Leslie Jamison

 4,2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Die Empathie-Tests, Es muss schreien, es muss brennen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Leslie Jamison

Leslie Jamison, 1983 geboren, wuchs in Los Angeles auf, studierte in Harvard und promovierte in Yale. 2010 erschien ihr Roman The Gin Closet. Jamison ist die Autorin von Die Empathie-Tests, einem der meistdiskutierten Bücher 2015. Sie lehrt an der Columbia University und lebt mit ihrer Familie in New York.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Gin-Trailer (ISBN: 9783518471531)

Der Gin-Trailer

Neu erschienen am 16.08.2021 als Taschenbuch bei Suhrkamp.
Cover des Buches Es muss schreien, es muss brennen (ISBN: 9783948674038)

Es muss schreien, es muss brennen

Neu erschienen am 27.08.2021 als Hörbuch bei speak low.

Alle Bücher von Leslie Jamison

Cover des Buches Die Empathie-Tests (ISBN: 9783446249257)

Die Empathie-Tests

 (4)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Es muss schreien, es muss brennen (ISBN: 9783446267909)

Es muss schreien, es muss brennen

 (2)
Erschienen am 19.04.2021
Cover des Buches Die Klarheit (ISBN: 9783518470527)

Die Klarheit

 (1)
Erschienen am 18.05.2020
Cover des Buches Die Empathie-Tests (ISBN: 9783518468074)

Die Empathie-Tests

 (1)
Erschienen am 11.09.2017
Cover des Buches Der Gin-Trailer (ISBN: 9783518471531)

Der Gin-Trailer

 (0)
Erschienen am 16.08.2021
Cover des Buches Der Gin-Trailer (ISBN: 9783446262003)

Der Gin-Trailer

 (0)
Erschienen am 23.09.2019
Cover des Buches Es muss schreien, es muss brennen (ISBN: 9783948674038)

Es muss schreien, es muss brennen

 (0)
Erschienen am 27.08.2021

Neue Rezensionen zu Leslie Jamison

Cover des Buches Es muss schreien, es muss brennen (ISBN: 9783446267909)KateRapps avatar

Rezension zu "Es muss schreien, es muss brennen" von Leslie Jamison

Ein Füllhorn origineller Gedanken
KateRappvor 5 Monaten

Die Essays, die in diesem Buch versammelt sind, sind originell, informativ und gleichzeitig unterhaltend und selbstreflexiv und damit eine wirklich ideale Mischung. Sie sind in drei Abschnitte gegliedert die „Sehnen“, „Schauen“, „Bleiben“ betitelt sind.

Leslie Jamison erweist sich darin als Journalistin, die den Geschichten nicht nur auf den Grund geht, sondern einen Sinn zu geben versucht, sie in größere Zusammenhänge stellt oder in ihre ganz persönlichen Gedanken kleidet. Und sie scheut sich nicht, die eigene Subjektivität zu thematisieren, sich stellenweise auch selbstironisch zu betrachten und.

Sei es der falsch singende Wal, der zum Symbol einer weltumspannenden Einsamkeit wird, oder im Zusammenhang mit parapsychologischen Forschungen. Ihre Verweise auf Hamlet zeigen literarische Empathie und bezeugen das ewige Bedürfnis des Menschen nach Sinnhaftigkeit.

„Geschichten von früheren Leben helfen, das jetzige Leben zu erklären. Sie verheißen eine außergewöhnliche Wurzelstruktur unter dem gewöhnlichen Boden unserer Gegenwart“

Einige der Essays sind politischer als andere, darunter die über Bürgerkriege in Sri Lanka und in Amerika, über dokumentarische Fotografie in México und wie das bei Füllhörnern ist, sprach mich das eine Thema mehr an als das andere.

Doch hinein in ihre einzigartigen und gleichzeitig allgemeingültigen Geschichten webt sie auch die eigene Biografie aus Esstörung, Alkoholismus und Kinderwunsch. Sie verbindet sie in einem poetischen Stil voller überraschender Bilder, hellsichtig und einsichtig, zu dem irritierenden, widersprüchlichen Ganzen, das man das Leben nennt.

„Es reicht nicht, wenn wir einmal weise handeln, wenn wir nur einmal einem fremden Menschen Beistand leisten. Wir müssen ständig in der Bereitschaft leben, mit Milde auf das Leben anderer zu sehen, selbst wenn sich unser eigenes Lebens beschissen anfühlt und wir uns am liebsten in ein anderes verkriechen würden;“


Aus dem Englischen von Sophie Zeitz, Hanser Berlin 2021





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Cover des Buches Die Klarheit (ISBN: 9783518470527)Evastraums avatar

Rezension zu "Die Klarheit" von Leslie Jamison

Eindrückliche und schonungslose Erzählweise
Evastraumvor 9 Monaten

Die Autorin Leslie Jamison zählt meiner Meinung nach zu den ganz grossen Stimmen der amerikanischen Literatur und zeigt mit diesem Werk ihr grosses Können. Ihr Bericht, der sich wie ein Roman liest, aber in einer Buchhandlung eher in der Sachbuchabteilung zu finden ist, ist offen und sie geht hart mit sich ins Gericht. Ich war fasziniert, wie sie sich immer wieder aufrappelt und der Gesellschaft ( also auch mir ) den Spiegel auf eine fähige und subtile Weise zeigt. Ich habe sehr viel über die Bewegung der Anonymen Alkoholiker gelernt und habe mir den Glaubenssatz ( oder Gebet ) notiert, weil er tröstlich in allen Lebenslagen scheint. 

Warum man dieses Buch lesen soll, auch wenn man keine Suchtprobleme hat?

Dies ist eine spannende Biographie und hat mich tief beeindruckt - ihre Art und Weise, wie Leslie Jamison unglaublich feinfühlig, farbig und auch brutal von ihren Abstürze erzählt und was wir mit ihr lernen dabei, ist einmalig und ich freue mich über weitere Veröffentlichungen dieser Autorin!

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Cover des Buches Die Klarheit. Alkohol, Rausch und die Geschichten der Genesung (ISBN: 9783446258563)M

Rezension zu "Die Klarheit. Alkohol, Rausch und die Geschichten der Genesung" von Leslie Jamison

Am Ende eine klare Botschaft: Finger weg vom Alkohol
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Am Ende eine klare Botschaft: Finger weg vom Alkohol

Zumindest, wenn nicht hier und da das berühmte „Glas Wein“ getrunken wird, sondern Alkohol beständig als „angenehm-Macher“, als „Flucht,-Werkzeug“, vor allem aber irgendwann als „ständiger“ (und manchmal beständigster) Begleiter im Leben seinen Platz eingenommen, erobert und mit tiefen Wurzeln in die Persönlichkeit und ins normale Leben sich eingegraben hat.

Was Leslie Jamison genauso alles erlebt hat, wovon sie in ihrem neuen Werk autobiographisch und dokumentarisch Bericht erstattet.

Wobei der Leser von Beginn an gut daran tut, das Werk als Sachbuch und nicht als abwechslungsreiche Erzählung zu begreifen, denn ab einem bestimmten Punkt ist nicht nur das Buch, sondern das dahinterstehende Leben eben eines nicht mehr: abwechslungsreich.

Rausch um Rausch, nicht selten auch Peinlichkeiten, ein ständiges Drehen um den Alkohol und der immer weniger stabile Versuch, dennoch das normale Leben weiter zu bestehen, zumindest daran teilzunehmen, es wird in Teilen eine überaus zähe Lektüre, Was aber in diesem Fall eindeutig passt auf das Subjekt und Objekt der Erzählung, denn auf diese Weise teilt sich dem Leser auch emotional mit, wie ärmlich ein Leben im Rausch sich letztlich Tag für Tag darstellt.

Wobei die Struktur des Inhaltsverzeichnisses den inneren und äußeren Weg des alkoholischen Lebens bestens in Etappen gliedert.

Faszination an Gelöstheit und Party, Selbstaufgabe Schritt für Schritt, Schuld im Inneren mit dem Wissen, des selbst dahingebenden Lebens, Mangel an allen Stellen, Scham vor sich selbst und vor den anderen bis hin zur Kapitulation (ohne Möglichkeit, sich mit lapidaren Sprüchen noch herauszureden oder vor sich selbst zu rechtfertigen), denn da ist immer dieser „Durst“.

Wobei Jamison das Glück, sicher auch die innere Stärke, gefunden hat, sich „an den eigenen Haaren“ wieder aus diesem zerstörerischen Leben herauszuziehen.

Was, ganz klassisch, mit dem tiefsten Punkt und der tiefsten Scham vor sich selbst beginnt, das Eingeständnis der Sucht benötigt und den Entschluss, leben statt vegetieren oder gar sterben zu wollen.

Wobei ein Märchen von Berryman diese „Genesung“ bestens in Worte fasst und eben nichts Wunderbares oder plötzlich ganz Wunderschönes in den Raums setzt, sondern Ernüchterung den Abschluss all dieser Krankheit bildet:

„Und der Jäger wachte auf und sagte: „und jetzt“?“.

Das man zunächst noch nichts Rechtes anzufangen weiß mit der Welt, in der man nun (wieder) aufgewacht ist. Was vielleicht der schwierigste Moment zur Stabilität ist, denn bis dato gab es ja den „Feind Alkohol“ zu bekämpfen, eine innere Füllung, ein Ziel. Und nun gilt es, jenes im Kopf zu halten, was einen damals ja auch mit Gründen immer tiefer in den Sumpf getrieben hat und nun anders geformt werden muss.

Auch das ist durchaus interessant zu lesen, wie Jamison ihr Leben anders rahmt und innerlich sich anders einstellt für den „Rest des Lebens“.

Ein erschreckender Bericht, eine absolute Offenheit und Ehrlichkeit kommt im Werk ungeschminkt zu Wort, die den Leser zwar nicht mit Spannung oder sprachlichem Genuss in Beschlag nimmt, aber eines ganz eindeutig klarstellt: Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und Störung der Persönlichkeit, die nicht nach Strafe, sondern klar gerahmter Hilfe verlangt und die jeder in seinem eigenen Leben tunlichst absolut vermeiden sollte. Auch wenn es nüchtern manches Mal dröge und langweilig werden kann in diesem Alltag.

Eine wichtige Botschaft, auch wenn das Buch mit seinen vielfachen Geschichten, die häufig wie Wiederholungen wirken, den Leser fordert und nicht selten auch für ein Stück der Lektüre in all dem „Ernüchterndem“ verliert.

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