Lesley Downer Die Kurtisane und der Samurai

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Inhaltsangabe zu „Die Kurtisane und der Samurai“ von Lesley Downer

Die unergründlichen und prachtvollen Seiten des alten Japan Japan-Expertin Lesley Downer erweckt in dieser spannenden Liebes- und Abenteuergeschichte das sagenumwobene Yoshiwara der tausend Kurtisanen und Geishas, der prachtvollen Teehäuser und düsteren Opiumhöhlen zu prallem Leben.

Ein tolles Buch. Es wurde vom Autor so lebendig geschrieben, so dass man sich fühlt als wäre man selbst dabei 😊

— GinaFelisha87
GinaFelisha87

Eine junge Frau, die ihren Körper verkaufen muss. Ein junger Mann, der im Krieg alles verliert. Eine Liebe, die beides überwinden muss...

— MsBookpassion
MsBookpassion

Stilvoll geschrieben, mit Feingefühl und historischen Fakten, sodass die Geschichte der Menschen wirklich greifbar wurde.

— AnnMan
AnnMan

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  • schöne Einblicke in die Kunst und Kultur Japans um 1868

    Die Kurtisane und der Samurai
    Waldschrat

    Waldschrat

    18. September 2016 um 16:49

    „Die Kurtisane und der Samurai“ ist eine gut recherchierte Geschichte über das Leben in Japan um 1868. Von Lesley Downer habe ich bereits vor Jahren „Geishas. Von der Kunst, den Kimono zu binden“ gelesen und war damals schon begeistert von der tiefgründigen Recherchearbeit (das war aber mehr ein Sachbuch, als ein Roman). Da es sich hierbei um einen Roman handelt, bekommt man auf wunderbar unterhaltsame Weise historische Fakten, aber auch Kunst, Kultur und Brauchtum präsentiert. Da ich die japanische Kultur rund um Geishas und Teehäuser seit Jahren sehr interessant finde, habe ich mich daher auch an diese Geschichte gewagt. Wobei ich gehofft hatte, dass die in der Inhaltsangabe beschriebene Liebesgeschichte nicht den ganzen Raum einnimmt und auch Platz für die kulturanthropologischen Aspekte lässt. Man erfährt die Geschichte jeweils abwechselnd in zwei Kapiteln zu Hana und zwei Kapitel zu dem Samurai Yozo. Hana ist zu Beginn die junge Frau eines (tyrannischen und jähzornigen) Samurai, der dann aber in den Krieg zieht und sie mit dem Gesinde zurück lässt. Als Haus und Hof überfallen werden, flieht sie nach Yoshiwara und landet unabsichtlich in einem Kurtisanenhaus. Da sie dorthin „verkauft“ wurde und ihr die Flucht nicht gelingt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Schulden abzuarbeiten und so arrangiert sie sich Stück für Stück mit dem Leben als Kurtisane. Die Kapitel um Yozo entführen den Leser an die Kriegsschauplätze und sind daher sehr düster und geprägt von vielen kriegerischen Handlungen, Strategien, Kanonenfeuer und Tod. Da ich daran aber nicht ganz so viel Freude habe, habe ich die Kapitel aus Hanas Sicht lieber gelesen. Nach über der Hälfte treffen sich die beiden und dann verschwindet die 2:2 Kapitelaufteilung nach und nach. Es gibt eine Liebesgeschichte, aber sie nimmt nicht den ganzen Raum ein, was ich auch gut fand. Sie müssen auch mit einigen Problemen kämpfen, was man sich aber denken kann. Hier muss ich aber sagen, dass alles dann recht rasant aufgelöst wurde und auch wenn ich die Lovestory persönlich nicht gebraucht hätte, wurde sie dann dennoch viel zu leicht aufgelöst. So ganz stimmig war das aus meiner Perspektive dann leider nicht. Mehr will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Ich fand die Entführung in diese Zeit und Kultur sehr spannend und kann die Geschichte durchaus empfehlen, v.a. wenn man Interessen in dieser Richtung hat. Wer lieber eine ganz dramatische Liebesgeschichte mit ein wenig kulturellen Flair lesen möchte, ist hier aber nicht ganz richtig. Da empfehle ich eher „Die Geisha“ von Arthur Golden. Ich muss aber auch gestehen, dass die vielen Kriegskapitel mein Lesevergnügen auch etwas gedämpft haben, so dass ich alles in allem 3,5 von 5 Sterne vergebe.

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  • Eine Liebe zwischen Krieg und Gefangenschaft

    Die Kurtisane und der Samurai
    MsBookpassion

    MsBookpassion

    17. December 2015 um 06:53

    Japan im Jahr 1868. Die junge Hana muss aus ihrer Heimat fliehen, als der Krieg plötzlich bedrohlich nahe kommt. Sie flieht und gelangt nach Yoshiwara, dem Vergnügungsviertel vor den Toren Tokios.  Dort angekommen gelangt sie in die Hände von Tantchen, die sie und andere Mädchen in ihrem Haus zu Kurtisanen ausbildet. Hana soll die Beste und Berühmteste von allen werden.  Yozo, ein junger Samurai, befindet sich mit seinen Kameraden im Krieg. Ehrenvoll kämpfen sie dafür, dass ihr Shogun wieder an die Macht kommt. Doch die Feinde sind stark.  Beide Wege führen unweigerlich zueinander und zwischen Vergüngen und Macht entsteht eine Liebe, deren Chancen kaum nenneswert sind.  Denn beide hüten ein schweres Geheimnis.  Eine Geschichte, die mich tief bewegt und fasziniert hat.  Zwei Figuren, deren Schicksal mich im Herzen berührt hat.  Als Hana in Yoshiwara ankommt und dort das Leben als Kurtisane kennenlernt, taucht man als Leser ab in eine völlig fremde Welt. Eine Welt, die auch Hana fremd ist.  So erfahren wir viel über die Kultur im alten Japan, über die Sitten und Gebräuche der Kurtisanen und Geishas.  Wunderschöne und gleichzeitig verstörende Beschreibungen des Alltags einer Kurtisane. Hana konnte vor dem Krieg fliehen und doch ist sie eine Gefangene. Muss ihren Körper verkaufen ohne sich selbst dabei zu verlieren.  Die Erotik, die in diesem Buch geschildert wird, ist dezent und zurückhaltend gestreut. Die Szenen werden durchaus ansprechend und ausführlich beschrieben, passen jedoch so gut in die Geschichte, dass sie schon allein wegen der Authentizität ihre Berechtigung haben.  Die abwechselnden Sichtweisen von Hana und Yozo haben die Geschichte für mich sehr lebendig und spannend gemacht.  Den Krieg durch Yozos Augen zu sehen war beängstigend und erschreckend. Doch der Mut, den diese Männer aufbrachten, war ebenso faszinierend.  Lesley Downer beschreibt diese Geschehnisse so authentisch und lebensnah, dass ich mich stets als ein Teil der Geschichte gefühlt habe.  Die Tatsache, dass viele der geschilderten Ereignisse und Personen tatsächlich existiert haben, hat das Buch für mich noch außergewöhnlicher gemacht.  Lest das Nachwort! Ein Roman der mich berührt hat.  Zwei Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind und das alles verpackt in einem mitreißenden und gleichzeitig ruhigem Schreibstil.  Authentisch und überzeugend bis zum Schluss. 

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  • Stilvoller historischer Liebesroman

    Die Kurtisane und der Samurai
    AnnMan

    AnnMan

    27. February 2015 um 11:10

    Ich habe zwar etwas gebraucht, weil es definitiv kein Buch ist das man einem Tag "weg liest", doch mir hat bis zum Ende das Lesen viel Spaß gemacht.  Nach den ersten Kapiteln hat man sich an den Schreibstil von der Autorin gewöhnt und ist ganz in die historische Welt Japans, der Samurais und der Kurtisanen eingetaucht. Sicherlich fühlte ich mich an manchen Stellen an den Film "Die Geisha" erinnert, doch das störte nicht.  Ich finde die beiden Hauptcharaktere, aber auch die anderen Figuren gut gezeichnet, sodass die Tiefe und auch Kanten haben und ich ihre Verhaltensweisen gut nachvollziehen konnte. Durch die historischen Fakten und auch, dass die Autorin die Liebesgeschichte nicht so stark in den Fokus gerückt hat, besitzt das Buch keinen Kitsch aber dafür viel Ernsthaftigkeit. Spannend wird es auch oft genug und ich freue mich jetzt schon darauf den zweiten Band zu lesen. 

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  • Enttäuschend und langatmig

    Die Kurtisane und der Samurai
    Tallianna

    Tallianna

    12. July 2014 um 14:13

    Während der Bürgerkrieg in Japan tobt und die Meiji-Ära eingeleitet wird muss Hana aus ihrem Zuhause fliehen, da ihr Mann auf der falschen Seite steht. Ihr bleibt nur die Flucht nach Yoshiwara, ein Vergnügungsviertel. Sie steigt rasch zur begehrtesten Kurtisane auf. Sie begegnet dem Samurai Yozo, der im Krieg ebenfalls zu den Verlierern gehörte, und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch eine Kurtisane darf sich nicht verlieben…  Das Buch ist großartig recherchiert, soweit ich das Beurteilen kann, und spiegelt die Verhältnisse zu dieser Zeit gut wieder. Der Schreibstil ist angenehm wortgewandt und schön zu lesen. Allerdings wird dieses Buch als „Liebesroman“ geführt, die „Liebenden“ treffen sich allerdings erst nach etwa zwei Dritteln des Buches. Davor muss man seitenlange Beschreibungen von Landschaften, Kimonos und dem Krieg über sich ergehen lassen, die die Geschichte sehr langatmig wirken lassen. Ich habe dieses Buch mit der Erwartung gelesen, eine Liebesgeschichte zu bekommen und das ist es meiner Meinung nach nicht. Als Hana und Yozo sich endlich treffen, ist das Buch fast vorbei, bis überhaupt etwas passiert. Dann nimmt das Tempo der Erzählung rasend schnell zu und wenige Seiten später ist der Roman zu Ende. Das Buch würde besser als historischer Roman mit romantischem Einschlag verkauft und nicht als Liebesroman, denn das weckt falsche Vorstellungen beim Leser. Ich bin wirklich etwas enttäuscht von diesem Buch. Trotzdem drei Sterne, weil es gut recherchiert und sauber geschrieben ist.

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  • Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

    Die Kurtisane und der Samurai
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    19. January 2013 um 20:13

    "Die Kurtisane und der Samurai" hat mich sehr enttäuscht. Mit dem Schreibstil von Lesley Downer wurde ich überhaupt nicht warm. Die Figuren gingen völlig unter in langen Beschreibungen von Stoffen, Haarölen und Schlachten. Man erfährt jede Fusshaltung, aber die Personen bleiben Fremde für den Leser. Erst auf Seite 225 begegnet sich das Liebespaar überhaupt zum ersten Mal. Ab da wird es etwas spannender. Hana muss sich an ein Freudenhaus verkaufen lassen, um im Bürgerkrieg zu überleben. Als der Krieg verloren ist, ist der Samurai Yozo auf der Flucht. Zudem hatte er Probleme mit seinem Kommandanten. Als Hana verkauft werden soll, steht er ihr bei. Ich sage nur Kugelfisch! Das hätte eine schöne Liebesgeschichte sein können, aber Lesley Downer war für mich sehr beschwerlich zu lesen und hatte keinerlei Charme. Ich finde auch, Sexszenen sollten nicht zu ausdrücklich und plump beschrieben werden. Die Schilderungen hier waren wie in einem Schundroman. Was zu kurz kam, war die Liebesgeschichte an sich. Aus dieser Geschichte hätte man mehr machen können, glaube ich.

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  • Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

    Die Kurtisane und der Samurai
    victoria1986

    victoria1986

    13. January 2013 um 12:55

    Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte von der jungen Frau Hana, deren ungeliebter Ehemann 1868 in den japanischen "Shogun-Krieg" zieht und sie allein zurück lässt und von Yozo, einem jungen Samurai, welcher ebenfalls im Krieg dient. Es ist zwar eine erfundene Geschichte der beiden Hauptpersonen, aber die geschichtlichen Hintergründe, also der Krieg und die Schlachten, entsprechen größtenteils Tatsachen. Am Ende des Buches findet man noch einige genauere Erklärungen dazu. Dort wird auch beschrieben, wo die Autorin etwas verändert hat und wie es sich tatsächlich abspielte. Worum es genau in diesem Krieg geht, kann man z.B. auf Wikipedia nachlesen. Hana ist eine junge Frau und noch nicht lange mit ihrem Gatten verheiratet. Er ist ein Kommandant im Krieg und um einiges älter als sie. Die Ehe ist arrangiert worden und er liebt sie nicht. So zieht er in den Krieg und Hana bleibt allein mit den Schwiegereltern und der Dienerschaft zurück. Die Schwiegereltern verlassen die Stadt aber auch bald und kommen um. Nach einiger Zeit wird das Haus in dem Hana mit zwei übrig gebliebenen Dienern lebt, von der gegnerischen Partei aus dem Süden überfallen und sie muss flüchten. So landet sie schließlich in Yoshiwara, ein Vergnügungsviertel vor den Toren der Stadt, wo tausende Kurtisanen und Geishas leben und arbeiten. Yozo kämpft derweil einige Schlachten gegen die Partei aus den Süden. Aber nach einigen Monaten wird immer klarer, dass er und die Rebellen diesen Krieg verlieren werden. Er kann sich mit einem französischen Mitstreiter retten, schließlich landen beide in Yoshiwara und dort wollen sie sich vor den Gegnern verstecken. Dann treffen er und Hana das erste Mal aufeinander, und sie beginnen sich ineinander zu verlieben... Rezension: Lesley Downer pflegt einen flüssigen, klaren und verständlichen Stil, dem man sehr gut folgen kann. Das Buch ist in mehrere große Abschnitte unterteilt und diese widerrum in Kapitel. Abwechselnd wird alle paar Kapitel die Situation von Hana und Yozo erzählt. Das Ende ist zwar voraussehbar, es ist eben eine Liebesgeschichte wie jeder sie kennt, aber trotzdem kommt durchaus Spannung auf. Was ich allerdings nicht sehr gut fand, waren die langen Abschnitte über die Schlachten des Krieges. Hier habe ich mich teilweise gelangweilt. Aus meiner Sicht war hier einfach zu viel vom Krieg die Rede. Die Autorin hätte allerdings mehr ins Detail gehen können, warum dieser Krieg eigentlich zu Stande kam. Denn das wird am Anfang nicht klar und wer nicht gerade wie sie ein Japan-Kenner ist, wird sich wohl mit den Hintergründen dieses Krieges nicht auskennen. Es kommt auch erst relativ spät im Buch zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Hauptcharaktere, wodurch die eigentlich Liebesbeziehung zu kurz kommt. Ihre Beschreibungen um das legendäre Yoshiwara-Viertel sind allerdings richtig gut! Man bekommt ein klares Bild davon, wie sich das alltägliche Leben der Kurtisanen von damals wohl abgespielt hat. Man erfährt so einiges von dieser Seite Japans. Fazit: Dieses Buch ist durchaus lesenswert, hat aber auch seine "Durststrecken". Die Liebesgeschichte von Hana und Yozo ist zwar nicht neu, aber trotzdem gut erzählt. Ich vergebe drei von fünf Sternchen

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  • Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

    Die Kurtisane und der Samurai
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    29. January 2012 um 17:59

    Tokio 1868: Hana ist die junge Frau eines Samurai und ist auf sich allein gestellt, als ihr Mann in den Krieg zieht. Eine gewisse Zeit ist Hana in ihrem Haus sicher, doch als die feindlichen Truppen auch vor ihrem Haus stehen, muss Hana fliehen. Durch die Bekanntschaft zu Fuyu gelangt sie ins legendäre Vergnügungsviertel Yoshiwara. Fuyu verkauft Hana einfach an die Dame des Kado- Tamaya (eine Art Bordell) und in wenigen Wochen steigt Hana zur Spitzenkurtisane des Viertels auf. Zeitgleich kämpft der junge Samurai Yozo im Krieg gegen Truppen, die den Shogun stürzen wollen. Während sich der Krieg dem Ende neigt, gelangt er mit seinem Kameraden Malin in das Vergnügungsviertel Yoshiwara und verliebt sich in die junge Hana. -------------- Leider wirkt mir dieser Roman zu konstruiert und wenig bis gar nicht realistisch. Aus diesem Grund gibts nur 2 Sterne (eigentlich nur einen). Für die detailgetreuen Beschreibungen der Ausstattung (Kimonos, Getas, Schminke) der Kurtisanen, Geishas und Shinzos gebe ich einen Extra- Stern. Dadurch konnte ich mir die Figuren sehr gut vorstellen. Wer vor hat dieses Buch zu lesen, und nicht so viel von der Geschichte erfahren will, sollte nicht mehr weiterlesen! SPOILER! ------------- Was mir an der Geschichte überhaupt nicht gefallen hat ist, dass alles so unglaublich glatt läuft. Hana wird Spitzenkurtisane, hat nur Kunden, die sie selbst als angenehm empfindet, verliebt sich in Yozo und beginnt eine kleine Liebelei mit ihm, die fast unentdeckt bleibt. Anschließend erfährt sie vom Tod ihres Noch- Mannes, was für sie eine Erleichterung ist, denn würde ihr Mann aus dem Krieg wiederkommen, würde er (Samurai) sie töten, würde er erfahren, dass sie eine Kurtisane ist. Yozo gelangt durch eine glückliche Fügung in das Vergnügungsviertel Yoshiwara, in dem man sich eigentlich nicht ohne Papiere bewegen kann, dann wird er auch noch im Kado-Tamaya als Dolmetscher für ausländische Kunden eingestellt und verliebt sich in Hana. Er und sein Freund Ichimura wollen einen Kameraden aus einem nahegelegenen Gefängnis aus der Kriegsgefangenschaft befreien. Ichimura verkleidet sich als Arzt und gelangt so in das Gefängnis um Kontakt zu dem Kameraden aufzunehmen. Und ihm gelingt es sogar noch Nadelgewehre, Handfeuerwaffen, Schwerter und Dolche hinauszuschmuggeln. Nach meinem Geschmack etwas zu viele glückliche Fügungen.

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  • Rezension zu "Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer

    Die Kurtisane und der Samurai
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2011 um 10:46

    Liebe, Leidenschaft und Kampf im alten Japan 1868, im Zuge des westlichen Drängens nach einer wirtschaftlichen Öffnung Japans und darauf folgender innerer Spannungen in Japan selbst geriet die bis dahin herrschende Form des „Shogunats“ stark unter Druck. Mitsamt der Kaste der Samurai musste der letzte Shogun Tokio (Edu) aufgeben, wobei die Reste seiner ihm treuen Truppen versuchten, sich im Norden Japans neu zu formieren (Wikipedia u.a.). Diesen Konflikt nutzt Lesley Downer (bedauerlicherweise bietet sie im Buch selbst zu wenige historische Fakten und so tappt der japanunkundige Leser zunächst lange im Dunkeln, worum es beim Konflikt in und um Tokio überhaupt geht) als Rahmung für ihre Geschichte einer Frau und eines Mannes, die in dieser Zeit ihren Weg, teilweise das reine Überleben suchen. Hana ist Frau eines Samurai und wird von diesem in Tokio zurückgelassen, als er dem Shogun folgt. Nach und nach verlassen viele Menschen mehr die große Stadt, bis Hana mit zwei Bediensteten allein im Haus zurückbleibt und bald darauf ebenfalls fliehen muss. Mit knapper Not und nichts als dem, was sie auf dem Leib trägt, irrt sie durch die Straßen Tokios und gelangt nach Yoshiwara, dem umtriebigen Vergnügungsviertel vor den Toren Tokios. Dort wird sie, ungewohnt roh behandelt, in einem Kurtisanenhaus aufgenommen und zur Kurtisane ausgebildet. Aufgrund ihrer Schönheit, aber auch ihres Charismas, ist die gesellschaftlich ehemals hochstehende Ehefrau eines Samurais bald heißbegehrt. Zur gleichen Zeit folgt der junge Krieger Yozo seiner Treue zur alten Gesellschaftsordnung und ist Teil jener Rebellen, die zunächst durchaus erfolgreich im Norden Japans Fuß fassen und die Reste der japanischen Flotte in ihre Gewalt gebracht haben. Doch das „Alte“ vermag gegen „das Neue“ nicht zu bestehen, die letzten Truppen des Shogun werden von den südlichen Truppen vernichtend geschlagen. Auch Yozo ist nun auf der Flucht und hat alle Hände voll zu tun, um sich durchzuschlagen. Beide werden sich begegnen (das ist eigentlich schon von Beginn des Buches an klar). Aber was daraus wird und was beide voreinander verheimlichen, das braucht dann doch noch eine gute Weile, bis das klar werden wird. Lesley Downer pflegt einen klaren und flüssigen Stil, dem der Leser gut zu folgen vermag. Hier und da geraten die Hintergründe und die Charaktere ein wenig zu oberflächlich, unterhaltsam und teilweise spannend bleibt die Geschichte dennoch. Was im Besonderen das Buch über die Masse an Unterhaltungsliteratur hinaushebt ist die profunde Kenntnis Japans der Autorin. Mittels dieser gelingt Downer sehr gut die Beschreibung der Atmosphäre im „alten Japan“ der Shogunzeit, gibt einen Einblick in die damals im Niedergang befindliche Kaste der Samurai und vermittelt das Kurtisanenwesen durchaus eindrucksvoll. Auch vor einer offenen Sprache im sexuellen Bereich und in der Schilderung der Gewalt der Kämpfe scheut Downer nicht zurück. „Die Kurtisane“ schildert ein längest vergangenes Japan, die pralle Atmosphäre der Welt der Kurtisanen und des Niedergangs der Samurai, das allmähliche Eindringen westlicher Mächte in das lange Zeit verschlossene Japan und verbindet dies mit einer durchaus unterhaltsamen Geschichte zweier Menschen, die zueinander finden in bedrängenden Zeiten. Durchaus lesenwert.

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