Mir hat dieses Werk ganz gut gefallen. Aus Freunden wurden Feinde. Aus einer fröhlichen Zeit wurde eine Zeit der Feindschaft des Krieges. Doch Juda Ben Hur schloss sich nicht dem Waffenkrieg an, sondern focht seinen ganz persönlichen Krieg mit ganz anderen Methoden gegen seinen Erzfeind. Eine spannende Geschichte, die nicht nur von Krieg, sondern auch von Intrigen, Familienzusammenheit, Krankheit, Verrat, Vertrauen und dem Wunsch nach einer längst verloren gegangenen Hoffnung spricht. Angenehmer Schreibstil, den ich gerne mit diesem Buch nochmal lesen würde. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, ist, dass das Buch in manchen Szenen ein bisschen langatmig geworden ist und an 1-2 Punkten wurden Umwege eingeschlagen, die man vielleicht auch hätte auslassen können.
Lewis Wallace
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Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Lewis Wallace
Es war eines der ersten Filme welches ich mir als Kind ansehen durfte! Ich sah mir den Streifen demzufolge auch unzählige Male an!
Vielleicht erwartete ich deshalb soviel mehr vom Buch als mich dann erwarten sollte!
Immerhin, so habe ich nun zum allerersten mal im Leben die Gelegenheit zu sagen: die Verfilmung war besser!
In Ben Hur wird die Geschichte von Judah Ben Hur erzählt, welcher durch einen unglücklichen und unverschuldeten Vorfall der Rache des römischen Regimes ausgesetzt und als Galeerensklave verurteilt wird. Seine Mutter und Schwester werden weggesperrt und der Lepra ausgesetzt, um sie mit einem möglichst langen Todeskampf zu bestrafen. Anstatt in Hoffnungslosigkeit und Trauer zu versinken, nutzt Judah fortan seine Kraft dafür, sein Recht und Ansehen wiederzuerlangen und Rache an den Übeltätern zu üben.
Neben Judahs Geschichte wird - wie beim Buchtitel zu erahnen- die Wirkungsgeschichte Jesus erzählt, das Buch beginnt sogar mit den Weisen aus dem Morgenland und ihrer Suche nach dem geborenen Jesuskind. So werden sowohl Fragen nach Recht und Unrecht als auch nach dem Glauben und dem Zweifel aufgeworfen.
Meiner Meinung nach ist der Roman größtenteils sehr spannend geschrieben, man fiebert und leidet mit Judah und seiner Familie mit. Der wichtigste Antagonist ist zwar Messala, dessen selbstsüchtiger Charakter dem Judahs und seiner Güte gegenübersteht. Allerdings ist Messala nur eine Art Sinnbild für die Gier der Römer, welche allesamt als verwerflich dargestellt werden, was letztlich in der Kreuzigung Jesus endet. Dies ist auch mein Kritikpunkt an der Erzählung, denn zeitweise liest sich der Roman wie zwei Geschichten, der von Judah und seiner gerechtfertigten Rache und andererseits der von Jesu Wirken und Tod. Wallace wollte hier bewusst die Entstehung des Christentums erzählen, er nutzte dafür die Erzählung über Judah. Es gelingt ihm meiner Ansicht nach nicht immer, es wirkt zeitweise gezwungen, wenn beide Charaktere aufeinandertreffen. Dennoch gefiel es mir, wie Wallace die Geschichte Jesus integriert und aus einer anderen Perspektive erzählt.
Auch die weiteren Charaktere sind vielfältig gestaltet, jede Person hat eine eigene Aufgabe für den Verlauf der Erzählung. Die Frauengestalten sind endlich einmal wirklich Frauen mit Gefühlen, sie können über ihr Leben entscheiden, richten und sind - obwohl keine zum Schwert greift - starke Figuren.
Judah ist ein vielschichtiger Charakter, der sich verändert und sich dennoch treu bleibt. Auch wenn er oft in Versuchung geführt wird, entscheidet er sich für das Gute, was letztlich in dem Erfolg seiner Bemühungen gipfelt.
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Lewis Wallace wurde am 10. April 1827 in Brookville, Indiana (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.
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