Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln

von Lewis Carroll 
4,4 Sterne bei104 Bewertungen
Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (89):
Antigone8s avatar

Wunderschön gestaltete Ausgabe des zeitlosen Klassikers. Alice ist und bleibt eine meiner Lieblingsfiguren.

Kritisch (3):
Mika_Schulzes avatar

Enttäuschend! Schade eigentlich.

Alle 104 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln"

Zum 150. Jahrstag der Erstveröffentlichung am 4. Juli 1865 erscheint die komplette und ungekürzte Alice (Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln) als opulent ausgestattetes Wendebuch in der renommierten Übersetzung von Christian Enzensberger. Die bibliophile Prachtausgabe des berühmtesten Kinderbuchs aller Zeiten erscheint als Halbleinenband mit Rückenprägung, Fünffarbendruck und Lesebändchen, g roßartig illustriert und gestaltet von der vielfach ausgezeichneten Künstlerin Floor Rieder.

Das Cover der niederländischen Ausgabe wurde als schönster Buchumschlag des Jahres 2014 in den Niederlanden prämiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783836958646
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Gerstenberg Verlag
Erscheinungsdatum:22.06.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Nikkeniks avatar
    Nikkenikvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich sonderbares, außergewöhnliches und wunderschönes Buch.
    Ein wirklich sonderbares, außergewöhnliches und wunderschönes Buch.

    Ich muss gestehen, dass ich von Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln nur den Disney Film und die Filme mit Jonny Depp  kenne. Ich war sehr neugierig wie die eigentliche Story ist.
    Was soll ich sagen…es ist einfach WOW. Die Story weicht zwar an einigen Stellen von den Verfilmungen ab, was ich aber überhaupt nicht schlimm finde.
    Der  Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, hat sich aber dennoch super lesen lassen.

    Die verschiedenste Charaktere sind wunderbar beschrieben. Alice hat es mir gleich von Anfang an angetan. Sie ist so lebensfroh und so naiv und neugierig. Man muss sie einfach lieben. Etwas traurig war ich über den Hutmacher, weil er in diesen beiden Teilen keine so große Rolle spielt. Das hat mir aber auf keinen Fall den lese spaß verdorben. Manche Stellen musste ich zweimal lesen, weil sie einfach zu verrückt waren. Es war so ein Erlebnis dieses Buch zu lesen.

    Und nicht nur zu lesen. Das Buch ist einfach wunderschön Illustriert. Auch die Aufmachung mit beiden Teilen in einem Buch ist einfach klasse. Ein richtiger hingucker.

    Ich bin so froh endlich die Originalversion gelesen zu haben und werde dieses Buch wie einen Schatz hüten und in ein paar Jahren meiner Tochter vorlesen.

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    Eoris avatar
    Eorivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte und Cover Top, Übersetzung Flop und Illustrationen in Ordnung.
    Geschichte und Cover Top, Übersetzung Flop und Illustrationen in Ordnung.

    Alice an sich ist definitiv ein 5*-Buch, da gibt es definitiv nichts auszusetzten. 

    Aber: diese Übersetzung von Christian Enzensberger hat mir nicht gefallen. Sie mag näher am Original sein, aber ich mag die "klassische" Übersetzung lieber. In dieser Ausgabe hieß die Grinsekatze Edamer Katze, Dinah hieß Suse und die Eidechse Egon anstatt Bill. Der März-/oder Faselhase war ein Schnapphase und das Mauseschwanzgedicht war meiner Meinung nach unschön übersetzt.

    Die Illustrationen waren modern gehalten, nicht die klassische Alice, sondern eine eine moderne mit Brille und Rucksack. Das Cover ist dagegen wunderschön! Und besonders, da man, um die zweite Geschichte zu lesen, umdrehen muss (also quasi auf dem Kopf liest).

    Also Geschichte und Cover Top, Übersetzung Flop und Illustrationen in Ordnung. Deswegen kann ich dieser Ausgabe nur 3* geben. Schade!

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    Icemariposas avatar
    Icemariposavor 7 Monaten
    Alice im Wunderland/ Alice hinter den Spiegeln

    Über den Inhalt von Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln brauch ich wohl nicht viele Worte zu verlieren. Die meisten kennen die wunderschöne Geschichte von Alice. Sie folgt ein sprechendes Kaninchen in einen Kaninchenbau und befindet sich im Wunderland. Dort passieren ihr viele Merkwürdige Geschichten und sie findet ein Weg zurück nach Hause.

    Als kleiner Alice-Fan musste auch diese Ausgabe in mein Regal wandern. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und die neue Interpretation von Alice hat seinen eigenen Scharm (Sie trägt einen Hut und eine Brille). Besonders gut gelungen ist die Idee, die Romane nicht nur aneinanderzureihen, sondern auch gleichzeitig mit einem „Spiegeltrick“ zu trennen. Das zweite Band – Alice hintern den Spiegeln, wird „verkehrtherum“ – also auf den Kopf stehen ins Buch eingebracht. Der Titel ist hier sogar noch in Spiegelschrift geschrieben und dadurch ein kleiner Hingucker.

    Die Ausgabe ist außerdem in Vergleich zu vielen anderen Schmuckausgaben klein und handlich. Der Einband ist Robust und die Seiten im Vergleich zu anderen Ausgaben dick und somit gut für Kinder geeignet.

    Ungewöhnlich sind jedoch die Übersetzungen, somit wurde aus Humpty Dumpty Goggelmoggel, aus Jabberwock Zipferlake und aus der Cheshire Cat die Edamerkatze. Doch man konnte sich nach einiger Zeit dran gewöhnen und die Geschichte wirkte dadurch nicht verändert. Abgesehen von der kleinen Veränderung, habe ich die Geschichte sehr genossen.

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    Cylanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Klassische Unsinnsgeschichte in sehr deutscher, aber gelungener Übersetzung. Schöne Aufmachung und tolle Holzschnitte!
    Die vermutlich deutscheste Übersetzung

    Es ist nun das zweite Mal, dass ich mich an die Alice-Romane herangetraut habe. Vor fünf oder sechs Jahren habe ich den Reclam-Doppelband gelesen, die von Günther Flemming übersetzt wurde. Diese Version war von der Wortwahl und der Namensgebung sehr originalgetreu Lewis Carroll gegenüber, was einerseits positiv, andererseits auch negativ aufgefallen war. Viele Wortspiele ließen sich einfach nicht ins Deutsche übertragen und gingen dadurch unter, wodurch die Geschichte an Charme verlor – auf der anderen Seite hatten die klassischen Namen wie Brabbelback (Jabberwock) oder Märzhase (March Hare) eine höhere Wiedererkennung für Fans, die Alice bislang nur aus der Popkultur kannten.

    Diese von Christian Enzensberger übersetzte Ausgabe liest sich hingegen fantasievoller, kindlicher und märchenhafter, ja wirklich verrückter. Nur an die Abänderung einiger Namen musste ich mich ein wenig gewöhnen. Dass man aus Humpty Dumpty Goggelmoggel und aus dem Jabberwock den Zipferlake machte, war sehr ungewöhnlich. Vor allem aber die sehr bekannten Dideldei und Dideldum zu Zwiddels zu machen, mutete mir anfänglich etwas fragwürdig an. Allgemein wurde in dem Buch sehr darauf geachtet, das Englische so gut es geht zu vermeiden.

    Abgesehen davon habe ich das Buch aber sehr genossen.

    Wie bereits erwähnt, liest sich das Märchen um Alice und ihrer Fantasiewelt sehr skurril und witzig, bild- und märchenhaft, fantasie- und ereignisvoll. Die Gedichte und Lieder wurden gut und passend ins Deutsche Übersetzt, gröbere Schnitzer bezüglich Versmaß oder fragwürdige Reime hielten sich hierbei in überschaubaren und verzeihlichen Grenzen.

    Optisch macht der Doppelband einiges her. Ich mochte die Kupferstiche des Reclam-Heftes, aber dort gab es alle Kapitel höchstens ein Bild. Dieser Band, der mit Holzschnitten von Floor Rieder geschmückt ist, strotzt geradezu vor Bildern. Es vergehen keine zwei Seiten, ohne dass Frau Rieder die Geschichte mit kleinen oder großen, aber thematisch immer passenden Bildern ausschmückt, und seien es nur Honigtöpfe, Blumen oder kleine Tiere. Nur sich Alice mit Brille vorzustellen fiel mir bis zum Ende schwer.

    Besonders witzig fand ich übrigens auch die Idee, die Romane nicht nur aneinanderzureihen, sondern den zweiten Band, der ja in der Welt der Spiegel spielt, quasi „verkehrtherum“ – also auf dem Kopf stehend ins Buch einzubringen. Dadurch liest man das Buch von vorn nach hinten und von hinten nach vorn. Außerdem ist diese Ausgabe im Vergleich zu anderen Schmuckausgaben klein und handlich, der Einband und auch die Seiten sind vergleichsweise dick und robust und somit bestens geeignet für Kinder.

     

    Es hat mich sehr gefreut, wieder einmal mit Alice ins Wunderland einzutauchen und ihre Reise mitzuerleben. Ich habe mich darüber gefreut, eine andere Version zu lesen, als ich sie bereits kannte und bin dieser deutlich positiver zugetan.

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zwei Bücher ein einem und ein wunderbare Roman verpackt in einem preisgekröntem Cover!
    Alice im Wunderland vs. Alice hinter den Spiegeln

    Über den Inhalt von - Alice im Wunderland - und - Alice hinter den Spiegeln - brauche ich nicht viele Worte verlieren: Die meisten kennen die Geschichte von Alice, die einem Kaninchen in einen Kaninchenbau folgt und sich plötzlich im Wunderland befindet. Als bibliophiler Mensch sprechen mich vor allem kunstvoll gestaltete Ausgaben immer wieder an. So ist es nicht verwunderlich, wenn bestimmte Romane und Erzählungen öfters als einmal in mein Bücherregal wandern.


    Die Ausgabe von diesem Kinderbuch, dass ein hervorragendes Werk aus dem Genre des klassischen literarischen Nonsens ist, dass ich des Längeren schon besitze ist aus dem Arena Verlag. Dessen Vorwort wurde von Chris Riddell geschrieben, zu meinen Bedauern hat er aber keine Illustrationen beigesteuert. Ich vermute, dass zumindest das Cover von ihm stammt.


    Im Gerstenberg Verlag ist im Jahr 2015 nun eine wunderschöne und Deutschsprachige Ausgabe von - Alice im Wunderland - und - Alice hinter den Spiegeln - erschienen. Illustriert wurde sie von Floor Rieder und prompt wurde es in den Niederlanden für das wirklich tolles Cover ausgezeichnet. Ein Highlight liegt in der Gestaltung: Hat man den ersten Roman gelesen, dreht man das Buch um und liest, sozusagen von hinten, den zweiten Roman. Dabei ist der Titel von - Alice hinter den Spiegeln - in Spiegelschrift geschrieben und ist der zweite Hingucker. Dafür wurde es von der Stiftung Buchkunst, mit dem Preis "Das schönste Deutsche Buch ausgezeichnet.

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    mondys avatar
    mondyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte fand ich herrlich, sie steckt so voller Überraschungen und Verrücktheiten, dass man auf jeder Seite einfach nur staunen kann.
    Selbstbewusstes Mädchen in verrückter Traumwelt

    Meine Meinung ... zu "Alice im Wunderland"
    Ich habe diese wunderschöne Prachtausgabe gelesen, die zum 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung herausgebracht wurde. Die Gestaltung ist von Floor Rieder und ist wirklich bezaubernd. Für mein Befinden passen die Bilder auch wunderbar zum Inhalt des Buches und ich konnte mich gar nicht satt sehen. Eine sehr gelungene Ausgabe, wie ich finde.

    Doch nun zum Inhalt, den ich bisher nur aus diversen Verfilmungen kannte. Die Geschichte fand ich herrlich, sie steckt so voller Überraschungen, Absurditäten und Verrücktheiten, dass man auf jeder Seite einfach nur staunen kann. Gerade in den schnellen Ortswechseln, den abgefahrenen Figuren und der sprunghaften Handlung habe ich meine eigenen Träume wiedererkannt, die ja oft auch sehr seltsam sind, einem im Moment des Träumens aber völlig normal vorkommen. Lewis Carroll hat es wirklich verstanden, dieses Traum-Gefühl einzufangen und auf Papier zu bringen.

    Über Alice habe ich mich sehr gefreut. Sie ist ein selbstbewusstes Kind, das genau beobachtet und hinterfragt (auch wenn sie letztendlich die Situation dann einfach hinnimmt, wie sie ist). Sehr witzig finde ich ihre Anmerkungen zu Benimmregeln, die immer wieder eingestreut werden. Ich konnte mir Alice so richtig gut vorstellen.

    Gegen Ende wurde es mir dann aber doch etwas viel. Das Buch hat mir gut gefallen, aber recht viel länger hätte es auch nicht sein dürfen. Deshalb verschiebe ich das Lesen des zweiten Teils auf später. 

    Für die Ausgabe gibt es 5 Sterne, für den Text 4,5 Sterne und die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Alice. 

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    Farbwirbels avatar
    Farbwirbelvor 2 Jahren
    Kaninchenbau und Spiegelwelt

    Eine Rezension zu Alice im Wunderland schreiben... ob das wirklich geht? Am Ende wissen ja fast alle, worum es in dem Buch geht. Ob nun durch das Sehen eines Films oder das tatsächliche Lesen des Buchs. Doch an dieser Ausgabe ist etwas entschieden anders.

    Ich habe das Glück, die wunderbare neugestaltete Ausgabe von Gerstenberg zu besitzen. Die begnadete Floor Rieder hat hierfür die Illustration gemacht... Wunderbar. Vor allem durch die Neuinterpretation von Alice wirkt diese Gestaltung so liebevoll und innovativ. Alice trägt Hut und Brille und hat ein Käferkleidchen an. Da liest sich das Buch gleich ganz anders.

    „Sie muss die Zwecke dabei haben“, sagte die Falsche Suppenschildkröte. „Kein vernünftiger Fisch würde ohne sie auch nur einen Schritt tun.“ „Ach, wirklich?“, sagte Alice voller Überraschung. „Natürlich nicht“, sagte die Falsche Suppenschildkröte, „ und wenn zu mir ein Fisch käme und sagte, er wolle auf Reisen gehen, dann wäre meine erste Frage: 'Mit welchem Zwecke?'“ - S. 146

    Alice beobachtet eines Nachmittags das weiße Kaninchen, welches voller Eile an ihr vorbeihoppelt. Etwas verdutzt ist Alice aufgrund der Aufmachung des Kaninchens, trägt es doch Jacket und Uhr. So folgt Alice diesem Kaninchen durch einen Bau und fällt auf diese Weise ins Wunderland. Und wundern wird sie sich viel auf ihrer Reise. Zu erst ist sie allen voran damit beschäftigt, von zu groß zu zu klein und wieder zurück zu wachsen bzw. zu schrumpfen, um später ein vernünftiges Mittel zu bekommen.

    Sie lernt die Edamer Katze kennen, die, wie die Königin später feststellen wird, nicht geköpft werden kann, wenn nur ihr Kopf zu sehen ist.

    Der Hutmacher, der Schnapphase und die Haselmaus philosophieren mit Alice über die Zeit. Angestellte der Königin malen weiße Rosen mit Farbe rot an, um die Königin nicht zu verärgern. Diese ist nämlich mehr als begeistert von der Idee, Wesen den Kopf abschlagen zu lassen... was natürlich eher unerwünscht bei den Bewohnern des Wunderlands ist.

    „Bitte“, sagte Alice, „wie werde ich wohl hineinkommen?“ „Einen gewissen Zweck hätte dein Klopfen vielleicht“, fuhr der Lakai fort, ohne ihre Frage zu beachten, „wenn wir die Tür zwischen uns hätten. Wenn du etwa drinnen wärst und anklopftest, könnte ich dich nämlich zum Beispiel herauslassen.“ - S. 79f

    Die falsche Suppenschildkröte, der Greif, die Herzogin... So viele Personen vereinigen sich in dem kleinen Werk und erzählen so viel Quatsch und dabei so viele weise Dinge, dass es manchmal wirklich schwerfällt, zu sortieren. Aber genau das sollte man vermutlich gar nicht erst anfangen zu tun... Das verdirbt ja den Spaß. Außerdem kann man ja immer irgendeine Moral zu allem finden, wie es die Herzogin auch tut.

    Es ist ein toller Spaß, den sich Carroll hier ausgedacht hat und es war schön, es mal wieder zu lesen!

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    Der zweite Teil des Kinderbucherfolgs über die kleine Alice begeisterte mich enorm. „Alice hinter den Spiegeln“ schrieb Carroll viele Jahre nach den Wunderlandabenteuern.

    Es handelt davon, dass Alice sich durch einen Spiegel in die Welt dahiner begibt und dort Abenteuer erlebt. Die ganze Welt besteht auch Schachfeldern und damit Alice Königin werden kann und eine Party schmeißen kann, muss sie zu Feld Acht kommen, wie ihr die Weiße Königin erklärt.

    Alice' Abenteuer beginnt. In dieser Geschichte sind wieder unmengen an originellen Charakteren zu entdecken und lieb zu gewinnen. Jeder einzelne würde eine eigene Geschichte verdienen.

    Am liebsten habe ich wohl den Weißen Ritter, mit seinen abertausenden Erfindungen, die alle irgendwie etwas seltsam sind.

    „Ich habe mich auch schon gefragte, wozu die Mausefalle da hängt,“ sagte Alice. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Mäuse auf ein Pferd steigen. „Unwahrscheinlich vielleicht“, sagte der Ritter. „Aber wenn sie doch kommen, möchte ich lieber nicht überall das Gekrabbel haben. - Sieht du“, sagte er nach kurzem Schweigen, „am besten sorgt man gleich für alles vor. Deswegen habe ich meinem Pferd auch Knöchelreifen angelegt.“ „Wozu dienen sie denn?“, fragte Alice neugierig. „Die Knöchelreifen schützen vor Haifsichbissen“, erwiederte der Ritter. - S. 149

    Auch Goggelmoggel das Eierwesen machte eine große Freude. Die Wortklauberei seinerseits war einmalig und wirklich lustig.

    „Siebeneinhalb Jahre!“, wiederholte Goggelmoggel nachdenktlich. „Ein ungeschicktes Alter. Also, wenn du mich gefragt hättest, so hätte ich dir geraten: 'Hör auf mit sieben'. Jetzt ist es nämlich zu spät.“ „Beim Wachsen lasse ich mir von niemandem raten“, sagte Alice ungehalten. „Aus Stolz?“ erkundigte sich ihr Gegenüber. Diese Verdächtigung brachte Alice noch mehr in Harnisch. „Ich meine“, sagte sie, „es bleibt einem doch gar nichts anderes übrig als zu wachsen.“ „Einem vielleicht nicht“, sagte Goggelmoggel, „aber zweien schon. Mit dem rechten Beistand hättest du mit sieben ohne Weiteres aufhören können.“ - S. 110

    Zudem gibt es, anders als im ersten Teil, eine Unzahl von Gedichten und Rätseln, was natürlich den Lesespraß umso mehr steigert. Es wird wieder über die Zeit philosophiert, doch diesmal intensiver, als im ersten Teil.

    Summa summarum muss ich tatsächlich gestehen, dass mir dieser Teil viel besser als der erste gefallen hat. Es geht viel mehr um Sprache und das Spiel damit. Es gibt ettliche Verkettungen von Homonymen, die spielerisch für Verwirrung sorgen. Das ist tatsächlich sehr unterhaltsam. Außerdem ist die Auflösung dieses Abenteuers viel... philosophischer? Vielleicht. Sie hat mich vor allem wohl an Calderón erinnert.




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    K
    katze102vor 3 Jahren
    Geschichte und Illustration sind phantasievoll und kreativ

    Die Prachtausgabe zum 150. Geburtstag des Klassikers mit der Übersetzung von Christian Enzensberger, illustriert von Floor Rieder .

    Der Doppelband kommt als Wendebuch daher: Wenn man „Alice im Wunderland“ gelesen hat, dreht man das Buch um und hat „Alice hinter den Spiegeln“ vor sich. Schon dass dieser Titel in Spiegelschrift gedruckt wurde, ist eine witzige Idee; hinzukommt, dass nun auch das Lesebändchen von unten nach oben genutzt wird, also auch auf dem Kopf steht. Das Buchformat, klein und dafür etwas dicker geraten, sollte nach Floor Rieders Ansicht an eine altenglische Bibel erinnern; ich finde diese Ausgabe sehr handlich und schön zum Selber- und Vorlesen. Gerade die ganzseitigen Motivseiten, in denen Alice in Blumenranken versteckt gezeichnet wurden, sind gelungene Wimmel- oder Suchbilder. Die restliche Illustration wurde liebe- und ganz besonders phantasievoll gestaltet, was ich bei den so bekannten und eher üppigen Vorlagen der letzten 150 Jahren schon als sehr schwierig und wirklich gut gelöst ansehe. Die Vielfältigkeit der Seitengestaltung paßt wunderbar zu der einfallsreichen Geschichte um Alice und den anderen reizenden Figuren. Floor Rieders hat hierfür eine spezielle Technik angewendet, indem sie eine Glasplatte mit schwarzer Farbe bestrichen, die Motive mit einer Feder eingekratzt, gescannt und coloriert hat.

    Inhaltlich muß zu diesem Klassiker gar nicht mehr verraten werden als, dass die beiden Bücher noch umfangreicher erzählen als der Zeichentrickfilm, den wohl jeder schon gesehen hat.

    Diese Ausgabe finde ich ganz phantasievoll und reizend gestaltet, zum Selber-, Vorlesen und zum Sammeln.

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    ForeverAngelvor 3 Jahren
    Wunderschöne Ausgabe

    Es gibt eine Geschichte, die mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Als Kind bin ich mit der Disney Zeichentrick Version groß geworden, habe sie immer und immer wieder angesehen, bis ich sie mitsprechen konnte. In dem Jahr, in dem ich Abitur gemacht habe, begegnete mir erneut eine Disney Verfilmung, dieses Mal aber mit lebenden Darstellern. Im Studium las ich erstmalig die englischsprachige Originalgeschichte. Als Bloggerin traf ich auf eine moderne Jugendbuchversion: Dark Wonderland von A. G. Howard. Und im Siebten Himmel, meiner Lieblingsbuchhandlung, entdeckte ich schließlich eine deutsche Übersetzung beider Originaltitel, mit wunderschönen Illustrationen versehen. Ich rede natürlich von Alice im Wunderland

    In diesem Jahr erschien bei Gerstenberg eine Ausgabe mit beiden Titeln: Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln, übersetzt von Christian Emzensberger und illustriert von Floor Rieder. Die Illustrationen sind etwas Besonderes, sie haben nichts mit der blonden Disney-Alice zu tun. Die Bilder entstanden durch eine alte Kratztechnik in Kombination mit moderner Computergrafik. Passend dazu wechselt der Text auch immer wieder seine Farbe. Gedichte oder Lieder sind orangefarben, manchmal ist der Text weiß auf schwarzem Grund, manchmal schwarz auf grün. Ist man am Ende von Alice im Wunderland angekommen, dreht man das Buch auf den Kopf und beginnt am anderen Ende mit Alice hinter den Spiegeln. Die Enden der beiden Geschichten treffen sich in der Mitte des Buches.

    Es ist eine wunderschöne Ausgabe für Liebhaber, ein tolles Geschenk für Jung und Alt. Ein Buch zum Lesen, zum Schmöken, zum Träumen, zum Erinnern. Ein Buch, das man einfach im Regal stehen haben muss.  

     

    (c) Books and Biscuit

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    lesestundens avatar
    lesestundenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Kinderbuchklassiker in einer wunderschönen Neuauflage
    Ein Kinderbuchklassiker in einer wunderschönen Neuauflage

    Dieser Kinderbuchklassiker, der es sogar auf die Liste der ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher geschafft hat, ist sicherlich lesenswert. Die Geschichte selbst fand ich wenig aufregend und der Plot ist eigentlich nicht der große Knaller. Was dieses Buch zu einem echten Kunstwerk macht und für Lesevergnügen sorgt, ist diese kunstvolle und zauberhafte Ausgabe. Floor Rieder, die Illustratorin, hat die Geschichte mit sehr passenden und treffende Abbildungen neu verwandelt und die verrückte Welt von Alice völlig neu eingerahmt. Die seltsamen Wesen, die höchst biegsame, paradoxe Welt, die weder vor Änderungen von Raum und Zeit halt macht, noch sich an jegliche gesellschaftlichen Konventionen hält, bekommt so ein sehr ansprechendes Gesicht und es ist ein Vergnügen in Alice Spiegelwelt einzutauchen, sich zu wundern und oft auch gar nichts zu verstehen. Denn mit Alice planlos neben dem Geschehen zu stehen, gehört genauso zu diesem Buch, wie die verstörende Erkenntnis, das seine unfreundlichen Bewohner doch erstaunlich oft recht haben. Insgesamt war ich aber von der schönen Aufmachung wesentlich mehr begeistert, als vom Inhalt, der oft zu sinnlos und wenig spannend erscheint.

    Ausführliche Rezension mit vielen Bildern: http://www.lesestunden.de/2015/10/alice-im-wunderland-alice-hinter-den-spiegeln-lewis-caroll-und-floor-rieder/

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