Lesley Downer

 3.8 Sterne bei 100 Bewertungen
Autorin von Die letzte Konkubine, Die Kurtisane und der Samurai und weiteren Büchern.
Lesley Downer

Lebenslauf von Lesley Downer

Die britische Journalistin und Japan-Expertin Lesley Downer, geboren in London, ist die Tochter eines Kanadiers und einer asiatisch-kanadischen Mutter. Nach ihrem Studium der Asien-Studien in Oxford und London, lebte sie lange Zeit in Japan und ließ sich sogar zur Geisha ausbilden. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin verfasst Lesley Downer für britische Zeitungen und Fernsehsender und hat Sachbücher veröffentlicht. Auf ihren Bestseller-Roman "Die letzte Konkubine" folgt im Herbst 2011 ihr neuer Roman "Die Kurtisane und der Samurai".

Alle Bücher von Lesley Downer

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Lesley DownerDie letzte Konkubine
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Die letzte Konkubine
Die letzte Konkubine
 (40)
Erschienen am 28.07.2010
Lesley DownerDie Kurtisane und der Samurai
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Die Kurtisane und der Samurai
Die Kurtisane und der Samurai
 (35)
Erschienen am 02.11.2011
Lesley DownerDie Tochter des Samurai
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Die Tochter des Samurai
Die Tochter des Samurai
 (14)
Erschienen am 14.04.2015
Lesley DownerDie letzte Konkubine
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Die letzte Konkubine
Die letzte Konkubine
 (5)
Erschienen am 22.09.2008
Lesley DownerDie letzte Konkubine
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Die letzte Konkubine
Die letzte Konkubine
 (0)
Erschienen am 22.09.2008
Lesley DownerThe Last Concubine
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The Last Concubine
The Last Concubine
 (3)
Erschienen am 30.01.2009
Lesley DownerGeishas
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Geishas
Geishas
 (2)
Erschienen am 01.05.2002
Lesley DownerDie Brüder Tsutsumi
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Die Brüder Tsutsumi
Die Brüder Tsutsumi
 (1)
Erschienen am 01.02.1999

Neue Rezensionen zu Lesley Downer

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Ewynns avatar

Rezension zu "Die letzte Konkubine" von Lesley Downer

Authentisch. Farbenprächtig. Stimmungsvoll.
Ewynnvor 3 Monaten

Die letzte Konkubine
von Lesley Downer

Die letzte Konkubine ist ein faszinierender Roman zu Zeiten der Samurai & Geishas in der Edo-Zeit Japans (um 1850), der die Geschichte einer Japanerin beschreibt. Ich bin sehr gerne in diese Welt eingetaucht.

Der Historische Roman ist authentisch, gut recherchiert, und präsentiert formvollendet die Kultur Japans im Kombination mit der faszinierenden Lebensgeschichte der jungen Sachi, in Reichtum und Armut, zu Zeiten des Krieges und des Friedens, sehr abwechslungsreich und im japanischen Stil schlicht, aber doch farbgewaltig und emotionsgeladen. Lesley Downer schreibt sehr kraftvoll, mit viel Emotion und immerzu bedacht auf Authenzität.

                                        ***********************************

Die Protagonistin Sachi ist mir während des Lesens ans Herz gewachsen. Sie ist im Herzen unbeschwert und ungestüm, nach außen hin eine Dame. Sie ist klug, loyal und warmherzig. 

Zu Anfang ein kleines Mädchen aus einem Dorf, ist sie am Ende eine elegante junge Dame geworden. Aus ihrer Welt herausgerissen beginnt Sachi ihr Leben im Frauenpalast (der Palast des Shoguns im Herzen Edos), und mehr noch, er  erwählt sie als seine Konkubine, eine große Ehre. Doch wie das Schicksal es so will, hält das Glück nicht lange, und Sachi muss fliehen. Eine beschwerliche und spannende Reise beginnt. Doch auch Sachis Herkunft ist ein großes Rätsel, als Anhaltspunkt hat sie nichts weiter als einen wertvollen Kamm und einen Kimono...

                                        ***********************************

Das Cover überzeugte mich weniger, der Stil ist schlicht und klassisch, passend zu einem Historischen Roman und passend zu Japan, aber etwas unoriginell. Trotzdem war ich von Zeile 1 an hin und weg, mich begeisterte die Gestaltung der Kapitel auf Anhieb, und die Geschichte Sachis schlug mich mit zunehmender Intensität in ihren Bann. Auch der Aufbau des Buches war sehr gut. Ich war begeistert von der Mischung aus Historisch-Klassisch und wundervollen Emotionen - subtile Romantik, unglaublich traurige Szenen sowie spannende Samurai-Kampf-Szenen (überraschend). Für mich ein besonderes Highlight: der 2. Abschnitt auf Seite 373. Japans Kultur wurde in schillernden Farben dargestellt, Natur, Dörfer und die Stadt Edo selbst, welche am Schluss den Wandel in das heutige Tokyo vollzieht, aber auch die manchmal skurilen, ungewöhnliche Gepflogenheiten der Japaner fanden Anwendung, z. B. das Schwärzen der Zähne einer erwachsenen Frau, das Pfeiferauchen, Selbsttötung eines Samurai als Zeichen der Ehre und andere interessante, faszinierende Dinge. Fremde Begriffe und japanische Sitten sind gut erklärt, und für jeden Leser gut nachzuvollziehen. 

                                        ***********************************

Meiner Begeisterung wurde lediglich am Ende ein Dämpfer verpasst: 1. Das Ende bzw. der Epilog ist sachlich, entbehrt jeglicher Emotion, von Highlights ganz zu schweigen, trotz des positiven Ausgangs. 2. Yuri, die kleine Samuraitochter, wurde von Sachi scheinbar vergessen; sie wurde im Laufe des Buches von ihr im Dorf ihrer Eltern zurückgelassen mit dem Versprechen, sie zu holen. 

Die letzte Konkubine hat mich verzaubert und auch mir als "alte Bekannte" und großem Fan Japans neue Facetten aufgezeigt, mich berührt und berauscht. Gut gelungen.

4,5/5 Sterne.

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Waldschrats avatar

Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

schöne Einblicke in die Kunst und Kultur Japans um 1868
Waldschratvor 2 Jahren

„Die Kurtisane und der Samurai“ ist eine gut recherchierte Geschichte über das Leben in Japan um 1868. Von Lesley Downer habe ich bereits vor Jahren „Geishas. Von der Kunst, den Kimono zu binden“ gelesen und war damals schon begeistert von der tiefgründigen Recherchearbeit (das war aber mehr ein Sachbuch, als ein Roman). Da es sich hierbei um einen Roman handelt, bekommt man auf wunderbar unterhaltsame Weise historische Fakten, aber auch Kunst, Kultur und Brauchtum präsentiert. Da ich die japanische Kultur rund um Geishas und Teehäuser seit Jahren sehr interessant finde, habe ich mich daher auch an diese Geschichte gewagt. Wobei ich gehofft hatte, dass die in der Inhaltsangabe beschriebene Liebesgeschichte nicht den ganzen Raum einnimmt und auch Platz für die kulturanthropologischen Aspekte lässt.

Man erfährt die Geschichte jeweils abwechselnd in zwei Kapiteln zu Hana und zwei Kapitel zu dem Samurai Yozo. Hana ist zu Beginn die junge Frau eines (tyrannischen und jähzornigen) Samurai, der dann aber in den Krieg zieht und sie mit dem Gesinde zurück lässt. Als Haus und Hof überfallen werden, flieht sie nach Yoshiwara und landet unabsichtlich in einem Kurtisanenhaus. Da sie dorthin „verkauft“ wurde und ihr die Flucht nicht gelingt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Schulden abzuarbeiten und so arrangiert sie sich Stück für Stück mit dem Leben als Kurtisane.

Die Kapitel um Yozo entführen den Leser an die Kriegsschauplätze und sind daher sehr düster und geprägt von vielen kriegerischen Handlungen, Strategien, Kanonenfeuer und Tod. Da ich daran aber nicht ganz so viel Freude habe, habe ich die Kapitel aus Hanas Sicht lieber gelesen. Nach über der Hälfte treffen sich die beiden und dann verschwindet die 2:2 Kapitelaufteilung nach und nach. Es gibt eine Liebesgeschichte, aber sie nimmt nicht den ganzen Raum ein, was ich auch gut fand. Sie müssen auch mit einigen Problemen kämpfen, was man sich aber denken kann. Hier muss ich aber sagen, dass alles dann recht rasant aufgelöst wurde und auch wenn ich die Lovestory persönlich nicht gebraucht hätte, wurde sie dann dennoch viel zu leicht aufgelöst. So ganz stimmig war das aus meiner Perspektive dann leider nicht.

Mehr will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Ich fand die Entführung in diese Zeit und Kultur sehr spannend und kann die Geschichte durchaus empfehlen, v.a. wenn man Interessen in dieser Richtung hat. Wer lieber eine ganz dramatische Liebesgeschichte mit ein wenig kulturellen Flair lesen möchte, ist hier aber nicht ganz richtig. Da empfehle ich eher „Die Geisha“ von Arthur Golden. Ich muss aber auch gestehen, dass die vielen Kriegskapitel mein Lesevergnügen auch etwas gedämpft haben, so dass ich alles in allem 3,5 von 5 Sterne vergebe.

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MsBookpassions avatar

Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

Eine Liebe zwischen Krieg und Gefangenschaft
MsBookpassionvor 3 Jahren

Japan im Jahr 1868. Die junge Hana muss aus ihrer Heimat fliehen, als der Krieg plötzlich bedrohlich nahe kommt. Sie flieht und gelangt nach Yoshiwara, dem Vergnügungsviertel vor den Toren Tokios. 
Dort angekommen gelangt sie in die Hände von Tantchen, die sie und andere Mädchen in ihrem Haus zu Kurtisanen ausbildet. Hana soll die Beste und Berühmteste von allen werden. 
Yozo, ein junger Samurai, befindet sich mit seinen Kameraden im Krieg. Ehrenvoll kämpfen sie dafür, dass ihr Shogun wieder an die Macht kommt. Doch die Feinde sind stark. 
Beide Wege führen unweigerlich zueinander und zwischen Vergüngen und Macht entsteht eine Liebe, deren Chancen kaum nenneswert sind. 
Denn beide hüten ein schweres Geheimnis. 

Eine Geschichte, die mich tief bewegt und fasziniert hat. 
Zwei Figuren, deren Schicksal mich im Herzen berührt hat. 
Als Hana in Yoshiwara ankommt und dort das Leben als Kurtisane kennenlernt, taucht man als Leser ab in eine völlig fremde Welt. Eine Welt, die auch Hana fremd ist. 
So erfahren wir viel über die Kultur im alten Japan, über die Sitten und Gebräuche der Kurtisanen und Geishas. 
Wunderschöne und gleichzeitig verstörende Beschreibungen des Alltags einer Kurtisane. Hana konnte vor dem Krieg fliehen und doch ist sie eine Gefangene. Muss ihren Körper verkaufen ohne sich selbst dabei zu verlieren. 
Die Erotik, die in diesem Buch geschildert wird, ist dezent und zurückhaltend gestreut. Die Szenen werden durchaus ansprechend und ausführlich beschrieben, passen jedoch so gut in die Geschichte, dass sie schon allein wegen der Authentizität ihre Berechtigung haben. 
Die abwechselnden Sichtweisen von Hana und Yozo haben die Geschichte für mich sehr lebendig und spannend gemacht. 
Den Krieg durch Yozos Augen zu sehen war beängstigend und erschreckend. Doch der Mut, den diese Männer aufbrachten, war ebenso faszinierend. 

Lesley Downer beschreibt diese Geschehnisse so authentisch und lebensnah, dass ich mich stets als ein Teil der Geschichte gefühlt habe. 
Die Tatsache, dass viele der geschilderten Ereignisse und Personen tatsächlich existiert haben, hat das Buch für mich noch außergewöhnlicher gemacht. 
Lest das Nachwort!

Ein Roman der mich berührt hat. 
Zwei Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind und das alles verpackt in einem mitreißenden und gleichzeitig ruhigem Schreibstil. 
Authentisch und überzeugend bis zum Schluss. 

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