Lia Norden Die Schatten eines Sommers

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Inhaltsangabe zu „Die Schatten eines Sommers“ von Lia Norden

Lügen und Geheimnisse: Es ist ein ungewöhnlich heißer Sommer. Fast so heiß wie damals, als Dorit, Hanna, Fabienne und Marie noch Teenager und unzertrennlich waren. Bis zu dem Tag, der alles änderte. 25 Jahre später verarbeitet Hanna die Ereignisse von damals zu einem Roman. Das Buch wird ein Bestseller. Kurz darauf wird Dorit tot aus einem See geborgen. Selbstmord? Bei ihrer Beerdigung begegnen sich die Freundinnen von einst wieder. Auf jeder von ihnen lastet Schuld, und immer drängender wird die Frage, ob Dorit sich wirklich selbst das Leben nahm. Lia Norden - das sind drei Autorinnen, die den Heldinnen dieses Romans ihre jeweils ganz persönliche Stimme verleihen.

Erschreckende Geschichte, die spannend Stück für Stück enthüllt wird und in einer Überraschung mündet. Nur das Ende erschien mir zu leicht..

— Leo_liest
Leo_liest

Lassen sich die Schatten der Vergangenheit abschütteln? Ein fesselnder Roman über Freundschaft, Vergangenheitsbewältigung und Jugendsünden.

— Klusi
Klusi

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  • Die Schatten eines Sommers

    Die Schatten eines Sommers
    joshi_82

    joshi_82

    18. February 2014 um 13:51

    "Die Schatten eines Sommers" ist ein Buch, wie man es nicht jeden Tag zu lesen bekommt, was schon alleine daran liegt, dass drei Autorinnen jeweils einer der Protagonistinnen ihre Stimme leihen und jede für sich in der Ich-Perspektive erzählen darf. Das hat mir hier unheimlich gut gefallen, hat man so doch einen perfekten Einblick in die Ereignisse und das Gefühlsleben dieser drei ehemaligen Freundinnen. Abgerundet wird die Geschichte mit Rückblicken in die Vergangenheit, denn der Grund für den Tod von Dorit, der vierten im Bunde, hängt mit einem Sommer zusammen, in dem die vier beinah unzertrennlich waren. Um welches Ereignis es sich handelt, erfährt der Leser erst nach und nach, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Was genau ist passiert, warum haben die Freundinnen sich aus den Augen verloren und möchten eigentlich gar nicht in ihr altes Heimatdorf zurück? Diese Fragen beantworten die Autorinnen gekonnt Stück für Stück, wobei jede von ihnen gleichermaßen zu Wort kommt. Diese drei passen schreibstil-technisch so gut zusammen, dass es perfekt passt und doch jede der Protagonistinnen eine ganz eigene Weise zu erzählen hat. Der Wechsel der Perspektiven macht das Ganze noch spannender, denn oft wird die Erzählung jeweils an einer Stelle unterbrochen, an der gerade etwas wichtiges passiert, so dass man einfach weiterlesen muss. Zwar gibt es hier auch ruhige Momente, die die Spannung aber keinesfalls schmälern, denn so erfährt der Leser, wie die Beziehung zwischen diesen drei so unterschiedlichen Freundinnen tatsächlich ist. Das gibt den Charakteren die nötige Tiefe und lässt die Geschichte nochmal in einem anderen Licht erscheinen.  Fazit: "Die Schatten eines Sommers" ist ein recht ungewöhnlicher Krimi, schon alleine weil drei Autorinnen hier zusammenarbeiten. Das macht jedoch den Reiz aus, verleiht doch jede "ihrer" Protagonistin ihre ganz eigene Stimme. Durch viele Rückblicke und den jeweiligen Erzählungen aus der Ich-Perspektive kann man die Protagonistinnen wunderbar kennenlernen und die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

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  • Die Vergangenheit ruht nicht

    Die Schatten eines Sommers
    Manja82

    Manja82

    24. May 2013 um 16:25

    Kurzbeschreibung: Lügen und Geheimnisse: Es ist ein ungewöhnlich heißer Sommer. Fast so heiß wie damals, als Dorit, Hanna, Fabienne und Marie noch Teenager und unzertrennlich waren. Bis zu dem Tag, der alles änderte. 25 Jahre später verarbeitet Hanna die Ereignisse von damals zu einem Roman. Das Buch wird ein Bestseller. Kurz darauf wird Dorit tot aus einem See geborgen. Selbstmord? Bei ihrer Beerdigung begegnen sich die Freundinnen von einst wieder. Auf jeder von ihnen lastet Schuld, und immer drängender wird die Frage, ob Dorit sich wirklich selbst das Leben nahm. (Quelle: rororo) Meine Meinung: Während ihrer Jugend waren die Teenager Dorit, Hanna, Fabienne und Marie unzertrennlich. In dem einen Sommer haben sie viel Zeit am Lupiner See verbracht. 25 Jahre später treffen sich 3 der 4 Frauen wieder, auf der Beerdigung von Dorit. Sie ist ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. So stellt sich doch die Frage, war es wirklich Selbstmord? Kurz vor Dorits Unfall hat Hannah ein Buch über die Erlebnisse dieses Sommers von vor 25 Jahren herausgebracht und es wurde rasch zum Bestseller. Jetzt stellen sich natürlich Fragen ob vielleicht das Buch mit Schuld hat. Auf der Beerdigung werden Erinnerungen an damals wach, denn viele Geschehnisse belasten die Frauen noch immer. Es wird schnell klar, die Vergangenheit ruht immer noch nicht … Der Roman „Die Schatten eines Sommers“ wurde von Lia Norden geschrieben. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich die Autorinnen Cornelia Franz, Sylvia Heinlein und Katja Reider. Drei mir bisher unbekannte Autorinnen, umso gespannter war ich auf dieses Buch. Die 3 Protagonistinnen Fabienne, Hannah und Marie sind alle sehr gut gezeichnet und könnten unterschiedlicher wirklich nicht sein. Hannah ist eher die Anführerin, selbstbewusst und schön. Sie hat ein Buch über die Erlebnisse vor 25 Jahren herausgebracht. Fabienne ist die intelligenteste der 3 und Marie wirkt eher unsicher und selbstkritisch. Es scheint so als ob die Frauen nicht wirklich gereift sind seit dem Sommer vor 25 Jahren. Sie benehmen sich teilweise immer noch kindisch, als wären sie noch immer Teenager. Einzig die vierte im Bunde, die nun tote Dorit scheint erwachsen geworden zu sein. Über sie erfährt der Leser allerdings nur etwas aus den Erinnerungen der anderen drei. Der Schreibstil des Autorinnentrios ist locker und sehr angenehm zu lesen. Man fliegt quasi durch die Seiten und merkt es nicht wirklich. Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Hannah, Marie und Fabienne. Sie erzählen ihren Part dann jeweils in der Ich-Perspektive. Die Handlung selber ist spannend und fesselt den Leser ans Buch. Was damals wirklich passiert ist kommt er nach und nach ans Licht. Immer wieder gibt es Erinnerungen an die Zeit vor dem Unfall von Dorits Mutter und man erkennt langsam was mit ihr passiert ist. Das Ende des Romans hat mich ziemlich überrascht. Im Nachhinein allerdings ist mir klar geworden das es während der Handlung immer wieder kleine Andeutungen gibt, die aufs Ende hinweisen. Fazit: „Die Schatten eines Sommers“ von Lia Norden ist eine interessante Geschichte über 3 Frauen, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben. Die spannende Handlung und der lockere Schreibstil sorgen für unterhaltsame Lesestunden.

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  • Nur wir wissen, was wir damals getan haben ...

    Die Schatten eines Sommers
    Girdie

    Girdie

    14. May 2013 um 15:30

    Im Rowohlt Verlag ist der Roman „Die Schatten eines Sommers“ von Lia Norden als Taschenbuch erschienen und umfasst 251 Seiten. Hinter dem Pseudonym „Lia Norden“ verbergen sich drei Autorinnen aus Hamburg. Daher interessierte es mich, ob es möglich ist in dieser Kombination einen Roman zu schreiben der ein „rundes“ Ganzes ergibt und ich muss sagen, dass es aus meiner Sicht sehr gut gelungen ist. Nach über 25 Jahren treffen sich Hanna, Fabienne und Marie zum ersten Mal wieder auf der Beerdigung von Dorit. Für einen Sommer waren die vier damals beste Freundinnen, bis Dorits Mutter ein schlimmes Unglück passierte. Was einst passiert ist wird erst so nach und nach deutlich. Aber jede der drei noch lebenden Frauen scheint seither eine Last mit durch ihr Leben zu tragen. Kleine Bemerkungen in ihrer Umgebung und kurze Erinnerungsblitze lenken ihre Gedanken immer wieder auf die Zeit vor den Unfall. Basierend auf diesen Erlebnissen hat Hanna, die inzwischen Schriftstellerin ist, ein Buch geschrieben. Natürlich hat sie die Tatsachen entsprechend verfälscht, doch am Ende bringt sich die vom Charakter her Dorit sehr ähnliche Person in ihrem Buch um. War diese Darstellung im Roman Mitschuld am Tod ihrer früheren Freundin? Auf dem Titel wirkt eine Wasserfläche als Spiegel für die Silhouette einer Frau, die barfuß auf einem Steg steht und ins Wasser blickt. Es könnte eine Momentaufnahme von Dorit vor ihrem Tod sein, doch nahezu bis zum Schluss fiebert der Leser auf die Antwort darauf, ob sie Selbstmord begangen hat. Schattenhaft sind die Farben des Covers gehalten. Von den Schatten der Vergangenheit werden die drei Protagonistinnen eingeholt. Schuld oder Unschuld steht für den Leser im Vordergrund. Die Erzählsicht wechselt ständig zwischen den einzelnen Frauen, die jeweils aus der Ich-Perspektive ihre gegenwärtigen Situation und ihre Gefühlseindrücke schildern, aber im Vergleich dazu auch Rückblick halten. Denn alle hatten damals schon eigene Persönlichkeit und sind nun darauf gespannt, ob die anderen sich inzwischen geändert haben. Jede der Autorinnen hat die Rolle einer der Freundinnen übernommen. Die Ereignisse werden aber nicht etwa dreimal aus unterschiedlichen Sichten dargestellt, sondern ergänzen sich und fließen ineinander über, so dass die Spannung nicht verlorengeht und sich ein harmonisches Ganzes ergibt. Das Ende hält für den Leser dann noch eine Überraschung bereit.

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  • Die Schatten eines Sommers

    Die Schatten eines Sommers
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. May 2013 um 16:14

    Ein Sommer der alles verändert, ein Sommer der eine Freundschaft unter vier Mädchen zerstört und Jahre später noch immer seine Zeichen hinterlassen hat. Als Hanna die Ereignisse dieses Sommers dann 25 Jahre später in ein Buch packt und es zu einem Bestseller wird, wird die alte Geschichte von neuem aufgewühlt und ein schreckliches Ereignis, der Tod von Dorit, eine der ehemaligen Freundinnen, führt sie alle wieder zueinander. Hanna,  Fabienne und Marie kehren zurück in ihr altes Heimatdorf umd Dorit die letzte Ehre zu erweisen und um den Grund herauszufinden, wieso sie gestorben ist, genauso wie in Hannas Buch.. Ich mag die Gestaltung des Buches, es passt sehr gut zum Inhalt und schaut dabei noch sehr schön aus. Finde auch, dass es was geheimnisvolles und etwas unheilvolles ausstrahlt und das ist wirklich mehr als treffend. :) Die Grundidee dieser Geschichte finde ich wirklich gut und machte mich total neugierig. Die Geschichte ist auch gut konstruiert auch wenn ich der Meinung bin, dass das Geheimnis um den einen Sommer ein bisschen zu früh klar war, da hätte ich mir generell mehr Aufschub erwartet, damit mich die Neugierde fast zum platzen bringt. ;) Was die Auflösung um Dorits tot angeht, so wurde man hier wirklich bis kurz zum Schluss im Dunkeln gelassen und selbst wenn man es vielleicht geahnt hat, wollte man es nicht wahrhaben. Für mich kam diese Auflösung wirklich recht überraschend und sie hat mich schockiert, da haben die Autorinnen wohl ihr Ziel erreicht. :) An sich ist die Geschichte schlüssig und auch wenn man dieses große Geheimnis das, das Leben aller beeinflusst hat, umgehen können in denen man die Wahrheit gesagt hätte, so waren sie damals alle noch jung und ihr Handeln ist nachvollziehbar. Hinter dem Autoren Namen Lia Norden stecken drei Frauen, ich nehme an, da das Buch aus drei Perspektiven erzählt wurde, hat sich jede einen Charakter angenommen.  Ich finde auch, dass das deutlich zu spüren ist, denn sie haben schon alle ihre eigene Persönlichkeit und sind einander nicht im geringsten ähnlich. Dennoch ist der Schreibstil der drei Autorinnen zwar unterschiedlich aber nicht in einem Ausmaß in dem es stören könnte bzw. auffällt, nur wird damit die unterschiedliche Art des Denkens, der Protagonisten unterstrichen, was dem Buch sehr gut tut. Dennoch war für mich das größte Manko an diesem Buch die Charaktere. Ich konnte mich einfach nicht mit ihnen anfreunden, denn auch wenn die Freundinnen von Grund auf unterschiedlich sind, so haben sie eins gemein, sie sind alle absolut unsympathisch. Mein Lesevergnügen hat das schon beeinträchtigt. Das betrifft vor allem die drei übrig gebliebenden Freundinnen, sie sind mittlerweile Frauen in den 40ern und dennoch benehmen sie sich größtenteils wie junge Mädchen.  Dass das Erlebnis des Sommer noch an ihnen nagt, kann ich nachvollziehen, dass sie aber noch immer so kindisch miteinander umgehen nicht. Sie alle tun sehr boshafte Dinge, die für mich nicht nachzuvollziehen waren und auch wenn es immer gewisse Momente gab in denen ich Fabienne oder Marie ein bisschen was abgewinnen konnte, wurden diese auch schnell wieder ausradiert. Das fand ich wirklich sehr schade, ich weiß nicht was für Charaktere ich erwartet hätte, aber solche nicht. Sie sind arrogant und herablassend, rücksichtslos und egoistisch, solchen Frauen kann ich wahrlich nichts abgewinnen. Dorit, war so die einzige Charakter, der sich wirklich verändert hat und erwachsen geworden ist, so wie aus diesem Fehler gelernt hat. Zumindest ist es das, was ich von ihr mitbekommen habe aus den Erzählungen die getätigt werden, denn wirklich kennenlernen tut man sie ja nicht, sie lebt nur durch die Erinnerungen die sie hinterlassen hat.  Zu den anderen Charakteren lässt sich eigentlich kaum etwas sagen, sie bleiben alle sehr flach und unscheinbar. Spielen jetzt auch nur geringfügig eine Rolle, aber ein bisschen mehr Charakter hätte ihnen nicht geschadet. Ein Buch das viel Potenzial durch die Charaktere verschenkt, dennoch ein kurzweiliges und nettes Lesevergnügen, mit dem man nicht unbedingt etwas falsch mache. ;)

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  • Die Vergangenheit holt dich immer ein

    Die Schatten eines Sommers
    lexxi2k

    lexxi2k

    Der Inhalt: Dorit, Hanna, Fabienne und Marie waren als Teenager unzertrennlich, bis zu diesem einen schicksalhaften Tag, der ihrer aller Leben verändert hat. Nach 25 Jahren arbeitet Hanna, die inzwischen Autorin ist, die Geschehnisse von damals in einem Roman auf und das Leben der vier wird erneut auf den Kopf gestellt. Denn wenige Tage später wird dann Dorit tot aus dem See geborgen und alles deutet auf Selbstmord hin, wäre da nicht die Tatsache wäre, dass Dorit eine gute Schwimmerin war. Meine Meinung: Die Schatten eines Sommers erzählt die Geschichte von vier Freundinnen die einmal unzertrennlich waren aber nach einem erschütternden Ereignis getrennte Wege gegangen sind. Die vier könnten nicht unterschiedlicher sein und auch nach den vielen Jahren haben sie immer noch mit ihrer Rolle von damals zu kämpfen. Hanna, die schöne und selbstbewusste Anführerin, Fabienne die intelligente, Marie die unsicher und selbstkritische und Dorit die selbst bezogene Dramaqueen die irgendwie in Beerenbök hängengeblieben ist. Auf Dorits Beerdigung treffen die drei nach 25 Jahren wieder aufeinander und jede fühlt sich auf ihre Art schuldig, aber sie haben wichtigeres zu tun, denn wenn es kein Selbstmord war, heißt es nun den Mörder zu finden. Hinter dem Pseudonym Lia Norden stecken die drei Autorinnen Katja Reider, Silvia Heinlein und Cornelia Franz. Drei Autorinnen, drei Charakter, drei Erzähl-stränge und dies alles sehr gut in einem Roman umgesetzt. Die dreierlei Perspektiven haben mir sehr gut gefallen da sie unterschiedlich sind und zum jeweiligen Charakter passen. So wird die Geschichte nicht nur aus einer sondern gleich aus drei Sichten erzählt, was das ganze nur noch spannender macht. Der Schreibstil ist angenehm locker und die Seiten fliegen nur so dahin. Je mehr Seiten ich gelesen habe umso fesselnder wurde die Story und ich konnte gar nicht mehr abwarten was am Ende so ans Licht kommt. Das Ende selbst hat mich komplett überrascht und ich musste zweimal lesen ob ich auch ja nichts falsch verstanden habe. Wenn ich im nachhinein nochmal darüber nachdenke, hätte mir die Auflösung schon im zweiten drittel des Buches bekannt sein müssen, da hier schon viele Andeutungen gemacht wurden. Die Schatten eines Sommers ist ein Roman über vier Freundinnen die in ihrer Jugend einen schweren Fehler begannen haben, der sie auch heute noch verfolgt. Es geht um Freundschaft, Geheimnisse und Vergebung, dies gepaart mit einer ordentlichen Portion Nervenkitzel und ein Krimi für ein paar unterhaltsame Lesestunden ist kreiert. Mein Fazit: Die Schatten eines Sommers von Lia Norden besticht durch eine spannende Handlung, drei verschiedene Perspektiven, ein wirklich unvorhergesehenes Ende und jeder Menge Geheimnisse. Ich vergebe 5 Sterne

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  • Die Schatten eines Sommers

    Die Schatten eines Sommers
    Klusi

    Klusi

    08. May 2013 um 09:26

    Früher waren die Teenager Dorit, Hanna, Fabienne und Marie unzertrennlich und verbrachten einen Sommer lang viel Zeit miteinander am Lupiner See. 25 Jahre später treffen sich Hanna, Fabienne und Marie wieder in ihrem damaligen Heimatort – aus unerfreulichem Anlass, zur Beerdigung der damals Vierten im Bunde. Dorit ist ertrunken. Sie war eine sehr gute Schwimmerin, kann es sich da wirklich um Selbstmord handeln, wie vermutet wird? Hanna hatte kurz zuvor einen Roman veröffentlicht, in dem sie die gemeinsamen Erlebnisse der damals 16-jährigen Mädchen verarbeitete. Das Buch wurde schnell zum Bestseller. Es tauchen Fragen auf, ob die Veröffentlichung etwas mit Dorits Tod zu tun hat. Auf der Trauerfeier werden alte Erinnerungen wach. Vieles, was damals geschah, belastet die drei Frauen noch heute und kommt durch die aktuellen Ereignisse wieder an die Oberfläche. Die Schatten der Vergangenheit breiten sich gnadenlos aus. Hinter dem Pseudonym Lia Norden verbergen sich drei Autorinnen Cornelia Franz, Sylvia Heinlein und Katja Reider, die diesen Roman zusammen geschaffen haben. Das Konzept ist interessant und auch sinnvoll, denn jede von ihnen verleiht einer der Protagonistinnen ihre Stimme wobei mich brennend interessieren würde, welche Autorin über welche Protagonistin geschrieben hat. Schon in ihrem ersten gemeinsamen Projekt „Vier Wahrheiten und ein Todesfall“ hat sich die Zusammenarbeit erfolgreich bewährt. Das Ergebnis dieser Kooperation ist überzeugend. Man verfolgt die Handlung immer aus den wechselnden Perspektiven der drei Frauen, die nach langer Zeit wieder zusammentreffen. Dabei spürt man sofort, dass ihnen allen die Begegnung unangenehm ist, denn vieles, was in ihrer Jugend passierte, wollen sie aus ihrem jetzigen Leben verdrängen, aber die alten Schatten reichen bis in die Gegenwart. Die Charakterzüge der Protagonistinnen sind grundverschieden und sehr fein gezeichnet, und je mehr man über die einzelnen Frauen erfährt, umso stärker hat man den Eindruck, sie einschätzen zu können. Bald hat man das Gefühl, die Frauen zu kennen, und doch bleiben sie alle in gewisser Weise unnahbar. Im Lauf der Jahre haben sie sich verändert, aber im Grunde ihres Herzens sind sie doch irgendwo die Gleichen geblieben und werden nach wie vor von den gleichen Ängsten und Komplexen geplagt. Automatisch verfallen sie wieder in alte Rollenmuster. Trotzdem treten auch neue Wesenszüge hervor, die alles wieder in einem neuen Licht erscheinen lassen. Was jede Einzelne bewegt, wie sie die damaligen Geschehnisse sieht, das erfährt man in kurzen Abschnitten, immer aus dem jeweils individuellen Blickwinkel der Ich-Erzählerinnen. Dabei wird nicht nur alte Schuld aufgearbeitet, sondern auch die aktuelle Handlung weiter entwickelt. Nach und nach fügen sich immer mehr kleine Bruchstücke zusammen, und der Leser erfährt in geschickt dosierten Portionen, was sich damals wirklich ereignet hat. Es gibt viele unvorhergesehene Wendungen, die wieder neue Aspekte einbringen und für Spannung sorgen. Je weiter man liest, umso mehr Verdächtige wird man finden. Es gibt auch Passagen, besonders am Ende, die mich ein wenig ratlos zurückgelassen haben, da sie so gar nicht in mein persönliches Weltbild passen und für mich sehr überraschend waren. Insgesamt hat mich die Handlung sehr gefesselt. Der Roman liest sich schnell und packend, denn mancher Abschnitt hat einen kleinen Cliffhänger, so dass man schon darauf gespannt ist, wie es weitergeht, wenn die betroffene Ich-Erzählerin wieder zu Wort kommt. Das Buch ist eine fesselnde Sommerlektüre, die mir zugleich auch einige nachdenkliche Momente beschert hat, denn man gerät unwillkürlich ins Grübeln, ob es wirklich möglich ist, alte Jugendsünden im Lauf der Jahre abzuschütteln und hinter sich zu lassen.

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