Zornige grüne Insel

von Liam O'Flaherty 
4,6 Sterne bei19 Bewertungen
Zornige grüne Insel
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Sehr drastisch, sehr politisch und vor allem sehr berührend schildert Liam O'Flaherty die große irische Hungersnot und ihre Folgen.

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Inhaltsangabe zu "Zornige grüne Insel"

Im Jahr 1845 begann für Irland eine Folge von Katastrophen, die alle gewohnten Entbehrungen übertraf. Durch eine Kartoffelkrankheit sahen sich die Menschen ihres Hauptnahrungsmittels beraubt; die Pachtzinse waren nicht mehr aufzubringen. Die kleinen Pächter standen – der eine früher, der andere später – buchstäblich vor dem Nichts. Die Leute starben an Flecktyphus oder ›einfach‹ an Hunger …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257213300
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:433 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:28.05.2004

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr drastisch, sehr politisch und vor allem sehr berührend schildert Liam O'Flaherty die große irische Hungersnot und ihre Folgen.
    Eine irische Familiensaga zur Zeit der großen Hungersnot

    Der Roman Zornige grüne Insel des irischen Autors Liam O'Flaherty (1896-1984) erschien auf Deutsch bereits unter verschiedenen Titeln:  Das braune Segel (1942), Das schwarze Tal (952) und Hungersnot (1965).

    Die irische Hungersnot der Mitte des 19. Jahrhunderts, bedingt durch die Kartoffelpest, die Seuchen und Auswanderung nach sich zog,  wird hier beispielhaft erzählt am Schicksal der Familie Kilmartin. Wie viele irische Familien sind auch sie zu Beginn kleine Pächter, die zusammen mit Hühnern und Schweinen in einer düsteren, schmutzigen Hütte leben. Erst als die Kartoffelpest das Tal erreicht, wird klar, wie gute es der Familie vorher ging, denn nun können die Pächter den Pachtzins nicht mehr aufbringen und sie werden vertrieben. Der Hunger führt zu Seuchen und eine lähmende Gleichgültigkeit und Apathie ergreift die Menschen. Doch Mary Kilmatrin, deren Mann sich den Aufrührern gegen die britische Obrigkeit angeschlossen hat, erkennt, dass sie ihren Mann finden und sich mit ihm und ihrem Säugling auf ein Auswandererschiff retten muss, bevor auch sie in den gleichgültigen Dämmerzustand verfällt...

    Sehr drastisch, sehr politisch und vor allem sehr berührend schildert Liam O'Flaherty diese Hungersnot, die bis heute im Nationalverständnis der Iren eine bedeutende Rolle spielt. Der Rückgang der Bevölkerung um 50 Prozent und die unvorstellbare Härte der britischen Kolonialherren, die den "Eingriff in die Marktwirtschaft" ablehnten und vor den Augen der Hungernden Vieh und Getreide abtransportierten, wirken bis in die Gegenwart nach und machen den um 1930 entstandenen Roman auch heute noch absolut lesenswert.

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    Hypochrisyvor 4 Jahren
    - Hypochrisy -

    Im Jahr 1845 begann für Irland eine Folge von Katastrophen, die alle gewohnten Entbehrungen übertraf. Durch eine Kartoffelkrankheit sahen sich die Menschen ihres Hauptnahrungsmittels beraubt; die Pachtzinse waren nicht mehr aufzubringen. Die kleinen Pächter standen - der eine früher, der andere später - buchstäblich vor dem Nichts. Die Leute starben an Flecktyphus oder 'einfach' an Hunger ...

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    Bea_Mevor 2 Jahren
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    inkipenvor 3 Jahren
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    stefanie_alexandra_wittgensteinvor 6 Jahren

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