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MelE

vor 2 Jahren

(7)


Der Täter war wie die Finsternis - nicht zu fassen und tödlich - Zitat S. 174  




Da mir der erste Thriller der Autorin, der im bookshouse Verlag erschienen ist, sehr gut gefallen hat und ich nach einer Urlaubslektüre war, fiel mir "2 x 3 m Finsternis" sogleich ins Auge und weckte meine Neugier. Optisch ähnelte es "Wer Finsternis sät" auch ein klein wenig und war auch ein weiterer Punkt mir das eBook auf meinen Reader zu laden. Ob ein Thriller ideal ist, um seinen Urlaub zu genießen ist fraglich, aber da ich in letzter Zeit meine Liebelingsgenre schmählich vernachlässigt habe, war es einfach dran mich diesem Buch zu widmen und ich gestehe, es war eine gute Entscheidung. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und hatte hier und da auch echte Gänsehaut, da mir der psychologische Teil des Thrillers wirklich durch Mark und Bein ging.
Immer wieder bin ich fasziniert davon, zu was wir Menschen fähig sind. Der Autorin ist es gelungen mich lange im Ungewissen zu lassen, mich zu verwirren und am Ende davon zu überzeugen, dass es echte Kunst ist, uns als Leser zu beeindrucken. Nicht einen Moment habe ich das Ende vorhersehen können und das ist, was letztendlich überzeugt hat. Nicht die Finsternis die in dem Buch gelebt wird, nicht das Blut was geflossen ist, nicht die Angst die sich auf mich übertragen hat, sondern die vielen Überraschungsmomente, als endlich Klarheit herrschte. Der Wahnsinn, der krankhafte Versuch alles richtig zu machen und der Wille, der gebrochen scheint, all dieses machen den Thriller zu einem echten Leseerlebnis.

Gerne spreche ich "2 x 3 m Finsternis" eine Leseempfehlung aus, da der Thriller meine hohen Erwartungen noch um einiges übertroffen hat. Zurück bleibt ein mulmiges Gefühl im Magen und die Gewissheit, dass wir als Menschen formbar sind und unser Wille gebrochen werden kann, falls es jemand darauf anlegen würde, eben dieses zu tun. Eine gruselige Vorstellung, oder?





Autor: Leonie Lastella
Buch: 2 x 3 Meter Finsternis
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