Wirklich ein neuer Anfang???? Oder nur die Fortsetzung alten Leides....
Als ich die ersten Seiten laß und das "Glück" der 3 (Emily, Eanna, Brendan) sah, aber gleichzeitig die Beschreibung NYs, fragte ich mich ernsthaft, was so viel besser dort ist, als es in Dublin war - außer der Hungersnot. Auch hier zeigt sich das Bild von tiefster Armut, dreckiger, harter Arbeit, Kriminalität, noch mehr als in Dublin! und bescheidene Wohnverhältnisse. Da deucht mir: Wer es nicht anders kennt, sucht sich wieder das gleiche raus. Wird NY wirklich Glück bringen? Wirkliche Freiheit?
Zwar hat Brendan jetzt einen Job, die Mädels sind mit dem Geldverdienen schlechter dran als in Dublin. Zwar haben sie eine eigene Wohnung und keine Hungersnot mehr, aber die Bruchbude im Armenviertel...ist das jetzt das "neue, bessere Leben"? Da stellt sich mir die Frage: Was ist ein "besseres Leben" - ok, besser als Hungersnot und bittere Armut ist es schon, ein halbwegs geregeltes Einkommen und eine eigene Bleibe zu haben, so mies die Gegend auch sein mag, aber ist DAS wirklich die Freiheit?
oder ist das Leben in N.Y. nicht eine kleinwenig bessere Version vom Leben in Dublin? Kann man wirklich reich werden, wenn man bittere Armut gewohnt ist? Von welchem Leben träumt man, wenn man zufrieden ist, ein warmes Essen und Bett zu haben?
Erst im letzten Drittel des Buches scheint es einwenig aufwärts zu gehen und erneut rettet Patrick O`Brien Eanna und ihren Freunden aus der Not.
Wir erkennen hier - Freiheit entsteht mit einer wirklichen Vision von einem neuen Leben und das man, wenn man wirklich an die Erfüllung der Vision glaubt, sich Türen und Tore öffnen, um diese zu erfüllen und das so manche Station, die eigentlich gar nicht so schön ist, für die Erfüllung der Vision wichtig ist.
Das Buch endet allerdings mit einem dramatisches Ereignis und einem Cliffhanger....so dass ich gleich weiterlese mit Band 4.