Lewis Trondheim

 4.1 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Approximate Continuum Comics, Zenit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lewis Trondheim

Lewis Trondheim, Jahrgang 1964, heißt eigentlich%§-§!@&$*. (Da er aber seine ganze Kindheit hindurch Opfer blöder Wortspiele wurde, beschloss er irgendwann, sich ein Pseudonym zuzulegen: "Als Nachnamen wollte ich einen Städtenamen, aber Lewis Bordeaux oder Lewis Toulouse klang nicht so gut. Da fiel mir diese Stadt ein, Trondheim... Vielleicht veröffentliche ich irgendwann ein Album unter meinem richtigen Namen, um unerkannt zu bleiben." Nach ereignislosen Kinderjahren in Fontainebleau, einer Schulzeit, die er selbst als Larvenstadium bezeichnet ("Ich habe mich wie Gemüse gefühlt. Und Gemüse macht normalerweise nicht besonders viel. Ich wusste nicht, was ich mit mir anfangen sollte."), und dem Abitur folgten ein Jahr bei der Armee, das er in Deutschland abdiente, und drei Jahre an einer Werbefachschule. Da er unbedingt zeichnen wollte, es aber nach eigenem Bekunden nicht mal für Knollennasen reichte, suchte er nach einer Methode, "dieses Hindernis zu umgehen", und fand eine zumindest vorläufige Lösung: Aus zwölf klitzekleinen Zeichnungen, die alle dasselbe Monster mit leicht variierter Mimik zeigen, machte er durch Vergrößerung und das Hinzufügen von Sprechblasen einen täuschend echten Comic. Da diesem Verfahren jedoch naturgemäß Grenzen gesetzt sind, erfand er Lapinot, zu deutsch: Herrn Hase. Dessen erstes Abenteuer ("Lapinot et les Carottes de Patagonie", unschwer zu identifizieren als "Herr Hase und die Mohrrüben von Patagonien") umfasste noch 500 Seiten. Inzwischen hat sich Trondheim gemäßigt und begnügt sich mit den üblichen 46 Seiten pro Abenteuer - und auch auf denen bringt er jede Menge schön schräge Einfälle unter, wobei Herr Hase und seine Gefährten jedesmal an einen anderen Schauplatz, in eine andere Epoche und ein anderes Genre wechseln. Seit dem Herbst 1998 begeistern die skurrilen Abenteuer einer (nicht immer) kleinen Fliege Trondheims die deutsche Fangemeinde: Das Büchlein "La Mouche", das ganz ohne Worte auskommt, ist in Dirk Rehms Berliner Verlag Reprodukt unter dem Titel "Die Fliege" veröffentlicht worden. Von dieser Figur ist bereits eine Zeichentrick-Verfilmung produziert worden, die 1999 im französischen Fernsehen ausgestrahlt wurde und in Deutschland von Zeit zu Zeit in der "Sendung mit der Maus" und im "Käpt''n Blaubär Club" zu sehen sind. 1999 erschienen folgende Titel: "Approximate Continuum Comics" (bei Reprodukt) sowie neue Abenteuer mit "Herrn Hase" (bei CARLSEN COMICS), im Jahr 2000 brachte CARLSEN COMICS die liebevoll erzählten Kindercomics "Monströse Geschichten", "Monströser Truthahn" und die zauberhaft illustrierte Bildergeschichte "Hallo, kleiner Weihnachtsmann" (zusammen mit Thierry Robin) heraus.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Ralph Azham 12: Loslassen

Erscheint am 15.04.2020 als Taschenbuch bei Reprodukt.

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Cover des Buches Approximate Continuum Comics (ISBN:9783931377168)

Approximate Continuum Comics

 (7)
Erschienen am 01.03.2009
Cover des Buches Zenit (ISBN:9783938511565)

Zenit

 (4)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Die Hauptkarte (ISBN:9783938511572)

Die Hauptkarte

 (3)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Die Fliege (ISBN:9783931377212)

Die Fliege

 (3)
Erschienen am 01.10.2007

Neue Rezensionen zu Lewis Trondheim

Neu
V

Rezension zu "Fennek" von Lewis Trondheim

Nette Story
Vaniivor 2 Jahren

Blickfang war zuerst mal das Cover. Ich finde den zeichenstil echt niedlich und Fenneks sind ja auch süße Geschöpfe. :)

Den Klappentext fand ich auch ganz interessant und nach kurzem reinblättern war bestimmt: Das lese Ich!

Der junge Fennek erinnert mich etwas an meinen kleinen Hund.. Sehr von sich überzeugt und denkt er wäre der größte xD

Die Geschichte ist schnell erzählt aber der viele Humor macht diesen Comic auf jeden fall lesenswert!

Ich empfehle es jedem der kurze Geschichtenmag und mit etwas schwärzerem Humor umgehenkann.

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Rezension zu "Omni-Visibilis" von Lewis Trondheim

Rezension zu "Omni-Visibilis" von Lewis Trondheim
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Hervé Boileau ist ein mäßig sympathischer Büroangestellter mit einem ausgeprägten Hygienefimmel, der über Nacht ungewollt zum Star wird. Mit einem Mal teilt er seine Wahrnehmung mit der ganzen Welt: Jeder kann sehen, was er sieht, hören, was er hört, und fühlen, was er fühlt. Wildfremde erkennen ihn auf der Straße, fühlen sich von ihm belästigt oder wollen durch ihn Nachrichten übermitteln. Auch das Militär und die Politik sind interessiert und schnell fühlt sich Hervé immer weniger wie ein Individuum, sondern wie ein instrumentalisiertes Medium. Nun zeigt sich, wem Hervé wirklich trauen kann…
Sowohl der interessante Plot als auch die Tatsache, dass hier kein geringerer als Lewis Trondheim mit Matthieu Bonhomme zusammen gearbeitet hat, lassen Großes erwarten. Zeichnerisch lässt die zweifarbige Graphic Novel im typisch frankobelgischen Stil auch nichts zu wünschen übrig, inhaltlich hätte man aber deutlich mehr daraus machen können. In hohem Tempo rauscht die Geschichte an einem vorbei, mitgerissen wird man leider kaum. Ein bisschen fühlt man sich wie bei einer durchschnittlichen Hollywood-Produktion: Hochkarätig besetzt, eine grundsätzlich gute Story und technisch einwandfrei umgesetzt - und dann wartet man 90 Minuten lang darauf, dass endlich etwas passiert, was den Funken überspringen lässt. Letztendlich hofft man wenigstens auf einen originellen Abschluss, wird aber leider auch hier mit Standards enttäuscht.
Dafür bekommt man für seine 20 Euro allerdings solides Buchhandwerk geboten: Das Hardcover aus dem Hause Salleck erinnert optisch stark an die Noir-Reihe bei Schreiber & Leser und punktet bei nicht allzu Lichtempfindlichen mit Vorsatzpapier in Neon-Orange.
Interessierte sollten beim Comichändler ihres Vertrauens einfach mal reinschauen.

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Rezension zu "Apokalyptische Schöpfungen" von Lewis Trondheim

Rezension zu "Apokalyptische Schöpfungen" von Lewis Trondheim
Petruschavor 9 Jahren

tolles format der panels und abstrahierte abstrakte Gedanken! wunderbar abgedreht und nie doof.

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