Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln

von Lian Hearn 
3,7 Sterne bei24 Bewertungen
Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln
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Positiv (14):
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Absolut gelungen - und wer bei dem Cover etwas nicht-japanisches erwartet. hat es sich vermutlich nicht bewusst betrachtet ...

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Unnahbare Charaktere und eine verwirrende Clan-Struktur

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Inhaltsangabe zu "Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln"

Ihre ›Otori‹-Saga ist ein Welterfolg: Jetzt endlich erscheint ein neues Epos der Bestsellerautorin!

Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron.

Mystisch und martialisch – der erste Teil des großen neuen Fantasy-Epos von Bestsellerautorin Lian Hearn, das dem ›Otori‹-Zyklus um nichts nachsteht: ebenso brachial, ebenso brillant!

Pressestimmen zu diesem Buch:

'Auf magische Art verführerisch!' Kirkus Review

'Schonungslos spannende Historical Fantasy' Herald Sun

'Exzellent erzählt' West Australian

'Gewaltige erfinderische Kraft' Sydney Morning Herald

'Unwiderstehliche Charaktere und ein fesselndes Weltkonstrukt!' The Japan Times

Schutzumschlag mit Goldfolienveredelung

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737354660
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:592 Seiten
Verlag:FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum:24.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Lotta22s avatar
    Lotta22vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Unnahbare Charaktere und eine verwirrende Clan-Struktur
    Unnahbare Charaktere und eine verwirrende Clan-Struktur

    Die Kakizuki herrschen über die acht Inseln, doch ihre Macht bröckelt, denn der Kaiser liegt im Sterben und die Miboshi tun alles daran, endlich an die Macht zu kommen...

    Kazumaru muss früh den Verlust seines Vaters hinnehmen und wird nun durch den Hass seines Onkels erzogen, wird er dies überleben?

    Anfangs ist es vor allem schwierig, die japanischen Namen zu entwirren. Sie sind für mein Auge einfach nicht gemacht, immer wieder musste ich nachschauen, ob jetzt der eine Kloster oder doch der andere gemeint war. Dies hat etwas den Lesefluss gestört, doch irgendwann ging es.
    Der Schreibstil ist sonderbar, denn auch wenn viele Perspektiven in diesem Buch in einer willkürlichen Reihenfolge auftreten, kommt einem kaum eine Person wirklich nahe. Sie bleiben alle auf Distanz und lassen selten Einblicke in Gefühls- und Gedankenwelt zu.

    Dazu eine Clan-Struktur, die erst einmal verstanden werden musste und dann werden ab und zu auch noch die Seiten gewechselt. Aber eigentlich ist doch wieder jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht. 

    Es gab aber auch einige wirklich toll beschriebene Natur Szenen im "Schwarzen Wald", von denen es gerne mehr hätte geben können.
    Desweiteren bleiben die Fantasyelemente auf eine Art der Hexerei beschränkt, die zwar recht unbekannt, aber von den in den Perspektiven besprochenen Personen nie wirklich verstanden wird und somit auch für den Leser ein Buch mit Sieben Siegeln bleibt.

    Insgesamt ein Buch voller unnahbarer Charaktere und einer verwirrenden Clan-Struktur. Es wäre sicherlich mehr möglich gewesen, doch gerade zum Ende hin wurde es Zäh. 
    So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen und bin schon etwas enttäuscht.

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 7 Monaten
    Magischer Einblick in eine unbekannte Welt


    Vor vielen Jahren bin ich auf die Autorin Lian Hearn gestoßen. Ihre Reihe "Der Clan der Otori" hat mich sofort begeistert und auf eine gewisse Art gefesselt. So anders war das Settting, angesiedelt in japanischer Kultur. Keine kitschverliebten jungen Paare, kein Weltschmerz, keine Fabelwesen à la Werwolf und trotzdem eine ganz magische Atmosphäre.


    Als ich dann im FISCHER Sauerländer Programm entdeckt habe, dass eine weitere Reihe von ihr veröffentlicht wird, die ebenfalls in Japan (oder einer fiktiven Kopie davon) spielt, habe ich mich sehr gefreut. Gemeinsam mit einer Freundin, habe ich mich der Aufgabe gestellt den über 500 Seiten dicken Epos zu lesen, der tatsächlich eine Herausforderung darstellt.


    Dies ist keinesfalls negativ gemeint und doch kann ich verstehen, dass es Leser gibt, die mit der Geschichte um Shikanoko, den Sohn des Hirschs, der alles verloren und vieles gefunden hat, nicht so richtig klar kommen. Lian Hearn schreibt fesselnd, schreibt schlicht, aber eindringlich und drückt sich gekonnt aus und trotzdem ist es nicht ganz leicht sich auf ihre Schreibe und ihre Gedankengänge einzulassen.


    Vieles ist fremd. Und wie wir wissen, ist es für uns oft schwierig uns auf fremdes einzulassen. Ob wir wollen oder nicht - oft gibt es eine Sperre im Kopf, die einen Riegel vorschiebt, bevor wir schnell genug sind das Fremde einzulassen. Gegen diesen Riegel musste ich tatsächlich hin und wieder ankämpfen. Auch deshalb, weil ich keine Vorkenntnisse habe, was japanische Kultur betrifft.


    Da wäre z.B. die Verehrung von Geistern. Tierischer sowie menschlicher Art. Sie werden hochgelobt, sind allwissend, können beratend und stärkend zur Seite stehen, aber sie können dich auch in eine Falle locken. Können hinterlistig und gemein sein. Manchmal kommt es zur sexuellen Vereinigung mit Geistern (menschlicher und tierischer Natur - was mich wohl am meisten verstört hat). Geister bleiben. Sie sterben zunächst nicht, sondern nur ihre leibliche Hülle, und können in neue Körper schlüpfen. Hätte ich all das vorher gewusst, hätte ich mir manche Irritation erspart. Letztendlich bin ich dadurch aber nicht dümmer geworden. Ganz im Gegenteil. Dank Lian Hearn habe ich einiges gelernt.


    Unter anderem auch wie die Machtverhältnisse verteilt sind. Ein Diener dient. Bis in den Tod, würde lieber für den Herrn sterben, als ohne ihn weiterzuleben. Eine Schande wäre es, wenn man sich nicht für den Herrn oder die Herrin opfert. Oftmals ist der Freitod der einzige Weg, um Schande zu entgehen. Glaubensdinge, die so anders sind, als in unserer westlichen Kultur.


    Angesiedelt ist die Geschichte in einer historischen Zeit. Sie ist sehr mystisch und geheimnisvoll. Ich folgte vielen verschlungenen Pfaden, die mir mitunter sinnlos erschienen, sich später aber als wichtig entpuppten. Einige Gedankengänge sind noch unaufgeklärt. Es folgt noch eine Fortsetzung, die bei Fischer Sauerländer unter dem Titel "Die Legende von Shikanoko. Fürst des schwarzen Waldes" am 22. Februar 2018 erscheinen wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich darin vielen Lösungen begegnen werde.


    Diese sind nicht immer klar ersichtlich. Lian Hearn denkt in verschlungenen, klugen Pfaden und erwartet das auch von ihren Lesern. Auch das mögen manche nicht so gerne, ich finde es toll, wenn mich einE AutorIn so herausfordert. Wenn ich nicht einem simplen Weg folge, sondern mich auch mal auf (in diesem Fall) ihre Denkweise einlassen muss. Nur so können wir den eigenen Horizont erweitern.


    "Die Legende von Shikanoko" ist kein 0815 Buch für jedermann. Es ist eigensinnig und hat einiges zu bieten. Der mystische Teil erinnert mich sehr an die Werke von Marion Zimmer Bradley, aber handwerklich gefällt mir Hearn noch ein bisschen besser. Ich wünsche dem Buch Leser, die bereit sind sich auf eine Geschichte einzulassen, die sich von einer breiten Masse Jugendbücher abhebt, die Blickwinkel und Wissensschatz erweitert.

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    Damariss avatar
    Damarisvor 8 Monaten
    Ungewöhnlich, mystisch und martialisch-hart. Ausprobieren!

    Für ihre Geschichte hat sich die Autorin zum Teil von den großen mittelalterlichen Kriegerepen inspirieren lassen. Das merkt sie im Buch selbst an, und ich fand das so aufregend und neu, dass "Die Legende von Shikanoko: Herrscher der acht Inseln" auf meiner Leseliste weit oben stand. Wenn man bis dato damit noch keine Berührung hatte, ist das Thema spannend und sicherlich auch etwas herausfordernd. Wie aufregend!
    Ich habe vorab mehrfach gelesen, dass der Einstieg nicht einfach sei, und es stimmt: Ja, im Buch gibt es viele Namen und Personen. Ja, die klingen für uns sehr ungewöhnlich und kompliziert. Und ja, ein langes Personenverzeichnis und eine Übersichtskarte gibt es am Buchanfang auch noch. Und ich gebe zu, dass ich anfangs ein wenig davon erschlagen wurde und mich immer wieder dabei ertappte, wie ich zischen Text, Karte und Personenverzeichnis hin und her sprang. Im Grunde ist das aber gar nicht nötig, denn mit der Zeit flutscht es von ganz alleine, vor allem, weil ich mir vorgenommen hatte, jeden Namen bewusst und konzentriert zu lesen. Der Einstieg ist also nicht ganz einfach. Bleibt man dran, dann kommt auch die Übersicht. Und es lohnt sich.

    Das Buch hat einen tollen Stil. Es ist besonders und hochwertig geschrieben, passend zur spannenden Geschichte. Manchmal wirken einzelne Passagen etwas distanziert, dann wieder wie im Film. Das ist sicher so gewollt und hat einen ganz eigenen Reiz. Man merkt, dass sich die Autorin etwas dabei gedacht hat. Ihre Personen gestaltet sie durchweg interessant und niemals nur schwarz-weiß. Viele Charaktere werden im Laufe der Geschichte immer wieder in ein neues Licht gerückt. So ändern sich manche Sympathieren, auch die für den Hauptprotagonisten Shikanoko. Wobei ich ihn niemals als den einzigen Hauptprotagonisten empfunden habe. Dafür sind die Sichtweisen zu vielschichtig.
    Trotz des Reizes, den man beim Lesen empfindet ist "Herrscher der acht Inseln" kein einfaches Buch. Die am Japanischen orientierten Sitten und Bräuche dieser Zeit sind sehr martialisch und für deutsche Leser eher ungewohnt, oftmals schonungslos und hart. Manchmal war ich richtig entsetzt. Außerdem ist der mystische Fantasy-Part gewöhnungsbedürftig. Man muss sich bis zu einem gewissen Grad bewusst darauf einlassen, um in die Geschichte eintauchen zu können.

    Während der kompletten Geschichte werden diverse Handlungsstränge so gekonnt verknüpft, dass bei dieser umfangreichen Szenerie keine einzige Logiklücke zustande kommt. Das unterstützt den hochwertigen Eindruck. Vieles ist überraschend oder unerwartet. Das Buch besteht aus zwei Teilen, wobei ich innerhalb des zweiten Teils ein paar kleinere Längen bemerkte. Macht aber nichts, denn das Ende ist dann wiederum fulminant und auch verlustreich. Danach hat man einen ganz guten Eindruck, wie die meisten Dinge zusammenhängen. Einiges ist aber noch offen und eine abschließende Sicht auf den Sinn einiger Elemente wird man sicher erst mit dem zweiten Band, dem Abschlussband, erfahren.

    Zusammengefasst:
    "Die Legende von Shikanoko: Herrscher der acht Inseln" ist ein fulminantes und vereinnahmendes Kriegerepos ... unter der Voraussetzung, dass man sich auf die Handlung einlässt. Angelehnt an Geschichten aus der mittelalterlichen japanischen Kultur, verknüpft mit einer großen Portion mystischer Fantasy, fordert das Buch den Leser ganz schön heraus, ist dabei ungewöhnlich und sehr besonders. Bleibt man dran, wird man mit einer hochwertigen Geschichte belohnt, die so filmreif und spannend daherkommt, dass man gar nicht anders kann, als auch zum Folgeband zu greifen. Ausprobieren und überraschen lassen.

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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut gelungen - und wer bei dem Cover etwas nicht-japanisches erwartet. hat es sich vermutlich nicht bewusst betrachtet ...
    Die Legende eines Kriegers wider Willen

    Shikanoko ist das Kind des Hirsches - doch geboren wurde er als der Sohn eines Edelmannes, dazu bestimmt, ein kleines Gebiet zu führen und dem Kaiser treu zu dienen. Doch seine Familie kommt um und sein Onkel übernimmt seine zukünftige Führungsposition. Die Macht steigt ihm zu Kopf und er lockt Shikanoko auf einen Jagdausflug, von dem er nicht zurückkehrt. Doch anstatt beim Sturz vom Fels zu sterben, überlebt der Junge und stößt mitten im Wald auf die Hütte eines schwarzen Hexers. Aus dem Kopf eines Hirsches fertigt der ihm eine Maske und führt ein seltsames Ritual an Shikanoko aus - jetzt ist er erst das Kind des Hirschen. Als solches dient er erst dem "Bergfürst", einem Räuberhauptmann. Dann wird der zusammen mit Shikanoko gefangen genommen und der Fürstabt eines Klosters auf den jungen Krieger aufmerksam. Und schon ist er mittendrin in einer Verschwörung, bei der nichts so ist, wie es scheint: Die Schwester des Fürstabts ist die Mutter des jüngeren Kaisersohns, den der Fürstabt daher auf dem Lotusthron sehen würde. Das Reich selbst ist tief gespalten und noch weiß keiner so richtig, auf welche Seite er sich beim drohenden Bürgerkrieg schlagen würde. Shikanoko selbst muss immer wieder aus gefährlichen Situationen fliehen, bis er die vermeintliche Lösung des Problems in Gestalt der Herbstprinzessin Aki erkennt ...

    Die Kritik

    Wer asiatische Filme mag, wird dieses Buch lieben. Denn sobald man die ersten Zeilen liest, hat man einen alten Geschichtenerzähler im Kopf, der sie mit knarriger Stimme vorträgt. Die Autorin nutzt Worte nicht einfach nur, um eine Information darin zu verpacken, sondern hat geradezu einen Rhythmus oder eine Melodie in ihrer Geschichte verwoben. So macht sie aus einer Heldengeschichte tatsächlich eine Legendenerzählung. Ganz wichtig dafür ist, dass sie sich die Zeit nimmt, Shikanokos Geschichte vor seiner kämpferischen Zeit zu erzählen, denn nur so erfährt man den wahren Hintergrund des Helden, dem man für einige hundert Seiten folgen darf.

    Dabei entwickelt die Geschichte sich recht schnell weiter und es gibt immer etwas Neues, was den bisherigen Kenntnisstand ordentlich durcheinander wirbelt. Was dieses Geschehen durchaus verkomplizieren könnte, ist die Vielzahl der Personen - immerhin beginnt das Buch mit 2.5 Seiten Charakterverzeichnis. KÖNNTE, denn die Personen werden sehr umsichtig und prägnant eingeführt, sodass man als aufmerksamer Leser eigentlich keine Schwierigkeiten damit hat, sie richtig zuzuordnen oder Hass-Liebe-Verbindungen zu ihnen aufzubauen. Wer sich bei einer in japanischem Setting abspielender Handlung über zu viele japanische Eigennamen beschwert, ist wirklich selbst schuld. Allein bei dem Blick auf das Cover ist der Zusammenhang offensichtlich ...

    Die Welt ist zutiefst menschlich gestaltet, gleichzeitig fantastisch und mythisch - kombiniert mit einer großen Portion Politik und Einzelschicksalen, die sich nicht nur um Shikanoko selbst drehen. Das Wort "opulent" trifft es nicht, vielmehr werden auch andere Perspektiven umfassend beleuchtet, sodass man als Leser wirklich versteht, was welche Person zu welcher Handlung veranlasst hat. Auch wenn gemordet wird, ein Krieg ansteht und Frauen benachteiligt werden [und trotzdem ihrem eigenen Willen folgen] - es ist eine wirklich zauberhafte Geschichte, die nicht zuletzt wegen des wirklich toll gestalteten Covers in eine ganz eigene Welt aus Wäldern voll rotem Ahorns entführt.

    Übrigens: Für Band 2 muss man nicht lange warten, denn dieser erscheint bereits am 22. Februar 2018.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schönes Setting, tolles Ende, aber leider zu viele Figuren und japanische Bezeichnungen
    Schönes Setting, tolles Ende, aber leider zu viele Figuren und japanische Bezeichnungen

    Klappentext

    „Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron.“

     

    Gestaltung

    Die Farben und die Goldverzierungen des Covers mag ich gerne. Vor allem finde ich den Wald mit den herbstlichen Blättern, die auch am Bildrand herunterzufallen scheinen, sehr ansprechend. Die Umrahmung des Covermotivs sowie der Schwertkämpfer im Kimono passen auch zur südöstlich angehauchten Geschichte, wobei die Figur nicht so ganz meinen Geschmack trifft.

     

    Meine Meinung

    Die „Otori“-Saga der Autorin Lian Hearn habe ich zwar nicht gelesen, aber immerhin hatte ich schon von ihr und ihrem großen Erfolg gehört. Daher war ich sehr gespannt auf den neuen Epos der Autorin, da ich mir selber ein Bild von ihr, ihren Geschichten und ihrem Schreibstil machen wollte. Interessant fand ich das Setting des Buches, denn es spielt in einem mittelalterlich angehauchten Japan, in dem es Magier, rivalisierende Clans und magische Wesen gibt. So mischt die Autorin Historie mit Fantasy, was ich durchaus reizvoll fand, da ich die japanische Kultur interessant finde und dabei das Mittelalter als Zeitpunkt nicht so häufig für ein Setting gewählt wird.

     

    So spannend ich dieses Setting auch fand, so hat es gleichzeitig aber auch zu einigen Problemen geführt, denn ich hatte Schwierigkeiten mir die japanischen Namen, Orte und Bezeichnungen zu merken bzw. sie auseinander zu halten. Dies lag vor allem auch an der Fülle all dieser Dinge. Es gab unheimlich viele Charaktere, viele Orte und viele Gegenstände, die genutzt wurden. Zwar gibt es zu Beginn ein Glossar, das alles auflistet und das „Wer ist Wer“ erklärt, doch mich hat das Hin-und Herblättern immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, wodurch es mir schwer viel, in die Handlung einzusteigen. Ich hätte es besser gefunden, wenn das Glossar vielleicht herausnehmbar gewesen wäre oder gleich separat in einem kleinen, beiliegenden Heftchen abgedruckt worden wäre, da dies  die Nutzung wesentlich erleichtert hätte.

     

    Die Handlung fand ich insgesamt leider auch nicht so spannend wie erhofft. Es dauert lange, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt und eigentlich konnte sie mich erst am Ende so wirklich fesseln und mitreißen. Vorher fehlte mir einfach die Action und durch die vielen Figuren ging für mich die Handlung einfach auch ein wenig unter, da ich immer wieder überlegt habe, ob bestimmte Figuren nun wichtig und es wert sind, sie sich einzuprägen oder ob sie nur einen Randfigurencharakter haben.

     

    Den Protagonisten Shikanoko mochte ich gerne, da er sehr menschlich ist und nicht – wie es oftmals leider üblich ist – zu einem Held typisiert wird. Vielmehr macht auch er Fehler und ist nicht so ideal, wie man es von einem Helden kennt. Daher fand ich ihn sehr sympathisch und realistisch. Seine Perspektive mochte ich wirklich gerne und ich hätte mich gefreut, wenn er dauerhaft der Erzähler der Geschichte gewesen wäre. Jedoch wird „Die Legende von Shikanoko“ aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt, was für mich Vor- sowie Nachteile hatte, denn einerseits wird so gewährleistet, dass ich als Leser stets bei den wichtigen und spannenden Ereignissen dabei bin, andererseits unterstützte der Erzählerwechsel aber auch meine Probleme hinsichtlich des Überblicks über alle Figuren.

    Fazit

    Insgesamt ist der Auftakt zur „Legende von Shikanoko“ ein etwas langwieriges Lesevergnügen, da die Handlung sich für mich etwas zieht, wer aber am Ball bleibt wird mit einem packenden Ende belohnt. Zudem mochte ich das Setting des Buches gerne, weil es nichts Alltägliches ist. Die vielen japanischen Bezeichnungen und die Menge an Figuren sorgten bei mir allerdings auch für Schwierigkeiten, da ich nicht immer die Übersicht über alles behalten konnte. Es gibt zwar ein Glossar zu Beginn des Buches, aber das ständige Zurückblättern wird mit der Zeit zu anstrengend, weswegen ich mir ein herausnehmbares Glossar gewünscht hätte.

    Knappe 3 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

    1. Die Legende von Shikanoko 01 - Herrscher der acht Inseln
    2. Die Legende von Shikanoko 02 - Fürst des Schwarzen Waldes (erscheint am 22.Februar 2018)

    3. Lord of the Darkwood (bereits auf Englisch erschienen)

    4. The Tengu’s Game of Go (bereits auf Englisch erschienen)

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    LillianMcCarthyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Leider gefiel mit der Erzählstil des Buches nicht, der mehr einer Legendenerzählung als eines Romans gleicht.
    Konnte mich nicht überzeugen

    Ich habe von Lian Hearn schon sehr lange etwas gehört, die Otori-Saga aber selbst nie gelesen. Als mir ihr neues Buch und somit der Beginn der Shikanoko-Saga vorgeschlagen wurde, hat mich das Buch jedoch sofort durch sein Setting angezogen. Es zeigt uns ein historisches Japan und beinhaltet darüber hinaus viel Platz für Legenden und Mythologien. Das klang für mich unglaublich anziehend, sodass mich zu diesem Zeitpunkt die Dicke des Buches mehr anzog, als dass sie mich abschreckte.

    Direkt nach Beginn fiel es mir wirklich schwer, in das Buch einzusteigen. Man bekommt keine Einführung in die Welt und wird mehr oder weniger in sie hineingeworfen. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man die Welt dann nach einigen Kapiteln verstehen würde. Leider entstand vielmehr eine Reizüberflutung bestehend aus vielen verschiedenen Orten, Namen, Familienzugehörigkeiten und Ambitionen, die man sich nicht besonders leicht verinnerlichen konnte. Das mehrere Seiten lange Personenregister half dabei auch leider nicht viel weiter.

    Grund dafür ist aus meiner Sicht der Schreibstil der Autorin. Ich kann jedem nur raten, in ein Buch von Lian Hearn hereinzulesen, falls man mit dem Gedanken spielt, eines zu kaufen. Ihr Schreibstil ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig und ich wurde nicht damit warm. Dazu kam, dass die gesamte Geschichte mehr in Form einer Sage oder Legende erzählt wurde. Man bekommt sehr viel Input, liest jedoch nur wenig explizite Handlung. Die Zeitsprünge sind teilweise sehr groß und nur selten deutlich. Darüber hinaus sprungt die Erzählung einem allwissenden Erzähler gleich zwischen verschiedenen Handlungssträngen und Personen hin und her.

    Sucht man eine Sage und interessiert sich für japanische Kriegerepose, mag Die Legende von Shikanoko sicher ansprechend sein. Ich wollte allerdings eine tiefgründige und spannende Fantasygeschichte, die uns in eine andere Kultur entführt und wurde hier enttäuscht. Die Masse an Stoff, die man pro Seite bekommt, war für einen Roman einfach zu viel und das ganze auf über 600 Seiten dargelegt zu bekommen, langweilte mich leider schnell und ich verlor das Interesse am Buch.

    Fazit: Man sollte den Schreibstil von Lian Hearn mögen und sich bewusst sein, dass man weniger einen Roman sondern vielmehr eine Sagenerzählung bekommt, wenn man zu Die Legende von Shikanoko greift. Mit blieben in diesem Zuge die Figuren zu blass und die Welt zu oberflächlich, um gut und mit Spaß in die Geschichte eintauchen zu können. Schade, denn auf einen Roman mit japanischer Kultur und Geschichte habe ich mich sehr gefreut. 

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierendes japanisches Setting - aber zu viele Figuren und zu emotionslos erzählt.
    Faszinierendes Setting, aber der Rest überzeugte mich nicht

    Kazumaru ist der einfache Sohn eines Kriegers. Als sein Vater stibt, nimmt ihn sein Onkel auf, doch dieser verfolgt skrupellose Pläne. Der 15jährige Junge wird von einem Berghexer gerettet und bekommt von ihm eine magisch-machtvolle Maske sowie einen neuen Namen: Shikanoko - Kind des Hirsches. Schon bald gerät Shikanoko zwischen die Fronten zweier verfeindeter Clans und mitten hinein in ein gefährliches Spiel um Macht, Einfluss und Verrat. 

    "Die Legende von Shikanoko - Herrscher der acht Inseln" stammt aus der Feder von Lian Hearn und ist zugleich der Auftakt ihres zweiteiligen Fantasy-Historienepos. Im Original ein Vierteiler, wurden die Bände für die deutsche Ausgabe zusammengefasst. Bislang kannte ich die australische Autorin auch noch nicht und war daher sehr gespannt. Doch die Geschichte sorgte eher für Enttäuschung.

    Lian Hearn glänzt hier vor allem durch ihre faszinierenden Schauplätze: ein mittelalterliches, düsteres und mystisches Japan mit übernatürlichen Wesen, Dämonen, Hexen, Geistern, Göttern und dunkler Magie. Was mir gut gefallen hat.

    Der Rest dagegen konnte mich nicht überzeugen. Zum einen tauchen hier viel zu viele Figuren, Tier- und Waffennamen auf, die es dem Leser nicht gerade leicht machen. Am Anfang gibt es zwar am ein entsprechendes Verzeichnis, doch hier sollte man nicht zu oft nachschlagen, enthält es doch einige Spoiler.

    Zum anderen fand ich einfach keinen Zugang zu den Protagonisten. Diese bleiben sehr blass und man erfährt nur wenig persönliche Dinge. Sei es beispielsweise Shikanoko selbst, Herbstprinzessin Aki, Fürst Kiyoyori, der mit seinem Bruder im Zwist liegt,  Fürstentochter Hina oder Yoshi, der rechtmäßige kindliche Kaiser - ihre Schicksale waren mir im Grunde alle egal. Der Roman transportiert so gut wie keine Emotionen und wer auf funkensprühende Romantik hofft, hofft hier vergebens.

    Das Ganze wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, die zeitlich aber nicht geradlinig verlaufen, was manchmal leicht verwirrt. Der märchenhaft-sagenähnliche Schreibstil war auch nicht unbedingt meins, obwohl er zum Buch passt. Einige Sachen werden auch nur angerissen, die ich gerne noch vertieft hätte. Richtig mitreißen konnte mich die Geschichte daher leider nicht, obwohl durchaus Spannung vorhanden ist. Auch der Showdown hat mich eher kalt gelassen, wobei eine dramatische Entwicklung so nicht vorhersehbar war. Am Ende bleiben auch noch viele Fragen offen und der Kampf um den Lotusthron geht weiter. Große Lust auf die Fortsetzung habe ich trotzdem nicht.

    Insgesamt kann ich daher "Die Legende von Shikanoko - Herrscher der acht Inseln" nur eingeschränkt empfehlen. Das japanische Setting fasziniert, doch mit Figuren und Schreibstil bin ich einfach nicht warmgeworden und es mangelt an Tiefe und Gefühl. Daher nur knappe drei Sterne von mir.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor einem Jahr
    Atmosphärisch, düster, einnehmend ...

    Kazumaru ist der Sohn eines Fürsten von Kumayama. Als dieser stirbt, übernimmt sein Onkel Sademasa so lange die Regierung, bis Kazu alt genug ist, selbst das Land zu übernehmen. Aber Macht und Neid trachten den jungen Kazumaru nach dem Leben, bei einer Jagd, fällt er von einem Felsen und wird für tot erklärt. Aber er überlebt, und trifft im Schwarzem Wald auf einem Hexer, der im durch Zauberei eine Maske anfertigt, die sein ganzes Leben verändern wird. So wird aus dem einstigen Kazumaru, Shikanoko geboren. Nicht nur Krieger, sondern auch die Magie wird seinen Weg begleiten und dieser wird steinig sein, denn die Zeiten im Reich sind im Umbruch. Der alte Kaiser ist krank und die Machtverhältnisse beginnen sich zu verschieben, Intrigen treten an den Tag und neue Feinde erscheinen im Tageslicht. Die größte böse Macht strahlt der Fürstabt aus und er trachtet nach dem Leben des rechtmäßigen Kaisers. Über Umwege wird auch Shikanoko in dieses Szenario gezogen, aber welche Rolle wird er dabei spielen? Welche Kräfte wird er durch die Maske besitzen? Und kann er den Weg des rechtmässigen Kaisers beeinflussen?
    Endlich halte ich ein neues Buch von der Autorin Lian Hearn in den Händen und meine Freude darüber könnte nicht größer sein. Was habe ich damals ihre Otori Sage verschlungen und geliebt. Allerdings war mir da schon unklar, warum dieses Reihe als Jugendbuch erschienen ist, denn diese Autorin hält sich bei Brutalität und Körperlichen nicht zurück, hat aber auch einen poetischen Einfluss. Aber egal, ich bin groß genug und ich war gespannt, wie sie die Geschichte diesmal ansiedeln wird. Ob mich Lian Hearn wieder verzaubern konnte, erzähle ich euch nun.

    Ich muss gestehen, der Einstieg ist nicht leicht und man sollte die Geschichte mit einem aufgeräumten Kopf angehen, denn zwischendurch mal kurz in die eigene Gedankenwelt abbiegen, geht hier nicht. Man muss konzentriert bleiben, denn jeder Satz könnte wichtig sein. Aber durch die Karte und das Namensverzeichnis findet man sich recht schnell zurecht und steigt gut ein.

    Die Legende von Shikanoko ist in der Welt vom alten Japan angesiedelt und das Schöne ist, es geht magisch, mystisch und fantastisch zu. Denn diesmal ist es nicht nur ein Krieger-Epos, sondern die Magie steht im Vordergrund. Ist das nicht ganz wunderbar, gerade in der Kaiserzeit wurde doch viel mit Magie und Aberglaube gearbeitet, mit Ehrgefühl und Treue, aber auch Intrigen und Macht strecken ihre Arme aus. Und mittendrin ein junger Fürst, dessen vorbestimmen Platz man weggenommen hat, der zum Weg der Magie genötigt wurde und dessen Schicksal vieles beeinflussen und verändern wird.

    Shikanoko ist gerade an der Schwelle zum Mann, als ihn die Ereignisse überrollen und so sind seine Charakterzüge noch lange nicht gefestigt. Er neigt zum Übermut und handelt überstürzt, lässt sich zu Dummheiten hinreißen und überfordert ganz gern sein Glück. So ist er noch nicht der Mann, der er mal sein wird, und stolpert am Anfang zuerst über die eigenen Füße. Aber er wächst an seinen Aufgaben und seine Entwicklung ist faszinierend mitzuverfolgen. Aber wie immer bei Lian Hearn, ist nicht nur Shikanoko eine Figur, dessen Lebensverlauf wir verfolgen, nein, es sind viele Begleiter und Schicksale, die wir kennenlernen und dessen Funktion sich erst im Laufe der Geschichte erklären. Dabei werden viele Fäden gesponnen, verwoben und die Komplexität nimmt ihren Lauf.

    Diese Autorin schafft es allein mit ihrem Setting zu begeistern und einem in eine andere Welt zu versetzten, dazu trägt mit Sicherheit ihre Art zu erzählen bei. Sehr erwachsen, brutal, düster und absolut atmosphärisch ist ihre Wortwahl und bannt einen förmlich in die Geschichte. Dazu kommt, dass sie viele facettenreiche Figuren schafft und ihre Schicksalswege gut miteinander verstrickt. Dabei hält Lian Hearn das Gleichgewicht extrem gerecht, zwischen Gut und Böse und überfordert ganz gern mal die Nerven ihrer Leser, denn wir sind mit einigen Entwicklungen bestimmt nicht einverstanden, zumindest ich nicht, aber ich kenne das ja schon aus der Otori Reihe und da mussten lieb gewonnene Charaktere auch den Buchseitentod sterben. Aber ich werde hier nichts weiter verraten, dafür ist die Geschichte viel zu komplex und einfach viel mehr wert, wenn man diese selbst entdecken.

    Die Legende von Shikanoko hat mir richtig gut gefallen, ein Fantasy Epos von Feinsten, mit dieser wunderbaren asiatischen Welt, wo Farben miteinander spielen und Magie förmlich in der Luft schwebt. Unglaublich toll und atmosphärisch geschrieben und man möchte nach dem Ende unbedingt Teil zwei lesen. Shikanoko ist noch lange nicht aus erzählt.

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    ViEbners avatar
    ViEbnervor einem Jahr
    Schöner Serienstart mit asiatischem Touch

    Die Legende von Shikanoko - Herrscher der acht Inseln ist im bewährten sanften Stil der Autorin geschrieben. Wer ihre Otori Saga kennt, der wird auch diese neue Serie mögen.

    Auf sanfte und mystische Weise entführt die Autorin ihre Leser in die Vergangenheit Japans. Ehre, Geister und der Wille des Himmels wird großgeschrieben. Die Zeichen stehen auf Umbruch. Die Machtgier eines Mönches stürzen ein Land in große Zwietracht und Verzweiflung und ein Teenager wird zum Spielball der Reichen und Mächtigen.

    Mit herrlichen Landschaftsbeschreibungen und einer fast schon melodiösen Sprache bringt die Autorin dem Leser eine längst vergangene Zeit nahe.


    Shika hat es nicht leicht in seinem Leben. Vom Onkel misshandelt und bis aufs äußerste gequält, wird er von einem Hexer dazu missbraucht, eine magische Maske zu erschaffen. Diese birgt für Shika nicht nur Gefahren, sondern verändert ihn auch. Veränderungen, die er an sich hasst und für die er sich überaus schämt.

     

    Lian Hearn hat in diesem Roman Figuren erschaffen, die sowohl stark als auch schwach sind. Da wird vergewaltigt, Kinder misshandelt und gemordet wie es besser nicht mehr geht. Alles im Namen von Machtgier, Habgier und Ehre.


    Ein rundum gelungener Start in eine neue Serie. Auf den nächsten Band darf man schon sehr gespannt sein.

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    Chianti Classicos avatar
    Chianti Classicovor einem Jahr
    Rezension: Die Legende von Shikanoko - Herrscher der acht Inseln von Lian Hearn

    Shikanoko ist der Sohn des Herrschers von Kumayama, doch nach dem Tod des Vaters übernimmt dessen Bruder das Anwesen und ist froh, als sein Neffe scheinbar bei einem Unfall ums Leben kommt. Doch Shika lebt, gerettet durch einen Hirsch und Shika wird das Kind des Hirsches und zu einer wichtigen Schachfigur, in einem Land, das vor einem Krieg zweier Clans steht.

    "Herrscher der acht Inseln" ist der erste Band von Lian Hearns Die Legende von Shikanoko Dilogie, der aus wechselnden personalen Erzählperspektiven erzählt wird.
    So durften wir in die Sichten von Shikanoko, des Fürsten Kiyoyori, der Herbstprinzessin Akihime, der verbitterten Fürstin Tama, des jungen Kaisersprösslings Yoshi, des ehrgeizigen Kriegers Masachka, der jungen Hina und von Takaakira, eines weiteren Kriegers, eintauchen.

    Das Buch spielt in einem Land, das an Japan erinnert und, in dem gerade unruhige Zeiten herrschen. Der alte Kaiser ist schwach und hat seinen erstgeborenen Sohn zu seinem Erben bestimmt. Doch der mächtige Clan der Miboshi favorisiert den zweitgeborenen Sohn des Kaisers und es läuft auf einen Krieg zwischen den Miboshi und den Kakizuki hinaus.

    Ich habe mich besonders am Anfang des Buches sehr schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Die Anwesen, die Charaktere und auch die Clans haben alle ähnliche Namen, da haben mir auch die Karte und das Personenregister nicht geholfen und ich habe leider sehr lange gebraucht, um mich zurechtzufinden. Auch die häufigen Sichtwechsel haben es mir am Anfang schwer gemacht und ich wurde lange nicht wirklich warm mit den vielen Charakteren.

    Da ich aber auch bei Lian Hearns Clan der Otori Reihe einen schweren Start hatte, wollte ich nicht aufgeben und wurde auch belohnt, denn ab der zweiten Hälfte des Buches habe ich tatsächlich besser in die Geschichte hineingefunden, auch wenn diese mich letzten Endes nicht komplett mitreißen oder begeistern konnte, denn ich fand leider, dass die Geschichte sich stellenweise sehr zäh lesen ließ.
    Lian Hearn hat aber wieder eine tolle Welt erschaffen! Nach und nach kreuzten sich die Wege der einzelnen Charaktere, die mir nach und nach besser gefallen haben. Zwar mochte ich zum Beispiel Akihime viel lieber als Masachika und Tama, aber auch sie waren spannende Charaktere mit Ecken und Kanten.
    Schon früh begegnet Shikanoko dem Hexer Shisoku, von dem er eine magische Maske bekommt, sodass auch die Magie eine wichtige Rolle in dem Buch gespielt hat. Durch die Lage am Kaiserhof gab es auch spannende Intrigen und viele Machkämpfe.

    Fazit:
    "Herrscher der acht Inseln" von Lian Hearn ist ein Auftakt, mit dem ich mich sehr schwer getan habe. Die häufigen Sichtwechsel und viele ähnlich klingende Namen haben dafür gesorgt, dass ich leider schwer in die Geschichte hineingefunden habe.
    Und auch, wenn mich das Buch letzten Endes nicht komplett begeistern konnte, so fand ich es doch spannend, wie Lian Hearn die Wege der Charaktere miteinander verknüpft hat und auch die Welt hat mir gut gefallen, sodass ich noch schwache drei Kleeblätter vergebe.

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    Pressestimmen

    ein packendes Spektakel [.], das einige Überraschungen bereithält. Wie auch schon bei der ›Otori‹-Reihe, vermag es die Autorin eine passende Atmosphäre heraufzubeschwören

    ›Die Legende von Shikanoko‹ fasziniert von der ersten Seite an mit ihrer düsteren, verstörenden Magie. [.] ein facettenreicher, komplexer Auftaktband, der hungrig auf mehr macht!

    Lian Hearn hat mich mit ihrer atemberaubenden, absolut spannenden und bildgewaltigen Geschichte über Shikanoko total gefesselt, überrascht und überzeugt.

    Hearn erzählt das alles genau auf den Punkt geschrieben, ohne irgendwelche Längen, mit ständigen überraschenden Wendungen. […] Ein sehr unterhaltsam und spannend geschriebener Fantasyroman […]

    […] ein interessanter und vielversprechender Einstieg in eine neue Reihe, die den Leser (sofern er die Otori kennt) in eine mittlerweile schon vertraute Welt entführt.

    Lian Hearn hat mit der ›Legende von Shikanoko‹ eine ebenso komplexe wie fantastische Geschichte entworfen, von der ich nicht genug bekommen kann.

    Was junge Mädchen denken, kann die Autorin sich und dem Publikum genauso deutlich machen wie die Pläne Adliger oder die Leidenschaften des gedemütigten Helden.

    Ein magischer, kriegerischer und auch sprachlich faszinierender Fantasyroman, weit weg vom einfachen Schwarz-Weiß / Gut-Böse.

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