Liane Moriarty Alles aus Liebe

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Inhaltsangabe zu „Alles aus Liebe“ von Liane Moriarty

Ellen ist überglücklich, seit sie mit Nathan zusammen ist, und auch mit seinem achtjährigen Sohn kommt sie gut klar. Optimistisch blickt sie in eine gemeinsame Zukunft, schmiedet Pläne und träumt sogar von einer eigenen Familie. Und auch Nathan ist bis über beide Ohren in Ellen verliebt. Es könnte alles so einfach sein ... Doch über der Beziehung schwebt der Schatten von Nathans verstorbener Ehefrau Colleen. Sie war Nathans ganz große Liebe. Wie soll Ellen nur gegen die perfekte Erinnerung ankommen? Sie setzt alles daran, Nathan zu halten und ihm die Geborgenheit zu geben, die er braucht. Doch bald stellt sich heraus: Colleen ist nicht die Einzige, die die junge Liebe bedroht.

Liebesgeschichte mit stalkender Exfreundin aus zwei Perspektiven

— Amania

Überraschend anders, nur zieht sich die Handlung ein wenig.

— katha_dbno

Eine verwickelte Familiengeschichte, die viele Gefühle hervorruft

— gst

Ein sehr interessantes Buch nicht nur zum Thema Stalking mit kleinen Schwächen

— Nina2401

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Kukolka

Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

Yuyun

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  • Eine etwas andere Liebesgeschichte

    Alles aus Liebe

    Tintenklex

    17. June 2017 um 15:06

    "Alles aus Liebe" setzt da ein, wo die meisten anderen Romanzen aufhören: Beim Happy-End. Das Paar hat sich gefunden und alles scheint perfekt zu sein. Aber das ist es nun mal nicht. Dieses Buch beschreibt einfühlsam die Spannungen, die eine Beziehung aushalten muss - und was diese Spannungen mit denjenigen macht, die um die Beziehung kämpfen. Dabei wird niemand verurteilt. Niemand ist "Der Böse". Niemand ist ganz unschuldig, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch kann man sich in alle Figuren hinein versetzen und man wünscht ihnen allen nur das Beste. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der nach einer Romanze der etwas anderen Art Ausschau hält!

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  • Was ein gebrochenes Herz aus einem Menschen machen kann

    Alles aus Liebe

    Amania

    20. August 2015 um 12:52

    Ellen ist 35 und arbeitet erfolgreich als Hypnotherapeutin. Nur mir der Liebe klappte es in ihrem Leben bisher nicht so. Und das obwohl es doch für sie, als "Profi" auf dem Gebiet der Gefühle und der Körpersprache, ein Leichtes sein müsste, eine erfolgreiche Beziehung zu führen. Doch dann lernt Ellen Patrick kennen und dieses Mal scheint alles zu passen. Allerdings ist Patrick Witwer, hat einen achtjährigen Sohn und vor allem seine Exfreundin Saskia, die ihn seit drei Jahren stalkt. Außerdem liebt er immer noch seine verstorbene Frau. Kann das gut gehen? Im Buch wechseln sich die Sichtweisen von Ellen in der dritten Person und Saskia in der ersten Person ab. Der Perspektivwechsel passiert ganz unvermittelt und macht das Lesen abwechslungsreich. Durch die Ich-Perspektive von Saskia konnte ich mich in die Gedankengänge der Stalkerin einfühlen und ein gewisses Maß an Verständnis für ihre eigentlich kranken Handlungsweisen gewinnen. Der Roman lässt sich Zeit beim erzählen der Handlung, was mancher als langatmig entfinden mag. Mir macht es jedoch immer großen Spaß, einfach das Leben der Figuren geschildert zu bekommen ohne im Erzählstrang von einem "wichtigen " Ereignis zum nächsten hetzen zu müssen.

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  • Buchverlosung zu "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

    Svenjas_BookChallenges

    Hallo ihr Lieben =) Anlässlich unseres 4-monatigen Blog-Bestehens verlosen wir 2x1 Buch eurer Wahl - zur Auswahl stehen neben "Love Letters to the Dead" noch 17 andere Titel, die wir im letzten Monat gelesen und rezensiert haben. Diese werde ich unten anhängen :)  Wer teilnehmen möchte, hinterlässt entweder hier oder direkt auf unserem Blog unter diesem Post: http://svenjasbookchallenge.blogspot.de/2015/06/gewinnspiel-4-monate-svenjas.html einen Kommentar mit der Antwort auf diese Frage: Was gefällt dir an unserem Blog und was könnten wir noch besser machen? Außerdem solltet ihr natürlich angeben, welches Buch ihr gerne gewinnen möchtet (es können auch mehrere sein). Wer über lovelybooks teilnimmt, sollte zudem Leser unseres Blogs sein (Facebook, Google+, Google Friend Connect) Wir wünschen euch viel Glück und geben die Gewinner direkt am 12.6. gegen Nachmittag bekannt ;) http://svenjasbookchallenge.blogspot.de/

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  • Eine kuriose Dreiecks- (oder Vierecks-) Beziehung

    Alles aus Liebe

    katha_dbno

    11. May 2015 um 19:16

    Rezension auf SvenjasBookchallenge Vor einigen Jahren habe ich einmal Drei Wünsche frei von Lianne Moriarty gelesen, was mir sehr positiv im Gedächtnis hängen geblieben ist. Deshalb wollte ich unbedingt herausfinden, ob sich dieser gute Ersteindruck bei ihren weiteren Werken bestätigt. Leider hat mich Alles aus Liebe nicht annähernd so mitreißen können, wie erhofft.  Das Feld der Hypnotherapie finde ich ziemlich interessant. Das Buch zeigt, dass es sich hierbei nicht um Quacksalberei oder etwas Übernatürliches handelt, sondern einfach über die Kraft der Autosuggestion funktioniert. Insofern man dafür offen ist, kann die Therapie erfolgreich mentale Blockaden beheben. Gelegentlich habe ich Ellens Patienten um den tranceähnlichen Zustand beneidet, in den sie versetzt wurden. Allerdings hat mir Ellens ethisches Dilemma auch gezeigt, dass man Hypnose nicht leichtfertig einsetzen sollte. An sich wirkte Ellen wie die ideale Frau auf mich: sie weiß, was sie will, sie weiß, wer sie ist, ist nachsichtig und freundlich, zeigt für jedermann Verständnis und sieht dazu auch noch gut aus. Das war mir zugegebenermaßen etwas zu perfekt. Erst ab dem zweiten Teil, als ihre heile Welt langsam ins Wanken gerät, hatte sie einige emotionale Ausbrüche, die ihre ansonsten gefasste Fassade durch- brachen. Meistens tat mir Ellen aber richtiggehend leid. Es ist sehr schwer, mit einem Geist/einer Erinnerung mitzuhalten, vor allem dann, wenn die Verstorbene die große Liebe des Partners war. Dementsprechend hätte Patrick ihr dasselbe Einfühlungs-vermögen entgegenbringen sollen, das sie auch für ihn gezeigt hat. Das blieb aber größtenteils aus. Um ehrlich zu sein, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was Ellen eigentlich an Patrick findet. Auf mich hat er emotional wie ein toter Fisch gewirkt, phasenweise auch mal wie ein Elefant im Porzellanladen. Er schien sich nie wirklich darum zu scheren, was er von sich gibt bzw. wie Ellen sich dabei fühlen könnte. Ich verstehe ja, dass er einige andere Probleme hat (tote Frau, alleinerziehender Vater, Stalkerin), aber derart unsensibel muss man meiner Meinung dann trotzdem nicht sein. Erst gegen Ende taute er langsam auf und wurde mir zugänglich, allerdings war diese 180°-Wende dann doch zu plötzlich und daher etwas unglaubwürdig.  Würde es nur um Ellen und Patrick (und seine tote Frau Colleen) gehen, wäre der Roman einer wie jeder andere. Die eigentliche Würze bringt Saskia, Patricks Stalkerin. Sie spielt nicht nur eine Nebenrolle, sondern ist absolut zentral. Sie ist gewissermaßen die Erzählerin der Geschichte, indem sie als Beobachterin die Ereignisse in Ellens Leben wiedergibt und dann wiederum in der Ich-Perspektive ihr eigenes. Damit ist sie, wie es für eine Stalkerin charakteristisch ist, omnipräsent. Allerdings ist sie nicht als klassische Antagonistin angelegt. Man erfährt sehr viel über ihre Gedanken und Gefühle und ihre Sicht auf die Beziehung, die sie mit Patrick und seiner Familie hatte. Im Grunde ist sie einfach nur verzweifelt, weil sie in kurzer Abfolge alles verloren hat, was sie geliebt hat. Sie ist keineswegs bösartig oder will irgendjemandem schaden, sondern verliert einfach die Kontrolle über sich selbst. Dadurch wirkt sie zwar zeitweise psychisch gestört, gleichzeitig wird aber immer wieder betont, dass sie auch nur ein normaler Mensch ist und auch so auf ihr Umfeld wirkt. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass sie Ellen mag, obwohl sie ihre "Konkurrentin" ist, und dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht. Deshalb konnte ich als Leserin Saskia ebenso wenig hassen, im Gegenteil konnte ich sogar sehr viel Verständnis für sie auf- bringen.  Trotzdem ist Alles aus Liebe eines dieser Bücher, bei denen man sich die ganze Zeit fragt, worauf die Handlung hinausläuft. Es ist kein klassischer Liebesroman, da die Heldin der Geschichte nicht nach einigen Wirrungen am Ende ihren Traumprinzen für sich gewinnt, denn der ist ja (zumindest ihrer Meinung nach) von Anfang an da. Vielmehr geht es um zwei Frauen, die die Liebe zu einem Mann teilen, die sich aber auf zwei völlig unterschiedlichen Ebenen abspielt. Trotzdem zieht sich der Roman etwas in die Länge. Es gab exakt einen Schockmoment im ganzen Geschehen, das sich ansonsten von kleineren zu größeren Krisen hangelt. Dadurch konnte sich keine dauerhafte Spannung aufbauen, sodass ich versucht war, das Buch einfach wegzulegen. Das ist schade, da die Story an sich ziemlich außergewöhnlich war.

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  • Besser als jede Schlaftablette!

    Alles aus Liebe

    Rosenmaedchen

    18. May 2014 um 14:50

    Ellen ist überglücklich, seit sie mit Patrick zusammen ist. Optimistisch blickt sie in eine gemeinsame Zukunft, schmiedet Pläne und träumt von einer eigenen Familie. Auch Patrick ist bis über beide Ohren in Ellen verliebt. Doch über der Beziehung schwebt der Schatten von Patricks verstorbener Ehefrau Colleen. Sie war seine ganz große Liebe. Wie soll Ellen nur gegen die perfekte Erinnerung ankommen? Sie setzt alles daran, Patrick zu halten und ihm die Geborgenheit zu geben, die er braucht. Doch bald stellt sich heraus: Colleen ist nicht die Einzige, die die junge Liebe bedroht. •●• Der Inhalt ist Alles und Nichtssagend und so auch das Buch. Natürlich treffen Aussagen zu wie: „Wir tun mit Liebe alle verrückte Dinge“, aber dafür war mir das Buch dann einfach doch zu normal. Es klingt ja wirklich nach einer zuckersüßen Liebesgeschichte mit viel Drama und Lektionen fürs Leben. Doch so nichtssagend und öde fand ich lange kein Werk mehr! Schlaftablette hätte hier mehr zugetroffen. - Die Charaktere sind bei solchen Romanen der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, Sympathien und emotionale Nähe sind hier mehr als wichtig. Doch bleiben einem hier die Protagonisten einfach nur fremd und distanziert. Man leidet nicht einmal mit, obwohl das Mitfühlen hier doch das Wichtigste sein sollte, oder? Ellen ist 35, Hypnotherapeutin und sucht einen Mann, wie sollte es auch anders sein? Schon zu Beginn hat sie ein Date mit Patrick, wo alles gut zu laufen scheint. Ellen zeigt sich immer sehr natürlich, auch wenn sie in der ein oder anderen Situation mit ihrer verrückten Seiten über die Stränge schlägt. Anfangs noch sympathisch und interessant durch ihren Job, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Person, die zwiegespalten wirkt und mit der man sich nicht weiter anfreunden kann – mal davon abgesehen, dass sie Patricks Stalkerin besser versteht als ihren Freund... Patrick, Vermessungsingenieur und Witwer, hat einen kleinen Sohn namens Jack und soll Ellens Herz erobern. Er selbst hängt immer noch an seiner toten Ehefrau Colleen und wird von einer Stalkerin belästigt. Er hat zwar ein großes Herz, braust jedoch schnell auf, ist aggressiv und manchmal wie eine tickende Zeitbombe. Was an ihm so liebenswert sein soll, habe ich leider nie verstanden; auf mich hat er einfach nur schizophren gewirkt. Die Erklärung ganz am Ende(!) auf sein Verhalten scheint mir sehr plausibel, doch einfach viel zu spät. Auch die vielen Nebencharaktere bleiben mehr blass und distanziert, bis auf Saskia, Patricks Ex und Stalkerin, die mich als Einzige ehrlich faszinieren konnte. Liegt wahrscheinlich an ihrer ernsthaften Krankheit, aber sie mochte ich, irgendwie. Die Beziehung von Ellen und Patrick sollte nach den Charakteren wohl der zweitwichtigste Punkt im Buch sein, doch ist diese gespickt von vielen Situationen und Problemen, die einfach so hingenommen werden und nicht näher geklärt werden – außer eben fast am Ende, wo es einfach zu spät ist. Auch bekam ich hier nicht Herzklopfen vor Emotionalität sondern eher ein Gähnen vor Langeweile. - Natürlich, am Anfang war für mich die Beziehung sehr interessant, weil gleich gegen Anfang bekannt wird, dass Patrick von seiner Ex gestalkt wird. Ihre Gedankengänge darf man auch mitverfolgen, da sie neben den Strängen um Ellen immer in der Ich-Perspektive redet und mir dies eindeutig am Besten gefiel. Der Schreibstil war wirklich in Ordnung: immer ein wenig unterschwellig humorvoll und flüssig. Gute Beschreibungen der Umgebung, der Gefühlswelten und der Gedanken der Protagonisten, doch nie richtig einnehmend und fesselnd. Die Handlung ist nicht groß nennenswert: wie gesagt fand ich es am Anfang noch spannend, als Saskia dazu kam. Aber das Stalken an sich war dann doch irgendwie keine so große Sache und wurde nicht so dramatisiert, wie es vielleicht im echten Leben sogar gewesen wäre. Es wurde einfach hingenommen und neben den ganzen Monologen und Dialogen, die nicht immer Sinn ergaben oder die Geschichte vorantrieben, war ich schnell gelangweilt. Zufälle häufen sich dann auch noch, durch die wahrscheinlich die Spannung gehoben werden soll, aber Fehlanzeige! Es passierte urplötzlich viel zu viel Gutes worauf ein ganzer Haufen schreckliche Erkenntnisse und Ereignisse folgten: sorry, aber das ist so klischeehaft! Patricks verstorbene Frau Colleen nimmt im Laufe der Handlung eine immer mehr zentralere Rolle ein, wobei einige Gedanken von Ellen wirklich böswillig werden wo ich mich gefragt habe: Was soll das? Einige Sachen sind so irre, dass mir wortwörtlich die Spucke weg blieb! Außerdem stellte ich mir des Öfteren die Frage, warum die Autorin beim Schreiben nicht selbst eingeschlafen ist. Das Ende sollte wohl überraschend, schön und ergreifend zu gleich sein. Bei mir löste es keines dieser Gefühle aus, eher eine Erleichterung, dass ich es endlich geschafft habe! Das war mal so gar nicht mein Buch. •●• Trotz meiner sehr negativen Worte fand ich einige Dinge der Geschichte recht in Ordnung. So gefiel mir von den eher blassen und distanzierten Charakteren gerade die Stalkerin am Besten, der Schreibstil gefiel mir und auch der Beruf der Hypnotherapeutin konnte mich überzeugen. Was Beziehungen, Handlung und insbesondere die Spannung angeht ist das Buch aber definitiv ein totales No-Go. So viel Langeweile hatte ich beim Lesen noch nie!

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  • Interessante Grundidee mit etlichen Längen

    Alles aus Liebe

    tinstamp

    28. March 2014 um 19:16

    Die Geschichte um eine Stalkerin hat mich gefesselt, das Buch leider weniger. Die Hypnotherapeutin Ellen verliebt sich in Patrick, einen Mann mit Vergangenheit. Seine erste Frau Coleen ist kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes verstorben und die letzte Freundin verfolgt ihn auf Schritt und Tritt. Doch Liebe macht bekanntlich blind, denn Ellen findet Patricks Geständnis, dass ihn seine Exfreundin Saskia bereits seit drei Jahren stalkt, anfangs mehr aufregend als beängstigend. Irgendwie ist sie sogar von der Frau fasziniert, die ihren Freund stalkt, was mich etwas befremdet hat. Doch schon bald merkt sie, dass Saskia auch schon ihr auf den Fersen ist und in ihr Leben eindringt. Während die Gedanken Saskias in der Ich-Perspektive geschrieben sind, wird von Ellen und Patrick in der dritten Person erzählt. Trotzdem hatte ich das Gefühl zu beiden Frauen einen Zugang zu haben und ihre Gedankenwelt wenigstens teilweise zu verstehen. Obwohl Saskia die Stalkerin ist, wird sie im Buch - meiner Meinung nach - nicht so furchtbar dargestellt, wie z. Bsp. in einem Thriller, wo Stalking ebenfalls ein sehr beliebtes Thema ist und mir immer eine Gänsehaut über den Rücken läuft, wenn ich so eine Geschichte lese. Hier versteht die Autorin es wirklich sehr gut die Gefühlswelt von Saskia darzustellen. Ihre Zweifel, aber auch ihr Wissen, dass sie etwas Verbotenes macht, jedoch der Zwang zur Beobachtung sie einfach immer wieder überkommt. Ihr Leben besteht seit der Trennung von Patrick nur mehr aus Arbeit und dem Nachspionieren ihres Stalkingopfers. Sie hat sich von ihren Freunden abgewendet und verkricht sich nur mehr in ihrer Wohnung. Durch Patricks Beziehung zu Ellen wird auch diese automatisch in Saskias Leben miteinbezogen. So meldet sie sich anfangs unter einem anderen Namen zur Hypnose bei Ellen an, um diese erstmals kennenzulernen. Doch nicht nur Saskia trübt die junge Liebe von Patrick und Ellen, sondern auch die Vergangenheit holt besonders Ellen immer wieder ein. Denn der Schatten der toten Ehefrau begleitet die Beiden ebenfalls. Dies hört sich nun eigentlich sehr bedrückend an, aber im Roman spürt der Leser nicht wirklich viel davon. Ellen ist eine so positive Frau, die manchmal fast zu unerschrocken an all diese Probleme herangeht. Doch als sie schwanger wird und immer wieder Colleen's Namen fällt, beginnt sie ihre Beziehung zu überdenken. Bevor das fast 500 Seiten dicke Buch endet, hat es leider im Mittelteil etliche Längen aufzuweisen. Durch die sehr kleine Schrift und zähe Handlung hatte ich öfters das Gefühl gar nicht fertig zu werden mit dem Roman. Das Ende hat dann allerdings die Längen des Mittelteils wieder aufgewogen, denn es wurde spannend und rasant. Der Roman spielt in Australien, doch außer einigen Strandimpressionen, könnte diese Geschichte überall in der westlichen Welt spielen. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und hat mich auch schon in "Vergiss mein nicht" überzeugt. Das Thema Stalking hat sie meiner Meinung nach aber zu "niedlich" dargestellt. Gut gefallen haben mir die Zitate am Anfang jedes Kapitels. Als Quellen dienten dabei z.B. Hypnosebücher, Buddistische Weisheiten oder Reden. Fazit: Netter Roman und interessante Grundidee, die leider nicht so umgesetzt wurde, wie ich erhofft hatte. Die Längen im Mittelteil haben mir manchmal das Weiterlesen schwer gemacht. Von der Autorin gibt es Besseres!

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  • Eine etwas andere Lovestory

    Alles aus Liebe

    Swiftie922

    25. March 2014 um 14:59

    Inhalt : Ellen ist überglücklich, seit sie mit Nathan zusammen ist, und auch mit seinem achtjährigen Sohn kommt sie gut klar. Optimistisch blickt sie in eine gemeinsame Zukunft, schmiedet Pläne und träumt sogar von einer eigenen Familie. Und auch Nathan ist bis über beide Ohren in Ellen verliebt. Es könnte alles so einfach sein ... Doch über der Beziehung schwebt der Schatten von Nathans verstorbener Ehefrau Colleen. Sie war Nathans ganz große Liebe. Wie soll Ellen nur gegen die perfekte Erinnerung ankommen? Sie setzt alles daran, Nathan zu halten und ihm die Geborgenheit zu geben, die er braucht. Doch bald stellt sich heraus: Colleen ist nicht die Einzige, die die junge Liebe bedroht. Die Charaktere : Ellen ist glücklich mit Patrick zusammen, doch immer noch gibt es von außen Menschen, die dieses Glück eher zerstören würden, als ihn mit ansehen zu müssen: Patrick war verheiratet gewesen und hat seine Frau Colleen nie vergessen können, bis er Ellen getroffen hat und nun mit ihr versucht sein Glück zu finden, wäre da nicht der Schatten seiner Ex Frau die immer noch über ihnen zu schweben scheint. Meine Meinung : Alles aus Liebe ist ein schöner Roman , der nicht nur die schönen Seiten der Liebe zeigt, sondern auch das man sich erst von alten Dingen endgültig lösen muss um sich auf eine neue Liebe auch wirklich einlassen zu können.Ellen ist Hypnotiseurin und dachte sie wüsste dadurch besser Bescheid wie die Psyche der Menschen ist um bei Beziehungen ein besseres Händchen zu haben nur leider hat sie damit bisher wenig Erfolg gehabt.. Jetzt hat Ellen aber mit ihren Mitte dreißig Patrick kennen gelernt, der aber auch so seine Vergangenheit hat und noch einige Dinge hat die ihn beschäftigen. Der Schreibstil der Autorin war für mich flüssig und auch die Spannung hat finde ich hat nicht nachgelassen. Das Buch ist interessant aufgebaut, denn außer das es wie üblich in der dritten Person erzählt wird, erfährt man auch etwas von Saskia und wieso sie so gehandelt hat. Auch wenn das Buch in kompliziertes Beziehungsgerüst zeigt, hat er doch seine schönen Stellen und es liest sich sehr gut. Man merkt dass die Autorin sich mit den Charakteren auseinander gesetzt hat und Ellen sehr gut dargestellt hat und auch solche Situationen wie sie sie im Buch erlebt keine Seltenheit sind und uns auch in der heutigen Zeit erwischen können. Das Ende war für mich bewegend und hat noch mal alles gegeben was die Autorin noch zeigen wollte. Mein Fazit : Kein gewöhnlicher Liebesroman der nur aus Kitsch besteht, sondern auch zeigt dass Liebe nicht immer einfach ist und man Ende doch ein paar verrückte Dinge tut, wenn man verliebt ist.

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  • Ein Buch über die verschiedenen Facetten der Liebe

    Alles aus Liebe

    books-in-my-world

    21. March 2014 um 19:20

    Worum geht´s? Ellen ist überglücklich, seit sie mit Patrick zusammen ist. Optimistisch blickt sie in eine gemeinsame Zukunft, schmiedet Pläne und träumt von einer eigenen Familie. Auch Patrick ist bis über beide Ohren in Ellen verliebt. Doch über der Beziehung schwebt der Schatten von Patricks verstorbener Ehefrau Colleen. Sie war seine ganz große Liebe. Wie soll Ellen nur gegen die perfekte Erinnerung ankommen? Sie setzt alles daran, Patrick zu halten und ihm die Geborgenheit zu geben, die er braucht. Doch bald stellt sich heraus: Colleen ist nicht die Einzige, die die junge Liebe bedroht. Cover und Titel: Titel und Cover lassen eine seichte Liebesgeschichte vermuten. Doch "Alles aus Liebe" ist alles andere als das. Natürlich geht es um Liebe, aber vor allem geht es um die Psyche einzelnener Charaktere und deren Umgang mit der Liebe. Ich finde es schade, dass man von Titel und Cover nicht wirklich auf den Inhalt schließen kann und manch einer das Buch vielleicht gar nicht in die Hand nimmt, weil er eben nur eine seichte Liebesromanze erwartet. Wobei der Titel ja gar nicht so unpassend ist. Am Cover sollte man allerdings arbeiten. Der Originaltitel "The Hypnotist's Love Story" ist an sich zwar auch passend, aber drückt auch in keinster Weise aus, um was es in dem Buch eigentlich geht. Mein Eindruck: Mein erster Gedanke war "Oh mein Gott, so ein Wälzer.". Bei solch umfangreichen Romanen habe ich immer die Befürchtung, dass er mich streckenweise langweilt. Dies war jedoch bei "Alles aus Liebe" überhaupt nicht der Fall. Der Roman ist so perfekt konstruiert, dass er bis zum Schluss spannend bleibt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat, dass mit dem Inhalt des jeweiligen Kapitels zu tun hat. Dabei sind dies aber keine Zitate von berühmten Personen, sondern fiktive Zitate der Protagonisten. Dieses Stilmittel hat mir wirklich gut gefallen. Ebenfalls zur gesteigerten Spannung trägt der Perspektivwechsel in den Kapiteln bei: Neben dem in der dritten Person erzähltem Handlungsstrang über Ellen kommt auch immer Saskia zu Wort, die ihre Erlebnisse aus der Ich-Perspektive schildert. Das führt dazu, dass man sich trotz ihres offensichtlich inakzeptablen Verhaltens in sie hineinversetzen kann. Sie ist mir regelrecht ans Herz gewachsen. Und ich mag es sehr, wenn Charaktere so zwiespältig sind und man nicht klar kategorisieren kann "Der ist böse und der ist gut." Aber auch Ellens Gefühle werden trotz der Schilderung in der 3. Person gut vermittelt. Gelungen fand ich auch wie die Autorin das Thema "Hypnotherapie" hat einfließen lassen- das war teilweise sehr viel Faktenwissen, was dem Buch nur noch mehr Authentizität verliehen hat. Ich war wahnsinnig gespannt wie der Roman endet und hatte gewisse Vorstellungen wie ich mir das Ende wünschen würde- es sollte meines Erachtens vor allem eins sein: glaubwürdig! Die Autorin hat es geschafft, mich mit einem zutiefst zufriedenen Gefühl das Buch zuklappen zu lassen. So und nicht anders muss das Ende sein. Mein Fazit: "Alles aus Liebe" ist ein Roman, der verschiedene Formen der Liebe und den damit verbundenen Problemen authentisch darstellt und außerdem einen tiefen Einblick in die Psyche verschiedener Charaktere gibt.

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  • Liebe und Spannung - gar nicht soooo schlecht

    Alles aus Liebe

    MissStrawberry

    24. July 2013 um 14:09

    Dies ist mein erstes Buch von Liane Moriarty, da ich nicht so der Liebesroman-Typ bin. Aber ich muss sagen, es hätte schlimmer kommen können! Die Autorin versteht es bestens, die diversen Aspekte zu zeichnen, die um die Liebe herum existieren. Ist Stalking denn eine Tat aus Hass? Nein, es ist eine Form der verdrehten Liebe. Klar, der Gestalkte vergisst das, da er ja der Leidtragende ist. Aber es ist für den Stalker trotzdem Liebe. Insofern fällt es teilweise glatt schwer, die Stalkerin als das Böse zu sehen. Saskias Part wird in der Ich-Form, Ellens Teil der Geschichte in der dritten Person geschildert. So hat man als Leser noch mehr das Gefühl, mitten in der Story zu stecken. Außerdem hilft es, die Protagonisten sauber auseinanderzuhalten. Auch die tote Exfrau von Patrick spielt eine gewisse Rolle. Also quasi drei Frauen und ein Mann - das MUSS ja schwierig werden! Und genau das ist es unterm Strich auch irgendwie. Ein klein wenig kürzer hätte die Story sein können. Trotzdem, alles in allem, nicht die schlechteste Unterhaltung.

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  • Besser als erwartet

    Alles aus Liebe

    kvel

    15. July 2013 um 00:09

    Ellen hat eine Praxis – sie ist Hypnotherapeutin. In Patrick hat sie ihre große Liebe gefunden. Es wird die Geschichte der noch frischen Liebe zwischen den beiden erzählt. Allerdings hat Patrick eine Stalkerin, die ihn verfolgt. Aus dem Klappentext: „Ein Roman darüber, dass wir alle manchmal verrückte Dinge tun – vor allem wenn Liebe im Spiel ist." Der Roman wird in Einblendungen aus der Ich-Perspektive erzählt – von der Stalkerin. Sie erzählt von ihrer Liebe / Beziehung zu Patrick und was sie über Ellen denkt / empfindet. Immer wieder ein Thema in dem Roman: Jeder hat so seine Vergangenheit, mit der er sich zuweilen (gedanklich) konfrontiert sieht. Kritikpunkte: Einige Male fand ich den Roman etwas sehr esoterisch angehaucht (aber das ist natürlich Geschmackssache). Bis ca. dem ersten Drittel des Buches weiß Ellen nicht, wer die Stalkerin ist; Patrick hat sie ihr nie gezeigt. Er hat immer erst hinterher gesagt, dass sie da war. Das finde ich unrealistisch in einer Beziehung. Beispielsweise auf Seite 100 werden Ellen und Patrick im Auto von der Stalkerin verfolgt. Patrick sagt es ihr und Ellen fragt wer / welches Auto es ist. Aber Patrick sagt es ihr nicht; er gibt nur ausweichende Antworten. Hätte er einfach nur gesagt „rechte Spur von uns, drittes Auto nach hinten, rotes Auto", oder etwas in der Art, dann hätte Ellen endlich gewusst, wer ihre Verfolgerin ist. Aber so, sollte wohl die Spannung erhalten bleiben. Die letzten ca. 100 Seiten (insbesondere bezüglich der Stalkerin) waren irgendwie zu sehr HappyEnd-mäßig für meinen Geschmack. Mein persönliches Fazit – und das hat mich wirklich an dem Roman überzeugt: Wer oder was ist ein „guter" Mensch?! Das ist alles reine Ansichtssache.

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  • Besessen vor Verlangen

    Alles aus Liebe

    gst

    04. June 2013 um 17:59

    Saskia verfolgt ihren Exgeliebten Patrick auf Schritt und Tritt. Er dreht schon durch, aber ehe er eine einstweilige Verfügung beantragt, muss noch viel geschehen … Auch Ellen hat sich in Patrick verliebt. Nach und nach erfasst sie das Ausmaß seiner Qualen: er ist kurz nach der Geburt seines Sohnes Witwer geworden und brauchte Saskia als dessen Ersatzmutter … Es ist eine verwickelte Familiengeschichte, die sich hier auftut. Auch wenn sie einige Längen aufweist (vor allem im ersten Teil), hat mich die Neugierde zum Weiterlesen gedrängt. Die Autorin hat sich bemüht, die knapp 500 Seiten mit vielen Informationen zu füllen. Dabei ist es ihr gelungen, Gefühle nachvollziehbar darzustellen. Egal, ob es um die Zweifel von Ellen geht (deren Leben in einem der beiden Erzählstränge von außen einsehbar wird) oder um die Besessenheit von Saskia (die als Ich-Erzählerin auftritt). Da habe ich mich zwischendurch sogar gefragt, ob Patrick der „Täter“ oder das „Opfer" ist. Interessant fand ich auch Ellens Beruf: Hypnotherapeutin. Kann sie mit Hypnose die Leiden der Menschen lindern oder ist das alles nur Scharlatanerie? Nur mit Frauen aufgewachsen, lernt sie erst als Erwachsene ihren Vater kennen. Ganz im Gegensatz zu Patrick, der immer in ein festes Familiennetz eingebunden war und auch noch Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau regelmäßig seine Schwiegereltern aufsucht. Ganz nebenbei erörtert die Autorin auch die Frage, wie wichtig Freundschaften sind. Insgesamt ein gut lesbares Buch, das zwar mit Übertreibungen arbeitet, dem es aber gelingt, die menschlichen Abgründe sehr nachsichtig darzustellen.

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  • Nein, wirklich nicht!!!

    Alles aus Liebe

    Jetztkochtsie

    11. May 2013 um 18:51

    Normalerweise bekommt von mir jedes Buch 50-100 Seiten eine Chance mich zu überzeugen. Hier gruselte es mich aber bereits nach 20 Seiten. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, warum ich dieses Buch überhaupt ausgewählt habe. Allein der Hinweis auf die Hypnotherapie hätte reichen sollen, daß mir klar wird, daß das nicht meinen Geschmack treffen kann. Allerdings hatte eine Freundin, die sonst recht treffsicher weiß, was ich mag, mir das Buch ans Herz gelegt und ich es gelesen. Nein stimmt nicht, nicht ganz gelesen, nach 50 Seiten reichte mir der Unfug nämlich und das Buch flog in hohem Bogen in die Ecke. Nein wirklich nicht, weder möchte ich die Selbsthilfegedanken der Hypnotherapeutin Ellen noch länger verfolgen, noch diese Stalkinggeschichte weiter lesen. Alle Charaktere erweckten bei mir den Eindruck, als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sowas kann ja, wenn es gewollt skurril ist durchaus seinen Reiz haben, hier befürchte ich jedoch, daß die Autorin das, was sie da schreibt tatsächlich bierernst meint. Da half es mir auch nicht, daß ich beruflich mit Stalkingopfern und Tätern zu tun habe, denn das gruselte mich nur noch mehr, wie hier verdrängt und verniedlicht und verharmlost wird. "Ach Schatz, übrigens ich habe eine Stalkerin, aber keine Angst, sie ist nur ein bißchen nervig, sie tut nichts!" Keine der Personen, die wirklich unter einem Stalker leidet, würde das so darstellen, NIEMAND! NIEMALS! Vielleicht wäre es als Satire betrachtet noch ganz amüsant gewesen, war es aber nicht, weil der Schreibstil ein so quälend langweiliger und sich im kreisdrehender war, daß ich schlichtweg keine Lust hatte weiter zu lesen. Ja, ich habe das Buch nicht ganz gelesen und ja, ich erdreiste mich dennoch diese Meinung abzugeben. Natürlich kann es sein, daß es ab Seite 213 aufeinmal ganz fantastisch wird, das erlebe ich aber leider nicht, weil ich vorher vermutlich vor Wut oder Langeweile gestorben wäre. Da ist mir meine Zeit definitiv zu schade zu. In die Tonne damit!

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  • Sind Gefühle tatsächlich nur entweder schwarz oder weiß?

    Alles aus Liebe

    antjemue

    25. April 2013 um 09:51

    Auch dieses Buch lernte ich durch das Amazon Vine Programm kennen. Lange Zeit übten andere Romane eine größere Faszination auf mich aus, doch als ich die letzte Chance bekam, eins der Rezensionsexemplare zu bekommen, bestellte ich mir auch dieses. Die australische Autorin Liane Moriarty kannte ich vorher nicht. In der Autoreninfo im Buch erfuhr ich dann, dass die Werbetexterin, die mit Mann und Kind in Sidney lebt, kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Belletristik mehr ist. Bereits ihr Debütroman „Drei Wünsche frei“ eroberte die Top Ten der australischen Bestsellerliste im Sturm und wurde ausgezeichnet. Auch ihre anderen bisher erschienenen Bücher wurden Erfolge. Alles aus Liebe Die 35-jährige Hypnotherapeutin Ellen hat nach drei gescheiterten Beziehungen den Weg über ein Partnerportal im Internet gewählt, um wieder jemanden kennen zu lernen. Der alleinerziehende Witwer Patrick scheint ein geeigneter Kandidat zu sein. Als sie sich nach einigen Treffen tatsächlich ineinander verliebt haben, ist Ellen überglücklich und gestattet sich sogar, von einer eigenen Familie zu träumen. Alles könnte so schön sein. Doch Ellen ist sich nicht sicher, ob er tatsächlich den Verlust seiner Ehefrau Colleen überwunden hat. Außerdem wird Patrick hartnäckig von seiner Exfreundin Saskia verfolgt … Stalking aus verschiedenen Sichtweisen „Alles aus Liebe“ erzählt über die Vielschichtigkeit der menschlichen Gefühlswelt und was passieren kann, wenn Gefühle – auch wenn es unbeabsichtigt passiert – mit Füßen getreten werden. Es dauerte ein bisschen, ehe ich richtig in diese Geschichte hinein fand. Obwohl sich die aus verschiedenen Perspektiven geschriebene Handlung (erste Person für Saskia, dritte Person für Ellen) von Anfang an recht angenehm lesen ließ, hatte ich im ersten Drittel massive Probleme dran zu bleiben. Die Autorin ließ sich meiner Meinung nach ein bisschen viel Zeit mit der Einführung. Es plätscherte, ohne dass irgendetwas passierte, so dass ich etliche Längen empfand. Im Nachhinein betrachtet waren aber viele der zu Beginn erhaltenen Informationen sehr wichtig für mich, um im späteren Verlauf diverse Reaktionen der Protagonisten nachvollziehen zu können. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es der Autorin wesentlich besser gelang, die weiblichen Charaktere darzustellen. Ellen mochte ich auf Anhieb, doch ich empfand auch für die Stalkerin Saskia, trotz der Tatsache, dass ich ihr Verhalten definitiv nicht gutheißen konnte, große Sympathien. Patrick blieb mir persönlich lange Zeit zu blass. Ich wusste oft nicht so recht, was ich von ihm halten sollte. Verschiedene Reaktionen von ihm konnte ich erst später verstehen. Ab dem zweiten Drittel funktionierte jedoch der Lesefluss bei mir. Durch die verschiedenen Sichtweisen und Ereignisse, kam bei mir Spannung auf, die sich dann auch bis zum Ende hielt.  Jeder der Hauptprotagonisten hat in der Vergangenheit die eine oder andere persönliche Tragödie erlebt und wurde davon geprägt. Obwohl sich alle redlich bemühen, ihre Lebenssituationen zu meistern, gibt es, wie im richtigen Leben, immer wieder Momente, in denen sie vor Entscheidungen stehen. Diese haben dann Auswirkungen auf das Miteinander im sozialen Gefüge. Manchmal verheerende. Im Nachgang betrachtet, hat mir dieser Roman doch sehr gut gefallen. Anhand einer fiktiven Geschichte gibt er ein sehr realistisches Bild auf die facettenreiche menschliche Gefühlswelt und das Entstehen von Konfliktsituationen. Gleichzeitig zeigt er verschiedene Möglichkeiten zu deren Bewältigung auf. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Wenn Liebe krank macht

    Alles aus Liebe

    Nina2401

    09. April 2013 um 19:30

    Gerade als sich Ellen in Patrick verliebt hat, kommt das böse Erwachen: Er wird von seiner Exfreundin gestalkt und das auf eine sehr belastende Art. Die feinfühlige Ellen, die eine Hypnosepraxis betreibt, kann das aber zunächst nicht erschüttern … ganz im Gegenteil, sie findet die ganze Geschichte sogar spannend. Ihr macht viel mehr die verstorbene Frau von Patrick zu schaffen. Und irgendwann stösst auch Ellen an ihre Grenzen. Das war mein erster Roman über Stalking und das ging mir ganz schön unter die Haut. Auf der einen Seite die sanfte Ellen, die alles wegmeditiert und eine sehr positive Lebenseinstellung hat. Und auf der anderen Seite die sehr anhängliche Saskia, die ihre Liebe verloren hat und wie unter Zwang an dem Leben ihres Ex teilhaben möchte. Ihre Verzweiflung, ihre Unfähigkeit, sich ein eigenes Leben aufzubauen … das war schon sehr heftig. Das Buch ist in zwei Stränge unterteilt, Saskia erzählt in der Ich-Form und so lerne ich ihre kranke Seele sehr gut kennen. Ich finde ihr Verhalten schlimm, aber sie tut mir unendlich Leid. Ellen ist da in einer besseren Position. Sie hat keine Angst vor Saskia, im Gegenteil, sie ist auf makabre Weise fasziniert von der Stalkerin. Die Gefühle von beiden Frauen werden sehr gut vermittelt und obwohl der Strang von Ellen in der 3. Person erzählt wird, kommt sie mir näher als Saskia. Leider hat das Buch zwischendurch immer wieder Längen, Passagen, die ich einfach nicht so interessant fand. Saskias verquere Gedanken waren teilweise doch sehr anstrengend und ließen mich oftmals den Kopf schütteln. Auch Ellens Seelenleben konnte ich nicht immer nachvollziehen. Dazu kamen dann noch weitere Themen wie die Eifersucht auf die verstorbene Exfrau und Muter-Tochter-Probleme. Dadurch wirkte die Geschichte für mich etwas überladen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und jedem Kapitel sind interessante Zitate hauptsächlich aus dem Bereich Hypnose vorangestellt. Trotz der Kritikpunkte vergebe ich knappe 4 Sterne, weil das Buch alles in allem sehr aufschlussreich und ansprechend war. Fazit: Ein sehr interessantes Buch nicht nur zum Thema Stalking mit kleinen Schwächen.

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  • Rezension zu "Alles aus Liebe" von Liane Moriarty

    Alles aus Liebe

    vormi

    08. February 2013 um 00:02

    Dieses war mein 3. Buch der Autorin und ich lese sie sehr gerne. Sie erzählt oft mit einem Augenzwinkern über das normale Leben und die Liebe. Hier hat sie diesmal besonders auf die Liebe geachtet und hat dem Leser über verschiedene Grade und Auswüchse der Verliebtheit berichtet. Sie versteht es gut, ihre Geschichten schön flüssig zu schreiben. Auch diese hat sich wieder ganz toll gelesen. Ich fand die ersten 400 Seiten diesmal ungewöhnlich spannend. Nicht ganz so humorvoll wie sonst, also etwas ungewöhnlich für Liane Moriarty. Mich hat eigentlich nur das ziemlich langezogene Ende gestört und die etwas esoterisch angehauchte, als Hypnotherapeutin arbeitende, Protagonistin. Dadurch hat sie in meinen Augen manchmal nicht ganz nachvollziehbar gehandelt. Das hört sich jetzt eher negativ an, aber bis aus diese "Kleinigkeiten" hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es war spannend, interessant und menschlich. Nicht immer gut nachvollziehbar, aber trotzdem das normale Leben. Eine Spezialität der Autorin.

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