Was du nicht siehst

von Leonie Haubrich 
4,5 Sterne bei27 Bewertungen
Was du nicht siehst
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Positiv (25):
jassi_sweets avatar

Tolles Buch, das mit den Ängsten anderer spielt

Kritisch (1):
MeiLingArts avatar

Leider hat sich hier kein Thriller-Faktor breit gemacht und auch sonst für mich keine ansprechende Handlung

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Inhaltsangabe zu "Was du nicht siehst"

Was ist Realität? Was Fantasie? Was Wahrheit? Was Täuschung?
Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz' Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz' Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg.
Und warum tauchen überall Nachtfalter auf?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783743167179
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:236 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:28.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Molaudys avatar
    Molaudyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch für zwischendurch, aber die Spannung lässt noch Luft nach oben.
    Ein gutes Buch für zwischendurch, aber die Spannung lässt noch Luft nach oben.

    Seitdem Hans Petersen aus seiner Haft entlassen wurde und in Liz' Nachbarschaft gezogen ist, geschehen seltsame Dinge. Soll dies nur ein Zufall sein oder steckt mehr dahinter? Auch ihr Exmann verhält sich seltsam und schließlich muss sie sich dem Albtraum ihrer Kindheit stellen: den Motten.

    Die Farbtöne im Cover gefallen mir sehr gut, sie sind weich und angenehm kühl, was gut zum Buch passt. Das seltsame bleiche Gesicht eher weniger, aber ich bin ohnehin kein Fan von Fotos auf Buchcover.

    Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Die Geschichte ließ sich dank diesem angenehm, flüssig und schnell lesen. Es ist ein ideales Buch für einen Lesenachmittag. Manchmal kommen Wiederholungen vor, ein Mal sogar ein kompletter Dialog, der anscheinend nur leicht abgewandelt war. Zumindest kam es mir so vor.

    Um ehrlich zu sein, hatte ich mich ein wenig vor dem Lesen dieses Buches gesträubt, weil Motten zu meinen persönlichen Erzfeinden zählen. Aber bei einem Thriller sucht man schließlich nach dem Nervenkitzel und deshalb habe ich mir das Buch auch ausgesucht. Bei mir ist es viel weniger Angst vor Motten, als pure Panik. So geht es schon seit einigen Jahren und ich musste schon so manches erleiden. Aber zurück zum Buch: Zu meiner Erleichterung gab es eher wenige Stellen, in denen tatsächlich Motten vorkamen. Damit einher ging die Enttäuschung, da ich das Buch nicht wirklich als Psychothriller erkannte. Es gab durchaus spannende und rätselhafte Momente, aber diese haben mir nicht wirklich die Nerven geraubt oder mich anderweitig zu dem Gedanken 'Das nenne ich einen fabelhaften Psychothriller' geführt.

    Einen weiteren Kritikpunkt muss ich zu den Charakteren äußern. Es schien, als hätten alle Charaktere ein gut ausgearbeitete Hintergrundgeschichte. Schade nur, dass man diese nicht wirklich beleuchtet hat. Es gab ein paar wenige Momente, in denen die Figuren aufgeleuchtet sind. Aber genauso schnell wie diese kamen, sind sie auch wieder verblasst. Kein Charakter blieb mir wirklich in Erinnerung und da ich diese Rezension erst drei Wochen nach beenden des Buches geschrieben habe, musste ich ein paar Stellen noch Mal nachlesen, um etwas über die Figuren schreiben zu können.

    Dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn es nicht ganz das war, was ich erwartet hatte, habe ich es gerne gelesen. Weiterempfehlen kann ich es jedenfalls und vielleicht lag es auch einfach nicht in meinem Geschmack!

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    jassi_sweets avatar
    jassi_sweetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch, das mit den Ängsten anderer spielt
    Oft sitzen Ängste tiefer als man denkt

    Meine Meinung:

    Cover:
    Ich liebe das Cover. Die Farben sind sehr angenehm und dennoch haben sie eine bestimmte Kälte, die man in dem Buch besser kennen lernt. Um alle Details genau wahrzunehmen, muss man das Cover länger ansehen :) Das Buch fühlt sich samtig an, was ich mittlerweile ja sehr gerne mag. 
    Inhalt:
    Liz hat aber nicht nur Angst vor beliebigen Insekten, sondern vor Motten. Schon seit ihrer Kindheit versetzen sie die kleinen Tierchen in Angst und Schrecken. Wenn sie einer Motte begegnet, fällt sie in eine Panikattacke. Aber zum Glück hat Liz lange keine Panikattacke mehr.... Oder?
    Dann passiert dieser Mord an einem Pfarrer, der völlig grundlos scheint. Liz bekommt merkwürdige Post, der Hund ihrer besten Freundin verschwindet und auch die Rückkehr eines kriminellen Nachbarns stellen nun das Leben der sonst so geerdeten Liz komplett auf den Kopf. Als dann auch noch Sachen aus ihrem Haus verschwinden und die Nachtfalter aus ihrer Kindheit wieder aufzutauchen, fängt sie an, an sich selbst zu verzweifeln und sucht Rat bei ihrem Exmann. Doch, ob dieser der Helfer in der Not ist, auf den sie hofft, oder ob er mehr zu verbergen hat, als er zugibt, dürft ihr dann selbst lesen.

    Die Geschichte selbst fand ich gut gewählt, denn jeder hat seine bestimmten Ängste, mit denen er jeden Tag zu kämpfen hat. Sei es eine Angst gegenüber dem Leben selbst, Angst vor dem Kontakt mit Menschen, Angst vor dem Versagen bei einer Präsentation oder einfach die Angst vor Insekten. Auch das Thema, bezüglich der familiären Konstellation, die Leonie in ihrem Buch aufgreift, ist vielen vielleicht nicht ganz fremd. Es geschieht etwas im Leben und man ist unfähig mit denen zu reden, die einem am nächsten stehen. Und bevor man zugibt einen Fehler gemacht zu haben, ist es oft einfacher sich zu distanzieren. Was jedoch passiert, wenn das Kartenhaus zusammenbricht?
    Wie Liz mit den ganzen Themen umgeht, dürft ihr selbst nachlesen. 
    Den Schreibstil von Leonie finde ich toll. Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen. Und auch das Ende, war tatsächlich total unerwartet und ich bin normal sehr gut in sowas ^^
    Fazit:
    Das Buch ist insgesamt wirklich toll. Das Cover passt super zur Geschichte, und es fühlt sich gut an, wenn es in der Hand liegt, auf Grund des samtigen Materials. Was ich leider bemängeln muss, ist die Verklebung. Beim Lesen sind mir leider die Seiten entgegen gekommen, demnach ist es jetzt nun nicht mehr "ganz" in meinem Regal :)
    Wenn ihr noch Infos über Leonie Haubrich haben wollt, könnt ihr das Interview vom Crime Day hier lesen. 
    Ich hoffe ich konnte euch ein bißchen neugierig machen.
    Eure Kitty

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    Nanniswelts avatar
    Nannisweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wahn oder Realität?! Ein sehr gut geschriebener Psychothriller.
    Wahn oder Realität?

    Elisabeth sehnt sich als kleines Mädchen nach der Zuneigung des Vaters. Dieser kümmert sich um die depressive Mutter, die Situation ist für sie in jungen Jahren sehr belastend. Nachts tauchen regelmäßig Nachtfalter in ihrem Zimmer auf, vor der sie als Kind große Angst hat. Der Vater jedoch reagiert mit Unverständnis auf die Ängste seiner Tochter und so muss sie die Nächte alleine mit diesen Gefühlen verbringen.

    Einige Jahre später, hat sich Liz ein eigenes Leben aufgebaut. Als Kinder- und Jugendpsychologin kümmert sie sich liebevoll um ihre kleinen Patienten. Als Hans Petersen – ein verurteilter Mörder nach seiner Entlassung in die Siedlung zieht, ändert sich das Leben der jungen Frau. Die Bewohner sind alles andere als begeistert über das Auftauchen des Mannes und bald beginnen mysteriöse und für Liz unerklärliche Dinge. Ein Kaplan wird ermordet, ein makaberer Trauerbrief am Tatort hinterlassen. Auch Liz erhält kurz darauf so einen Brief. Sie fühlt sich zunehmend beobachtet, der Hund der besten Freundin verschwindet und sie wird das Gefühl nicht los, dass Jemand in ihrem Haus ist. Was aber ist Realität und was bildet sich Liz nur ein? Ihr Exmann macht sich große Sorgen um sie und zweifelt an den Geschehnissen, die sie berichtet…Und warum tauchen auf einmal wieder diese Nachtfalter auf?

    Von der Ersten bis zur Letzten Seite schafft es die Autorin Leonie Haubrich die Spannung aufrecht zu erhalten. Das Buch führt den Leser zusammen mit der Protagonistin Liz durch einen Strudel vieler merkwürdiger Ereignisse, die scheinbar ohne Zusammenhang liegen. Man analysiert die Situationen beim Lesen und durch Zeitsprünge gelangt man immer wieder in eine neue Szene, die ebenfalls die Gehirnzellen in Anspruch nehmen. Zunehmend verwirrter wird die Story, bis zum Schluss endlich alle Puzzleteile zusammenfinden. Immer wieder fragt man sich, ob Liz dies alles wirklich erlebt, oder ob sie sich doch eher in Wahnvorstellungen verliert. Ein wirklich toller Psychothriller, der einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil hat, ohne abzuschweifen. Man möchte stetig wissen wie es weitergeht und kann das Buch kaum aus der Hand legen. 

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    Anjaxxxs avatar
    Anjaxxxvor einem Jahr
    Tolles Buch!

    Meine Meinung:


    Liz ist Psychologin mit Leib und Seele und setzt sich sehr für ihre kleinen Patienten ein. In ihrem Leben allerdings läuft nicht alles so rund, sie hat Probleme mit ihrem Vater und viele Erlebnisse aus der Kindheit noch immer aufzuarbeiten. Dann geschieht um sie herum auch noch ein Mord und schon überschlagen sich die Ereignisse.


    Die Autorin hat hier nicht viele, dafür aber wahnsinnig tolle und authentische Charaktere erschaffen. Jeder hatte seine eigene, spezielle Persönlichkeit und in jeden konnte ich mich gut hineinversetzen, jeder war auf seine Art rätselhaft. Liz selbst ist mir allerdings eine ganze Weile auch ein kleines Rätsel geblieben, was ich super fand, denn so konnte die Spannung um ihre Person erhalten bleiben.

    Ich hatte hier bald einen Verdacht, dieser hat sich dann am Ende des Buches auch bestätigt, nachdem mir lange schon vorher vor Spannung fast der Atem weggeblieben ist. Ich hätte mir einige Stellen vielleicht noch ein bisschen dramatischer gewünscht, dennoch gab es in diesem Buch ein paar schöne Wendungen, sodass ich es absolut empfehlen kann.

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    Janosch79s avatar
    Janosch79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Thriller, der unter die Haut geht!
    Ein Psychothriller, der mehr als fesseln kann

    Mit "Was du nicht siehst" ist Leonie Haubrich erneut ein Thriller der besonderen Art gelungen.

    Inhalt: Was ist Realität? Was Fantasie? Was Wahrheit? Was Täuschung?
    Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz' Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz' Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg.
    Und warum tauchen überall Nachtfalter auf?

    Der Autorin gelingt es von Beginn an hervorragend mit den Ängsten der Hauptprotagonistin Liz zu spielen. Man kann sich genau in die Situation von Liz hineinfühlen. Dadurch entwickeln sich im weiteren Verlauf durch die bildhafte Sprache und die Ich-Perspektive viele Fragen für den Leser. Ist die Angst vor den Nachtfaltern echt berechtigt oder ist alles nur Einbildung?
    Ein klarer Pluspunkt ist auch der Perspektivenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So entwickelt der gesamte Thriller einen echten roten Faden.

    Bei der Figurenzeichnung von Liz ist ihre Angst vor den Nachtfaltern mehr als deutlich spürbar.
    Man kann ihre Phobie glaubwürdig nachvollziehen, was Leonie Haubrich auch sprachlich sehr gut umsetzt.
    Insgesamt ist "Was du nicht siehst" ein mehr als gelungener Thriller aus deutscher Feder, der sich vor anderen Größen des Genres überhaupt nicht verstecken muss.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnder Thriller, der psychische Probleme auslotet!
    Wenn die Angst das Leben bestimmt

    „...Sie war geschieden. Sie wollte ihr eigenes Leben führen, ihre eigenen Entscheidungen treffen...Nur waren Theorie und Praxis nicht zwangsläufig eine Einheit. Der Verstand war manchmal weiter als das Herz...“


    Als Kind reagiert Elisabeth panisch, wenn Falter nachts im Schlafzimmer sind. Ihr Vater hat dafür kein Verständnis. Tiere werden nicht getötet, ist seine Devise.

    Seitdem sind Jahre vergangen. Liz, wie sich Elisabeth jetzt nennt, arbeitet als Psychologin. Als sie plötzlich einen Mann in ihrer Wohnung findet, schlägt sie ihn mit einer Vase nieder. Schwer verletzt kommt er ins Krankenhaus. Liz wird verhaftet, da die Polizei ihre Reaktion als unverhältnismäßig bewertet.

    Die Autorin hat einen fesselnden Thriller geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen.

    Sie wird einmal fortlaufend vom Zeitpunkt der Verhaftung erzählt, zum anderen im Rückblick beginnend 10 Tage vor der Verhaftung.

    Der Schriftstil unterstützt den Aufbau eines hohen Spannungsbogen und die Zuspitzung der Situation. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Dazu gehört auch, dass ich als Leser mitverfolgen darf, wie engagiert Liz sich in ihrem Beruf für die Rechte von Kindern einsetzt. Als Petersen, der aus dem Gefängnis entlassen wurde, sich in Liz` Nachbarschaft niederlässt, ruft Liz die Polizei, um den Mob aufzuhalten, der sich auf den Weg zu Petersens Wohnung gemacht hat.

    Ab diesem Tag aber kommen bei Liz Erinnerungen hoch, die sie überwunden glaubte. Plötzlich hat sie heftige Panikattacken, mit denen sie zwar umgehen gelernt hat, die sich aber psychisch und körperlich schwächen. Ursache ist Vorgänge in ihrer Wohnung, die sie sich nicht erklären kann. Außerdem erhält sie einen Brief mit schwarzem Rand und einem eigenartigen Spruch. Zwar ist sie geschieden, doch innerlich hängt sie noch an Christopher. Sie weiß, dass er für sie da ist, und ruft ihn an. Aber wird er ihr glauben, zumal der Brief nicht mehr auffindbar ist?

    Eine Aussprache mit dem Vater, den sie jahrelang gemieden hat und auf Christophers Rat hin aufsucht, um mit der Vergangenheit abzuschließen, endet im Streit. Sein Fanatismus und seine einseitige Sicht aufs Leben sind selbst für mich als Leser schwer zu ertragen.

    Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, Liz psychische Zerrissenheit deutlich zu machen. Von Tag zu Tag zweifelt sie mehr an ihren Wahrnehmungen und fällt in alte Handlungsmuster zurück. Aussagekräftige Dialoge sorgen für zusätzliche Höhepunkte im Handlungsgeschehen.

    Das Cover mit dem Gesicht und den Falter wirkt unruhig und rätselhaft.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie schwierig es ist, sich gegen raffinierte Manipulation zur Wehr zu setzen.

    Kommentare: 4
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    Pucki60s avatar
    Pucki60vor einem Jahr
    Was du nicht siehst

    Die Geschichte beginnt damit, das die kleine Elizabeth nachts in ihrem Bett liegt und vor den Nachtfaltern fürchterliche Angst hat. Ihre Mutter ist krank und darf nicht gestört werden und der Vater hat kein Verständnis für seine Tochter.

    Jahre später ist Liz Kinder- und Jugendpsychologin geworden. Vor kurzem ist Hans Petersen nach seiner Haftentlassung in die Nachbarschaft von Liz gezogen.  Sie soll ihn bei einem Einbruch in ihr Haus brutal verletzt haben, ist von der Polizei verhaftet worden und wird verhört.

    In zwei Handlungssträngen werden die letzten 11 Tage vor der Haftung und die Zeit im Gefängnis erzählt. In den letzten Tagen sind sonderliche Dinge passiert, Briefe verschwinden aus Liz Haus und der Hund der Freundin verschwindet spurlos. Auch wird ein Kaplan ermordet aufgewunden. Der ehemalige Lebensgefährte von Liz verhält sich sehr sonderbar und rätselhaft.

    Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven wird von Anfang an Spannung aufgebaut. Liz ist mir sehr sympathisch und ich hatte das Gefühl, es wird ihr übel mitgespielt. Es passieren viele unerklärliche Dinge und die Frage ist, was ist wahr und was existiert nur in Liz Einbildung. Das Ende ist dann umso überraschender und war absolut nicht zu erwarten.

    Schon in einem früheren Buch hat die Autorin genauso mit Fiktion und Wirklichkeit gespielt und das ist der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Buch habe. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Punkte, kann aber eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Fans dieses Genre aussprechen.

     

    Kommentare: 2
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    anja_bauers avatar
    anja_bauervor einem Jahr
    Was siehst Du?

    Liz ist eine angesehene Kinder und Jugendpsychologin.  Als der angebliche Kindermörder Hans Peter in ihrer Nachbarschaft zieht, gibt sie ihm eine zweite Chance. Doch mit dem Einzug geschehen merkwürdige Dinge. Liz meint, dass jemand in ihrer Abwesenheit in dessen Wohnung war. Auch bekommt sie merkwürdige Briefe. Weitere Dinge geschehen und sie wendet sich an ihren Exmann Christopher. Doch niemand glaubt ihr und ihr Ex macht sich Sorgen wegen ihr Verhalten. Dann geschieht ein Mord und Liz wird wegen Körperverletzung verhaftet. Ist sie wirklich unschuldig, wie sie behauptet?

    „Was Du nicht hat siehst“ von Leonie Haubrich ist ein spannender Psychothriller. Am Anfang lernt man Liz kennen und ihre Lebens Situation. Nach und nach wird man in das Geschehen hineingezogen und man fragt sich, wer will was Böses für Liz. Die Spannung steigt stetig, zumal sie allein dasteht. Leonie Haubrich schafft es, dass man sich in seiner eigenen Wohnung nicht mehr sicher fühlt und man sich dort über die Schulter beim Lesen guckt. Außerdem führt sie oft auf eine falsche Fährte und so bleibt lange das Täter Aha aus.  Die Protagonisten sind einen symphytisch und auch die Verzweiflung von Liz spürt man genau. Was mich doch hier ein wenig irritiert, sind die Nachtfalter. So richtig habe ich da nicht durchgeblickt. Aber eigentlich hat es, so wie mir scheint, etwas mit ihrer Kindheit zu tun. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, sonst geht die Spannung verloren. Das Cover ist ansprechend. Schlicht und einfach in Schwarz und Weiß Töne gehalten und mit einen schlafenden (toten) Mädchen, wo im Vordergrund ein Achtfalter ist. Dieses Cover verspricht schon allein eine spannende Lektüre. Ich jedenfalls bin in die Tiefe der Seele gereist, so wie die Widmung für mich in diesem Buch von Leonie Haubrich steht.Einfach aber wirkungsvoll, so kann ich diesen Psychokrimi beschreiben, mit überraschenden Ende.

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    MeiLingArts avatar
    MeiLingArtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider hat sich hier kein Thriller-Faktor breit gemacht und auch sonst für mich keine ansprechende Handlung
    Die eigene Angst bewirkt viel

    Ein Psychothriller sollte es für mich mal wieder sein und so griff ich zu Leonie Haubrich´s "Was du nicht siehst". 


    Inhaltsbeschreibung:

    "Was ist Realität? Was Fantasie? Was Täuschung?

    Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz´ Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz´ Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg. Und warum tauchen überall Nachtfalter auf?"


    Meine persönliche Meinung:

    Leonie Haubrich schreibt mit einer sehr angenehmen Art, man kann einfach so in den Zeilen dahin fliegen. Es ist einfach toll, wenn ich ein Buch in der Hand habe und so fluffig vor mich hin lesen kann, ohne dass große Komplikationen durch zu viele Schachtelsätze oder ständige Fremdwörter entstehen. Gerade wenn es dann mal spannend wird, wird das Buch richtig zum Pageturner...


    ... was mir hier leider total fehlte.

    Gucken wir mal genauer hin:

    Die Protagonistin Liz´ ist Kinder- und Jugendpsychologin und erleidet selbst auf gefühlt jeder zehnten Seite eine Panikattacke vom Feinsten. Gut, dafür kann sie ja nichts, doch hat sie diese Erkrankung noch nicht so wirklich im Griff abgesehen ihres Fachwissens, sprich dem rationalen Denken darüber. Alle anderen auftauchenden Charaktere wie ihr Exmann, der Nachbar, die Freundin usw  bleiben für mich blass. Kurzzeitig erscheinen manche im Rampenlicht, doch treten sie aus diesem zurück, bleiben sie einfach nicht groß in Erinnerung. Liz im Übrigen auch nicht. 


    Die Handlung hat für mich leider keinen aufzeigbaren roten Faden. Ich sehe hier einen Schauplatz mit einer Patientin von Liz, ich sehe da den Schauplatz mit dem Bruder des Exmanns, ich sehe hier die Bühne mit Liz´ Ehe zu ihrem Exmann, und im Endeffekt las ich ganz viel, doch brachte mir das alles keinerlei Spannung, Gruselei oder sogar richtigen Psychotrill. 


    Auch dem Ende kann ich leider nur beimessen, dass es richtig unspektakulär ablief. Ich kann hier leider gar nichts aufwarten, was mit einer Spannungskurve oder ein bisschen Aufregung und Nervenkitzel zu tun gehabt hätte. So leid es mir tut, vergebe ich hier nur 2 von 5 Sterne, als Roman ist das Buch schnell gelesen. 

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    MissJaneMarples avatar
    MissJaneMarplevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wow! Was für eine krasse Story!!!
    Was geht hier vor?

    Inhalt:
    Was ist Realität? Was Fantasie? Was Wahrheit? Was Täuschung? Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz' Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz' Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg. Und warum tauchen überall Nachtfalter auf?
    Quelle: Klappentext

    Meinung:
    Schon nach den ersten paar Kapiteln, weiß man nicht mehr genau, ob Liz eine ernstzunehmende Psychose hat oder, ob ihr jemand wirklich übel mitspielt.

    Niemand scheint ihr zu glauben, die Polizei nicht und auch nicht ihre engsten Vertrauten.
    Ihr Ex-Mann steht ihr zwar bei, versucht sie aber zu analysieren und dadurch zu beschwichtigen.
    Ihre beste Freundin macht Liz schreckliche Vorwürfe, wegen des Hundes und glaubt ihr die Geschichten, vom nächtlichen Besucher auch nicht. Sie ist viel zu sehr mir ihrem eigenen Leid beschäftigt.

    In kurzen Kapiteln, die zunächst auf dem Polizeirevier und in Rückblicken spielen, entspinnt sich ein Psychothriller vom Allerfeinsten, der in einer großen Überraschung endet.

    Der Schreibstil ist leicht zu lesen und durch die durchgehende Spannung liest sich das Buch weg, wie nix.

    Fazit:
    Ein Thriller genau nach meinem Geschmack! Absolute Leseempfehlung von mir!

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