Leslie Malton , Roswitha Quadflieg Brief an meine Schwester

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Inhaltsangabe zu „Brief an meine Schwester“ von Leslie Malton

Das Mädchen mit den sprechenden Augen Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit und Erfolg gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene -- die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot. 1957. Ein Amerikaner und eine Wienerin lernen sich kennen, sie verlieben sich und heiraten. In Washington D.C. wird 1958 ihre erste Tochter, Leslie, geboren, elfeinhalb Monate später folgt Marion – fast ein Zwilling. Etwa ein Jahr nach Marions Geburt stockt ihre Entwicklung, sie verlernt, was sie gerade gelernt hat, verliert die Sprache – verliert fast alles. Die Odyssee zwischen Ärzten und diversen Einrichtungen beginnt. Niemand kann dem kleinen Mädchen helfen. Erst 2012 liest Leslie Malton – längst eine berühmte Schauspielerin – einen Zeitungsartikel über das Rett-Syndrom. Plötzlich hat die Behinderung einen Namen. Leslie Malton trifft sich mit Betroffenen und deren Angehörigen, wird Botschafterin der "Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom in Deutschland". In diesem berührenden Buch erzählt Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester und ihre eigene, die Geschichte einer selbstlosen Schwesternliebe, die sich über Krankheit und Kontinente hinwegsetzt.

Toll, dass über das Rett-Syndrom so ausführlich berichtet wird. Ansonsten für mich nicht ganz rund, dennoch lesenswert

— Isaopera

Aufwühlend und sehr informativ.

— tardy

Ein Buch, welches mich zum Schmunzeln und zum Weinen brachte- und zum Nachdenken über sehr viele Dinge, die für mich selbstverständlich sind

— DarkReader

Dieses Buch hat mich sehr berührt.

— Svanny

Ein außergewöhnliches Buch, in dem viel Herzblut steckt

— Kelo24

Eine aussergewöhnliche Liebe zwischen zwei Schwestern.

— Drei-Lockenkoepfe

schonungslos ehrliches und aufrüttelndes Buch

— Gudrun67

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  • Brief an meine Schwester

    Brief an meine Schwester

    tardy

    20. November 2015 um 13:27

    Die Schauspielerin Leslie Malton schreibt in diesem Buch einen Brief an ihre Schwester. Diese leidet am sogenannten Rett-Syndrom, eine bislang unerforschte und sehr seltene Krankheit. Die Betroffenen sind nicht alleine lebensfähig und können nur mit den Augen sprechen. Eine Diagnose wurde erst im Jahr 2012 gestellt, Marion galt einfach als "anders". Leslie Malton schreibt offen und ehrlich über ihre Schwester, über die großen und kleinen Sorgen und Probleme, aber auch über Glück und die große Liebe und Zuneigung zu Marion. Sie berichtet auch von falschen Behandlungsmethoden, die Rückschritte oder Stagnation für die Patientin bedeuten. Es ist sicher schwierig für eine Familie, ein schwer krankes Kind zu haben. Wenn man dann erst sehr spät erfährt, woran es erkrankt ist und dadurch versäumt hat das Kind entsprechend zu fördern, kann man durchaus Selbstzweifel bekommen. Leider ist es ja so, dass seltene Krankheiten für die Pharmaindustrie sehr unrentabel sind und deswegen wird auch hier eine Forschung nicht oder nur sehr wenig unterstützt. Diese Problematik ist natürlich sehr ungünstig für die Betroffenen. Deshalb finde ich es gut, dass Leslie Malton die Rett-Forschung unterstützt und dieses Buch geschrieben hat. Es gehört Mut dazu derart private Dinge zu veröffentlichen. Das Buch ist sehr informativ und sollte viele Leser finden.

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  • eine Autorin als Botschafterin für das Bett-Syndrom

    Brief an meine Schwester

    JDaizy

    18. November 2015 um 14:58

    „Doch Rett ist keine wirklich degenerative Erkrankung. Rett-Mädchen können ihr Leben lang dazulernen, neue Fähigkeiten erwerben. Man muss ihnen nur sehr viel mehr Zeit geben als anderen Kindern, darf sie nicht unter Druck setzen und auf gar keinen Fall herablassend über sie reden, das merken sie sofort. ⎜…⎟ Man muss einfach nur geduldig mit ihnen sein. Die wortlose Sprache lernen. Sich abgewöhnen, ständig etwas erreichen zu wollen. Rett, eine Herausforderung für unsere auf Effizienz ausgerichtete Leistungsgesellschaft.“ Obwohl ich selbst keine Erfahrung mit dem Rett-Syndrom habe, habe ich dieses Buch erworben, weil mich der Text auf dem Buchrücken neugierig gemacht hatte. „Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene - die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot.“ (Klappentext) Wie schwer ist es, in einer Familie aufzuwachsen, in der ein Kind gesund und ein anderes behindert ist? Was heißt es für die Angehörigen? Und was heißt es für das heranwachsende behinderte Kind? Im Buch „Brief an meine Schwester“ treffen genau diese Welten aufeinander: eine amerikanische Diplomatenfamilie mit zwei Töchtern Leslie und Marion. Leslie ist gesund, ihre nur ein Jahr jüngere Schwester Marion (plötzlich) behindert. Keiner weiß, was ihr fehlt und auch die Ärzte sind lange Zeit ratlos. Der Familienalltag wird durch die aufopferungsvolle Pflege und die Sorge um Marion Zukunft bestimmt. Angst, Verzweiflung, Gewissensbisse, Kraftlosigkeit und immer diese quälende Ungewissheit. Was ist die Ursache für ihre Behinderung? Hätte man etwas anders machen müssen, anders machen können? Und trägt man selbst vielleicht sogar eine Schuld an Marions Behinderung? Offen und berührend schreibt die Schauspielerin Leslie Malton einen Brief an ihre Schwester. Sie schreibt von ihrem Leben in Deutschland und wie oft sie an ihre Schwester und ihre Mutter, die im fernen Amerika leben, denken muss. Sie schreibt von Erinnerungen an ihre gemeinsame Kindheit und von ihren Ängsten und Sorgen um die „kleine“ Schwester. Vor allem aber gibt sie einer rätselhaften Behinderung - dem Rett-Syndrom - einen Namen. Sie beschreibt, wie es sich symptomatisch äußert, woran man es erkennen kann und gibt Hoffnung für Erkrankte (und insbesondere für ihre Angehörige). Besonders bewegt hat mich dabei, dass sie - neben der Behinderung - auch weitere Themen anspricht, die oft tabuisiert werden: medizinische Versuche an Schutzbefohlenen, Zwangssterilisation, Misshandlungen unter staatlicher Obhut und Kritik an dem medizinischen und sozialen Betreuungssystemen. Aber sie macht auch Mut, erklärt, dass Rett-Mädchen - innerhalb ihrer Grenzen durch die Behinderung selbst - durchaus eine gute Entwicklungsmöglichkeit haben und ermutigt zum Austausch. Die Botschaft: ihr seid nicht allein! Eine kleine Anmerkung habe ich. Für mich wurde der Brief zum Ende hin etwas zu „autorenlastig“. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schwerpunkt beim Rett-Syndrom und den gemeinsamen Erinnerungen der Schwestern verbleibt. Leider gab es auch keinen Ausblick auf die für mich brennendste Frage: Was passiert nach dem Tod der Mutter mit Marion? Fazit: Ein Buch, dass über eine seltene, rätselhafte Behinderung: das Rett-Syndrom aufklärt und offen und berührend, die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die unterschiedlicher nicht sein können. Ein Brief voller Selbstzweifel, Ohnmacht und Sehnsucht, aber auch voller Hoffnung und tiefer innerer Vertrautheit. „Die Geschichte einer Schwesternliebe, die sich über Krankheit und Ozeane hinwegsetzt.“ 

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  • Buchverlosung zu "Brief an meine Schwester" von Leslie Malton

    Brief an meine Schwester

    Marina_Nordbreze

    Das Mädchen mit den sprechenden Augen Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit und Erfolg gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene -- die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot. Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 10 Exemplare von "Brief an meine Schwester" unter allen Interessenten. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und diskutiert im Anschluss zusammen mit uns in allen Unterthemen. Mehr zum Buch: 1957. Ein Amerikaner und eine Wienerin lernen sich kennen, sie verlieben sich und heiraten. In Washington D.C. wird 1958 ihre erste Tochter, Leslie, geboren, elfeinhalb Monate später folgt Marion – fast ein Zwilling. Etwa ein Jahr nach Marions Geburt stockt ihre Entwicklung, sie verlernt, was sie gerade gelernt hat, verliert die Sprache – verliert fast alles. Die Odyssee zwischen Ärzten und diversen Einrichtungen beginnt. Niemand kann dem kleinen Mädchen helfen. Erst 2012 liest Leslie Malton – längst eine berühmte Schauspielerin – einen Zeitungsartikel über das Rett-Syndrom. Plötzlich hat die Behinderung einen Namen. Leslie Malton trifft sich mit Betroffenen und deren Angehörigen, wird Botschafterin der "Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom in Deutschland". In diesem berührenden Buch erzählt Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester und ihre eigene, die Geschichte einer selbstlosen Schwesternliebe, die sich über Krankheit und Kontinente hinwegsetzt.Mehr zur Autorin: Leslie Malton, geboren 1958 in Washington D.C., begann ihre Karriere am Theater, vor allem der Wiener Burg, und spielte in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen und Serien mit. Ihren Durchbruch beim deutschen Fernsehpublikum hatte sie 1992 mit dem Mehrteiler „Der große Bellheim“. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Felix von Manteuffel, in Berlin. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und wünschen euch viel Freude beim aktiven Austausch rund um dieses in der Öffentlichkeit eher vernachlässigte Thema!  Bitte beachtet, dass wir im Gewinnfall das Buch nur innerhalb Europas versenden können.

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  • Berührend, emotional und absolut lesenswert!

    Brief an meine Schwester

    DarkReader

    04. November 2015 um 02:11

    Als ich hier bei LB auf das Buch aufmerksam wurde, weckte es meine Neugierde und ich bewarb mich für ein Exemplar des Buches. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber sicher nicht einen "ganz normalen" Umgang mit einer Krankheit, die alles andere als "normal" ist, weil kaum erforscht. Leslie Malton erzählt von ihrer Schwester Marion und dem Rett-Syndrom, einer fast unbekannten Krankheit. Sie beschreibt die Odyssee der Familie durch Arztpraxen und Krankenhäuser, bis endlich die richtige Diagnose gestellt wurde. Und sie beschreibt den Umgang mit Marion, ihrer erkrankten Schwester. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sehr überrascht - positiv überrascht darüber war, dass es in diesem Buch Stellen gibt, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Wie die Familie mit der Krankheit und Marion umgeht ist einfach wunderbar und ich kann vor der Stärke nur "den Hut ziehen". Doch nicht nur vor der Familie und den Freunden, nein, auch vor Marion! Ich bewundere Frau Malton für ihren Mut, in die Öffentlichkeit zu gehen und auf diese Krankheit aufmerksam zu machen. Ich möchte mich bedanken, dass ich das Buch lesen durfte und hoffe, es schärft das Bewusstsein vieler Menschen für diese - fast - unbekannte Krankheit und trägt mit dazu bei, dass auf dem Gebiet geforscht wird - auch wenn das keinen Profit bringt für die Pharma-Industrie, weil der Absatz eines solchen Medikaments viel zu gering wäre. Was - und wieviel durch Öffentlichkeit erreicht werden kann sehe ich jedes Jahr wieder zur Weihnachtszeit, wenn im TV die Spenden-Gala der Leukämie-Stiftung des spanischen Star-Tenors José Carreras gesendet wird. Vielleicht gibt es so etwas irgendwann auch für so unbekannte und unerforschte Krankheiten wie das Rett-Syndrom. Ich würde es den Betroffenen, ihren Familien und Freunden so sehr wünschen.

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  • Brief an meine Schwester

    Brief an meine Schwester

    Svanny

    27. October 2015 um 21:21

    Das Mädchen mit den sprechenden Augen Die berührende Geschichte zweier Schwestern, von denen eine mit Gesundheit und Erfolg gesegnet ist, die andere eine rätselhafte Behinderung hat. Aufwühlend und emotional erzählt die erfolgreiche Schauspielerin Leslie Malton die Geschichte ihrer Schwester Marion und ihre eigene -- die Geschichte einer außergewöhnlichen, selbstlosen Schwesternliebe, die nicht frei ist von den Schatten der Schuld und Gewissensnot. Ich möchte als erstes meine "nur" vier Sterne erklären. Ich bin wirklich sehr berührt von diesem Buch und von dem Schicksal dieser Schwestern und möchte inhaltlich keinerlei Mängel anpreisen, mir hat lediglich der Aufbau nicht ganz gefallen, denn die ständigen geschichtlichen Rücksprünge haben mich etwas verwirrt, daher nur vier Sterne. Wie gesagt inhaltlich ansonsten ein sehr schönes, tiefgründiges Buch. Ich bin wirklich sehr überrascht wie positiv die ganze Familie mit der Krankheit der kleinen Schwester umgegangen ist und ich muss sagen, ich bewundere es sehr. Ich finde es zeugt von sehr viel Mut, so viel aus seiner engsten Familiengeschichte Preis zu geben und möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken, dass ich dieses Buch lesen durfte und für kurze Zeit mich in diese Familie hinein versetzen durfte. Ich habe einiges aus dem Buch mit nehmen können und wünsche der Familie Malton alles Gute für die Zukunft. Falls Sie das lesen sollten, Frau Malton, dann möchte ich Ihnen an dieser Stelle meinen Respekt und Dank kund tun. Möge es mehr Menschen wie Sie geben, die sich für Minderheiten einsetzen, die selbst nicht sprechen können.

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  • Ein ganz besonderer Brief

    Brief an meine Schwester

    Kelo24

    27. October 2015 um 20:33

    Leslie Maltons jüngere Schwester Marion entwickelt sich im 2. Lebensjahr nicht weiter sondern verlernt nahezu alle ihre Fähigkeiten. Jahrzehnte vergehen, ohne dass die Krankheit einen Namen hat oder ein Arzt weiß, wie Marion behandelt werden sollte. Erst 2012 erfährt Leslie Malton durch Zufall vom Rett-Syndrom.   Selten hat mich ein Buch so berührt. Leslie Malton schildert in ihrem "Brief an meine Schwester" in sehr persönlicher  Weise ihre gemeinsame Kindheit, die natürlich überschattet war durch die unbekannte Krankheit, trotz allem aber nicht durch diese erdrückt worden ist, und ihre eigene Geschichte parallel zu der ihrer Schwester Marion. Sie schildert gemeinsame Erlebnisse in guten und in schlechten Zeiten und zeigt dabei auf, wie sie im Laufe der Jahre zum "Sprachrohr" ihrer Schwester geworden ist, da sie jede Geste oder Mimik zu deuten gelernt hatte. Dabei kommt auch nicht zu kurz, dass für sie als Ältere und gesundes Kind oft nicht genug Zeit und Anerkennung von Seiten der Eltern übrig war. Dies lastet sie allerdings nicht ihrer Schwester Marion an. Leslie Malton war auch lange überzeugt davon, dass sie für die Erkrankung ihrer Schwester verantwortlich war, weil sie sie angesteckt hatte, und musste so jahrelang mit diesem schlechten Gewissen leben.  Beeindruckt hat mich auch, dass Leslie Malton das "Besonders sein" ihrer Schwester und ihre tägliche Auseinandersetzung damit, ihr "Übersetzen" von Mimik und Gesten für andere als Grund für das Ausüben ihres Berufs als Schauspielerin nennt, da ihr so das Einfühlen in andere Personen schon sehr vertraut war.  Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen, da das ärztliche "Fachchinesich" außen vor bleibt. Es ist einerseits sehr emotional geschrieben, dabei aber nicht mitleidheischend; ein Buch zum Lachen und Weinen, auch oder gerade weil Marions Anders sein hier so normal ist und auf jeden Fall ein Buch, in dem in jeder Ecke viel Liebe und Herzblut steckt.

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  • Eine aussergewöhnliche Geschwisterliebe

    Brief an meine Schwester

    Drei-Lockenkoepfe

    26. October 2015 um 09:20

    Leslie Malton erzählt in einem Brief an ihre Schwester wie sie sich über die Jahre gefühlt hat. Sehr emotional legt die Autorin ihre Erlebnisse und Gefühle offen. Das Leben mit einem kranken Menschen in der Familie ist nicht einfach. Lange gab es für die Krankheit ihrer Schwester Marion keinen Namen. Sie war einfach anders. Marion wurde nicht weniger geliebt. Leslie Malton erzählt von ihren Problemen und von den schönen Momenten, Es gab Fortschritte und Rückfälle. Für Leslie war es nicht einfach neben Marion. Durch ihre Krankheit benötigte sie mehr Aufmerksamkeit, dahinter musste alles andere gestellt werden. Dennoch hat sie ihren Weg gemacht. Die Biografie wird von ein paar Familienfotos komplettiert. Mich hat es sehr begeistert das sie und ihre Familie so offen mit der Krankheit ugehen. Sie leben mit Marion und möchten sie nicht verstecken. Das ist sehr vorbildlich und wünschenswert für jeden Menschen der eine Behinderung/Krankheit hat. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Es gibt wenig Fachwörter, so das dies nicht zu einem komplizierten Fachgespräch wird. Mir fehlte ein wenig die Behandlung von Marion. Sie lebt in einem Heim. Aber ob und wie man ihr helfen kann wird nicht erwähnt. Hat Marion eine Heilungschance oder zumindest die Möglichkeit auf Besserung? Ist das Rett-Syndrom unheilbar, ist es aussichtslos.... Mir blieben viele Fragen unbeantwortet die ich dann selber recherchiert habe. Das Buch hat mich neugierig gemacht. Ich kannte das Rett-Syndrom bisher nicht. Marion ist eine von vielen Mädchen die ein "defektes"Gen in sich tragen. Interessiert dich das Thema? Es gibt eine Informative Seite zum Rett-Syndrom. Schaut euch doch die Leseprobe auf der Verlagsseite an. Ich habe ein Interview von Leslie Malton bei ARD auf der Frankfurter Buchmesse bei You Tube gefunden. Es ist sehr informativ. 

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  • schonungslos ehrliches und aufrüttelndes Buch

    Brief an meine Schwester

    Gudrun67

    17. October 2015 um 13:39

    Leslie Malton schreibt diesen "Brief" so lebensecht und nah, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Hier wird deutlich, dass nichts verschwiegen, sondern die ganze Bandbreite von Erlebnissen und Gefühlen offen "auf den Tisch gelegt" wird. Die Schilderungen der Ereignisse sowie der Gefühlslage wirken authentisch und schonungslos ehrlich. Hierzu gehören Selbstvorwürfe, -anklagen sowie gleiches auch die Angehörigen betreffend, gegenüber. Ebenfalls werden die Bereicherungen, die Krankheiten/Behinderungen....mit sich bringen können, aufgezeigt. Die Erleichterung, dem Dubiosen einen Namen geben zu können, wird so verständlich rübergebracht, dass sich der Leser ganz damit auseinandersetzen kann. Hierunter fällt auch die normale Reaktion des "Augen-verschließens" und des Begreifens und damit umgehens. Auch die Lebensumstände, die Rett oder auch andere Beeinträchtigungen mit sich bringen, klingen plausibel und werden in lebhaften Bildern geschildert. Hier darf auch durchaus geschmunzelt... werden, denn gerade ein offener Umgang mit dem Thema ist wünschenswert und wird angestrebt. Nur so kann Inklusion funktionieren und bleibt nicht nur ein Wort, sondern wird allgegenwärtig gelebt. Mein Fazit: schonungslos ehrliches und aufrüttelndes Buch

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