Leonie Faber Die Zeitenbummlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Zeitenbummlerin“ von Leonie Faber

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht, je älter Sie werden? Die Journalistin Josefine, 53 Jahre alt und frisch verlassen, soll erfolgreiche Aussteiger für einen Artikel über Entschleunigung interviewen. Sie selbst fühlt sich von ihrem durchgeplanten Alltag zunehmend gehetzt und beschließt spontan, mit dem Rad zu ihren Terminen zu fahren. Die Tour von Berlin über die Ostseeküste bis nach Norwegen wird zum Abenteuer und Extremtrip und belohnt sie schließlich mit etwas ganz Besonderem: der Begegnung mit sich selbst.

Es hat sich so leicht und locker gelesen, wie schon lange ein Buch nicht mehr und es hat mich so inspiriert, dass ich jetzt selbst im Urlaub

— supersusi

Leider kaum überzeugend, da die Hauptfigur zu sehr in Selbstmitleid zerfließt und der Wandel bei ihr nicht glaubwürdig rüber kommt!

— nblogt

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    Die Zeitenbummlerin

    supersusi

    02. August 2017 um 22:56

    Normalerweise lese ich Krimis und habe dieses Buch nur gelesen, weil ich es von der Autorin bekommen habe. Aber ich muß sagen, welch ein Genuß ! Es hat sich so leicht und locker gelesen, wie schon lange ein Buch nicht mehr und es hat mich so inspiriert, dass ich jetzt selbst im Urlaub mit dem Rad von Stadt zu Stadt fahren will. Zwar nicht, wie in dem Buch von Berlin nach Norwegen, aber immerhin habe ich unsportliche Nuß mir schon eine Route rausgesucht. Ob ich wie die Autorin dabei die Ruhe finde, mir selbst näher zu kommen bezweifel ich zwar, da ich mein Kind mitnehme und daher öfter eine Pause einlege, aber darum geht es mir auch nicht. An vielen Stellen mußte ich schmunzeln, an manchen habe ich gelacht, an einigen gedacht, " ja, so geht´s mir auch" oder "diese Gedanken kenne ich !". Das Aufbruchsfieber hat mich wie gesagt, regelrecht angesteckt und dass, obwohl ich jede sportliche Aktivität hasse und nur wenn ich muß, mit dem Rad zur Arbeit fahre. Bei Josephin geht es jedoch nicht nur um´s Fahren, um Abstand zur zerbrochenen Beziehung, um Selbstfindung, Meditation, Grenzen austesten, Abenteuer oder um ihre Interwies, sondern um viel mehr, was ihr aber erst im nachhinein bewußt wird. Die Autorin gibt sehr gut die Äußeren Widrigkeiten und die inneren Gefühle, Betrachtungen und Gedanken von Josephin wieder. Ihre Entwicklung läßt sich gut nachvollziehen, auch wenn Josephin selbst nicht immer versteht, warum sie so handelt. Ein rundrum gelungenes, in sich stimmiges Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann, der entweder eine leichte Urlaubslektüre sucht oder seine verkrustete Alltagsroutine aufbrechen möchte.

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  • Ein wundervolles Buch

    Die Zeitenbummlerin

    Krimine

    29. May 2016 um 15:41

    Die Journalistin Josefine Neidhard arbeitet an einer Reportage mit dem Titel „Glück der Langsamkeit“. Eine Thematik, die ihr wichtig erscheint, nachdem sie von ihrem langjährigen Lebenspartner verlassen worden ist. Denn schließlich hat sie bereits 52 Jahre ihres Lebens verbraucht und spürt nun mit voller Kraft, wie die Zeit durch ihre Finger rinnt. Die Idee ihre Interviewpartner mit dem Rad aufzusuchen kommt ganz spontan, wird aber von der zuständigen Redakteurin mit großer Begeisterung aufgenommen. Und so macht sich Josefine mit ihrem generalüberholten Bike, einer ordentlichen Ladung Gepäck und einem gut durchdachten Etappenplan auf den Weg, um von Berlin an die Ostsee zu radeln. Dabei findet sie nicht nur einen völlig neuen Zugang zu sich selbst, sondern wird auch mit überraschenden Erkenntnissen belohnt.„Die Zeitenbummlerin“ ist ein tiefgründiger Roman, der sich mit dem Thema Entschleunigung beschäftigt und das mit einer Leichtigkeit, dass es Spaß macht, ihn zu lesen. Denn anstatt sich in Lebensweisheiten zu ergehen und mit einschlägigem Wissen zu punkten, schickt sie lieber eine frisch getrennte Mittfünfzigerin auf eine Radtour, die es in sich hat. Dabei ist die Lifestylejournalistin Josefine Neidhard weder daran gewöhnt, alleine zu reisen, noch von viel Ehrgeiz geplagt und schon gar nicht sportlich. Schon allein deshalb sind einige brisante Zwischenfälle, merkwürdige Begebenheiten und peinliche Momente vorprogrammiert. Aber auch die Einsicht, dass es sich weit ab von täglichen Terminen, sozialen Netzwerken und überquellenden Schreibtischen besser lebt. Erzählt wird das Ganze in einer wunderschönen poetischen Sprache, die dafür sorgt, dass der Leser öfter einmal innehält und sich Gedanken über die Erlebnisse der immer mehr zu sich selbst findenden Mittfünfzigerin macht. Gewürzt mit vielen spaßigen Begebenheiten, mit Figuren, die einzigartig sind und mit einer Zeitenbummlerin, die nicht so entspannt auf ihrem Fahrrad sitzt, wie die Dame auf dem Cover, ist das Buch ein wahrer Genuss.Fazit:„Die Zeitenbummlerin“ ist ein Roman, der jedem gut tut, der sich im hektischen Alltagsgeschehen längst aufgegeben hat und der die Muße zur Entspannung findet. Denn entschleunigend wirkt das Buch allemal.

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  • Eine entschleunigende Reise

    Die Zeitenbummlerin

    Readi

    29. May 2016 um 11:25

    Nach 18 Jahren Zusammensein trennt sich Robert von Josefine. Für sie ist es viel schwerer als für ihn. Hat er doch jetzt eine neue, jüngere Frau und fängt einfach noch einmal von vorne an. Josefine hingegen fühlt sich irgendwie ausgetauscht, „alt“ und hat Mühe, ins Leben zurückzufinden. Vergeht doch die Zeit irgendwie immer schneller und ehe man sich versieht, ist mal schon in den Fünfzigern und blickt zurück. Wie passend, dass ihr Auftraggeber einen Artikel von ihr möchte über Achtsamkeit, Entschleunigung, Dankbarkeit. Mehr aus einer Laune heraus beschließt sie, die Reise zu den Interviewpartnern per Rad zu unternehmen. Und damit kommt sie sich selbst wieder näher, lernt sich besser kennen und weiß letzten Endes auch besser, wer sie ist und wie sie sein möchte. Auf ihrer Reise lernt sie die unterschiedlichsten Personen kennen und kann sich von ihnen allen die unterschiedlichsten Erkenntnisse mitnehmen. Ja, die Tour ist strapaziös. Aber: sie lohnt sich! Ein Buch, welches ich nach dem ersten Lesen schon gleich sehr mochte. Sicherlich, man könnte es einfach so durchlesen. Aber ich glaube, man sollte sich hier doch die Zeit nehmen und zwischendurch mal innehalten und nachdenken. In unserer heutigen Zeit hat man doch oftmals das Gefühl, dass alles immer schneller wird (werden muss?) und man selbst einfach immer nur mitläuft. Von daher habe ich hier einige Denkanstöße gefunden.  Aber auch der Humor kommt hier nicht unbedingt zu kurz. Es gibt sie, die leisen, lustigen Stellen, die mich schmunzeln lassen. Und die mich auch daran denken lassen, dass man nicht alles immer so ernst nehmen muss. Denn mit Humor lässt sich vieles öfter besser ertragen und muss nicht immer so schwer sein. Alles in allem also ein Roman, mit dem man selbst auch einmal versuchen kann zu entschleunigen und sich bewusst zu machen, was eigentlich wichtig ist im eigenen Leben.

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