Lewis Carroll , Jonathan Wolstenholme Alices Abenteuer im Wunderland

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Inhaltsangabe zu „Alices Abenteuer im Wunderland“ von Lewis Carroll

Alice im Wunderland, neugierig und selbstbewusst: Sie läuft einem weißen Kaninchen mit der Uhr hinterher. Sie verfolgt es bis in den Kaninchenbau. Hier landet sie am Eingang zu einer seltsamen Welt. Tief im Inneren der Erde purzelt sie von einem Abenteuer ins andere: es ist das geheimnisvollste, verzaubernd-zauberhafteste aller Kinderbücher, eine niemals auszudeutende Traumreise ins Innere, in die eigenen Träume, Wünsche und Ängste. Und all die wunderbaren Wesen und wilden Kerle, die ihr begegnen, feiern in Jonathan Wolstenholmes Bilderwelt eine fabelhafte Auferstehung: Das Kaninchen in Weiß, mit dem alles anfängt, die ratspendende und rauchende Raupe mit der Wasserpfeife, die Grinsekatze von der nur das Grinsen übrig bleibt, die Hummerquadrille und das Hohe Gericht am Spielkarten-Hof mit dem finale furioso.

Tolle Sprache und leicht wirre, aber unterhaltsame Geschichte.

— stefanie_sky
stefanie_sky

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  • Eine surreale Traumreise ins Wunderland

    Alices Abenteuer im Wunderland
    stefanie_sky

    stefanie_sky

    »Als ich jung war,« der Vater zur Antwort gab, »Da glaubt' ich, für's Hirn sei's nicht gut; Doch seit ich entdeckt, daß ich gar keines hab', So thu' ich's mit fröhlichem Muth.« (Lewis Carroll) INHALT: Alice liegt auf einer Wiese, während ihre Schwester ein Buch liest. Erst ein weißes Kaninchen mit einer Stoppuhr schafft es ihr die Langeweile zu vertreiben. Sie folgt dem wundersamen Tier und fällt durch seinen Bau. Sanft landet sie auf einem Haufen Laub und muss schnell feststellen, dass Kuchen und Getränke, die einen größer oder kleiner machen können nicht die merkwürdigsten Dinge im Wunderland sind. Auf ihrer Erkundungsreise trifft sie auf allerhand skurille Wesen wie den verrückten Hutmacher, einer Grinsekatze und einer Königin der Herzen, die ihre Untergebenen schneller zum Tode verurteilt, als man gucken kann. HINWEIS: Zuerst hieß dieses Buch "Alice's Abenteuer im Wunderland". Erst später wurde es in "Alice im Wunderland" verkürzt. Wer keine sprachlich überarbeitete Fassung lesen will, sollte demnach zur Fassung mit dem ersten Titel greifen. Sechs Jahre nach diesem Teil erschien mit "Alice hinter den Spiegeln" der zweite und abschließende Band. MEINUNG: Bestimmt hat jeder zumindest schon mal von diesem Märchen gehört. Zahlreiche Verfilmungen und Buch-Adaptionen lassen einen kaum um Lewis Carroll's Wunderland herum kommen. Ich selber kannte auch nur einige der Filme usw., aber bisher noch nicht das Original. Neugierig wie ich bin musste ich es nun jedoch auch endlich mal lesen, um zu sehen inwiefern die Geschichte von anderen bereits verfremdet wurde. Vieles war vertraut, aber viele kleine Nebengeschichten waren mir komplett neu. Auch die Art und Weise wie Alice agiert war für mich anders, als ich es erwartet hatte. So redet Alice gerne mit sich selbst oder stellt sich vor mehr als nur eine Person zu sein. Auch ist sie in gesellschaftlicher Hinsicht oft ziemlich tollpatschig und sagt Dinge, die sie sich eigentlich lieber verkneifen sollte. Sie denkt einfach zu spät darüber nach, dass die Dinge andere verletzen oder in Unruhe versetzen könnten. So redet sie beispielsweise mit Mäusen oder Vögeln über ihre Katze, die jene Tiere liebend gerne jagd und frisst. Ihr Sinn für Empathie ist demnach nicht gerade sehr hoch ausgeprägt, wodurch sie nicht immer sympatisch wirkt. Trotzdem macht es Spaß Alice bei ihrer kindlichen Unbeholfenheit zu beobachten. Die Figuren um Alice herum hingegen schließt man recht schnell ins Herz. Der Hutmacher und die Grinsekatze waren schon vor diesem Buch meine Lieblinge und sind es noch immer. Allerdings ist es gleichzeitig ein wenig schade, dass viele Charaktere etwas zu kurz kommen oder ihnen im Prinzip nur jeweils ein Kapitel gewidmet wurde. Erst zum Finale treffen fast alle Charaktere wieder zusammen, aber während des Lesens lernt man ständig neue Figuren kennen und verabschiedet sich sogleich von ihnen, sobald man etwas mehr über sie erfahren hat. Der Roman hat zahlreiche moralische bzw. erzieherische Aspekte, verliert sich jedoch auch gerne in Absurditäten, sodass es für Kinder schwer sein könnte die ganzen Botschaften dahinter richtig zu erkennen. Mir selbst kam es oft so vor als würde ich eine Art Drogentrip des Autors lesen (was schließlich nicht ganz abwegig ist, dass dieses Buch auf diesem Wege entstanden ist). Letztlich ist es aber durchaus ein fantasievolles, interessantes und lustiges Buch, das mich die Seiten schnell überfliegen ließ. Außerdem würde es ohne dieses Werk nicht die zahlreichen tollen Verfilmungen und Adaptionen geben, die ich bereits lieb gewonnen habe. Ich kann es demnach nur empfehlen es zumindest zu versuchen zu lesen und zu schauen, ob es zusagt oder nicht. SPRACHE: Da ich die alte Sprache liebe, kam ich schnell in die Geschichte rein. Da es aber nicht jedermanns Sache ist, würde ich jedem raten vorher ein wenig rein zu lesen, bevor er sich das Buch zulegt. Filax sprach zu der Maus, die er traf in dem Haus: »Geh' mit mir vor Gericht, daß ich dich verklage. Komm und wehr' dich nicht mehr; ich muß haben ein Verhör, denn ich habe nichts zu thun schon zwei Tage.« Sprach die Maus zum Köter: »Solch Verhör lieber Herr, ohne Richter, ohne Zeugen thut nicht Noth.« »Ich bin Zeuge, ich bin Richter.« sprach er schlau und schnitt Gesichter »das Verhör leite ich und verdamme dich zum Tod!« (Lewis Carroll) FAZIT: Nicht zwangsläufig ein reines Kinderbuch, da einige Stellen doch etwas verwirrend sind. Bei jüngeren Kindern sollte man vielleicht wirklich überlegen, ob man nicht eine überarbeitete, kinderfreundlichere oder gekürzte Version zur Hand nimmt (genug Alternativen gibt es da ja). Freunde der alten Sprache und des Viktorianischen Zeitalters sollten hier jedoch auf jeden Fall zugreifen. Eine Geschichte, die sehr bildhaft geschrieben ist ohne dabei zu sehr zu übertreiben oder zu detailreich zu werden. Man muss jedoch auch gleichzeitig kein Problem damit haben, das bei dieser Geschichte vieles sehr surreal ist und man hier kein typisches Märchen zu lesen bekommt, in dem alles direkt offensichtlich erscheint. Diese und viele andere Rezensionen findet ihr auch auf: http://schattenfederlein.blogspot.de/

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    NiWa

    NiWa

    05. July 2015 um 10:00