Leonie Ossowski Weckels Angst

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Inhaltsangabe zu „Weckels Angst“ von Leonie Ossowski

»Was weißt Du von Dir? – Ich nichts. Ich denk nur immer, mich gibts gar nicht.«
Mit psychologischem Gespür verdichtet Ossowski ihre praktischen Erfahrungen als Sozialarbeiterin zu berührenden Stories. Ihre Geschichten handeln vom Schicksal jugendlicher Straftäter, von Heimkindern und Drogenabhängigen, sie spielen in den Parks, Heimen, Gefängnissen und Kneipen einer deutschen Großstadt. Die Geschichten um Fietscher, den Fleischerlehrling, oder den Idioten Schiebel, schauen ins Innerste dieser verlorenen Jugendlichen. Sie sind Ausschnitte aus der Wirklichkeit, knapp und bewegend erzählt.

Eine Wiederauflage von 1974, die erschüttert, denn so sehr viel hat sich nicht geändert, sonst würden wir klüger mit unserer Jugend umgehen.

— Buecherspiegel

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  • Die Jugend ist unsere Zukunft? Dann muss dringend etwas dafür getan werden!

    Weckels Angst

    Buecherspiegel

    05. August 2017 um 21:04

    Erschrecken. Das ist das Wort, was über mich kommt, das Gefühl, das sich einschleicht. Ein Text, der bereits 1974 das erste Mal erschienen ist und nun als Neuauflage wieder erhältlich, der immer noch nachwirkt. In zehn Kapiteln und einer Nacherzählung aufgeführte Schicksale, die teils ineinander übergehen, auf 100 Seiten. Die Geschichten von Ossowski über junge Menschen, Obdachlose, Heimkinder, straffällig gewordene Jugendliche, sind zum Teil heute noch aktuell. Mit anderen Vorzeichen zwar, natürlich, schließlich dreht die Welt sich weiter. Aber die Gesellschaft muss sich trotzdem fragen lassen, warum sich einiges so bekannt anhört, anfühlt, sich wohl nie ändert. Die Sätze sind zum Teil nur wenige Worte. Sie schleichen sich an Dich heran, dass Du glaubst, ach, nun ja, klingt wie ein mittelprächtiger Aufsatz. Aber dann kommen die Informationen über diese Menschen, warum sie in gewisse Situationen geraten, mit einer Wucht, ungeschminkt, ungekünstelt. Man möchte einschreiten können, Stopp! rufen wollen, und kann es nicht. Tathergänge werden beschrieben, auch Aussagen aus den Protokollen von Sozialarbeitern, Heimmitarbeitern denen gegenübergestellt, um die es geht. Beide Seiten kommen bei der Nacherzählung zur Sprache, beide Sichtweisen bekommen ihre Gelegenheit sich zu äußern. Das nutzt den jungen Menschen aber nicht, für sich ein besseres "Urteil" zu erreichen. Die Kurzgeschichten von Ossowski zeigen zum Beispiel auf, warum der vierzehnjährige Jürgen so unbedingt aus einem Heim nach Hause entlassen werden wollte, er trainieren will, seinem Stiefvater nacheifert; beim letzten Satz bleibt einem die Spucke weg. Und so geht es weiter. Weckels Angst ist begründet, Hilfe erhält er nicht. Wie sagen die Anstaltsmitarbeiter? Das kann immer mal passieren. Mit zwei anderen Übeltätern in einer Zelle eingesperrt, da ist klar, der Schwächste verliert. Es ist aber nicht nur Weckel der verliert, sondern die Institutionen, die Gesellschaft, die Politik, wir alle. Die Autorin beleuchtet, warum manche in die Kriminalität absteigen, für sich keinen anderen Weg sehen. Dazu gibt es viele Parallelen zur heutigen Zeit. Man macht sich so seine Gedanken, und das ist wohl die Absicht, die dahinter steckt. Hätte man eingreifen können? Einen anderen Weg finden können? Fehlte der Wille, die Mittel, die Motivation? Einen Glückwunsch an die in diesen Tagen 92-jährig werdende Leonie Ossowski, für den, leider, zeitlosen Text. Weitere Informationen über die Autorin findet sich unter https://de.wikipedia.org/wiki/Leonie_Ossowski

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