Liam Callanan

 3 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Liam Callanan

Ein falscher Wolkenatlas: Der amerikanische Autor Liam Callanan studierte Englisch an den renommierten Universitäten Yale und Georgetown und Creative Writing an der George Mason University. Er ist heute an der University of Wisconsin-Milwaukee als Leiter des Studiengangs Englisch tätig und gibt Kurse in Creative Writing. 2004 veröffentliche er seinen ersten Roman „The Cloud Atlas“, der in den folgenden Jahren immer wieder mit dem gleichnamigen verfilmten Bestseller von David Mitchell verwechselt wurde. Während es sich bei Letzterem um Science-Fiction handelt, spielt das Werk von Liam Callanan in Alaska kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Von Alaska nach Paris: 2007 veröffentliche der Autor und Journalist seinen zweiten Roman „All Saints“, dem er 2015 eine Kollektion von Kurzgeschichten folgen ließ. Dazu schreibt er regelmäßig Non-Fiction-Beiträge in diversen US-amerikanischen Magazinen von Forbes bis Good Housekeeping und für das Radio. 2018 erschien sein drittes Buch „Paris by the Book“ zunächst auf Englisch und kurze Zeit später auch auf Deutsch unter dem Titel „Ich erfinde dir Paris“. Das Buch spielt jedoch nicht in der französischen Metropole, sondern im Städtchen Paris in Wisconsin. Liam Callanan lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Shorewood, einem Vorort von Milwaukee.

Neue Bücher

Ich erfinde dir Paris
 (3)
Neu erschienen am 14.08.2018 als Hardcover bei Atlantik Verlag.

Alle Bücher von Liam Callanan

Liam CallananIch erfinde dir Paris
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Ich erfinde dir Paris
Ich erfinde dir Paris
 (3)
Erschienen am 14.08.2018
Liam CallananParis by the Book
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Paris by the Book
Paris by the Book
 (1)
Erschienen am 03.04.2018

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Neue Rezensionen zu Liam Callanan

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Patnos avatar

Rezension zu "Ich erfinde dir Paris" von Liam Callanan

Da fehlt das Salz in der Suppe
Patnovor einem Monat

Schauplatz Paris - es gibt unzählige Bücher, die in der französischen Hauptstadt spielen. Schriftsteller aus aller Welt sind fasziniert von Paris und auch mich ziehen solche Geschichten magisch an. Liam Callanans Roman „Ich erfinde Dir Paris“ ist im August 2018 beim Atlantik Verlag erschienen. Robert und Leah leben mit ihren beiden Töchtern in Wisconsin, träumen aber von Paris, obwohl sie im Laufe der Jahre immer weniger an die Erfüllung ihres Traums glauben. Dann geschieht das Unfassbare, Robert verschwindet. Er hinterlässt ein Manuskript und eine Flugnummer. Leah und ihre Töchter folgen Roberts Spuren und landen in Paris. Sie kaufen einen kleinen Buchladen und beginnen ein neues Leben. Doch sie geben die Hoffnung nicht auf, Robert eines Tages in Paris wiederzufinden. „Einmal in der Woche folge ich Männern, die nicht mein Ehemann sind.“ Mit diesem Satz beginnt Leah mir ihre Geschichte zu erzählen. Sie blickt dabei auch auf ihr gemeinsames Leben mit Robert zurück. Leah kommt mit zwei Mädchen im Teenageralter in eine Stadt, von der sie bislang nur geträumt hat. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und immer und überall sucht sie ihren Ehemann inmitten der Menschenmenge. Da gibt es immer wieder kleine Ereignisse, die darauf schließen könnten, dass sich Robert in Paris befindet. Leah spürt seine Nähe. Doch mit der Zeit findet sie ihren Weg und baut sich eigene kleine Welt ohne Robert auf. Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Schreibstil des Autors etwas schwer getan habe. Auf mich wirkte er nicht flüssig, gelegentlich ausschweifend und langatmig. Die wunderbare Atmosphäre, die Paris zu bieten hat, kommt nur ansatzweise rüber. Ich habe die bildhaften Beschreibungen vermisst. Auch die Charakterdarstellungen befriedigten mich insgesamt nicht. Für Robert konnte ich am wenigsten Sympathien empfinden. Seine Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Prinzipiell gefällt es mir, wenn in Romanen der Bezug zu Büchern hergestellt wird. Doch hier wirkten die detaillierten Beschreibungen zu den Werken „Der rote Luftballon“ und „Madeline“ ermüdend, zumal ich beide Werke bislang nicht kannte. Erst im letzten Drittel des Buches hat mich die Geschichte gepackt. Das Ende fand ich gelungen und schlüssig. Insgesamt hat mich der Roman nur mittelmäßig unterhalten. Ich hätte der Story etwas mehr Pepp und Paris-Flair gewünscht. 3 Sterne-Leseempfehlung!

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Naburas avatar

Rezension zu "Ich erfinde dir Paris" von Liam Callanan

Ein spurlos verschwundener Ehemann und ein Neuanfang in Paris
Naburavor 2 Monaten

Leah lebt in Wisconsin und arbeitet als Redenschreiberin, nachdem sie ihr Studium der Filmwissenschaft aufgegeben hat. Sie hat das Land noch nie verlassen und träumt davon, eines Tages Paris zu erkunden, denn dort spielt ihr Lieblingsfilm, „Der rote Luftballon“. Ihren Mann Robert hat sie kennengelernt, als sie das Buch zum Film klauen wollte, weil sie knapp bei Kasse war, und er es für sie bezahlt hat. Er ist Schriftsteller und sehnt sich ebenso nach Paris wie sie. Fast zwei Jahrzehnte später sind die beiden verheiratet und haben zwei Töchter im Teenageralter, da verschwindet Robert plötzlich spurlos. Der einzige Hinweis: Vier Flugtickets nach Paris. Leah macht sich mit ihren beiden Töchtern auf den Weg nach Frankreich und bleibt doch länger als gedacht. Doch wird Robert sie dort tatsächlich finden? Und wann sollte man die Suche und Hoffnung aufgeben?

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Leah kennen, die schon seit einer Weile in Paris lebt und dort eine Buchhandlung besitzt und ihren Mann sucht. Danach springt die Geschichte erst einmal in die Vergangenheit und erzählt, die Leah und Robert sich kennengelernt haben. Die beiden verbindet von Beginn an ihre Leidenschaft für Paris, wobei sie unterschiedliche Favoriten haben. Leah verehrt als Filmstudentin „Der rote Luftballon“ von Albert Lamorisse, Robert als Kinderbuchautor die Madeleine-Reihe von Ludwig Bemelman. Doch die Stadt ihrer Sehnsüchte scheint unerreichbar, denn beiden fehlt das Geld für einen Flug. Stattdessen machen sie Ausflüge nach Paris, Wisconsin, das es gleich zwei Mal gibt, verlieben sich und heiraten, nachdem Leah Robert um einen Antrag gebeten hat.

Doch Robert ist ein labiler Charakter, der ständig an sich selbst und seinem Tun zweifelt und immer wieder unangekündigt auf „Schreibfluchten“ flüchtet. Jedoch hinterlässt er immer eine Nachricht. Das ist anders, als er eines Tages spurlos verschwindet und deutlich länger wegbleibt als je zuvor. Leahs Entschluss, die Flugtickets zu nutzen und ihn in Paris, Frankreich zu suchen, wurde für mich nachvollziehbar gemacht, auch wenn das Ticket, das Robert für sich selbst gebucht hat, ungenutzt zurückbleibt.

Leah hängt oft ihren Erinnerungen an Robert nach. Sie denkt an all die schönen Momente zurück, die die beiden gemeinsam erlebt haben und sucht gleichzeitig nach Anzeichen und Hinweisen, die sein Verschwinden erklären. In der französischen Hauptstadt lebt sie sich bald ein, sucht aber nicht so aktiv nach Robert wie ihre Töchter. Sie ist in vielerlei Hinsicht unentschlossen: Soll sie weiter nach Robert suchen? Oder ihn aufgeben? Will sie dieses Leben in Paris? Was soll sie ihren Töchtern sagen? Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit sich selbst und fühlt sich von Robert im Stich gelassen. Sie auf ihren Gedankenwegen zu begleiten zog sich für mich zunehmend in die Länge. Ich fand keinen richtigen Zugang zu ihr als Protagonistin. Auch mit den ständigen Verweisen auf Lamorisse und Bemelmann konnte ich wenig anfangen, da ich beide Werke nicht kenne.

Leahs Töchter Ellie und Daphne haben mir deutlich besser gefallen. Sie werden im Buchverlauf immer eigenständiger und gewöhnen sich bald an ihr neues Pariser Leben. Der Leser wird häufig mitgenommen auf Spaziergänge durch Paris, auch abseits der beliebtesten Ecken, was sich vor allem für Fans der Stadt lohnt. Doch die Geschichte kommt lange nicht wirklich voran und verharrt im Status Quo. Erst zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Sie konnten mich trotzdem nicht so recht packen und einiges traf bei mir auf Unverständnis.

In „Ich erfinde dir Paris“ zieht Leah mit ihren beiden Töchtern von Wisconsin in die französische Hauptstadt, nachdem ihr Ehemann spurlos verschwunden ist und außer Flugtickets keinen Hinweis hinterlassen hat. Das Buch ist eine schöne Hommage an die Stadt. Leider kannte ich die Werke nicht, auf die ständig verwiesen wird, und die Geschichte rund um die zweifelnde, verlassene und unentschlossene Leah kam nicht richtig in Schwung. Für mich eine durchwachsene Lektüre, die interessanter sein könnte für Paris-Liebhaber, die auch die oben genannten Werke kennen.

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Paris by the Book" von Liam Callanan

Liam Callanan - Paris by the Book
miss_mesmerizedvor 6 Monaten

The sudden disappearance of her husband is nothing new to Leah Eady, he has done it again and again in the almost two decades they have spent together. He needs some time-out for his writing, to gather his ideas. But this time, things are different. She cannot find his “away-note”. He never leaves without a short letting them know that he’d be back again soon. When Robert does not show up again after weeks, Leah and her two daughters are devastated. Some clues lead her to believe that he could be in Paris and thus the three of them head for the French capital. Sometimes things just happen and later you cannot recollect what exactly was the decisive moment, so Leah finally finds herself in Europe owning a lovely bookshop. The longer they stay there, the more they adapt to their new life, a life without Robert. But every now and then, he shows up again. They see him in a picture, they imagine having crossed him in the streets. But: is he even still alive?

The book sounded so lovely that I had to read it. A bookstore in Paris, a kind of extraordinary love story, the frequent allusion to Albert Lampoisse’s short film “The Red Balloon” – these are the perfect ingredients for a great feel-good bitter-sweet story. Yet, it did not completely catch me.

Somehow there were too many breaks in the story, I never knew exactly where it was going too and thus it turned a bit lengthy at times. The characters unfortunately lived too much in the books they read and films they watched to ever find themselves really in Paris and therefore the charm of the town got completely lost.

I liked the way the protagonist and her struggle with the situation are portrayed. Even though I think the construction of their relationship is too awkward to be authentic, the moment of not knowing what happened to her husband and being responsible for two teenagers while coping with your own emotions – that’s all but easy. Figuring out how to survive might lead to extreme decision like going to Paris and starting anew.

All in all, there were lovely passages, but to sum it up: it is too long for the story that’s been told. 

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