Levi Krongold Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall

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Inhaltsangabe zu „Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall“ von Levi Krongold

Nun ja, Ribor Raskovnik ist nicht gerade ein Held! Er ist ein Genprodukt des Weltall weit operierenden Konzerns »Intergen Universal«, ein Humogener. Sorgfältig ausgemendelt und evaluiert, trittiert und zentrifugiert um ein reproduzierbares, fleißiges und intelligenzgeminderte Arbeitswesen zu sein, das vor allem eins nicht macht: Ärger für den Konzern. Als er sich jedoch unversehens in einem etwas anrüchigem stillen Örtchen in den Weiten des Weltraums treiben sieht, kommt er mächtig ins Grübeln. Wie kommt er überhaupt hierher? Er muss sich beeilen den dünnen Faden der Erinnerung wieder aufzunehmen, denn Beta Zaneta, das Zentralgestirn, droht ihm mächtig einzuheizen wenn er hier noch länger bleibt, mal ganz abgesehen von den lästigen Fliegen. In Gedanken lässt er seine ganze, verdammte Reise nochmals Revue passieren, angefangen von einer unerfüllten Liebe bis zu Lutzi, dem einsamen Tankwart auf einem Versorgungssatelliten und all die anderen merkwürdigen Begegnungen. Aber nimmt seine Reise jemals ein Ende? (Quelle:'E-Buch Text/01.12.2014')

Kreativ und abgedreht. Douglas Adams dürfte durchaus Pate gestanden haben. Sicherlich nicht für jeden, aber das ist der Anhalter auch nicht.

— easyday

Sehr witzig, intelligent und abgedreht. Der Astronaut ist mir am Ende richtig ans Herz gewachsen. Lesenswert!

— amisoc

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    Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall

    rallus

    18. May 2015 um 10:03

    "Alle Gesetze der alten Physik basieren auf der Vertauschung von Ursache und Wirkung, auf der Nichtbeachtung des Unterschiedes zwischen subjektiv Wahrgenommenen und tatsächlich Vorhandenem, sowie unter der falschen Hypothese, dass die Dinge an sich existieren sowie möglicherweise unveränderlich und überall gleich seien." Und somit hatte Einstein wirklich Unrecht. Von wegen, Licht bewegt sich durch das Weltall. Licht ist. Licht steht. Das Einzige was sich bewegt ist die Zeit und die ist für jeden subjektiv. Und somit haben wir das bunteste und veränderlichste Universum das man sich wünschen kann. Und für jeden anders. Das Universum..... Ist das überhaupt da? Wenn keiner hinschaut ist es doch gar nicht existent. Solche und noch viel mehr Fragen stellt sich Ribor Raskovnik, ein Genprodukt eines Industriekonzernes, gerade. Gerade heißt, auf dem Sitz eines bajuwarischen Plumpsklos, mit heruntergelassenen Hosen, mitten im All. Wie es dazu kam erzählt er uns dann auch gleich und dann wird das Universum vor dem geistigen Auge wirklich sehr bunt und vital. Die unglaublichsten Geschöpfe tummeln sich in Levi Krongolds SF Persiflage. Dabei hebt er natürlich auch die satirischen Schätze der Vergangenheit aus und bedient sich schamlos daraus. "Kaum hatte er die Zahnpastatube zerkaut und die Tubenreste ausgespuckt, da begann er sich zu winden und zu krümmen. Schaum blubberte ihm aus dem Mund und den Ohröffnungen, ja der Leib quoll, ballonförmig auf, wurde dicker und dicker, bis der Bubone wie ein riesiger Ballon mit Arm- und Beinstummeln sowie einer Kopfbeule aussah und er zerplatzte zu allem Überfluss mit einem unangenehmen Geräusch und ergoss seinen nach Pfefferminz riechenden schaumartigen Inhalt über den Boden." Welcher Film ist hier wohl gemeint? Ribors Reise durch das Weltall ist auch eine literarische und filmische Reise durch die Geschichte der Komik und Satire. Konzerne haben die Macht übernommen und stellen die politische Elite (manch einer wird sagen, Moment, das ist doch heute auch schon so!) Steuern sind so hoch, dass jeder froh ist, nichts mitbringen zu müssen. Ribor ist in den Konzernbottichen gezüchtet, auf Gehorsam getrimmt und etwas einfach gestrickt, wobei dies den gezüchteten Genen zugute zu halten ist. Er verliebt sich während der Arbeit bei einer technischen Panne, in den linken kleinen Finger einer Arbeiterin eines anderen Bereiches. Dies reicht, sein einfaches Herz zu entflammen. Doch ach, die Liebe ist ein komisch Ding und das Universum groß und langweilig (Jedenfalls beim Reisen durch selbiges). Die darin lebenden Wesen allerdings nicht und so reiht Krongold ein fremdes Geschöpf an das andere und verwickelt sich dann doch so manches Mal in seine überbordernde Phantasie. Dabei ist der Roman am Besten wenn er in die Weiten der Philosophie und Theologie wandert. "Insofern sei das Universum lediglich eine Reflektion auf einem noch unfassbarem Zustand, nämlich dem eines sich selbst spiegelnden kosmischen Geistes. Darauf meinte Lutzi lakonisch, dieser Geist könne nicht ganz bei Trost sein, wenn er so einen Schwachsinn widerspiegele." Die Kausalität bekommt dabei auch ihr Fett weg. "Er rief und fuchtelte dabei wild mit den Armen, dass jeder Depp wisse, dass es schon aus theologischen Überlegungen heraus mindestens immer ZWEI Gründe für jedweder Erscheinung im Universum geben müss: einen Guten und einen Schlechten." Insgesamt steckt in jedem Ding doch das Profane, das Einfache was man nur erkennen muss und schöne Worte und komplexe Gedanken mit vielen Kommata helfen hier nicht weiter. "Wer erwartet, dass etwas geschieht, was nur geschehen kann weil es erwartet wird, wird wahrscheinlich sehr erwartungsvoll das Erwartete geschehen lassen auch wenn es für sich genommen sehr unwahrscheinlich ist ---- oder so." Wer Douglas Adams, Monty Python, Terry Pratchett und den ganzen anderen albernen Quatsch mag, soll hier beherzt zugreifen. Die Anderen sollen Nietzsche lesen - oder so.

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  • Leserunde zu "Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall" von Levi Krongold

    Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall

    LeviKrongold

    Ein Held ist Levi Krongold's Astronaut Ribor Raskovnik sicher nicht! Dennoch schafft es der tolpatschige Astronaut aus den unmöglichsten Situationen weitgehend ungeschoren heraus zu kommen.  Infolge eines mißglückten Experiments hilflos im All treibend sehnt er sich nur nach einem, der Wiederbegegnung mit seiner ersten Liebe, von der er nur den rechten  Kleinfinger kennt! Wie er selbst ist sie nur ein "Humogener", ein durch gentechnische Züchtung gewonnener Humanoide, kloniert, zentrifugiert und optimiert als williges Arbeitswesen für einen dubiosen Konzern, der ein düsteres Geheimnis birgt. Auf der ständigen Flucht vor den Häschern dieses Konzerns durcheilt er die Weiten des Alls und endet in einem etwas anrüchigen "Stillen Örtchen" wo er Zeit genug hat, allen möglichen und unmöglichen Gedanken und Erinnerungen nachzuhängen. Doch wird er seine heimliche Liebe jemals wieder sehen? Levi Krongold liebt Wortspielereien. Er schafft es, ein Wort solange umzudrehen, bis eine fremde Lebensform daraus wird und nebenbei macht er sich gehörig über die derzeitige Astrophysik lustig und all dem was wir als gesicherte Erkenntnis betrachten. Unterwegs trifft er auf mehr oder weniger Bekannte der Geschichte wie den bislang verschwiegenen Brüdern von Albert Einstein, Max Planck und Obama aber auch anderen historischen und hysterischen Personen. Das Buch ist ein Bonbon für Leser, die sich an Mr. Bean, Stanivlac Lem oder anderen Klassikern sattgelesen haben. Teilnehmer an der Leserunde werden gebeten den Autor mit einigen Sätze als Rezension zu unterstützen.

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  • Kreative Merkwürdigkeiten.

    Die merkwürdigen Erlebnisse des Astronauten Ribor Raskovnik bei seiner Rundreise durchs Weltall

    easyday

    15. March 2015 um 15:29

    Ribor ist ein künstlicher "Mensch" der in einem bayrischen Plumpsklo durchs All trudelt und seine gezüchteten Gehirnzellen zusammenwirft um Licht ins Dunkel seiner Vergangenheit zu bringen. Diese wirre Kronstrukt sprotzt vor kreativen Einfällen und Wortspielen, eine Prise Douglas Adams hier ein bisserl Christopher Moore da... Levi Krongold erreicht zwar nicht die Klasse der Beiden, aber die Messlatte wurde auch hoch gehängt. Einen Stern Abzug muss ich geben, ein besseres Lektorat wäre angebracht, für meinen Geschmack sind zu viele Rechtschreib- und Trennfehler bei Zeilenumbrüchen vorhanden, das stört (zumindest bei mir) den Lesefluss immens.

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