Liane Cornelius

 3.7 Sterne bei 6 Bewertungen

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Ich fühle so tief ich kann

 (6)
Erschienen am 17.10.2016

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Rezension zu "Ich fühle so tief ich kann" von Liane Cornelius

Ich fühle so tief ich kann
Buchmomentvor einem Jahr

Nach einer Operation lernt Lilly den Physiotherapeuten Andreas kennen. Die beiden sind auf einer Ebene miteinander verbunden, die wahrscheinlich nicht für jeden greifbar ist.

Sie beide haben noch so mit ihren Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Auf dieser anderen Ebene hilft Lilly Andreas über einen langen Zeitraum hinweg, seine Probleme in den Griff und langsam einen Zugang zu seinen Gefühlen zu bekommen.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, so dass sich das Buch flüssig lesen lässt.

Man sollte jedoch dafür offen sein, dass es auf dieser Welt Dinge gibt, die vielen Leuten verborgen bleiben. Ist man für solche Dinge nicht offen, so wird man das Buch wahrscheinlich recht schnell zur Seite legen und für Quatsch halten. Lässt man sich aber darauf ein, erlebt man mit diesem Buch eine schöne und so ganz andere Art der Liebe, obwohl nicht immer alles so harmonisch zwischen Lilly und Andreas ist.

Es ist eine Geschichte mit Höhen, Tiefen und Zusammenhalt dort, wo die meisten wahrscheinlich aufgeben würden.

Fazit
„Ich fühle so tief ich kann“ ist eine schöne Liebesgeschichte, auf die man sich aber einlassen muss, um sie genießen zu können. Wer das aber macht, der wird es bestimmt nicht bereuen, dieses Buch zu lesen.

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Ungewöhnliche Liebes(?)geschichte
BlueSirenvor 2 Jahren

Wer es esoterisch, tiefenpsychologisch und ungewöhnlich mag, der darf bei diesem ungewöhnlichen Buch beherzt zugreifen. Lilly und Andreas lernen sich tiefer kennen als ihnen lieb ist und die Gefühle, verändern und überschlagen sich.
Eine vollständige Rezension gibt es auf meinem Blog.

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Rezension zu "Ich fühle so tief ich kann" von Liane Cornelius

Eine andere Liebesgeschichte
seekingzamoniavor 2 Jahren

Lilly (Liane) ist 57 und gesundheitlich angeschlagen. 

Nach mehreren Operationen landet sie bei Andreas, einem knapp 30jährigen Physiotherapeuten, der ihr helfen soll.

Trotz des Altersunterschieds entsteht eine Verbindung zwischen den Beiden und Lilly fühlt schnell mehr, als sie sich selber eingestehen möchte.


Zwischen den Beiden entwickelt sich eine seelische Verbindung auf einer Ebene, die nicht alltäglich ist; jedoch stößt Andreas sie immer wieder von sich.

Beide haben zu kämpfen mit Problemen aus der Vergangenheit und tragen emotionalen Ballast mit sich, der ihnen die Situation erschwert, sie aber gleichzeitig miteinander verbindet. 


-


Ein ungewöhnliches Buch mit einem ungewöhnlichen Thema. Eine Beziehung auf einer Ebene, die nicht alltäglich ist.

Man muss sich einlassen auf Lillys (Lianes) Geschichte, sich einfinden in das, was sie uns zu erzählen hat.


Und sie erzählt es uns direkt, aus ihrer Sicht, unverblümt und geradeaus. Der poetische Titel „Ich fühle so tief ich kann“ lässt eigentlich einen anderen Schreibstil erwarten, und man ist zu Beginn überrascht, wenn einem kurze, prägnante, oft sehr pragmatische Sätze entgegenkommen.

Das ist aber absolut nicht negativ zu sehen, denn genau das macht das Reiz des Buches aus. Wir erfahren die Geschichte von Lilly selbst und es wirkt, als würde sie einem gegenüber sitzen und erzählen. Man ist persönlich berührt und grade das oft kurze, pragmatische bewirkt, dass man selber emotional reagiert auf das, was sie uns zu sagen hat.


Allerdings ist das Erzählen „frei von der Leber weg“ manchmal auch etwas verwirrend, Lilly springt in ihren Gedanken, verwickelt, verschachtelt, wechselt das Thema. Es fällt nicht immer leicht, ihr zu folgen. Manchmal bleibt man auf der Strecke, muss den Faden neu suchen, was etwas schwierig im Lesefluss ist. 


Es sind teils schlimme Dinge, die man erfährt, grade in der Retrospektive. Beide, Lilly und Andreas haben ihre Dämonen, die sie verfolgen, Traumata, die sie zu verarbeiten haben.


Dabei ist es faszinierend zu beobachten, welch starke Persönlichkeit sich bei Lilly vielleicht auch aus diesen Erfahrungen gebildet hat. Eine Frau, die immer wieder auf Hindernisse trifft aber eine innere Stärke hat, sie zu meistern und an ihnen zu wachsen. 


Andreas wiederum ist ein schwieriger Fall. Das nicht nur aus Sicht eines Therapeuten vermutlich, sondern auch aus Sicht des Lesers. Natürlich wird einem schnell klar, was ihm alles aufgebürdet wurde in seiner Vergangenheit und man versteht, dass so manches an seinem Verhalten Resultat daraus ist. Jedoch rechtfertigt keine Vergangenheit der Welt das Manipulieren anderer Menschen zum eigenen Vorteil. 


Die Beziehung der beiden findet auf einer Ebene statt, die für mich faszinierend aber nicht immer greifbar ist. Vermutlich fehlt mir das Hochsensible, um mich einfühlen zu können. Nichtsdestotrotz sind es spannende Aspekte, die einem beim Lesen bewusst und näher gebracht werden.


Ein gänzlich andere „Liebesgeschichte“, dieses Buch. Nicht für jedermann vermutlich, aber eine faszinierend Lektüre. 

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