Liane Moriarty Tausend kleine Lügen

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Inhaltsangabe zu „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty

Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren hat sie es nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und scheint endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der schönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Als bei einem Elternschulfest ein Mann tödlich verunglückt, bezweifeln einige, dass es ein Unfall war ...

Eine fesselnd geschriebene Gesellschaftssatire mit spannendem Krimi-Element - sehr lesenswert!

— orfe1975
orfe1975

Wunderschöner Roman!

— YH110BY
YH110BY

Mal was Anderes

— foxydevil
foxydevil

Eine schöne Geschichte über die Päckchen, die ein jeder von uns zu tragen hat.

— RikaNMS
RikaNMS

Wir tun was gegen Mobbing? Was denn?

— Sabine_Hartmann
Sabine_Hartmann

Tolle Story um drei Freundinnen und ihre Geschichten, gespickt mit Humor, Streit, Intrigen, Lügen und Liebe.

— Helli
Helli

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  • Schein und Sein in Pirriwee

    Tausend kleine Lügen
    orfe1975

    orfe1975

    24. September 2017 um 21:28

    Cover: Das Cover ist wunderschön mit dem eingesperrten Schmetterling im Glas und es passt in vielerlei Hinsicht zum Inhalt. Es geht um schöne, attraktive Leute, die eigentlich unfrei sind, eingesperrt in ihrem Leben. Es geht um Seelen, die sich nicht so entfalten können, wie sie wollten und letztendlich geht es um das Leben, das oft ganz anders ist, als der äußere Schein einen vermuten lässt. Im Buchladen hätte ich definitiv nach dem Buch gegriffen. Inhalt: Pirriwee ist ein idyllischer Ort am Strand von Australien. Die Pirriwee Public School eine Schule, die sich auf die Fahne schreibt, mobbingfrei zu sein, ein Ort, an dem jeder den anderen akzeptiert. Ein Zufall will es, dass sich Madeline, Jane und Celeste, drei Mütter von Vorschulkindern dieser Schule begegnen und zu einer Art Freundinnen werden lassen. Doch das idyllische Leben trügt: jeder hat seine Geheimnisse, die nach und nach Risse in das schöne Leben bringen und letztendlich zum Tod einer Person führen. Mein Eindruck: Mir hat bereits der Einstieg sehr gut gefallen. Die Geschichte beginnt mit dem Moment, an dem die Eltern der Schule nach einem Quizabend aufgebracht die Schule verlassen und sich miteinander streiten, beobachtet von einer alten Frau, die in der Nähe der Schule wohnt. Hierbei wird bereits erkennbar, dass es sich um eine Kleinstadt mit sehr schrägen Bewohnern handelt und alles wird  - obwohl es teils auch um sehr tragische Momente geht - in einer Art Humor geschildert, die ich als typisch bissig-britisch bezeichnen würde (auch wenn der Roman von einer Australierin geschrieben wurde.) Alleine durch den ersten Satz des Kapitels "Wir ermitteln in einem Mordfall." lässt den Leser aufhorchen und das Schlimmste vermuten. Hierbei ist der Aufbau des Romans höchst interessant: es fängt quasi mit dem Ende der Geschichte an und ab hier wird das Geschehen zurück gespult bis 6 Monate vor diesem Abend und dann langsam wieder vor gespult bis zu diesem Moment. Gelungen finde ich dabei die abwechselnden Perspektiven aus Sicht der verschiedenen beteiligten Protagonisten, unterbrochen von interviewartigen Einwürfen anderer Personen am Ende jeden Kapitels. Durch diese ganzen Kommentare werden Vermutungen in den Raum gestellt, die den Leser Hinweise geben, aber zwischendurch auch falsche falsche Spuren legen, was die Handlung zusätzlich spannend macht, zumal erst in einem der letzten Kapitel aufgelöst wird, wer überhaupt gestorben ist. Erst in den letzten paar Kapiteln geht es um das Geschehen danach. Auch dies ist sehr gut gemacht, da hier auch die Folgen des tragischen Geschehens für die einzelnen Protagonisten sichtbar werden. Die Einblicke in die drei Hauptpersonen Madeline, Jane und Celeste sind sehr tiefgreifend und lassen den Leser Stück für Stück deren Handeln immer besser nachvollziehen. Die Themen Vergewaltigung, häuslicher Missbrauch, Fremdgehen sowie Scheidung, alleinerziehendes Elternteil sowie die Probleme einer Patchworkfamilie spielen eine Rolle, aber auch Themen wir Hochbegabung und Mobbing werden behandelt. Dabei schafft die Autorin die schmale Gratwanderung zwischen Tragödie und Komödie. Einiges ist so überzogen dargestellt, dass man fast drüber lachen muss und doch steckt in allem - leider - ein wahrer Kern. Man könnte das Ganze auch durchaus als Gesellschaftssatire bezeichnen. Fazit: Eine fesselnd geschriebene Gesellschaftssatire mit spannendem Krimi-Element - sehr lesenswert!

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  • eine Geschichte zum Nachdenken

    Tausend kleine Lügen
    cupcakeprincess

    cupcakeprincess

    24. September 2017 um 15:28

    Pirriwee soll für Jane und ihren Sohn Ziggy ein Neuanfang sein. Doch bereits am ersten Tag scheint alles schief zu laufen. Ziggy wird verdächtigt einem kleinen Mädchen weh getan zu haben und ehe sich Jane versieht, kämpft sie erneut gegen die Ereignisse aus ihrer Vergangenheit.Das Buch ist flüssig geschrieben und ich musste bei vielen Stellen schmunzeln.Mir hat vor allem der gesellschaftkritische Aspekt der Geschichte gefallen. Menschen neigen leider dazu sich auf vorgefertigte Fakten zu stürzen anstatt die Angelegenheiten zu hinterfragen bzw. über den Tellerrand zu schauen. Auch ist es einfacher Sachverhalte schön zu reden, als diese kritisch unter die Lupe zu nehmen.Auch die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere Jane, Madeline und Celeste finde ich sehr gelungen. Alle drei sind starke Frauen, die für das Wichtigste in ihrem Leben, nämlich ihre Kinder, kämpfen. Obwohl alle drei Frauen unteschiedlicher nicht sein können, halten alle drei wie Pech und Schwefel zusammen. Für mich haben diese drei Charaktere am meisten aus der Geschichte hervorgestochen, weil sie nicht mit dem Strom mitschwimmen, sondern ihren eigenen Kopf haben und auch erkennen, dass das Verhalten der anderen Mütter nicht richtig ist.Schön fand ich auch, dass das Buch Tabuthemen wie häusliche Gewalt, Mobbing und Kinderprostitution aufgegriffen hat.Mir hat das Buch sehr gefallen, vor allem, weil vieles einen realistischen Alltagsbezug hatte und weil das Buch einen zum Nachdenken anregt.

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  • Spannend wie Dallas oder Melrose Place

    Tausend kleine Lügen
    julemausi89

    julemausi89

    22. September 2017 um 10:53

    Zuerst einmal: Ich liebe dieses Buch und bin restlos begeistert!Wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte, hätte es mir wahrscheinlich eine schlaflose Nacht bereitet, indem ich es in einem Rutsch durchgelesen hätte.Wer auf Rätselraten, Geheimnisse und kleine Intrigen, attraktiv verpackt in eine Vorstadt-Vorschul-Hölle steht, ist mit diesem Buch definitiv perfekt beraten.Als Jane mit ihrem kleinen Sohn Ziggy in die Vorstadt an die Küste zieht, ahnt sie noch nicht, wie sich ihr Leben in den folgenden Wochen ändern wird:Sie lernt neue Freundinnen kennen, macht sich aber, aufgrund eines Vorfalls in der Vorschule, auch schnell ungewollt Feinde. Und wie man das aus dem Fernsehen ja schon kennt, schaukeln die Emotionen schnell hoch und aus einer kleinen Mücke wird ein Elefant, der im Haifischbecken der Vorschulhölle riesengroße Wellen schlägt!Das Buch überzeugt allerdings nicht nur durch seinen fabelhaften Plot, sondern lebt vor allem durch seine Figuren und die Geschichten, die hinter ihnen stehen. Alle haben ihr Päckchen zu tragen, und wachsen einem aber auch deshalb sehr schnell ans Herz.Der Erzählstil ist an sich nichts besonderes, aber die Kapitel nehmen einen durch ihre Kürze und ihren ausgefallenen Aufbau gefangen. Es gibt keinen Erzähler, stattdessen wechselt die Perspektive zwischen den Hauptfiguren. So gewinnt die Geschichte zusätzlich an Spannung.Fazit:Wer etwas erfrischend Neues sucht oder sich an alte Fernsehzeiten erinnern möchte, ist hier genau richtig!

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  • Ein erfrischend subtiler und humorvoller Roman

    Tausend kleine Lügen
    Krimine

    Krimine

    19. September 2017 um 21:17

    Als Jane mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy in das idyllisch gelegene Küstenstädtchen Pirriwee zieht, hofft sie endlich sesshaft zu werden. Schließlich wird Ziggy in diesem Jahr eingeschult und so kommt es, dass Jane gleich auf Anhieb eine ganze Reihe von Frauen kennenlernt. Wie Madleine, der sie am Vorstellungstag aus der Patsche hilft oder die wunderschöne Celeste, die schwerwiegende Eheprobleme hat. Und dann sind da noch die blonden Bobs, die mit ihrem Eifer alles beherrschen und Renata, deren Tochter Amabella gemobbt und misshandelt wird. Eine bunte Mischung, die für ausreichend Aufregung sorgt und die letztendlich verantwortlich dafür ist, dass ein Mann zu Tode kommt.„Tausend kleine Lügen“ ist ein turbulenter Roman, der die Verhaltensweisen überfürsorglicher Mütter an den Pranger stellt. Beginnend mit der scheuen und geheimnisvollen Jane, über die forsche und gerechtigkeitsliebende Madleine, bis hin zur kriecherisch veranlagten Harper werden alle beteiligten Frauen und ihre Freunde und Familienangehörigen vorgestellt und mehr oder weniger in das ereignisreiche Geschehen eingebunden. So lernt der Leser ihre Lebensumstände und Charakterzüge im Verlaufe der Handlung immer besser kennen und erfährt wichtige Details über gut gehütete Geheimnisse und gemeine Intrigen, über den sich stetig ausbreitenden Klatsch sowie über die wirklichen Probleme, die ihnen zu schaffen machen. Kein Wunder, dass es bei ihrem täglichen Zusammentreffen zu Querelen kommt und die Gesamtsituation immer angespannter wird.Liane Moriarty versteht es, mit einem humorvollen Schreibstil, mit wunderbar erdachten Figuren und einem gelungenen Handlungsaufbau den Leser an das Geschehen zu fesseln. Dabei wird schnell klar, dass sie eine ausgezeichnete Beoachtungsgabe besitzt, die sie mit treffenden Beschreibungen versehen, in das Buch und die verwendeten Charaktere einfließen lässt. Deshalb erscheint das fiktive Geschehen wunderbar real und der Leser entdeckt viele Dinge und Szenen wieder, die er so oder ähnlich aus seinem eigenen Leben kennt. Hinzu kommt, dass ausgehend von einem verhängnisvollen Quizabend, an dem einer der Beteiligten stirbt, die vorangegangenen Ereignisse über einen Zeitraum von 6 Monaten rückblickend erzählt werden. Dadurch erhält der Leser einen guten Einblick in die fatale Kette von Ereignissen, die verantwortlich dafür sind, dass ein gemütliches Beisammensein zu einem todbringenden Fiasko wirdFazit:„Tausend kleine Lügen“ ist ein erfrischend subtiler und humorvoller Roman, der von den Charakterschwächen seiner Figuren lebt und von geschickt getarnten Geheimnissen, die bald schon keine mehr sind.

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  • Drei Frauen und ihre Geheimnisse

    Tausend kleine Lügen
    YH110BY

    YH110BY

    17. September 2017 um 09:08

    Jane ist mit ihrem 5jährigen Sohn Ziggy vor kurzem in die australische Stadt Piriwee gezogen. Bereits an ihrem ersten Tag lernt sie die 40jährige Madeline kennen, die eine Tochter in Ziggys Alter hat. Die beiden Frauen freunden sich gleich an. Auch Celeste hat Zwillinge im gleichen Alter und so werden die drei Frauen gute Freundinnen, die sich fast alles erzählen. Denn nach und nach stellt sich heraus, dass jede der Frauen ihre Geheimnisse hat und nichts so ist, wie es scheint. Der Roman hat mir richtig gut gefallen. Ich mag den Schreibstil von Liane Moriarty sehr und habe schon viele ihrer Bücher gelesen. Sie schafft es bei jedem Buch aufs Neue, mich in ihren Bann zu ziehen und zu fesseln. Die einzelnen Frauen hat sie wunderschön beschrieben und abwechselnd wurde immer aus einer anderen Sicht erzählt. Ich konnte mir alle Personen gut vorstellen und war sehr überrascht, welche Geheimnisse sich hinter den Frauen verbargen. Auch das Ende der Geschichte war sehr gelungen und überraschend für mich.

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  • Kleine Lügen tun nicht weh...oder doch???

    Tausend kleine Lügen
    foxydevil

    foxydevil

    16. September 2017 um 20:00

    Ich war von dem Titel angezogen, denn wer kennt es nicht...diese kleinen Lügen. Doch was aus denen erwachsen kann sieht man wenn man den Roman zu Ende gelesen hat. Auf einem Quizabend der Grundschule stirbt jamand und es kommt zu Körperverletzungen. Das Schöne dabei...man ahnt kaum um wen es sich handelt und erfährt es erst am Buchende. Vorher werden die Monate davor von verschiedenen Perspektiven erzählt. Wovon 3 Frauen genauer beleuchtet werden. Wir lernen Jane eine junge Frau welche als alleinerziehende mit ihrem Sohn Ziggy neu zugezogen ist, und versucht sich in das Gefüge zu integrieren. Allerdings ist das Geschehen rund um die Schule gespickt mit Lügen und Intrigen. Das allein macht einem das Leben nicht einfacher. Madeline ist eine lebensfrohe und offene Natur. Sie ist bereit für ihre Meinung einzustehen und das ist nicht immer einfach. Trotzdem ist die Jane eine große Unterstützung. Die dritte Frau ist Celesete, eine verheiratete Frau welche durch ihre Schönheit auffällt. Nach außen ist ihr Leben perfekt, aber… Wie diese 3 Frauen ihr Leben arrangieren und was es mit dem Todesfall zu tun hat möchte ich nicht verraten. In jedem Fall sieht man deutlich was vermeintlich kleine Lügen so anrichten können. Der Text ist eingängig und ich konnte mir die Personen sehr gut vorstellen. Am Ende von vielen Kapiteln gab es einen Abriss von Äußerungen beteiligter Personen am Quizzabend. Diese geben Hinweise aber auch Vermutungen zu den Geschehnissen. Mir war es keine Hilfe bei der Vermutung wer das Opfer hätte sein können. Obwohl ich natürlich eine Vermutung hatte und auch damit richtig lag. Wenn auch das Motiv etwas anders gelagert war. Allerdings sind das gute Beispiele wie Menschen unterschiedliche Dinge interpretieren können. Ab und an hatte ich kleine Leselängen,wo es mir hätte etwas kürzer sein können. Der Erzählstil ist lebensnah und gut vorstellbar das gefiel mir. Besonders das Eltern Ego wurde sehr gut dargestellt. Ein lesenswertes Buch wenn man mal etwas anderes lesen möchte als einen Schönwetter Roman!

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  • Liane Moriarty: Tausend kleine Lügen

    Tausend kleine Lügen
    RikaNMS

    RikaNMS

    14. September 2017 um 13:57

    Durch Zufall trifft die 40-jährige Madeline auf die frisch nach Pirriwee gezogene und um einiges jüngere Jane. Doch die beiden verstehen sich auf Anhieb und mit der wunderschönen und reichen Celeste wird das Trio komplett. Eine Mädchenfreundschaft wie sie im Buche steht! Was auf den ersten Blick nach australischer Kleinstadtidylle aussieht, birgt allerdings einige Geheimnisse und nach und nach erkennt man, dass jede der drei Frauen ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen hat. Dank einer Leserunde von Lesejury durfte ich in den Roman von Liana Moriarty mit einigen anderen netten Menschen vorab hineinschnuppern und diskutieren. Schnell wurde uns klar, dass hier nichts ist, wie es zu Beginn scheint und mit jeder gelesenen Seite die Spannung steigt. Das Buch wird aus Sicht der drei Freundinnen erzählt und die Perspektive wechselt in jedem Kapitel. So erhält man Einblick in das jeweilige Leben der Frauen und kann hinter die Fassade schauen und sich nochmal tiefer in die jeweilige Hauptfigur hineinfühlen. Mir gefallen diese Perspektivwechsel meistens sehr gut, weil es so auch möglich ist verschiedene Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen. Tausend kleine Lügen ist ein tolles Beispiel, wie so etwas funktionieren kann, denn zum Schluss schafft Liane Moriarty es praktisch mühelos all diese Nebenhandlungen zusammenzuführen und so aufzulösen, dass keine Fragen offen bleiben. Interessant fand ich auch, dass das Buch praktisch von hinten aufgerollt wird. Das erste Kapitel gibt einen Ausblick darauf, wohin uns die Geschichte führen wird, verrät dabei aber nicht zu viel, setzt dann sechs Monate vor dem Vorfall an und am Ende eines jeden Kapitels erfährt man noch ein paar Details mehr. So setzt sich die Geschichte ganz langsam wie ein Puzzle zusammen und der Leser hat auch noch die Möglichkeit selbst etwas mitzurätseln. Besonders schön fand ich übrigens das Cover. Die Farben und das Motiv sind für mich ein toller Hingucker! Ich bin einfach ein Cover- Käufer und sobald mich ein Buch auf diesem Weg anspricht, gibt es eigentlich kein Halten mehr, weshalb ich mich umso mehr gefreut habe, dass ich an der Leserunde teilnehmen wurde. Insgesamt bietet Liane Moriartys Roman viele gefühlvolle Momente. Auch wenn ich selbst keine Mum bin, trafen einige Situationen direkt ins Schwarze und so taumelte ich vom traurige Tränchen verdrücken zu Lachtränen und dann wieder zu völliger Empörung! Es ist einfach ein Buch für's Herz!

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  • Mobbing?

    Tausend kleine Lügen
    Sabine_Hartmann

    Sabine_Hartmann

    14. September 2017 um 11:30

    Jane ist gerade mit ihrem Sohn Ziggy in das australische Küstenstädtchen Pirriwee gezogen. Sie lernt sofort ein paar nette Mütter kennen und hofft, endlich angekommen zu sein. Doch dann wird ihrem Sohn vorgeworfen, ein Mädchen gewürgt zu haben. Als es dann bei einem Quizabend zu einem Todesfall kommt, zerbröckeln die Fassaden langsam, die alle mit so viel Energie aufrecht erhalten wollen. Dieser Roman weist eine ungewöhnliche Erzählstruktur auf. Eigentlich wird in zeitlich korrekter Reihenfolge erzählt, was seit dem Ende der Sommerferien geschehen ist. Auf der anderen Ebene sind immer wieder Kapitelchen zwischengefügt, die offensichtlich aus dem Vernehmungsprotokoll der Polizei stammen. Als Leserin erfährt man so nur wenig über den tatsächlichen Vorfall, die Aufmerksamkeit wird dadurch aber immer wieder gezielt auf bestimmte, eher unterschwellige Informationen im nachfolgenden Erzählfluss gelenkt. Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig, es baut die Spannung fein justiert auf und zeigt, stückchenweise, was unter der Decke gehalten wird und hält damit der Gesellschaft und ihren Konventionen an sich einen Spiegel vor. Eine eindeutige Leseempfehlung.

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  • Unterhaltsamer, spannender Roman

    Tausend kleine Lügen
    sChiLdKroEte

    sChiLdKroEte

    13. September 2017 um 11:03

    Seit der Geburt ihres Sohnes Ziggy vor fünf Jahren ist Jane ständig umgezogen. Nirgendwo konnte sie es lange aushalten. Nun hat es sie ins australische Küstenstädtchen Pirriwee verschlagen. Schnell schließt sie Freundschaft mit Madeline und Celeste, deren Kinder in die gleiche Vorschulklasse gehen wie Ziggy. Jane gefällt es in Pirriwee. Sie scheint endlich angekommen zu sein. Doch Jane, Celeste und Madeline geraten in ein Geflecht von Geheimnissen, Intrigen und Lügen. Dann kommt bei einem Elternschulfest ein Mann zu Tode…   Der Einstieg in die Geschichte gelang mir gut. Der Leser lernt zunächst die drei Frauen Jane, Madeline und Celeste kennen. Die drei sind sehr unterschiedlich, aber jede auf ihre Art sympathisch. Jede der Frauen hat ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen. Auch wenn ich an Stelle der einzelnen Frauen nicht immer unbedingt so gehandelt hätte, wie sie es getan haben, konnte ich mich gut in ihre jeweilige Situation hinein versetzen und mit ihnen fühlen, leiden und fiebern. Ich habe jede von ihnen gern durch die Handlung begleitet.   Der Schreib- und der Erzählstil von Liane Moriarty haben mir sehr gefallen. Die Geschichte war flüssig geschrieben und ließ sich flott lesen. Die Autorin baut geschickt Spannung auf, indem sie Hinweise auf Geheimnisse einzelner Charaktere gibt, die erst nach und nach enthüllt wurden. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Gesprächsauszüge, vermutlich aus Polizeivernehmungen, in denen in erster Linie Eltern und Lehrer aus Pirriwee zu Wort kommen. Auch hier lässt die Autorin Hinweise einfließen, die den Leser neugierig auf die weiteren Ereignisse werden lassen.   Der Roman „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Es gab zwar auch eine Passage, die ich ein wenig langatmig fand, weil wenig passierte, diese war aber zum Glück nur kurz. Ansonsten zog mich die  interessante und spannende Handlung schnell in ihren Bann. Sie bot alles, von Lügen, Geheimnissen, Intrigen, schwerwiegender familiärer oder privater Probleme, bis hin zu Freundschaft und auch Liebe. Ich habe mich über den gesamten Handlungsverlauf sehr gut unterhalten gefühlt und kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Bücher der Autorin zu lesen und die auf dem Buch basierende TV-Serie, „Big Little Lies“, zu schauen.

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  • Haufenweise Spannung

    Tausend kleine Lügen
    Katzyja

    Katzyja

    13. September 2017 um 09:10

    Meine ZusammenfassungJane ist gerade mit ihrem Sohn in die kleine Küstenstadt Pirriwee gezogen und hofft dort auf einen Neuanfang. Schnell lernt sie die Mütter Madeline und Celeste kennen. Sie Freunden sich an und ihre Kinder kommen in die selbe Klasse der Vorschule. Doch schon am ersten Tag wird Jane's Sohn Ziggi verdächtigt eine Mitschülerin gewürgt zu haben, dieser streitet das aber vehement ab! Jane will ihrem Sohn glauben, ist sich aber dennoch unsicher. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, kommt es am Quizabend in der Schule zu einem tödlichem Unfall.Lügen über Lügen, große Geheimnisse und das altbekannte "Ich bin besser als du" beginnt.BewertungAls ich mir den Klappentext dieses Buches durchgelesen habe, hatte ich natürlich mit einer spannenden Hausfrauen Lektüre gerechnet, aber dieses Buch ist mehr als das!Lügen, Intrigen, Geheimnisse und Mord? Hier gibt es alles. Liane Moriarty hat hier einen tollen Roman geschrieben indem sich wohl jede Mutter wiedererkennen kann. Der Schulalltag mit den Übermüttern und diesen die es eher locker angehen lassen im Clinch. Dann natürlich noch die Mütter Clicke die immer bei allen Organisationen vorne dabei ist und die Köpfe zusammen steckt. Ja, ich habe oft lachen müssen und ebenso oft mit dem Kopf geschüttelt. Dieser Roman hat etwas von "Desperate Housewifes" Es gibt einfach nichts spannenderes als das Leben und genau das wird in diesem Buch mehr als deutlich. Hinter jeder Haustür verbirgt sich ein Geheimnis das niemand vermuten würde! Erstklassiger Schreibstil und tolle Story. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven gelesen, was anfangs etwas mühsam ist, aber wenn man erstmal alle Protagonisten kennt ist das kein Problem mehr. Die Geschichte beginnt bereits 6 Monate bevor der Quizabend stattfindet, um einen besseren Einblick in das Geschehen und die Umstände zu bekommen. Am Ende der Kapitel gibt es immer ein paar einblicke in die Ermittlung, beziehungsweise in die Interviews nach dem Tod eines Elternteils auf dem Quizabend. Bis zum Schluss kann man nur sehr wage Vermutungen anstellen wer das Opfer ist und auch der Wooow Effekt bleibt nicht aus.Dieser Roman ist nicht nur für Eltern empfehlenswert.

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  • Köstliches Lesevergnügen - Cover hätte schöner sein können.

    Tausend kleine Lügen
    ViEbner

    ViEbner

    12. September 2017 um 17:44

    Himmel – warum habe ich das nicht schon früher gelesen? Das war so ein genialer Spaß, köstliche Unterhaltung und absolut toll angelegt, was den Plot und die Charaktere betrifft. Ich habe es buchstäblich nicht kommen sehen, wer der tote Mensch gewesen ist. Erst in dem Moment, als ich die entsprechende Szene las, dämmerte es mir und ich war hin und hergerissen zwischen Faszination, Begeisterung aber auch ein wenig „Bitte?! Das passt jetzt aber ein bisserl ZU GUT in die Handlung“. Vom Schreibstil und der Wortwahl her trifft die Autorin in meinen Augen einen Nerv. Es geht einerseits locker, ironisch und mit viel Zynismus zu, andererseits wird aber auch mit Feingefühl sensibel auf bestimmte Dinge eingegangen. Kurz: Dieser Roman bietet für jeden das gewisse Etwas. Was für ein toller Roman. Da wurde mich viel Sinn für Humor, Eitelkeiten und der ganz normale Alltagswahnsinn unter konkurrierenden Eltern eine Geschichte von der Autorin präsentiert, die abwechslungsreich, unterhaltsam und Krimi in einem ist.

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  • Die Vorschulhölle von Pirriwee

    Tausend kleine Lügen
    silkedb

    silkedb

    12. September 2017 um 16:19

    „Tausend kleine Lügen“ ist das erste Buch, das ich von Autorin Liane Moriarty gelesen habe. Mir hat die Geschichte rund um Geheimnisse, Tod und Entscheidungen sehr gut gefallen. Leider verrät die Inhaltsangabe des Verlages ein bisschen zu viel, weshalb ich selber sie nur gekürzt wieder geben werde.Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen drei sehr unterschiedliche Frauen.Jane ist sehr jung Mutter geworden und zieht nun neu mit ihrem fünfjährigen Sohn Ziggy nach Pirriwee. Bei der Einschulung lernt sie Madeline kennen, deren jüngere Tochter Chloe in eine Klasse mit Ziggy kommt. Aus einer früheren Beziehung hat Madeline noch eine ältere Tochter Abigail, deren leiblicher Vater wiederum mit seiner neuen Frau eine Tochter hat, die gemeinsam mit den anderen Kindern eingeschult wird.Schon länger befreundet ist Madeline mit Celeste, die mit ihrem Mann Perry Zwillingssöhne im gleichen Alter wie die anderen Kinder hat.Einfach grandios gelungen ist hier das Zusammenspiel zwischen den Figuren, die Verbindungen untereinander, die spritzigen Dialoge und die Beschreibung der Vorstufe zur Hölle die anscheinend Vorschuleltern darstellen. Erzählerisch ist das Buch nicht rein chronologisch aufgebaut. Es beginnt vielmehr mit dem Ende der Geschichte, an dem bei einer Schulveranstaltung eine Person ums Leben kommt und die Handlung davon ausgehend einige Wochen früher einsetzt (und auf den unvermeidlichen Klimax zusteuert), während zwischen den Kapiteln Befragungen der Beteiligten aus der Zeit kurz nach der Tat beigesteuert werden. Diesen Aufbau fand ich sehr gut für den Spannungsbogen.Die Probleme die hier angesprochen werden haben eine sehr große Bandbreite und reichen von Mobbing in der Schule über häusliche Gewalt bis zu Patchwork-Familien und Selbstverwirklichung. Die unterschiedlichen Figuren bieten eine große Bandbreite zur Selbstreflexion und dabei noch mehrere mögliche Sympathieträger. Im Grunde genommen ist „Tausend kleine Lügen“ ein Highschoolroman voller Intrigen, Liebe und Geheimnisse, nur dass die Mädchen von einst nun erwachsen sind. Doch an der Cliquenbildung hat sich im Grunde nichts geändert und in die Probleme werden nun auch noch die Kinder mit hinein gezogen. Aber auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz, denn neben der Frage wer hier gestorben ist, gibt es auch noch einige andere Geheimnisse und Probleme zu lösen.Wer Serien wie „Desperate Housewifes“ oder „Pretty Little Liar“ mag, der ist auch hier bestimmt richtig. Für alle Serienjunkies nun auch noch der Hinweis, dass das Buch inzwischen unter dem Titel „Big little lies“ als Serien verfilmt wurde. Die Hauptrollen wurden von bekannten Darstellern wie Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Shailene Woodley und Alexander Skarsgard übernommen. Insgesamt gesehen kann ich „Tausend kleine Lügen“ an alle Leser empfehlen, die spannende Bücher mögen, in denen Wert auf vielseitige Figuren gelegt wird.

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  • Über menschliche Abgründe und den Wert von Freundschaft

    Tausend kleine Lügen
    Tintenbluete

    Tintenbluete

    12. September 2017 um 15:08

    Inhalt In dem australischen Küstenstädtchen Pirriwee kreuzen sich auf der Einschulungsfeier ihrer Kinder die Wege von drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jane, die auf den ersten Blick wie ein Mauerblümchen wirkt und es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nie lange an einem Ort ausgehalten hat. Madeline, das quirlige Energiebündel, das vor keiner Auseinandersetzung zurückschreckt. Und Celeste, die reiche, etwas in sich gekehrte Schönheit. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit schließen die drei Frauen schnell Freundschaft miteinander und verheddern sich nach und nach immer tiefer in einem Netz aus Lügen und Geheimnissen. Als es bei einem Elternschulfest dann zu einem Todesfall kommt, ist nicht klar, ob es nur ein Unfall oder nicht doch vielleicht Mord war. Meine Meinung „Tausend kleine Lügen“ war das erste Buch, das ich von Liane Moriarty gelesen habe. Schon der Einstieg konnte mich fesseln und mitreißen, da die Geschichte direkt mit dem Elternschulfest einsetzt und man als Leser zwar erfährt, dass eine Person an diesem Abend zu Tode gekommen ist, jedoch noch nicht weiß, um wen es sich dabei handelt und was die Todesursache war. Über diese Hintergründe lässt uns die Autorin auch noch eine ganze Weile im Unklaren, wodurch die Spannung mit jeder Seite weiter ansteigt und man sich als Leser ein wenig wie ein Detektiv fühlt. Der Schreibstil von Liane Moriarty hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte sehr flüssig und locker geschrieben ist, dennoch aber eine gewisse Grundspannung herrscht. Die Kapitellängen sind sehr angenehm und da in jedem Kapitel die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt wird, erschien mir die Handlung sehr abwechslungsreich und alles andere als ermüdend. Die drei Protagonistinnen Jane, Madeline und Celeste fand ich zu Beginn vielleicht noch etwas gewöhnungsbedürftig, doch im Laufe der Geschichte habe ich jede von ihnen ins Herz geschlossen. Jeder der drei Charaktere verfügt über eine eigene Geschichte, über bestimmte Schwächen und Stärken und verborgene Ängste und Träume – kurz gesagt: Die drei Protagonistinnen haben Tiefe und erscheinen sehr gut ausgearbeitet. Damit macht es die Autorin dem Leser wahrlich nicht schwer, sich in die drei Frauen hineinzuversetzen. Dadurch, dass man als Leser, wie bereits erwähnt, von Anfang an weiß, dass eine Person sterben wird und durch die Einschübe von einzelnen Polizeibefragungen besteht natürlich permanent eine gewisse Grundspannung. Dennoch handelt es sich bei dem Buch um keinen Krimi, sondern um einen Roman, was durch einen humorvollen Unterton und eine überwiegend positive Atmosphäre unterstrichen wird. Im Vordergrund des Romans stehen eindeutig die Geschichten der drei Frauen und ihre Freundschaft, nicht der Todesfall. Die Auflösung des Todesfalls hat mich persönlich nicht sonderlich überrascht, jedoch hat mich die Autorin mit der Aufdeckung anderer Geheimnisse und Verstrickungen das ein oder andere Mal mehr als überrumpelt. Wie Liane Moriarty am Ende alle Stricke miteinander verbunden hat, hat mir äußerst gut gefallen und ich muss sagen, dass die Geschichte wirklich gut durchdacht ist. Fazit Ein Roman über Freundschaft, Geheimnisse und menschliche Abgründe gespickt mit einer Prise Humor und überzeugenden Charakteren. Zwar hätte die Geschichte für meinen Geschmack insgesamt noch etwas spannender und geheimnisvoller sein können, trotzdem hat mich das Buch aber gut unterhalten und mehrmals überraschen können.

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  • „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty

    Tausend kleine Lügen
    Blubb0butterfly

    Blubb0butterfly

    12. September 2017 um 13:03

    EckdatenRomanBaste Lübbe VerlagTaschenbuchÜbersetzung: Sylvia Strasserauch als Hörbuch und E-Book erschienen2017ISBN: 978-3-404-17543-7492 Seiten + 2 Seiten DanksagungCoverDas Cover hat mich zu dem Buch gezogen. Ich finde ihn nämlich sehr romantisch und auch geheimnisvoll, was aber irgendwie nicht ganz zum Klappentext passt.Inhalt (Klappentext)Jane flieht vor ihrer Vergangenheit. Sie hat es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nirgendwo länger ausgehalten. Nun ist sie im idyllischen australischen Küstenstädtchen Pirriwee gestrandet und hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Schnell schließt sie Freundschaft mit der lebhaften Madeline und der wunderschönen Celeste. Doch plötzlich geraten die drei Frauen in den Strudel von dunklen Geheimnissen, Lügen und Intrigen. Als dann bei einem Elternschulfest ein Mann tödlich verunglückt, stellt sich die Frage: War es ein Unfall oder Mord?MeinungHm…Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich hierzu sagen soll. Eben habe ich gesehen, dass es fast ausschließlich gute Bewertungen zu diesem Buch gibt. Tja, dann werde ich dem wohl einen Dämpfer setzen.Ich fand das Buch überhaupt nicht gut. Die Leseprobe fand ich noch toll und ich wollte unbedingt weiterlesen, aber das, was danach kam, hat mich schier enttäuscht. Die Handlungen waren mir zu langatmig, es hat sich einfach unglaublich lang gezogen und zwar alles. Der Schreibstil war auch nicht wirklich fesselnd. Die Geschichte hätte es sein können, aber nein. Wirklich schade.Mich haben auch immer die Aussagen am Ende vom jedem Kapitel irritiert. Es waren mir zu viele Personen, von denen ich anfangs nicht genau wusste, was ich mit denen tun soll. 

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  • Rätselhaft

    Tausend kleine Lügen
    kleine_welle

    kleine_welle

    11. September 2017 um 20:38

    Jane und ihr Sohn Ziggy sind gerade nach Pirriwee gezogen. Dort lernt Jane am Infotag der neuen Schule Madeline kennen. Als die beiden später mit Madelines Freundin Celeste zusammen ihre Kinder wieder abholen möchten, ereignet sich ein Vorfall. Ein Mädchen behauptet Ziggy hätte sie gewürgt. Er behauptet aber er war es nicht. Und das ist nur der Anfang für Jane.Das Cover gefällt mir irgendwie. Das Blau beruhigt einen, obwohl der Schmetterling im Glas schon traurig wirkt. Sehr zwiespältig finde ich.Die Schreibweise ist sehr leicht und man kann sich so schnell in die Geschichte reinfinden. Was die Story von Anfang an würzt sind die kurzen Ausschnitte der Interviews, die nach dem über alles schwebendem Quizabend geführt wurden. Man bekommt nur ganz winzige Einblicke in das was passiert ist. Aber das reicht, um die Spannung hochzujagen. Denn man fragt sich die ganze Zeit, wer lügt und wer sagt die Wahrheit?Und nach und nach fragt man sich einfach: Wer dreht sich die Wahrheit so zurecht wie er sie haben möchte? Denn die Interviews verdeutlichen mal wieder wie unterschiedlich man eine bestimmte Situation beschreiben und wiedergeben kann. Ein gelungener Schachzug der Autorin.Mir waren die drei Hauptcharaktere, Madeline, Jane und Celeste, direkt sympathisch und obwohl man im Laufe des Buches dann doch noch einiges mehr über die drei erfährt, konnte mir das die Personen nicht madig machen. Gut, man hat immer Situationen, in denen ich einen von ihnen am liebsten geschüttelt hätte, aber so ist das nun mal. ;)Was mich hingegen total geschockt hat, war allgemein das Verhalten der Mütter in dem Roman. Wie ernst sie alles rund um ihre Kinder nehmen und dabei keine Rücksicht auf andere Kinder oder Familien nehmen. Wenn es wirklich so abgeht in der Schule, möchte ich meinen Sohn gar nicht erst einschulen müssen. Grauenvoll! Und so entstehen dann immer mehr Gerüchte und es wird einfach nur schlecht über die anderen geredet. Es schaukelt sich immer mehr hoch. In der Leserunde in der ich das Buch gelesen habe, vergleicht einer das Buch mit der Serie Desperate Housewives und ich muss sagen, das stimmt vollkommen. Auch da werden aus Nichtigkeiten auf einem riesige Probleme, nur weil ein übles Gerücht im Umlauf ist. Teilweise konnte ich einfach nur mit dem Kopf schütteln, obwohl ich manchmal auch nur über die Dinge lachen konnte, weil sie einfach so albern und absurd waren. Und obwohl alle nach außen hin ein „normales“ Leben führen wollen und sich nichts anmerken lassen wollen und hinter der Fassade trägt jeder ein Geheimnis mit sich herum. Aber Hauptsache es wird schlecht über die anderen geredet. ;)In dem Buch kam ein Zufall drin vor, den ich sehr konstruiert fand. Es war nur dieser eine kleine, deshalb habe ich großzügig drüber hinweggesehen, aber am Ende löst sich dieser Zufall dann auf und entpuppt sich als keiner, sondern als Absicht. Dadurch hat das Buch dann doch wieder die Kurve bekommen und bekommt von mir eine uneingeschränkte Weiterempfehlung. Am Anfang ist einem natürlich schon klar, dass alles in der Nacht des Quizabends enden wird und so läuft alles darauf hinaus. Aber die Entwicklungen bis dahin sind gut und spannend und die Autorin kann dies dann zusätzlich auch interessant erzählen. Eine bessere Kombination gibt es doch nicht, oder?Und obwohl das Ende oberflächlich betrachtet eigentlich kein Happy End ist, scheint es mir doch so als würde am Schluss alles gut. Und so habe ich das Buch dann zufrieden zugeklappt. Mein Fazit: Tausend kleine Lügen hat mir gezeigt, wie dehnbar die Wahrheit ist und wie fast alles beim Weitererzählen verdreht wird. So entstehen die Tatsachen, die man selber gerade braucht. Mir hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht, denn gerade Madeline ist ein Charakter über den man öfters mal schmunzeln konnte. Ein interessanter Roman, der durch einen geschickten Streich der Autorin die ganze Zeit für Spannung sorgt. 

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