Leonie Ossowski

 3.8 Sterne bei 123 Bewertungen
Autor von Die große Flatter, Stern ohne Himmel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Leonie Ossowski

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Leonie OssowskiDie große Flatter
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Die große Flatter
Die große Flatter
 (32)
Erschienen am 01.06.1999
Leonie OssowskiStern ohne Himmel
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Stern ohne Himmel
Stern ohne Himmel
 (31)
Erschienen am 24.01.2017
Leonie OssowskiDas Dienerzimmer
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Das Dienerzimmer
Das Dienerzimmer
 (10)
Erschienen am 01.05.1999
Leonie OssowskiDie schöne Gegenwart
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Die schöne Gegenwart
Die schöne Gegenwart
 (9)
Erschienen am 01.07.2016
Leonie OssowskiWeichselkirschen
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Weichselkirschen
Weichselkirschen
 (6)
Erschienen am 09.11.2015
Leonie OssowskiHerrn Rudolfs Vermächtnis
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Herrn Rudolfs Vermächtnis
Herrn Rudolfs Vermächtnis
 (5)
Erschienen am 12.11.2007
Leonie OssowskiEspenlaub
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Espenlaub
Espenlaub
 (5)
Erschienen am 02.06.2017
Leonie OssowskiHolunderzeit
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Holunderzeit
Holunderzeit
 (3)
Erschienen am 01.02.2002

Neue Rezensionen zu Leonie Ossowski

Neu
Buecherspiegels avatar

Rezension zu "Weckels Angst" von Leonie Ossowski

Die Jugend ist unsere Zukunft? Dann muss dringend etwas dafür getan werden!
Buecherspiegelvor einem Jahr

Erschrecken. Das ist das Wort, was über mich kommt, das Gefühl, das sich einschleicht. Ein Text, der bereits 1974 das erste Mal erschienen ist und nun als Neuauflage wieder erhältlich, der immer noch nachwirkt. In zehn Kapiteln und einer Nacherzählung aufgeführte Schicksale, die teils ineinander übergehen, auf 100 Seiten.

Die Geschichten von Ossowski über junge Menschen, Obdachlose, Heimkinder, straffällig gewordene Jugendliche, sind zum Teil heute noch aktuell. Mit anderen Vorzeichen zwar, natürlich, schließlich dreht die Welt sich weiter. Aber die Gesellschaft muss sich trotzdem fragen lassen, warum sich einiges so bekannt anhört, anfühlt, sich wohl nie ändert. Die Sätze sind zum Teil nur wenige Worte. Sie schleichen sich an Dich heran, dass Du glaubst, ach, nun ja, klingt wie ein mittelprächtiger Aufsatz. Aber dann kommen die Informationen über diese Menschen, warum sie in gewisse Situationen geraten, mit einer Wucht, ungeschminkt, ungekünstelt. Man möchte einschreiten können, Stopp! rufen wollen, und kann es nicht. Tathergänge werden beschrieben, auch Aussagen aus den Protokollen von Sozialarbeitern, Heimmitarbeitern denen gegenübergestellt, um die es geht. Beide Seiten kommen bei der Nacherzählung zur Sprache, beide Sichtweisen bekommen ihre Gelegenheit sich zu äußern. Das nutzt den jungen Menschen aber nicht, für sich ein besseres "Urteil" zu erreichen.

Die Kurzgeschichten von Ossowski zeigen zum Beispiel auf, warum der vierzehnjährige Jürgen so unbedingt aus einem Heim nach Hause entlassen werden wollte, er trainieren will, seinem Stiefvater nacheifert; beim letzten Satz bleibt einem die Spucke weg. Und so geht es weiter. Weckels Angst ist begründet, Hilfe erhält er nicht. Wie sagen die Anstaltsmitarbeiter? Das kann immer mal passieren. Mit zwei anderen Übeltätern in einer Zelle eingesperrt, da ist klar, der Schwächste verliert. Es ist aber nicht nur Weckel der verliert, sondern die Institutionen, die Gesellschaft, die Politik, wir alle. Die Autorin beleuchtet, warum manche in die Kriminalität absteigen, für sich keinen anderen Weg sehen. Dazu gibt es viele Parallelen zur heutigen Zeit. Man macht sich so seine Gedanken, und das ist wohl die Absicht, die dahinter steckt. Hätte man eingreifen können? Einen anderen Weg finden können? Fehlte der Wille, die Mittel, die Motivation? Einen Glückwunsch an die in diesen Tagen 92-jährig werdende Leonie Ossowski, für den, leider, zeitlosen Text.

Weitere Informationen über die Autorin findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Leonie_Ossowski







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makamas avatar

Rezension zu "Stern ohne Himmel" von Leonie Ossowski

Gewissensfrage
makamavor 2 Jahren

Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges finden vier Jungen in einer alten Ruine ein Lebensmitteldepot. Ein Schlaraffenland für die Freunde, den Nahrung ist knapp und die Menschen haben Hunger - dazu kommen die vielen Flüchtlingstrecks auf dem Weg nach Westen...
Doch dann wird ihr Geheimnis entdeckt - von Abiran, der ist Jude, 15 Jahre alt und aus einem KZ geflohen.
Was nun - die Jungen müssen sich entscheiden, ihn anzeigen oder den Jungen verstecken.
Das stürzt die vier, die in der Hitlerjugend aufgewachsen sind,  in einen Gewissenskonflikt und die Freundschaft droht daran  zu zerbrechen.....
Dazu kommt die Angst --- denn der Russe steht vor der kleinen Stadt.....
Fazit:
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und es ist der Autorin gelungen die Stimmung der damaligen Zeit einzufangen.
Die Konflikte der Freunde, die Angst des Jungen vor Entdeckung sind deutlich spürbar.
Das Buch sit schon sehr alt und schon Ende der 50er Jahre in der ehemaligen DDR und in der CSSR erschienen.
Mir hat es gut gefallen und ich vergebe 4 Sterne

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AngiFs avatar

Rezension zu "Die schöne Gegenwart" von Leonie Ossowski

Neles Traum
AngiFvor 2 Jahren

»Die schöne Gegenwart« ist die berührende Geschichte von Nele, einer reifen Frau, die am Scheideweg ihres Lebens steht. Da legt ihr der Zufall eine große Erbschaft in den Schoß – und Nele beginnt ihren späten Traum vom »weißen Haus«, einer illustren Senioren-WG, in die Tat umzusetzen. Leonie Ossowski erzählt von Freiheit, Fantasie und Unabhängigkeit. Und davon, wie man den Wert des eigenen Lebens erkennt. (Original Klappentext)


Die große, alte Dame der deutschen Literatur, zahlreich ausgezeichnet mit zum Beispiel dem Grimme-Preis, Schillerpreis, Brüder-Grimm-Preis sowie anderen Kulturpreisen, legt im Jahre 2001 mit ihrem Buch „Die schöne Gegenwart“ erneut ein Kleinod der Literatur vor. Jetzt hat der Piper Verlag das Buch neu aufgelegt und es findet hoffentlich noch einmal zahlreiche Leser. Leonie Ossowski überzeugt mit ihrer feinen, außergewöhnlich schönen Sprache. Die Autorin hat das Buch in einem der Story bravourös angepassten Tempo verfasst. Ihr Schreibstil besticht und ist einzigartig. Dieses Buch ist brillante Literatur auf höchstem Niveau. Die Charaktere sind fabelhaft angelegt, extrem gut durchdacht und man kann als Leser durchaus mit ihnen mitfühlen und mitleiden. Das Buch ist keines, das ich an einem Tag auslesen würde, ich habe es mir eingeteilt, um länger genießen zu können.


Ganz klar und diskussionslos ist meine Bewertung eine fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und natürlich empfehle ich das Buch weiter an Leser, die gute Geschichten, ausgezeichnetes Sprachgefühl und herrliche Charaktere schätzen, sprich, die anspruchsvolle Bücher lieben.

http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/08/die-schone-gegenwart-von-leonie-ossowski.html


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