, "Bargamot und Garaska" und endend mit Erzählungen aus der Zeit kurz nach der russischen Revolution von 1905.

    Es ist nicht überraschend, daß sich angesichts des Entstehungszeitraums auch politische Töne in einigen der Erzählungen ausmachen lassen. Dies erscheint insbesondere in Anbetracht der Tatsache nachvollziehbar, daß der Autor selbst mit den Idealen der Revolution von 1905 sympathisiert hatte. Vor allem in Geschichten wie "Die Marseillaise" und "Der Gouverneur" ist die politische Tendenz klar auszumachen.

    Keinesfalls jedoch sollten die politischen Überzeugungen des Autors als zentraler Aspekt des vorliegenden Bandes interpretiert werden, denn die Bandbreite der behandelten Themen ist groß und die Darstellung des Autors meisterhaft. Besonders erwähnenswert sind die Erzählung "Das Leben des Popen Wassili", die in erschütternder Weise die Frage nach Glauben und Unglauben stellt, die Geschichte "Im Nebel", die die beklemmende Unruhe und Getriebenheit des Protagonisten eindrucksvoll vermittelt und die titelgebende Erzählung "Das rote Lachen", in der der Autor sich mit den Schrecken des Russisch-Japanischen Krieges auseinandersetzt.

    Nicht nur für Freunde der russischen Literatur sondern für jeden, der sich von psychologisch dichten, wenngleich oftmals bedrückenden, Erzählungen angesprochen fühlt, ist der Band in jedem Fall empfehlenswert.

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