Lesskow Nikolai Finsterfrau: historische Kriminalgeschichte

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Inhaltsangabe zu „Finsterfrau: historische Kriminalgeschichte“ von Lesskow Nikolai

Russland zur Zarenzeit: Die junge, lebenslustige Katerina heiratet aus Geldmangel einen Mann, den sie nicht liebt. Als sie schließlich versucht, aus dem Ehegefängnis auszubrechen, ist das Verhängnis nicht mehr aufzuhalten ...

Bedrückende Schilderung der Lebensgeschichte einer jungen Russin im 19. Jhd

— Argentumverde
Argentumverde
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  • Eine russische Tragödie

    Finsterfrau: historische Kriminalgeschichte
    Argentumverde

    Argentumverde

    13. February 2017 um 07:22

    Die junge Katerina heiratet den älteren Kaufmann Boris Ismajlov, da dieser besser situiert ist und sie froh sein kann einen Antrag von ihm zu bekommen. Bereits seine erste Ehe blieb 20 Jahre kinderlos und auch in 5 Ehejahren mit Katerina bekommt er kein Kind. Als er dann auf längere Geschäftsreise muss lernt Katerina Sergej, einen der angestellten Knechte des Kaufmannshauses, kennen und beginnt mit ihm eine Affäre. Nachdem ihr Schwiegervater sie erwischt, bringt Katerina den älteren Herrn mit Rattengift um. Aber damit ist die Geschichte erst am Anfang. Der Leser erlebt die bedrückende Lebensgeschichte der jungen Katerina im Russland des 19. Jahrhunderts. Der Überlebenskampf im Zarenreich ist heftig und wenn auch nur hintergründig dargestellt, so doch deutlich spürbar. Das Leben der jungen Russin ist trostlos und einsam und so ist auch die Stimmung des Buches: trostlos und grau. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den Erzählstil des Autors Nikolai Lesskow, der mehr einer russischen Fabel gleicht und in traditionell volkstümlicher Mundart gehalten ist. Dies ist natürlich für den deutschsprachigen Leser trotz gelungener Übersetzung sehr ungewohnt und teils anstrengend und an einigen Stellen auch ein wenig unverständlich. Durch diese Schreibweise wirkt die ganze Geschichte denn auch eher wie eine beklemmende Darstellung einer Lebenstragödie, als wie ein wirklicher Krimi, obgleich diese so bezeichnet wird. Mein Fazit: Ein trostloser Einblick in die Geschichte einer jungen Frau im Russland zur Zarenzeit. Sicherlich durch den eigenen Schreibstil sehr ungewohnt und anstrengend, aber auch wirklich interessant. Einen spannenden Krimi erwartet man hier allerdings vergebens.

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