Lia Hills

 3.4 Sterne bei 40 Bewertungen

Lebenslauf von Lia Hills

Lia Hills wurde in Wellington, Neuseeland geboren und verbrachte dort ihre Kindheit und einen Teil ihrer Jugend, bevor sie mit 15 Jahren mit ihrer Familie nach Australien zog. Nachdem sie dort einige Jahre als Lehrerin und Reporterin arbeitete, machte sie einen neunjährige Weltreise durch vorallem Europa, Asien und Afrika, die ihre heutigen literarischen Arbeiten stark beeinflussen. Hills lebte und arbeitet heute in Melbourne, Australien. Neben ihren Romanen schreibt sie Herausgeberin eines Kunstprojekts auf australischen Zügen.

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Leben ist auch keine Lösung

Leben ist auch keine Lösung

 (40)
Erschienen am 01.01.2010

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Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
Frenx51vor 10 Monaten

Will ist 17 Jahre, als sein Leben eine große Wendung nimmt, denn er verliert seine Mutter bei einem Autounfall. Von nun an lebt er mit seinem Vater und seinem Bruder alleine unter einem Dach. Doch gleichzeitig passiert noch etwas anderes, denn auf der Beerdigung verliebt sich Will zum ersten Mal untersterblich in ein Mädchen. Kann Tod und Liebe überhaupt gleichzeitig existieren? Für Will beginnt eine Suche-der Suche nach dem Sinn, wie sein Leben weiter verlaufen und es meistern soll, nach dem neuen roten Faden und wie man eigentlich richtig lebt.

 

Das Buch beschäftigt sich mit dem Tod und der Liebe gleichermaßen. Will fällt nach dem Tod in einen Trauerzustand und verliebt sich gleichzeitig. Für Will ist es schwierig, denn sein Bruder und Vater bewältigen den Tod auf ihre Art und Weise. Doch Will reicht dies nicht und er sucht nach der Antwort in Büchern, stellt sich Fragen, liest große Philosophen. Trotzdem ist er unsicher, wie er das Leben meistern kann und ob man sich überhaupt verlieben kann, wenn man gerade erst mit dem Tod einer geliebten Person konfrontiert wurde.

Will steht kurz vor seinem Abschluss, als der Tod der Mutter und die Liebe sein Leben verändert. Für ihn beginnt eine schwierige Zeit, er fühlt sich von dem Bruder und Vater nicht ganz verstanden, findet Nähe und neue Erfahrungen bei seiner Freundin. Jedoch muss er sich selbst durchkämpfen und eine Antwort für sich finden. Das fällt ihm schwer, anfangs kann man sein Verhalten noch verstehen, doch mit der Zeit verhält er sich immer eigenartiger. Will erweckt zu Beginn einen gebrochenen, nachdenklichen Eindruck, mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass er stärker wird, auf manche seiner Fragen Antworten findet und doch bewegt er sich in die schlechtere Richtung. Er wirkt kindlicher, naiver, nimmt das Leben leicht, ist trotzdem nachdenklich, lässt sich von Drogen verleiten, beginnt zu sprayen-seine innere Zerrissenheit wird deutlich- und doch wird er nicht stärker. Bis zum Schluss fehlt irgendetwas und das Buch erscheint nicht rund.

Der Schreibstil ist dafür sehr offen, ehrlich, klar, philosophisch und findet deutliche Worte. Das Thema und die Gedankenkreise werden nicht verschönert, jedoch wirkt es immer wieder auch zu viel drum herum und sehr in vielen Gedankengängen verschwommen. Denn was ist die Kernaussage des Buchs? Vielleicht wird irgendwann alles besser? Auch negative Bewältigungsstrategien helfen den Sinn des Lebens zu finden? In Philosophie-Büchern findet sich die Antwort? Das ist mir weiter unklar und ich fragte mich zum Schluss, was hat mir dieses Buch gebracht?


Ein Buch, das Will bei der Suche nach der Sinnfrage begleitet und Themen wie Trauer, Zweifel, aber auch Hoffnung und Liebe beinhaltet. Doch zum Schluss bleibt leider die Frage was die eigentliche Aussage des Buchs war.

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Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

Ganz nett
Eslinvor einem Jahr

Wills Mutter ist tot. Und keiner hat sich die Mühe gemacht, ihm im Voraus zu erzählen, wie man da jetzt eigentlich mit umgehen soll. Also versucht er, selbst Antworten auf seine Fragen zu finden – und er verliebt sich, ausgerechnet auf der Beerdigung seiner Mutter. Das ist doch sicherlich nicht, wie es sein sollte, oder?

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wahrscheinlich ist das auch einer der Hauptgründe, warum es mir nicht soooo gut gefallen hat.
Das Problem ist die Unentschlossenheit des Hauptcharakters Will. Natürlich ist das auch der Sinn der Sache, immerhin geht es darum, dass Will den Tod seiner Mutter irgendwie zu verarbeiten versucht. Am Anfang funktioniert das Buch deswegen auch ganz gut. Nur zum Ende hin werden die Handlungen echt... fragwürdig.

Das Buch ist ganz witzig, ganz interessant, und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt. Es ist ganz gut, aber eben nicht mehr.
Und nach gut zwei Dritteln der Handlung wird es einfach lächerlich. Will hat die Schnauze voll, er trifft eine Menge schlechter Entscheidungen, und... nunja. Am Anfang des Buches wäre das vielleicht noch verzeihbar gewesen, aber so ist es irgendwie einfach nur enttäuschend.

Insgesamt ist das Buch ganz passabel. Es gibt einige wirklich nette Stellen, aber leider geht es nie über ganz nett hinaus.

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K

Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

Nietzsche für Jugendliche
Klabauterclarensvor 2 Jahren

"Leben ist auch keine Lösung" war für mich ein glücklicher Zufallstreffer, auf den ich durch den ungewöhnlichen Titel aufmerksam wurde. Entgegen meiner Befürchtungen war die Grundstimung des Romans nicht so düster und belastend wie die Thematik vermuten lässt. Zwar spürt man die Verzweiflung des Protagonisten deutlich, doch immer wieder kommen auch positive Gefühle auf, die durch die realitätsnahen Beschreibungen einiger Situationen zu einem Mischwerk aus Unterhaltung und philosophischen Ansätzen beitragen. Letztere traten in Form von Zitaten, Fragen und Gesprächen auf. Einige Philosophen waren mir schon aus dem Ethikunterricht bekannt und es war natürlich toll, ihre Äußerungen mal von einem anderen Blickwinkel aus nachzuvollziehen, doch die wahren Schätze des Romans verbargen sich für mich in unscheinbaren Nebensätzen, von denen einige mich wirklich umgehauen haben. Darum habe ich das Buch auch bewusst in mehreren Teilen gelesen, ich wollte es immer wieder aus der Hand legen um das Gelesene sacken zu lassen. Stellt man sich auf einen klassischen Roman ein, wird man vermutlich von der kaum vorhandenen Spannungslinie und der doch sehr einseitigen Handlung enttäuscht, doch lässt man sich tatsächlich auf die Überlegungen von Will ein, kann man die Lektüre wirklich genießen. Obwohl sie eigentlich sehr leicht und schnell zu lesen ist und viele Gedanken nur angedeutet werden, kann Lia Hills Jugendroman zum Nachdenken anregen und tut beim Lesen teilweise fast weh. Die Romanfiguren wirken alle sehr authentisch und ihre Handlungen sind immer nachvollziehbar, wodurch das Gefühl entsteht, jeder von uns könne von heute auf morgen in diese Situation geraten. Das entspricht genauso der Realität, wie die Reaktionen der Mitmenschen auf Wills Verlust. Besonders gefallen hat mir zudem, dass die schlechten Seiten und Fehler des Protagonisten nicht ausgeklammert oder übermäßig bewertet werden, sondern genauso schonungslos dargestellt sind wie der Rest der Geschichte. Durch die eingestreuten Erinnerungsfetzen gewinnt man zudem ein gutes Bilde der Mutter, als auch ein besseres Verständnis der Beziehung zwischen den Brüdern. Zudem begreift man, dass Will sich nicht erst seit dem Tod der Mutter Gedanken macht, sondern schon immer Veranlagungen dazu hatte. "Leben ist auch keine Lösung" ist ein Glücksgriff gewesen, obwohl ich leider nicht glaube, dass es mich nachhaltig beeinflussen wird.

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