Leonora Christina Skov Das Turmzimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Turmzimmer“ von Leonora Christina Skov

Was geschah wirklich auf Liljenholm? Dänemark, Anfang des 20. Jahrhunderts. An einem kalten Novembertag kehrt Nella als einzige Erbin in das Haus ihrer Familie zurück. Als junges Mädchen lebte sie dort zurückgezogen mit ihrer Mutter, der Autorin Antonia von Liljenholm. Begleitet wird Nella von ihrer Freundin Agnes, mit der sie gemeinsam das einst so prachtvolle Anwesen erkundet. Unter den knarrenden Dielenböden entdecken sie die Tagebücher der verstorbenen Verwalterin von Liljenholm und erkennen nach und nach, welche erschreckenden Geheimnisse das dunkle Haus jahrzehntelang verbarg. Doch die Geheimnisse lauern nicht nur in der Vergangenheit. Denn auch Agnes verschweigt ihrer Freundin etwas …

wunderschönes Buch, Zufallsfund, bin sehr froh, das mir dieses Buch in die Hände gefallen ist

— Minje

Ein Buch, das mich nach hundert Seiten nicht fesseln konnte...ich habe es abgebrochen.

— Mina - Das Irrlicht

"Das Turmzimmer" ist in der Tat ein Buch, dass auf eine ganz besondere Art und Weise begeistert und seine Leser gekonnt fesselt.

— Alexandra_vom_Buecherkaffee

Ich weiß jetzt schon, dass es nicht beim einmaligen Lesen bleiben wird, denn ich denke, in diesem Buch gibt es noch jede Menge zu entdecken.

— Klusi

Fazit: Ein wunderbar geschriebener, atmosphärisch dicht umgesetzter Roman, der bis auf einige kleine Längen fesselt

— Bellexr

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  • Das Turmzimmer

    Das Turmzimmer

    NicoleP

    04. December 2015 um 16:24

    Es war eine verwirrende Geschichte durch die Irrungen und Wirrungen, die das Leben so schreiben könnte. Aber ich will ehrlich sein, so richtig bin ich in die Geschichte nicht hineingekommen. Was mir Probleme bereitete war der besondere „Ich-Erählstil“. Agnes, die einen großen Teil der Geschichte erzählt, kommuniziert mit dem Leser, als würde man sich gegenüber sitzen und einer alten Frau zuhören. Immer wieder wird die Geschichte unterbrochen oder an anderer Stelle weitergeführt. Auch, als Nella in die „Ich-Form“ wechselt und aus ihrer Sicht erzählt, wird wieder mit dem Leser „gesprochen“. Nach und nach kommt ans Licht, welche Dramen sich in diesem Haus abgespielt haben und immer noch abspielen. Wer mit dieser Art der Erzählung und der verschachtelten Geschichte besser klar kommt als ich, dürfte seine Freude an diesem Buch haben – ich habe mich durch die Seiten hindurch „gezogen“, da ich zumindest das Ende der Geschichte wissen wollte. Dies in der Hoffnung, dass ich rückblickend die verwirrende Erzählung besser verstehe – habe ich aber leider nicht.

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  • Turmzimmer

    Das Turmzimmer

    Minje

    10. May 2015 um 20:20

    Das Turmzimmer von Leonora Christina Skov erschien 2013 im btb Verlag. Das Original erschien 2010 bei Rosinante und Co, Kopenhagen. Nella und Agnes sind im Gut Liljenholm. Sie möchten es aufräumen und zum Verkauf fertigmachen. Hierbei entdecken sie Tagebücher der früheren Haushälterin, durch die sie einiges über die Vergangenheit erfahren. Ergänzt wird dieses Wissen durch Informationen, die sie von einem älteren Herrn bekommen, sowie Informationen aus einem Notizbuch, das die Mutter von Agnes vorzeigt, als Agnes mit Nella zu Besuch kommt. Thema: Herausfinden der Wahrheit Das Buch hat einen interessanten Schreibstil. Meist schreibt Agnes, Nella schreibt am Ende des Buches. Es werden zwar Informationen gegeben jedoch nicht zu viel, so dass es am Ende des Buches noch zu Überraschungen kommt. Das Buch ist lebendig und fesselnd geschrieben. Fazit: unbedingt lesen!

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  • Das Geheimnis des Turmzimmers

    Das Turmzimmer

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    23. June 2013 um 23:24

    Als Nella mit ihrer Freundin Agnes in das alte Haus Liljenholm zurückkehrt, wo Nella ihre Jugend verbrachte, ahnen sie noch nicht, was sie dort erwartet. Nella, die Erbin des Hauses, wollte nur nach dem Rechten sehen und das Haus im Anschluss zum Verkauf anbieten.  Als sie die Tagebücher der ehemaligen Verwalterin finden, entdecken sie ein Familiengeheimnis, das bis in die Gegenwart reicht und alles ändert ... Nella hat auf Liljenholm eine lieblose Kindheit verbracht, mit einer Mutter, die zwar eine bekannte und geachtete Autorin war, jedoch eine schlechte Mutter. Die Haushälterin Laurits hat sich mehr um sie gekümmert, als ihre Mutter Antonia. Und immer waren da diese eigenartigen Stimmen und Geräusche aus dem Turmzimmer, die etwas unheimliches hatten. So verwundert es auch nicht, dass Nella das Haus, in dem sie aufgewachsen war, verkaufen will. Sie nimmt ihre langjährige Freundin Agnes mit und für beide wird es ein Trip in die Vergangenheit, denn sie finden alte Tagebücher, die ihr bisheriges Leben in einer anderen Sicht erscheinen lassen. Ich liebe Geschichten, die mit alten Geheimnissen zu tun haben, Familiengeheimnisse, die erst nach vielen Jahren ans Tageslicht kommen. So habe ich mich auch auf dieses Buch gefreut, denn genau das offeriert mir das Buch an sich und der Klappentext. Aber leider hatte ich mit diesem Buch so meine Probleme und Durchhaltevermögen war angesagt. Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen ständig hin- und hergesprungen wurde, so dass eine Zuordnung für mich oftmals nicht möglich war. Ich musste immer wieder zurückblättern, um zu sehen, wo ich mich gerade befand. Agnes ist die Erzählerin der Geschichte und erzählt die Dinge aus ihrer Sicht. Des öfteren spricht sie jedoch ein Thema an mit dem Hinweis, dass sie es später erzählen würde. Ich kann jetzt wirklich nicht sagen, ob sie alle angefangenen Stränge auch wirklich zu Ende gebracht hatte. Ich hatte das Gefühl, irgendwo in der Geschichte festzustecken und die Zusammenhänge rauschten an mir vorbei. Ich bin leider öfter während des Lesens vom Schlaf übermannt worden, was mir bei spannenden und fesselnden Bücher überhaupt nicht passiert. Es war stellenweise langatmig und sogar langweilig. Leider kam Spannung wirklich erst auf den letzten 150 Seiten auf, aber das konnte mich nicht mehr wirklich für das Buch überzeugen. Schade eigentlich, denn von der Story her hätte es ein spannendes Buch werden können, was mich wirklich interessiert hätte. Das Cover finde ich super gelungen, es könnte das Haus aus dem Buch sein, denn die bedrückende Stimmung bringt es sehr gut rüber. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, so dass es nur für 3 Pfötchen gereicht hat. 

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  • erst verwirrend, dann spannend

    Das Turmzimmer

    Manja82

    15. April 2013 um 16:07

    Kurzbeschreibung: Was geschah wirklich auf Liljenholm? Dänemark, Anfang des 20. Jahrhunderts. An einem kalten Novembertag kehrt Nella als einzige Erbin in das Haus ihrer Familie zurück. Als junges Mädchen lebte sie dort zurückgezogen mit ihrer Mutter, der Autorin Antonia von Liljenholm. Begleitet wird Nella von ihrer Freundin Agnes, mit der sie gemeinsam das einst so prachtvolle Anwesen erkundet. Unter den knarrenden Dielenböden entdecken sie die Tagebücher der verstorbenen Verwalterin von Liljenholm und erkennen nach und nach, welche erschreckenden Geheimnisse das dunkle Haus jahrzehntelang verbarg. Doch die Geheimnisse lauern nicht nur in der Vergangenheit. Denn auch Agnes verschweigt ihrer Freundin etwas … (Quelle: btb Verlag) Meine Meinung: Dänemark zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Die junge Nella kehrt nach Jahren der Abwesenheit an den Ort zurück, wo sie einst aufgewachsen ist, nach Liljenholm. Dort hat sie ihre Kindheit verbracht und ist beinahe fluchtartig von dort geflohen. Das Anwesen ist nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Besitz übergegangen und mittlerweile gezeichnet vom Verfall. Zusammen mit ihrer Freundin Agnes erkundet Nella da Anwesen. Dabei finden die beiden Frauen die Tagebücher der verstorbenen Hauswirtschaftlerin Laurits. Gegenüber Nella war sie immer fair und gut gewesen. Laurits hatte die Idee, dass Agnes über Nella schreiben und so deren Geschichte erzählen soll. Bis das Buch fertig ist könnten beide Frauen auf Liljenholm wohnen. Welche Geheimnisse gelangen so wohl ans Licht? Der Roman „Das Turmzimmer“ stammt von der dänischen Autorin Leonora Christina Skov und ist im btb Verlag als Taschenbuch erschienen. Nella von Liljenholm kehrt nach langer Abwesenheit wieder dorthin zurück wo sie aufgewachsen ist. Ihre Kindheit auf Liljenholm war jedoch alles andere als glücklich. Ihre Mutter war eine bekannte Schriftstellerin und sie hatte nicht viel für Nella übrig. So war Nella meist einsam und alleine. Nur die Hauswirtschaftlerin Laurits war für Nella da. Sie war ihre einzige Bezugsperson. Nach dem Tod der Mutter ist das Anwesen in Nellas Besitz übergegangen. Nella ist eine recht selbstbewusste junge Frau. Agnes ist Nellas Freundin und begleitet diese nach Liljenholm. Dort soll sie Nellas Geschichte aufschreiben. Im Handlungsverlauf wird schnell klar, dass auch Agnes Geheimnisse zu verbergen hat, die nach und nach gelüftet werden. Neben den beiden Protagonistinnen gibt es noch einige weitere Charaktere. Auch sie sind detailliert und anschaulich gezeichnet. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und flüssig. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Agnes in der Ich-Perspektive. Dabei spricht sie den Leser direkt an, so hat man das Gefühl mittendrin zu sein. Nur die letzten beiden Kapitel werden aus Nellas Sicht erzählt. Zu Beginn ist die Handlung sehr verwirrend und es ist ziemlich schwer dem Geschehen zu folgen. Es gibt jede Menge Rätsel und Familiengeheimnisse zu lüften und dabei kommt es auch immer wieder zu unvorhersehbaren Wendungen. Ab etwa der Mitte des Buches wird es einfacher klarzukommen. Ab dann ist man als Leser noch mehr gefesselt und die Handlung wird auch immer spannender erzählt. Das Ende ist absolut schlüssig und nachvollziehbar. Die Geheimnisse werden so aufgelöst das keinerlei Fragen bleiben. Fazit: „Das Turmzimmer“ von Leonora Christina Skov ist ein durchaus spannender Roman. Die Charaktere sind alle samt sehr gut gezeichnet und die Handlung ist zunächst etwas wirr und schreckt ab, dann aber zieht sie den Leser in seinen Bann. Durchhalten und überraschen lassen!

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  • Eine Familiengeschichte, ein Familiendrama

    Das Turmzimmer

    Lesegenuss

    10. April 2013 um 23:04

    Persönliches Vorwort: Eine weitere Familiengeschichte, ein Familiendrama. Doch seit einiger Zeit schwimme ich auf dieser Welle, genau solche Bücher lesen zu wollen. Im folgenden rez. Buch geht es ebenfalls um ein Tagebuch, bzw. mehrere.   Klappentext:   Hier nun mein Eindruck zu „Das Turmzimmer“ von Leonora Christina Skov:   Nella kehrt nach Jahren mit ihrer Freundin Agnes zurück nach Liljenholm. Das Anwesen sah schon von weitem verlassen aus, der Zahn der Zeit hatte seine Spuren hinterlassen. Der Anfang zum Buch beginnt schon etwas ungewöhnlich, zumal man den Eindruck hat, es geht um Nella, die Tochter der Hausbesitzerin. Dem ist schon so, aber erzählt wird die Geschichte von Agnes, geschrieben in der Ich-Perspektive, die mit dem Haus, der Familie, etwas verbindet. Nella und Agnes, sie waren hier, um den Nachlass, das Erbe von Nellas Mutter Antonia zu regeln, die Papiere zu ordnen, um letztendlich das Anwesen zu verkaufen. Doch halt, ganz so einfach ist es nicht, und „Das Turmzimmer“ auch nicht mal eben so ein Buch, dessen Eindruck in einem Statement zu fassen, ebenso nicht. Ein Titel passend zum Cover, macht aber den Leser mehr als neugierig – mir persönlich erging es so. Die von der Autorin gewählte Schreibweise, den Leser mit in die Handlung einzubeziehen, ihn direkt anzusprechen, hat anfangs verblüfft, es war etwas neues. Denn wer erst einmal mit "Das Turmzimmer" angefangen hat, mag das Buch nicht aus der Hand legen.   Interessant wieder einmal, dass die Handlung sich über mehrere Zeitebenen abspielt, ob es die Rückblicke waren, oder die Gegenwart. Ich möchte hier nicht zu viel aus dem Buch preisgeben, denn die Geschichte „Das Turmzimmer“ ist nicht so einfach in Worte zu fassen. Die Autorin hat auf eine ganz besondere Art und Weise, „Das Turmzimmer“ dazu gebracht, seine Geschichte erzählen zu lassen. Zu umständlich – nein, ganz toll. Die Charaktere sind  sehr unterschiedlich, klar gezeichnet. Ein Familiengeheimnis – Ein Familiendrama – Eine gute Geschichte mit klitzekleinen Schwachstellen, über die man einfach hinwegsehen sollte Es steckt so viel in dem Buch „Das Turmzimmer“, von daher wird es irgendwann noch einmal den Weg in meine Hände finden, um noch einmal gelesen zu werden. Mit anderen Augen – aus einer anderen Sicht – bestimmt.   Zitat S. 199 „Ich habe mich auf diesen Augenblick gefreut, liebe Leser. Hier beginnt nun nämlich mein Teil an der Geschichte ... Wenn ich Sie wäre, würde ich allmählich vor Neugier platzen. Wer bin ich, zum Beispiel? ... „   Fazit: Für mich ist es wichtig, nicht nur ausschließlich auf die Handlung, ihre Protagonisten oder gar den Schreibstil in einer Rezension einzugehen.  „Das Turmzimmer“, spannend, auch etwas gruselig, erhält meine Leseempfehlung, zum einen weil die Geschichte mich in ihren Bann gezogen hat und zum anderen ist es auch ein Buch für Leser, die sich gern mal auf etwas Neues einlassen.

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  • Ein Buch, dass auf eine ganz besondere Art und Weise begeistert

    Das Turmzimmer

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    09. April 2013 um 13:14

    "Wir können uns vielleicht darauf einigen, dass Liljenholm nie ein freundlich gesinnter Ort war, doch nachts kann man sich zumindest in der Dunkelheit verstecken." Nella, Seite 154 Ein kleiner Einblick: Dänemark, Anfang des 20. Jahrhunderts. Nelly kehrt an den Ort zurück, den sie vor vielen Jahren fast fluchtartig verlassen hat. Den Ort, an dem sie aufgewachsen ist und den sich unwiederruflich in ihren Gedanken verankert hat. Nelly kehrt zurück nach Liljenholm, in das einst so prachtvolle Anwesen, dass seit dem Tod ihrer Mutter - dem Verfall nahe - in ihren Besitz übergegangen ist, da sie die alleinige Erbin ist. Nelly ist nicht im Guten mit ihrer Mutter, der erfolgreichen Bestsellerautorin Antonia von Liljenholm, auseinandergegangen, denn in ihrer Kindheit sind zu viele seltsame, verstörende Dinge vorgefallen. Nun, so viele Jahre später, steht sie wieder in der Halle von Lijenholm, an ihrer Seite ihre gut Freundin Agnes, die sie unterstützt. Gemeinsam erkunden sie das leicht gruselige Anwesen und finden die geheimen Tagebücher der Hauswirtschafterin Lauritz, die immer gut zu Nelly war und sie hat einen verwegenen Gedanken: Agnes soll die Geschichte Liljenholms - Nellys Geschichte aufschreiben! Sie würden zusammen auf Liljenholm leben, bis das Buch fertig ist. Es gibt viele Rätsel zu lösen und Familiengeheimnisse zu lüften! "Was immer du hörst oder siehst oder wahrnimmst, tu, als ob nichts geschehen sei. Das ist das Einzige, das hier auf Liljenholm hilft. Ich weiß, wovon ich rede." Seite 36 Meine Gedanken zu dem Buch: Leonora Christina Skov's Roman "Das Turmzimmer" hatte ich mit einer Leseprobe begonnen, die mich fast umgehend davon überzeugte, dass ich dieses Buch unbedingt weiterlesen muss. Warum das so war, konnte ich erst nicht in Worte fassen, aber irgend etwas faszinierte mich schon in dieser Leseprobe. Die Art und Weise, wie dieses Buch geschrieben wurde, begeisterte mich. Der Schreibstil ist sehr gelungen und Agnes, aus deren Sicht die ganze Geschichte erzählt wird, ist eine begnadete Erzählerin mit einer ordentlichen Portion Selbstironie, deren Schilderungen der Ereignisse es einfach Spass und Freude macht, zu folgen. Obwohl sie es mir diesbezüglich im ersten Teil nicht immer ganz einfach machte, das muss ich gestehen. Von Beginn an macht sich eine mysteriöse Stimmung breit. Man weiß, etwas stimmt nicht auf Liljenholm und es gilt, viele Rätsel zu lösen. Viele Charaktere treffen aufeinander, deren Leben über Generationen hinweg irgendwie miteinander verwoben sind Wie, das ist die große Frage. Eine Frage, die sich auch Nelly und Agnes stellen und hintere deren Lösung sie kommen wollen. Was passierte hier Geheimnisvolles und Mysteriöses auf diesem Anwesen? warum durfte Nelly in der Vergangenheit niemals das Turmzimmer betreten? was waren das immer für seltsame Geräusche? Und ist es wahr, dass dich Antonias Schwester Lilly aus dem Fenster in den Tod gestützt hat? Nellys Gedächtnis ist sehr lückenhaft, sie hat vieles verdrängt und es brodelt unter der Oberfläche. Als sie die Tagebücher von Lauritz finden, offenbart sich ihr einiges, dass sie so nicht für möglich gehalten hätte und sie sieht den einzigen Ausweg für ihren Seelenschmerz, diese ganze Wahrheit über Liljenholm aufgeschrieben zu sehen. Sie durchlebt auf diese Weise nochmals ihre Kindheit und Jugend auf dem Anwesen und mit der Zeit wird ihr klar, warum ihre Mutter so war, wie sie war: Streng, herrisch, lieblos - eine Frau, die sich nur noch in ihr Schreibzimmer verschanzte und Bücher schrieb. Agnes holt in ihren Erzählungen immer wieder weit aus, springt in die Vergangenheit, befindet sich plötzlich wieder in der Gegenwart und als Leser muss man zum Teil höllisch aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Nichtsdestotrotz ist es eine faszinierende Art des Erzählens, denn es gilt, ein wahres Geflecht von mysteriösen Ereignissen zu entwirren. Ab etwa der Hälfte wird es leichter zu folgen, denn langsam lichtet sich das Dunkel etwas und man kann schon einzelne Zusammenhänge erkennen oder zumindest erahnen. Ab dem Moment steigert sich auch wieder die Spannung, denn nun packt das Ratefieber und man rätselt doch über das wie und warum der Geschehnisse nach. Der Lesefluss wird wieder besser und zum Ende bin möchte man das Buch kaum noch aus der Hand legen. "Ich lernte etwas Wichtiges über Bücher: die richtigen Bücher sind wie Menschen, nur besser. Sie zogen sich nicht in sich selbst zurück und wandten sich ab, bevor sie einen überhaupt kennengelernt hatten." Agnes, Seite 256 Kurz & gut - mein persönliches Fazit "Das Turmzimmer" ist in der Tat ein Buch, dass eine ganz besondere Art und Weise begeistert und seine Leser gekonnt fesselt und mitnimmt auf eine sehr mysteriöse Reise nach Liljenholm. Ich tauchte ein in diese verworrene, dramatische Familiengeschichte, die gespickt ist von Lügen, Täuschungen und verbotener Liebschaften. Meine Skepsis, die im ersten Teil des Buches aufgrund der argen Verwirrungen kurz aufkam, konnte sich im weiteren Verlauf wieder komplett legen und ging wieder vollends in Begeisterung über. Ein Roman, der zum Mitdenken auffordert und der durch einen faszinierenden Schreibstil glänzt, der keinen Regeln zu folgen scheint. Aber man muss sich auch auf das Buch einlassen können, sich einfach fallen lassen können, sonst könnte es sein, man scheitert am ersten Teil des Buches. Ich persönlich habe dieses Buch sehr genossen. © Rezension: Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Einfach nur öde

    Das Turmzimmer

    Wonder_

    "Das Turmzimmer" ist leider nicht das geheimnisvolle und erschreckende Familiendrama, das ich mir erhofft hatte. Stattdessen ist das Buch durchweg gähnend langweilig und zäher als man sich vorstellen kann. Story, Charaktere und Schreibstil sind einfach nur öde und ich musste ich wirklich durch das Buch quälen. Auf dem Cover ist die gruselige und gespenstische Atmosphäre des Gutes Liljenholm gut eingefangen. Es passt gut zur Geschichte ist unterstreicht die erwartete Stimmung. Die Charaktere haben mich leider sehr gelangweilit und ehrlich gesagt vollkommen kaltgelassen. Weder Nella, noch Agnes, noch sonst eine der Figuren war mir auch nur im Entferntesten sympathisch. Am interessantesten war da noch Antonia, Nellas Mutter und erfolgreiche Autorin. Das war es aber leider auch schon. Die Figuren sind nicht blass oder oberflächlich, aber sie sind einfach schrecklich langweilig. Die schaurigen Familiengeheimnisse, die man aufgrund des Klappentextes erwartet, bekommt man durchaus serviert. Aber nicht schön angerichtet und hungrig machend sondern fade und ohne das gewisse Etwas. Ständig wird der Leser vertröstet, nach dem Motto "Merk dir mal diese Stelle, da kommt noch was, aber ich verrate es noch nicht". Ansich ist gegen solche Methoden um die Spannung aufrecht zu erhalten nichts einzuwenden, aber es war so unendlich langweilig. Die gesamten Enthüllungen sammeln sich auf den letzten ca 150 Seiten und bis dahin muss man sich schlichtweg zusammenreißen, um nicht einzuschlafen. Doch auch dann kommt nicht wirklich Spannung auf, ich würde es lediglich als interessant bezeichnen. Was man alles über die geheimnisvolle Familie erfährt ist durchaus...nein. Es wäre schockierend, wenn es nur ein wenig interessanter erzählt wäre. Allerdings muss man sagen, dass die Geschichte wirklich gut verknüpft ist. Die Zusammenhänge sind nicht offensichtlich und dennoch gut nachvollziehbar. Sie werden am Ende ordentlich entworren. Aber leider konnte die Geschichte mich in keinster Weise fesseln. Den Schreibstil kann ich nur als sehr gewöhnungsbedürftig schreiben. Flüssiges Lesen ist hier so gut wie unmöglich, der Satzbau wirkt auf mich verdreht und unlogisch. Der Stil ist also durchaus anspruchsvoll und somit nicht für Zwischendurch geeignet. Aber nicht der Schreibstil selbst ist das, was mir am Wenigsten gefallen hat. Es ist die Art wie die Geschichte erzählt wird. Und zwar schreibt Agnes das Buch, auf Nellas Wunsch hin. Sie berichtet ihre und Nellas Erlebnisse, in teilweise wirklich chaotischer Reihenfolge. Das Ungewöhnlichste ist aber, dass sie in ihrem Buch auch schreibt, wie sie es schreibt. Was sie beim Schreiben denkt, wann sie nicht weiterkommt, was Nella zum Manuskript zu sagen hat... Dabei wendet sie sich immer wieder direkt an den Leser im Stil von "Ich hoffe, liebe Leser, ich langweile euch nicht". Und jedes Mal dachte ich mir nur genervt: Doch, liebe Agnes. Genau das tust du.

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    • 2
  • Gewöhnungsbedürftig, aber letztendlich doch sehr fesselnd

    Das Turmzimmer

    Klusi

    31. March 2013 um 17:49


  • Das Geheimnis um Nellas Familie

    Das Turmzimmer

    Bellexr

    22. March 2013 um 17:09

    Stell Dir vor, Du sitzt gemütlich vor dem Kaminfeuer in einem alten herrschaftlichen Anwesen, irgendwo im dänischen Südseeland. Es ist ein kalter Novembertag, der Wind pfeift klagend um das einst so eindrucksvolle Haus und es ächzt und knarrt unentwegt. Dir gegenüber sitzen zwei Frauen und erzählen Dir ihre Lebensgeschichte, welche voller schrecklicher Erlebnisse und Erinnerungen ist, in denen Geister vorkommen, alte Familiengeheimnisse gelüftet werden und es eine rätselhafte Geschichte um ein geheimnisvolles Turmzimmer gibt.  Genau diese düstere, beklemmende und stellenweise auch gruselige Stimmung verursacht der Roman „Das Turmzimmer“, den man als Buch in Buch beschreiben kann. Die Geschichte spielt in Dänemark und umfasst einen Zeitraum von Ende des 19. Jahrhunderts bis kurz nach dem 2. Weltkrieg.  Nella von Liljenholm hatte ihre gesamte Kindheit auf Liljenholm in Südseeland verbracht mit einer Mutter, die sie kaum beachtete, kaltherzig war, nur demütigende Kommentare für sie übrig hatte und selbst vor Gewalttätigkeiten nicht zurückgeschreckte. Als erfolgreiche Autorin hatte Antonia von Liljenholm nur das Schreiben ihres nächsten Buches im Sinn. Nellas Kindheit bestand nur aus Angst, Einsamkeit und den mal flüsternden, mal tobenden geisterhaften Stimmen aus dem Turmzimmer. Nellas einzige Bezugsperson war die alte Haushälterin Laurits, die das schreckliche Familiengeheimnis kannte und vor Nella zu verbergen versuchte.  Nun kehrt Nella als junge Frau Anfang der 1940er Jahre zusammen mit ihrer Freundin Agnes nach Liljenholm  zurück und entdeckt hierbei durch Zufall die Tagebücher der verstorbenen Haushälterin Laurits, die fast ihr ganzes Leben auf dem Anwesen verbrachte.  Diese beinhalten pikante und schreckliche Geheimnisse der Bewohner von Liljenholm. Doch auch Agnes selbst hat einiges vor Nella zu verbergen, was diese erst im Verlauf des Aufenthalts auf dem Anwesen erfahren soll. Leonora Christina Skov hat für ihren Roman einen ungewohnten, deswegen aber nicht minder bildhaften, fesselnden Schreibstil gewählt. Die Autorin lässt zumeist Agnes die Geschichte um das Turmzimmer selbst erzählen, wobei Agnes hierbei einem immer wieder persönlich anspricht. Zum einem berichtet sie über die Geschichte zur Entstehung des Buches „Das Turmzimmer“ und zum anderen erzählt sie den Roman „Das Turmzimmer“ selbst. Hört sich ein wenig kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht und man findet sich in der Geschichte sehr schnell zurecht. Problemlos gelingt es der Autorin, einem die Atmosphäre von Liljenholm näher zu bringen. Dieses düstere, abweisende Gemäuer, das zu leben scheint, seine Gespenster hütet und so viele schreckliche Geheimnisse vor der Außenwelt verbirgt. Es ist kaum vorstellbar, wie ein kleines Mädchen ganz ohne Spielgefährten in dieser Gefühlskälte aufwachsen konnte. Doch Nella entwickelt sich zu einer selbstbewussten jungen Frau, der eine angeborene Autorität anhaftet und nachdem sie sich endlich damit abgefunden hat, das Familiengeheimnis zu lüften, auch diesen Weg konsequent verfolgt. In Agnes täuscht man sich anfangs ein wenig. Als Freundin von Nella wirkt sie zuerst wie eine leicht verschrobene ältere Jungfer, doch dem ist bei weitem nicht so und Agnes legt bereits früh erste Hinweise aus, die einem schnell seine Meinung über sie revidieren lassen. Neben den beiden Hauptakteurinnen sind auch alle weiteren Charaktere facettenreich und detailliert gezeichnet und nehmen fast augenblicklich Konturen an.  Stellenweise entwickelt sich die Geschichte etwas verwirrend, da Agnes – die zumeist die Erzählerin des Buches ist – gern einmal ein wenig bei einigen Ereignissen vorgreift, hierbei oft aber nur Andeutungen macht und erst später wieder darauf zurückkommt. Wirkt manchmal etwas unstrukturiert, unterstützt aber den Eindruck, dass Agnes einem gegenüber sitzt und einem die Geschichte erzählt. Diese sind aber immer sehr geschickt gelegt und steigern eigentlich nur noch zusätzlich die Spannung und die Neugier bei diesem durchweg sehr fesselnden Roman, den Leonora Christina Skov warmherzig und einnehmend vermittelt.   Nur ab und an waren mir die Erzählungen der Ereignisse von Agnes dann doch etwas zu ausschweifend und haben anstatt meine Neugier zu steigern, mich eher etwas gelangweilt. Aber dies ist wirklich nur ein kleines Manko dieser hervorragend erzählten Geschichte, die je länger sie dauert, immer mehr Fragen aufwirft und Rätsel aufgibt und bis zur letzten Seite mit neuen, absolut nicht voraussehbaren Wendungen zu überraschen versteht und eine Lösung der Familiengeheimnisse präsentiert, welche absolut schlüssig präsentiert wird. Fazit: Ein wunderbar geschriebener, atmosphärisch dicht umgesetzter Roman, der bis auf einige kleine Längen durchweg fesselnd und spannend ein schreckliches Familiengeheimnis erzählt.

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