Lia Hills Leben ist auch keine Lösung

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Inhaltsangabe zu „Leben ist auch keine Lösung“ von Lia Hills

Seine Mutter verunglückt bei einem Autounfall. Auf ihrer Beerdingung verliebt er sich zum ersten Mal unsterblich in eine junge Frau. Tod – Liebe. Wie kann das eine so selbstverständlich neben dem anderen stehen? Will ist 17, als er sich, überfordert von den einschneidenden Ereignissen in seinem Alltag, auf die Suche macht. Auf die Suche nach Wahrheit und nach einem Leitfaden durch diesen Irrgarten, der sich Leben nennt. Nach einem Sinn, der die eigene Existenz rechtfertigt. Sterben kann ja wohl jeder. Aber wie um alles in der Welt lebt man?

Eine sehr gelungene Beschreibung und Verdeutlichung des Prozesses weiterzumachen nachdem alles zerfallen ist.

— Klabauterclarens
Klabauterclarens

... da hab ich mehr erwartet... bis jetzt quäl ich mich durch die Seiten...

— Marakkaram
Marakkaram

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    Leben ist auch keine Lösung
    Klabauterclarens

    Klabauterclarens

    30. May 2017 um 20:01

    "Leben ist auch keine Lösung" war für mich ein glücklicher Zufallstreffer, auf den ich durch den ungewöhnlichen Titel aufmerksam wurde. Entgegen meiner Befürchtungen war die Grundstimung des Romans nicht so düster und belastend wie die Thematik vermuten lässt. Zwar spürt man die Verzweiflung des Protagonisten deutlich, doch immer wieder kommen auch positive Gefühle auf, die durch die realitätsnahen Beschreibungen einiger Situationen zu einem Mischwerk aus Unterhaltung und philosophischen Ansätzen beitragen. Letztere traten in Form von Zitaten, Fragen und Gesprächen auf. Einige Philosophen waren mir schon aus dem Ethikunterricht bekannt und es war natürlich toll, ihre Äußerungen mal von einem anderen Blickwinkel aus nachzuvollziehen, doch die wahren Schätze des Romans verbargen sich für mich in unscheinbaren Nebensätzen, von denen einige mich wirklich umgehauen haben. Darum habe ich das Buch auch bewusst in mehreren Teilen gelesen, ich wollte es immer wieder aus der Hand legen um das Gelesene sacken zu lassen. Stellt man sich auf einen klassischen Roman ein, wird man vermutlich von der kaum vorhandenen Spannungslinie und der doch sehr einseitigen Handlung enttäuscht, doch lässt man sich tatsächlich auf die Überlegungen von Will ein, kann man die Lektüre wirklich genießen. Obwohl sie eigentlich sehr leicht und schnell zu lesen ist und viele Gedanken nur angedeutet werden, kann Lia Hills Jugendroman zum Nachdenken anregen und tut beim Lesen teilweise fast weh. Die Romanfiguren wirken alle sehr authentisch und ihre Handlungen sind immer nachvollziehbar, wodurch das Gefühl entsteht, jeder von uns könne von heute auf morgen in diese Situation geraten. Das entspricht genauso der Realität, wie die Reaktionen der Mitmenschen auf Wills Verlust. Besonders gefallen hat mir zudem, dass die schlechten Seiten und Fehler des Protagonisten nicht ausgeklammert oder übermäßig bewertet werden, sondern genauso schonungslos dargestellt sind wie der Rest der Geschichte. Durch die eingestreuten Erinnerungsfetzen gewinnt man zudem ein gutes Bilde der Mutter, als auch ein besseres Verständnis der Beziehung zwischen den Brüdern. Zudem begreift man, dass Will sich nicht erst seit dem Tod der Mutter Gedanken macht, sondern schon immer Veranlagungen dazu hatte. "Leben ist auch keine Lösung" ist ein Glücksgriff gewesen, obwohl ich leider nicht glaube, dass es mich nachhaltig beeinflussen wird.

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  • Leben ist auch keine Lösung

    Leben ist auch keine Lösung
    KymLuca

    KymLuca

    24. April 2016 um 15:06

    Will hat seine Mutter bei einem Autounfall verloren und versucht jetzt verzweifelt mit seiner Trauer umzugehen. So lernt er die Welt der Philosophie kennen und scheint sich in ihr zu verlieren.

    An sich kein schlechtes Buch, aber auch nicht überragend.

  • Olek über "Leben ist auch keine Lösung"

    Leben ist auch keine Lösung
    Olek

    Olek

    11. April 2013 um 16:46

    Die Geschichte und meine Meinung: Mit ihren roten Haaren und dem weißen Kleid hat sie ihn verführt. Normalerweise trägt man schwarz bei einer Beerdigung. Wills Mutter ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Und hat ihn, seinen Bruder und den Vater alleine gelassen. Wie sollen die drei Männer alleine klarkommen? Sogar das Essenkochen stellt sich als kompliziert dar. Doch Taryn, die hübsche im weißen Kleid, bezaubert Will und hilft ihm den Verlust zu verarbeiten. Nichtsdestotrotz fehlt Will seine Mutter und er versucht den Sinn des Lebens und Sterbens in der Philosophie zu finden. Die schon vor langer Zeit toten Philosophen haben ganz sinnvolle Gedanken hinterlassen, findet Will. Aber kann er wirklich seinen Frust ertränken, indem er in Büchern versinkt? Das scheint garnicht so einfach....Will sackt immer mehr ab, trifft sich im komischen Gestalten und fängt an Drogen zu nehmen. Nichts scheint zu helfen, und den Tod der Mutter einfach hinzunehmen, verbietet die Philosophie. Der einzige Stützpunkt bleibt seine Freundin Taryn, die immer an seiner Seite ist. Die Handlung ist aus Wills Sicht und im Präsens geschrieben. Beim Lesen haben mit die nicht allzu langen Kapitel gefallen und haben das Lesen noch schneller gemacht. Der Roman an sich war ok. Leider habe ich keine Spannungskurve erleben können, was jedoch in diesem Buch nicht so schlimm war. Da die Handlung auf dem Leben basiert und nicht unbedingt immer im selben Muster verläuft. Es wurde detailreich und mit viel Gefühl geschrieben, was dazu führte, dass man sich sehr gut in Will versetzen lassen konnte. Die Umschlaggestaltung fand ich auch sehr schön. Der Englische Titel lautet “The Beginner’s Guide to Living” was auch gut zum Cover passt.  Fazit: ( 3 von 5 Punkten) Ich finde ein Platzierung zwischen "Ganz Gut" und "OK" angemessen. Der Roman haut einen nicht vorm Hocker, ist aber auch nicht schlecht. Eine traurige und sehr emotionale Geschichte über das Klarkommen mir dem Tod.

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Asaviel

    Asaviel

    11. December 2012 um 09:55

    Diese Geschichte setzt genau zu dem Zeitpunkt ein, zu dem Wills Mutter stirbt. Der Leser ist nicht dabei, denn er folgt ausschließlich Will, denn es wird immer aus seiner Perspektive erzählt. So wird eben auch aus seiner Sicht erzählt, dass er nichts gespürt hat, als seine Mutter plötzlich aus dem Leben gerissen wurde. Natürlich steht nun die Frage offen: Wie soll ein Jugendlicher in diesem Moment weiterleben. Der Verlust schmerzt so sehr, dass Will ihn körperlich spürt. Aus dieser Grundkonstellation muss sich natürlich ein sehr nachdenkliches Buch ergeben, das den Leser ganz schnell in eine melancholische Stimmung versetzt, denn es gelingt nur allzu leicht mit dem Protagonisten mitzufühlen. Der Schreibstil ist der Sprache des jungen Mannes angepasst. Jugendlich, nachdenklich und es schwingt etwas verzweifeltes darin mit, wenn dem Leser nur Gedankenfetzen und sehr kurze Absätze präsentiert werden. Es gibt viele weise Sätze in diesem Buch, die nicht nur aus Zitaten bestehen, sondern uns auch als Wills Gedanken und Wills Notizen präsentiert werden. Nicht nur, aber gerade auch Menschen, Jugendliche, die einen Verlust erlitten haben, werden sicher hier eine Möglichkeit erhalten neue Kraft und neuen Mut zu schöpfen, ohne das Gefühl zu haben, dass der Moralapostel mit erhobenen Zeigefinger hinter ihnen steht. Denn Will schwankt zwischen zwei Extremen. Einerseits stellt er die existenziellen Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Sinn des Seins und sucht die Antworten auch bei den großen Philosophen. Aus diesem Grund gibt es auch von diesen diverse Zitate, die oft nicht auf Anhieb zu verstehen sind. Für sie muss man sich auf jeden Fall Zeit lassen. Andererseits macht Will viel Unsinn, um zu spüren, das er noch lebt. So spielt auch Sexualität und der Umgang mit Sexualität eine große Rolle, während über der gesamten Szenerie die Frage schwebt, wie er weiterleben soll. Zusätzlich spielt auch die restliche Familie, also Wills Vater und sein Bruder eine Rolle. Beide gehen sie ganz anders mit dem Verlust um als der Protagonist und dies erschwert für ihn natürlich die Situation zusätzlich. Dies ist nicht nur eine Geschichte über den Tod und über den Verlust, den jeder Todesfall in das Leben der Zurückgebliebenen reißt. Nein, es ist eben eine Geschichte auch über das Leben und über die Liebe. Auf wenigen Seiten werden viele Gefühle nicht nur angesprochen, sondern auch im Leser geweckt. So geht das Geschehen ans Herz und teilweise muss sich sicher der eine oder andere auch eine Träne wegwischen. Natürlich kann es am Ende kein klassisches Happy End geben, denn Wills Mutter ist schließlich immer noch tot, aber es ist ein versöhnliches Ende eines sehr nachdenklichen Buches. Innerhalb weniger Stunden sind die 250 Seiten für den geübten Leser beendet. Danach konnte ich nicht sofort in eine neue Geschichte eintauchen, denn vorher wollte diese verarbeitet werden. Fazit: Eine Geschichte über Tod und Verlust, aber auch über Leben und lieben. Der Protagonist schwankt zwischen Extremen und sucht zwischen Philosophen und der eigenen Sexualität nach dem Sinn des Lebens. Von dieser Geschichte wird der Leser sofort in den Bann geschlagen und kann mit diesem Jungen fühlen, der viel zu früh seine Mutter verliert. Definitiv lesenswert.

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Emjay

    Emjay

    07. September 2012 um 12:56

    Freud und Leid liegen angeblich dicht beieinander. Wie dicht, muss der siebzehnjährige Will Ellis feststellen, als seine Mutter bei einem Autounfall stirbt und er ausgerechnet auf der Beerdigung ein Mädchen sieht und sich auf den ersten Blick verliebt. Geht das eigentlich? Kann man trauern und lieben auf einmal? Mit dieser Situation beginnt das Jugendbuch "Leben ist auch keine Lösung" der neuseeländischen Autorin Lia Hills, das auf Deutsch bei Script 5 erschienen ist. Will ist ein nachdenklicher Typ. Mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert, weiß er nicht, was er denken oder fühlen soll. Auch der Rest der Familie erstarrt in Trauer. Wills zurückhaltender Vater Michael zieht sich noch weiter in sich zurück. Und sein älterer Bruder Adam, der von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückkehrt, schafft es auch jetzt nicht, seine Eifersucht auf den jüngeren Bruder abzulegen. So bewegen sich die drei Männer in einem Kreislauf von Schweigsamkeit, Trauer und schwelender Aggression. Zufällig trifft Will das Mädchen wieder, das ihm auf der Beerdigung seiner Mutter so spontan den Kopf verdreht hat und das er seitdem nicht vergessen kann. Taryn ist die Tochter eines alten Freundes seiner Eltern. Sie kommen sich näher und beginnen eine Liebesbeziehung. Aber auch Taryn kann Will nicht davon abhalten, an allem und jedem zu zweifeln. Langsam verliert er jeden Halt, schwänzt die Schule, betrinkt sich und nimmt Drogen. Aber alles hilft ihm nicht weiter auf seiner Suche nach der Frage, warum man sterben muss und wie man eigentlich lebt.   Lia Hills ist das Kunststück gelungen, die Trauer eines Jugendlichen einzufangen und wiederzugeben ohne in Kitsch oder Plattitüden abzurutschen. Dabei ist ihre Sprache nie überzogen. Sie hat es verstanden, das Seelenleben eines Pubertierenden einzufangen, der zwischen seinen Emotionen hin- und her taumelt und weder weiß, wie er fühlen noch wie er handeln soll. Die eingestreuten Erinnerungsschübe, die Will an seine Mutter hat, machen die Lektüre sehr lebendig. Genauso wie die Ausflüge in die Philosophie. Schließlich stellte schon Seneca vor 2000 Jahren fest: „Nur die Philosophie kann ein Herz von seiner Verzweiflung befreien, dessen Trauer der Liebe entspringt. Lia Hills wurde in Neuseeland geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Australien, außerhalb von Melbourne. Einige ihrer Werke wurden bereits international veröffentlicht. Leben ist auch keine Lösung ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Xemeria

    Xemeria

    01. April 2011 um 07:45

    Kurzbeschreibung Seine Mutter verunglückt bei einem Autounfall. Auf ihrer Beerdingung verliebt er sich zum ersten Mal unsterblich in eine junge Frau. Tod – Liebe. Wie kann das eine so selbstverständlich neben dem anderen stehen? Will ist 17, als er sich, überfordert von den einschneidenden Ereignissen in seinem Alltag, auf die Suche macht. Auf die Suche nach Wahrheit und nach einem Leitfaden durch diesen Irrgarten, der sich Leben nennt. Nach einem Sinn, der die eigene Existenz rechtfertigt. Sterben kann ja wohl jeder. Aber wie um alles in der Welt lebt man? Meine Meinung Vorneweg muss ich sagen, dass ich ganz andere Erwartungen an das Buch hatte. Ich hatte mit einer leicht verrückten Geschichte gerechnet, in der es darum geht, dass ein Teenager seinen Weg sucht. Letzters stimmt zwar, Will sucht seinen Weg. Aber verrückt ist die Geschichte nicht. Eher tieftraurig. Denn nach dem Tod seiner Mutter ist Will hilflos. Sein Bruder Adam geht mit dem Tod der Mutter offensichtlich ganz cool um. Sein Vater stürzt sich erst in Arbeit, später in Alkohol. Und Will? Der stürzt sich in eine Bibliothek und in die Liebe. Er sucht die großen Philosophen, sucht Antworten auf die ihn ewig quälende Frage "warum". Und auch Taryn, seine Freundin, hilft und unterstützt Will auf seiner speziellen Suche. Am Ende findet er seinen Weg und auch die drei Männer der Familie können endlich gemeinsam über ihre Trauer reden. Das Buch ist für mich eins der ganz großen Emotionen. Aber der niederdrückenden. Lia Hills schreibt so beklemmend, dass mir teilweise der Atem beim Lesen gestockt ist. Man kann Wills Gefühlswelt richtig intensiv mit erleben, und da Will hilflos und trauernd ist, sind das keine schönen Gefühle. Das spricht natürlich zweifelsfrei für die Qualität des Buches, macht das Leseereignis aber an sich zu einer unangenehmen Sache. Schließlich wird man über 220 Seiten durch diese Trauer hindurchgezogen, durch all diese Verzweiflung. Viele philosophische Zitate kommen in dem Buch vor, klar, ist es auch das, was Will hilft. Aber dadurch wird das Buch noch schwerer, als es über die Grundstimmung eh schon ist. Es ist ein beklemmendes Buch, eins, dass zwar gut geschrieben ist aber genau dadurch unglaublich drückend wirkt. Nach diesem Buch hatte ich noch das Bedürfnis, mit meinem Freund zu reden. Weil es eben auch eigene Ängste hochspült: wie gehe ich mit dem Tod meiner Mutter um? Ich war nach der Lektüre regelrecht niedergeschlagen. Solche Emotionen hat bisher sehr selten ein Buch bei mir hervorgerufen. Am Ende des Gesprächs mit meinem Freund habe ich geweint. Irgendwie war es unterm Strich doch zu heftig für mich. Wie gesagt, ich hatte falsche Erwartungen. Vor allem das Cover, dieses unsäglich hässliche und auch irreleitende Cover! Hätte ich gewust, worum es in dem Buch geht, hätte ich es womöglich (noch) nicht gelesen. Es ist ein Thema, dem man gewachsen sein muss und Lia Hills versteht es, dieses Thema auf die richtige emotionale Basis zu bringen. War nicht leicht. Und am Ende wollte ich es einfach nur noch durch haben, um mich nicht ständig mit dieser Stimmung auseinander setzen zu müssen. Dennoch hätte ich es vielleicht nicht unbedingt vorm Schlafenlesen durchlesen müssen. Klar, dass am Ende auch der Traum das Thema hatte. 4 Sterne für ein Buch, das zweifelsfrei sehr sehr gut ist. Ein Stern Abzug wegen der Falle, in die ich getappt bin (Cover und Klapptext).

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Charlousie

    Charlousie

    15. November 2010 um 14:57

    Zitat S.145: „Wir wissen nicht, wann wir sterben müssen, aber unsere Körper wissen das.“ Inhalt: Wills Mutter stirbt bei einem Autounfall. Von da an ist für Will nichts mehr so, wie es war. Zunächst verliebt er sich zum ersten Mal so richtig; in das Mädchen Taryn. Sie kommen zusammen und werden ein Paar. Doch ihr Glück wird vom Tod der Mutter überschattet. Will verändert sein Verhalten, wird viel nachdenklicher und beginnt vieles für wertlos zu halten. Er geht in die 12. Klasse und wichtige Prüfungen stehen an, doch er kann und will nicht lernen, irgendwie ist das nicht mehr wichtig genug. Stattdessen kauft er sich Spraydosen, um aussagekräftige Sätze, die füt ihn noch etwas bedeuten zu verbreiten und der Welt zu erzählen. Will sucht einen Hohlraum zwischen Leben und Tod. Er begleitet seine Handlungen mit existenziellen Fragen wie nach dem Sinn des Lebens, der richtigen Wahrheit und natürlich dem Tod, vorrangig dem seiner Mutter. Er zieht sich mehr und mehr in sich und seine Gedankenwelt zurück, bis er bemerkt, dass er nicht nur seine Mutter verloren hat, sondern auch noch Taryn zu verlieren droht. Dann eröffnet sie ihm auch noch, dass sie möglicherweise schwanger sein könnte… Meine Meinung: „Leben ist auch keine Lösung“ von Lia Hills beschreibt in einer kurzen und knackigen Geschichte die Sorgen eines Jungen nach dem Tod seiner Mutter. Er ist ruhelos und verliert scheinbar seinen einzigen Anker. Durch viele philosophische Zitate wird seine Gedanken und Gefühlswelt sehr deutlich. Er ist alleine und mit dem Tod seiner Mutter ist es beinahe so, als ob auch ein Stück von ihm mit ihr mitgestorben sei. Taryn ist die einzige, die ihm in diesem Leben noch etwas bedeutet. Wobei er sich fragt, was das Leben überhaupt im Allgemeinen noch für einen Wert darstellt. Was macht ein Leben aus? Was genau ist der Wandel zwischen Leben und Tod? Dabei beschäftigt es ihn sehr, ob es überhaupt vertretbar ist, so glücklich verliebt zu sein, nachdem seine Mutter so tragisch verunglückte. Will sieht es beinahe schon als eine Art Verrat an. Lia Hills hat mit ihrem ersten Roman für junge Erwachsene einen riesigen Meilenstein gelegt. Sie beschäftigt sich mit einem sehr schwierigen und eigentlich nicht definierbaren Thema. Eine Mischung aus dem Sinn des Lebens und die Frage nach dem Warum, wenn es um den Tod geht. Der Roman „Leben ist auch keine Lösung“ ist nicht besonders lang, beinhaltet aber die wichtigsten Kernaussagen, damit man sich mit Will identifizieren kann, seine problematischen Gedanken versteht und die Beziehung zwischen ihm und Taryn schlüssig wird. Mehr als einmal habe ich beim Lesen innehalten müssen, um neben Wills Überlegungen über das Leben, meinen eigenen Gedanken nach zu gehen. Das bedeutet also, dass die Botschaft von „Leben ist auch keine Lösung“ bei mir angekommen ist. Lia Hills Roman ist keine leichte Kost und bestimmt nicht nebenher zu lesen, damit man die Tiefe der Handlung erkennen kann. Bisher hat mir noch kein Buch wirkliche „Lösungen“ zum Sein nahelegen können, doch Lia Hills hat schon einige gute Ansätze angesprochen, die ich für mich noch einmal vertiefen werde. Unkompliziert und beinahe wie von selbst entwickelt sich die Handlung und mit ihr der Protagonist weiter. Denn auch wenn er es nicht bemerkt, mit den Fragen, die er sich stellt, die sich im übrigen wie ein Leitfaden durch das gesamte Geschehen ziehen, erhält er einige neue Ansichten und löst sich Stück für Stück von seinem zerütteten, alten Ich. Das machte im wesentlichen die Spannung aus, weil ich mich fragte, wo Will wohl am Schluss landen wird, da ihm einiges immer unwichtiger und unbedeutender vorkam, was aber tatsächlich durchaus von großer Wichtigkeit ist. (Man nehme die Schule für sein weiterführendes Leben). Das Cover spiegelt sehr gut den Konflikt zwischen dem Tod der Mutter und Wills Leben wider. Mit ein wenig Fantasie könnte der Titel sowohl „Leben ist auch keine Lösung“, als auch „Lieben ist auch keine Lösung“ heißen, was ein Grundelement der Handlung ist und die LeserInnen im Prinzip schon auf die Geschichte vorbereitet. Mein Fazit: Lia Hills Roman bietet eine schlüssige Handlung über einige philosophische Fragen und Definitionen über Leben, Wahrheit und Tod. Mit viel Tiefgang und einem starken Protagonisten baut sie diese Elemente geschickt in eine Geschichte ein, die sich sehr gut, sehr flüssig und sehr gefühlvoll lesen ließ. Mich hat ihr Buch überrascht und ich wäre froh, wenn es nicht das letzte Buch von ihr wäre, was ich lesen würde. Vielen Dank dem script5-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    sunday

    sunday

    02. November 2010 um 10:48

    Leben ist auch keine Lösung von Lia Hills. In diesem Buch geht es um einen Jungen namens Will, dessen Leben durch den Tod seiner Mutter total auf den Kopf gestellt wird. Zu allem Überfluss verliebt er sich auf der Beerdigung seiner Mutter auch noch in ein Mädchen. Durch den Tod seiner Mutter leben jetzt er, sein Vater und sein Bruder allein unter einem Dach und jeder von ihnen hat seine eigene Art mit der Trauer umzugehen. Doch als ob das nicht noch alles schlimm genug wäre, verhält sich Wills Bruder mal wieder wie ein egoistischer Arsch und macht allen das Leben schwer. Wil fängt an in philosophischen Texten nach dem Sinn des Lebens zu forschen und kommt schließlich mit dem Mädchen von der Beerdigung zusammen. Am Ende erkennt er, dass er sein Leben weiter leben muss, egal wie schwer es ist. Meiner Meinung nach ein Buch, dass man lesen kann, wenn man gerade kein anderes Buch hat. Für zwischendurch und man liest es nur einmal.

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    suessepezi

    suessepezi

    17. October 2010 um 23:30

    Wie der Tod unser Leben verändert Der Tod ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Nur schwer kann man den Verlust einer nahestehenden Person akzeptieren. Auch der Protagonist Will Ellis wird in dem Roman "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills unerwartet mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Der Verlust versetzt die ganze Familie unter Schock, wobei Will als einziger seine Trauerarbeit offen praktiziert. Ein selbst erstellter Fragenkatalog soll ihm Antworten nach dem „Warum?“ liefern. Dabei verliert er sich immer mehr in der Suche nach dem Sinn des Lebens und grenzt sich von seinem alten Leben ab. Will lernt während dieser schweren Zeit Taryn kennen. Im Gegensatz zu seiner Familie findet er bei ihr Halt und Verständnis. Jedoch bewahrt ihn auch die Liebe nicht vor dem tiefen Fall in eine Identitätskrise. Meiner Meinung nach bietet Lia Hills dem Leser ein intensiv geführtes Porträt eines 17-jährigen Jungen, der vor dem Abgrund steht und nicht weiß, wo sein Weg hinführen soll. Man begibt sich auf die Reise in Wills Gedankenwelt, die von Unverständnis, Wut, Neid und Selbstmitleid geprägt ist. Hills gelingt es, ein unangenehmes Thema authentisch darzustellen und setzt den jugendlichen Sprachstil gekonnt ein. Mein Fazit: Dieses Buch beweist, dass es wichtig ist, mit seiner Trauer offen umzugehen, um sich selbst wieder zu finden und den Tod akzeptieren zu können.

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Bastelfee

    Bastelfee

    29. June 2010 um 22:20

    Ein Buch über den Tod, die Liebe und das Leben.

  • Frage zu "Werden wir ewig leben?" von Roman Brinzanik

    Werden wir ewig leben?
    doceten

    doceten

    Neues Buch auf dem Nachttisch, diesmal ein Sachbuch: "Werden wir ewig leben?". Spannendes Thema, daher möchte ich gern etwas aus der Belletristik dazu lesen und würde mich über Buch-Empfehlungen freuen, wo die Unsterblichkeit, bzw. das Streben nach ewigen Leben ein Hauptthema ist. Bitte keine Elfen- oder Vampir-Romane! Science-Fiction wäre oke! ;-)

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Herz.Ist.Trumpf

    Herz.Ist.Trumpf

    25. June 2010 um 16:52

    In Leben ist auch keine Lösung geht es um den 17-jährigen Will, der durch einen Unfall von einem Tag auf den anderen seine Mutter verliert. Nun sieht er sich in einem neuen Leben mit seinem Bruder und seinem Vater. Jeder der drei hat seine eigene Variante mit dem Tod umzugehen und ihn zu verarbeiten. Im Mittelpunkt steht hier Will, der sich mithilfe von philosophischen Texten ein Bild über das Leben macht. Er steigert sich immer mehr in diese Gedanken und findet nur schwer wieder heraus. Hierbei hilft ihm auch seine große Liebe, die er auf der Beerdigung seiner Mutter kennenlernt. Im Grunde fand ich die Idee des Buches wirklich nicht schlecht und es sind einige witzige Passagen dabei. Ich fand es ziemlich interessant das man wirklich gesehen hat, das jeder Mensch anders mit dem Thema Tod umgeht und die Flucht in die Philosophie hat etwas poetisches. Was mich hierbei allerdings gestört hat, war das Mischverhältnis. Auf der einen Seite waren mir die Passagen über die Philosophen und ihre Meinung zum Leben zu lang auf der anderen Seiten, waren einige der Randhandlung unnötig und fast schon störend. Im Großen und Ganzen ein passables Buch, aus dem man definitv noch mehr hätte machen können.

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  • Frage zu "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht
    Buchling56

    Buchling56

    Hallo, kennt jemand ein ähnliches Buch wie "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher?

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  • Rezension zu "Leben ist auch keine Lösung" von Lia Hills

    Leben ist auch keine Lösung
    Daniliesing

    Daniliesing

    08. March 2010 um 13:48

    "Leben ist auch keine Lösung" - wofür mag ein solcher Titel wohl stehen? Auf jeden Fall ist hier sofort klar, dass es sich um ein Buch handelt, das sich mit einem sehr ernsten Thema beschäftigt: dem Tod! Genauer gesagt wird hier die Geschichte des 17-jährigen Will erzählt. Es beginnt damit, dass seine Mutter beerdigt wird. Sowohl Will, als auch sein Vater und Bruder gehen ganz unterschiedlich mit der Situation um. Wills Bruder mimt Gelassenheit, obwohl es der Leser unter der Oberfläche brodelnt spürt. Sein Vater wiederum hält sich eher zurück und doch spürt man seine Trauer und die Angst davor, in dieser prikären Situation falsch mit seinen Söhnen umzugehen. Doch bei Will ist nochmal alles anders. Auf der Beerdigung entdeckt er ein Mädchen, das ihn sofort bezaubert. Und Will hat Glück - kurze Zeit später bekommt er die Möglichkeit Taryn näher kennen zu lernen und schon bald sind sie ein Paar. Für Will ist die Situation jedoch alles andere als einfach. Seine Stimmung kann ständig kippen und oft übermannen ihn extreme Emotionen. Auch fragt er sich, ob es überhaupt richtig und möglich ist, sich in seiner momentanen Situation zu verlieben. Darf man glücklich sein, wenn die eigene Mutter gerade gestorben ist? So beginnt der Junge sich mit Philosophen und deren Meinungen auseinander zu setzen, stellt sich immer mehr Fragen über das Leben und dessen Sinn und versucht so seine Lage zu verarbeiten, ihr aber auch oft zu entfliehen. Dabei scheint es manchmal, als verwandele er sich in einen ganz anderen Menschen. Lia Hills hat mit "Leben ist auch keine Lösung" einen sehr dramatischen Roman geschrieben, der für ältere Jugendliche bzw. erwachsene Leser geeignet ist. Bis auf wenige ausgelassene Momente ist dieses Buch nämlich recht nachdenklich und düster, und durch seine fast schon poetische Seite für jüngere Leser sicherlich nicht ganz einfach zu lesen. Als Leser kann man sich durchaus gut in Will und die anderen Figuren hineinversetzen, auch Wills Stimmungsschwankungen sind sehr gut nachvollziehbar. Und doch springt der Funke nicht zu hundert Prozent auf den Leser über. Die ganze Zeit ist es mehr ein Verstehen, als ein tatsächliches Abtauchen in die Geschichte und Mitleiden und -freuen mit den Figuren. Die Gliederung von "Leben ist auch keine Lösung" nach Wills selbst gestellten Fragen ist hingegen eine sehr gute Idee. Jedoch haben diese extrem philosophischen Fragen die Eigenart, den Leser nicht so sehr auf gefühlsmäßiger, sondern vielmehr auf geistiger Ebene zu bannen. "Leben ist auch keine Lösung" ist folglich ein sehr nachdenkliches Buch, das das Verhalten eines Jugendlichen nach dem Tod seiner Mutter glaubhaft darstellt. Dabei vergisst es aber nicht aufzuzeigen, dass das Leben trotzdem weitergeht, auch wenn es nicht immer so leicht ist, sich darauf einzulassen.

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