Truly Madly Guilty

von Liane Moriarty 
4,0 Sterne bei40 Bewertungen
Truly Madly Guilty
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Hat mir leider nicht gefallen 2,5 Sterne

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Inhaltsangabe zu "Truly Madly Guilty"

In der Familie ihrer Freundin Clementine fand Erika stets Halt und Geborgenheit, in ihrem eigenen Zuhause nicht. Auch heute ist Clementine ihr Zufluchtsort, und nun hofft Erika in einem delikaten Fall auf Hilfe: Sie und ihr Mann Oliver sind ungewollt kinderlos, und sie möchte die Freundin um einen mehr als großen Gefallen bitten. Als Erika das Thema bei einem gemütlichen Barbecue anspricht, nehmen Ereignisse ihren Lauf, die in eine Katastrophe münden. Ist ihre Freundschaft stark genug, um diese zu überstehen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176809
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:25.05.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    coffee2gos avatar
    coffee2govor einem Monat
    Kurzmeinung: bedrückende Stimmung, die deutlich spürbar ist
    zuerst locker, dann ernsthaft

    Kurze Inhaltszusammenfassung:

    Erika und Clementine sind seit Kindesalter Freundinnen, obwohl sie in komplett unterschiedlichen Verhältnissen aufgewachsen sind. Als Erwachsene verstehen sie sich nicht mehr so gut, halten aber weiterhin den Schein aufrecht und treffen sich regelmäßig bis es eines Tages während einer Party zu einem großen Unglück kommt.

     

    Meine Meinung zum Buch:

    Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und im Stil einfach gehalten, sodass man das Buch wirklich gut und schnell lesen kann. Als Personen sind mir Erika und Clementine ein wenig klischeehaft und oberflächlich erschienen, aber zum Ende hin haben sie an prägnanten Eigenschaften hinzugewonnen und sind authentischer geworden. Die Situation mit dem Unglück, das für alle Beteiligten eine drastische Wende im Leben bedeutet hat, finde ich sehr treffend geschildert und verleiht dem Buch auch Tiefgang.

     

    Mein Fazit:

    Ich hatte bisher von der Autorin noch nichts gelesen, wurde aber positiv überrascht: Was als leichter Roman begann, hat am Ende dann doch noch zum Nachdenken angeregt.


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    Honigmonds avatar
    Honigmondvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: spannende und dramatische Geschichte
    Dramatisch

    Zum Klappentext:
    In der Familie ihrer Freundin Clementine fand Erika stets Halt und Geborgenheit, in ihrem eigenen Zuhause nicht. Auch heute ist Clementine ihr Zufluchtsort, und nun hofft Erika in einem delikaten Fall auf Hilfe: Sie und ihr Mann Oliver sind ungewollt kinderlos, und sie möchte die Freundin um einen mehr als großen Gefallen bitten. Als Erika das Thema bei einem gemütlichen Barbecue anspricht, nehmen Ereignisse ihren Lauf, die in eine Katastrophe münden. Ist ihre Freundschaft stark genug, um diese zu überstehen?

    Mein Leseeindruck:
    Die Autorin war mir bisher unbekannt, was mich eh immer neugierig macht, aber auch der Klappentext hatte mich sofort angesprochen. Es dreht sich bei der Handlung um die Geschichte dreier Familien, die gemeinsam versuchen die Wahrheit über die Ereignisse einer vergangenen Grillparty herauszufinden. Die einzelnen Kapitel wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was ich sehr gut und auch sehr interessant fand, da sie auch sehr informativ waren. Der Verlauf der Handlung war sehr emotional und dramatisch beschrieben. Alles in allem eine recht reale Geschichte, die mitten aus dem alltäglichen Leben stammen könnte.  

    Mein Fazit:
    Ein spannendes, aber auch etwas dramatisches Buch, was mir gut gefallen hat und ich gerne weiterempfehle. Meine Bewertung lautet: 5 Sterne.

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    W
    Wolkenschloss2vor 2 Monaten
    Neue Perspektiven

    Das Buch wird im großen und ganzen aus der Sicht von drei Paaren erzählt:
    Clementine und Sam mit den Kindern Holly und Ruby
    Tiffany und Vid mit der Tochter Dakota
    Oliver und Erika wünschen sich Kinder, haben aber noch keine

    Die drei Familien haben sich vorher noch nie alle zusammen getroffen. Erst bei der verhängnisvollen Grillparty, die sie spontan alle gemeinsam veranstalten passiert etwas Schreckliches, was alle nachhaltig prägt. 
    Clementine und Erika sind Freundinnen seit der Kindheit, haben aber teilweise ambivalente Gefühle füreinander. Erika und Oliver kommen aus schwierigen Verhältnissen. 

    Im Buch geht es praktisch um die Geschehnisse kurz vor und kurz nach der Grillparty sowie wie es den Familien etwa acht Wochen später geht und wie sie mit dem Erlebten umgehen. 

    Was das Buch besonders, auch besonders lesenswert, macht, ist die außergewöhnliche Erzählstrategie. Von Anfang an kommen alle Figuren mal zu Wort und jeder darf aus seiner Perspektive die Ereignisse erzählen. Dabei wechselt die Autorin auch immer zwischen der Gegenwart (acht Wochen nach der Grillparty) und der Vergangenheit (die Stunden rund um die Grillparty) ab. Das macht sie unglaublich geschickt. 

    Am Anfang war ich noch ein kleines bisschen verwirrt und brauchte etwas Zeit, um die Ehepartner einander zuordnen zu können und wie die Figuren jetzt zu welchem Zeitpunkt zueinander stehen, aber das habe ich recht schnell geschafft und ohne ich es gemerkt habe, war ich in der Story drin und habe daraufhin gefiebert zu erfahren was denn nun passiert ist! 

    Obwohl ich am Anfang sehr skeptisch war was das Buch angeht und es geschenkt bekommen habe und nicht selber gekauft, hat es mich doch sehr positiv überrascht und ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der sich traut auch mal ungewöhnlichere Erzählperspektiven zu lesen! Ich habe es nicht bereut! 

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    buecherliebe___s avatar
    buecherliebe___vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mir leider nicht gefallen 2,5 Sterne
    hat mir gar nicht gefallen

    Rezension:

    Erika, die Arme kann auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen und braucht deshalb eine Eizellenspende. Sie hofft auf Hilfe ihrer besten Freundin Clementine.
    Clementine ist Cellistin, hat zwei Kinder, Ruby und Holly. 

    Leider kann ich nicht viel schreiben, da ich einfach nicht weiß was, außer das mir das Buch nicht gefallen hat. Genaueres kann man bei Cover, Schreibstil und Charaktere lesen.

    Cover und Klappentext:

    Das Cover ist richtig schön. Schlicht, aber mit den Gänseblümchen macht es total was her. Der Klappentext hatte sich interessant angehört, weshalb ich das Buch lesen wollte.

    Schreibstil:

    Truly Madly Guilty - Jede Familie hat ihre Geheimnisse war das erste Buch das ich von Liane Moriarty gelesen habe. Leider bin ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht warm geworden. Das einzige das ich einigermaßen Lesen konnte waren die Kapitel an dem Tag der Grillparty. Bei den anderen Kapiteln war immer so ein durcheinander um welche Familie es geht. Welche der Personen genau da in seiner Perspektive gesprochen hat. Das wäre gut gewesen vielleicht namentlich wie auch Am Tag der Grillparty zu schreiben das man etwas mehr Überblick hat.

    Charaktere:

    Mit den Charakteren bin ich auch nicht wirklich warm geworden. Clementine ist für mich keine Freundin. Sie redet und denkt hinter Erikas Rücken total schlecht von ihr, was sie eigentlich im gegenteil tun sollte. Für sie da sein, sie respektieren und das was sie tut akzeptieren. Klar kann man unter besten Freunden mal Meinungsverschiedenheiten haben, aber sowas macht man einfach nicht. 

    Erika tut mir leid. Zum einen das sie was das häusliche Wohl bei der Mutter eine nicht gerade schöne Kindheit hatte. Dann das ihre angeblich beste Freundin hinter ihrem Rücken nicht gerade die besten Sätze spricht. Und dann auch noch ihren gemeinsamen Wunsch mit Oliver ein Kind bekommen zu können nicht klappt.

    Tiffany und Vid sind interessant. Toll finde ich das sie sehr Gastfreundlich sind. Sie möchten sich einfach nur mit jedem verstehen.


    Truly Madly Guilty - Jede Familie hat ihre Geheimnisse bekommt von mir 2,5 Sterne

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    Judikos avatar
    Judikovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leider enttäuscht
    Leider enttäuscht

    Nachdem ich mit dem Buch fertig war, war ich tatsächlich sprachlos. Daraufhin habe ich mir mal die Bewertungen für dieses Buch angeschaut und schnell festgestellt, dieses Buch trennt die Leser in zwei Lager. Die einen, die es geliebt haben und die anderen, die es nicht mochten.

    Im Wechsel aus Vergangenheit und Gegenwart erzählen die zwei Freundinnen Clementine und  Erika ihre Geschichte. Dabei geht es hauptsächlich um den „Tag der Grillparty“. Denn dort fragt Erika ihre Freundin, da sie schon zwei Kinder hat, ob sie deren Eizellen haben kann. Sie selbst kann keine Kinder bekommen und nach zig künstlichen Befruchtungen möchten sie immer noch nicht die Hoffnung aufgeben.

    Doch die Frage trifft die Freundin mehr als vor den Kopf. Kann so etwas eine Freundschaft überhaupt aushalten?

    Das war es, was man vom Klappentext her weiß. Erwartet habe ich eine Geschichte über Freundschaft, die das Thema „künstliche Befruchtung“ gemeinsam angehen oder aber, dass die Freundschaft an dem Thema zerbricht.  Außerdem habe ich die Serie „Big little Lies“, die ebenfalls von der Autorin ist, geliebt. Somit war klar, das Buch konnte nur spannend werden.

    Dass es aber viel mehr um etwas Anderes geht, als die Themen Befruchtung und Freundschaft, kam mir erst nach der Hälfte in den Sinn, denn auf der besagten Grillparty geschieht noch viel mehr.

    Was hat mich aber jetzt gestört?

    Ich hatte keinen Draht zu eine der Beiden, geschweige denn zu deren Familienangehörigen. Folge dessen fand ich es ziemlich anstrengend mich die ganze Zeit mit deren Psyche zu befassen. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Für mich wurde es dann leider langweilig und ich konnte mich nicht gegen das Querlesen währen, bis zu Stellen, die dann wieder spannender wurden.

    Dass mir die Beiden so unsympathisch waren, lag unter anderem daran, dass sie so sehr mit sich selbst beschäftigt waren, versunken in Selbstmitleid und Hass. Eigenschaften, die mich beim Lesen, gefühlsmäßig runtergezogen haben.  

    Zugeben muss ich aber, dass die zweite Hälfte mir tatsächlich etwas besser gefiel und das Ende eine kleine Überraschung parat hielt, die dafür sorgte, dass ich nochmal einen halben Stern drauf packen konnte. (2,5 Sterne)

    Letztendlich bin ich aber, wegen der Erwartungshaltung, eher enttäuscht. - Schade, wo ich doch auch gleichzeitig Fan, wegen der Serie bin. 

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    Thalas avatar
    Thalavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Beschreibung einer schwierigen Beziehung zwischen zwei Frauen und einem Fehler, der begangen wurde.
    Nette Unterhaltung

    Handlung: Erika und Clementine sind schon seit Schulzeiten befreundet. Im Laufe des Buch wird aber deutlich, dass Clementines Mutter Pam, die eine Sozialarbeiterin ist, ihrer Tochter diese Freundschaft nahezu aufgezwungen hat, denn Erika stammt aus schwierigen Verhältnissen. Während Erika Clementines Familie als eine Art Ersatzfamilie ansieht, nimmt Clementine sie eher als eine Art Klotz am Bein wahr. Als Erika und ihr Mann Oliver sie schließlich am Tag der Grillparty um einen ziemlich großen Gefallen bitten, ist sie ziemlich schockiert. 

    Meine Meinung: Vom Erzählstil erinnert mich das Buch stark an "Little Lies" von der selbigen Autorin. Teilweise zieht sich die Geschichte mit Alltäglichkeiten in die Länge und man wartet nur auf den Punkt, an dem man vollständig darüber aufgeklärt wird, was genau am Tag der Grillparty geschehen ist. Man erfährt unglaublich viel über das Leben und Verhalten der Paare nach der Grillparty, über die Grillparty selbst wird immer nur häppchenweise erzählt. Da ich natürlich wissen wollte, was genau auf dieser mysteriösen Grillparty geschehen ist, habe ich mich teilweise durch das Buch gequält, bis endlich die Auflösung kam. Die Grundidee des Buchs und der Versuch, eine Charakterstudie mit etwas Spannung zu kombinieren, finde ich gut. 

    Mein Fazit: Ein teilweise zu langatmig, aber doch unterhaltsamer Roman.   

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    LisaSonnenscheins avatar
    LisaSonnenscheinvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Gesellschaftsroman mit spannender Thematik - der mich trotzdem nicht ganz überzeugen konnte.
    Scharfe Beobachtungsgabe trifft seichte Spannungskurve...

    Erika und Clementine sind beste Freundinnen. Schon immer. Ihre Familiengeschichten sind eng miteinander verknüpft und ihre Ehemänner ebenfalls befreundet. Aus all den Begegnungen der Familien heraus ereignet sich an einem schicksalhaften Abend allerdings ein furchtbares Unglück – und dann tun sich Abgründe auf.

    Von der Handlung fühlte ich mich hier ziemlich an „Die Glücklichen“ von Kristine Bilkau erinnert. „Truly Madly Guilty“ ist ein Gesellschaftsroman, in dem nicht die Welt untergeht, oder sich die Ereignisse überschlagen. Vielmehr tun sich nach und nach immer weitere menschliche Abgründe zwischen den Freunden auf. Das ist ein Handlungsverlauf, der es für die Autorin schwer macht, einen Spannungsbogen aufrechtzuerhalten – und wie erwartet lag hier auch für mich die größte Schwäche des Romans.

    Immer wieder brauchte ich eine Pause von Wiederholungen und „unheilvollen Ankündigungen“ – der Abend der Grillparty, an dem besagtes Unglück ereignet wird immer wieder wie der Beginn einer neuen Zeitrechnung verkauft, die aus wechselnder Perspektive geschriebenen Kapitel brechen plötzlich ab, es wird mit Zeitsprüngen gearbeitet. In der Mitte des Buches weiß der Leser immer noch nicht, was denn nun vorgefallen ist und ich persönlich war genervt von der künstlichen Streckung des Handlungsverlaufs.

    Auch mit den Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Erika und Clementine sind zwei grundverschiedene Personen, deren Differenzen für mich völlig nachvollziehbar waren – nicht so ihre Ehemänner. Sam und Oliver habe ich bis fast zum Schluss des Buches nicht ihren Partnerinnen zuordnen können. Sie waren austauschbar und da beide Frauen so ihre Probleme in ihren Beziehungen haben, konnte ich auch nicht aus dem Kontext schließen, wer da grade verzweifelt und welche Seite unseres Protagonistenkonstrukts grade zusammenbricht.

    Insgesamt: Ein etwas langatmiger Gesellschaftsroman, der mich auf den ersten Blick irgendwie auf mehr Interaktion und weniger inneren Monolog hoffen ließ. Nett und durchaus nicht ohne Highlights, aber das hat Kristine Bilkau für mich besser gemacht.

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    K
    Karschtlvor 3 Monaten
    Vorzügliche Zeichnung der Figuren und ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen

    4,5 Sterne!

    Man braucht etwas Durchhaltevermögen für dieses Buch. Denn obwohl die Beschreibung der Figuren, ihrer Gedanken, ihrer Gefühle, ihrer Beziehungen untereinander und manchmal auch zu sich selbst, von der ersten Seite an toll ist, so ist auch von der ersten Seite an dieser ominöse Vorfall präsent. Dessen Vorhandensein wird ständig erwähnt, ohne aber zu sagen was denn genau passiert ist! Und da es einen ständigen Erzähler-Wechsel gibt zwischen dem Tag der Grillparty/des Vorfalls und der Zeit ab ca. 8 Wochen danach, geht es auch nur sehr schleppend voran. Erst im letzten Drittel oder gar Viertel des Buches kommt die Auflösung...
    Dieser Spannungsaufbau wird mit zunehmender Seitenzahl schon etwas frustrierend. Ich bin natürlich im Kopf diverse Möglichkeiten durchgegangen, hab geschaut ob denn alle Personen von der Grillparty auch 8 Wochen später noch vorkommen, und wer welche Schuldgefühle hat. Ich hätte dennoch mit etwas anderem gerechnet.

    Die Figurenzeichnung ist wie gesagt richtig gut. Vor allem wenn jemand für sich interpretiert was eine andere Person sagt (oder vielleicht auch nicht sagt), dann trifft es das in den meisten Fällen den Nagel auf den Kopf. Zahlreiche Paradebeispiele für die 'vier Seiten einer Nachricht' kann man hier finden, falls jemand das mal für ein Kommunikationsseminar braucht. Für mich ein Zeichen dafür dass sich die Autorin vorab sehr viele Gedanken gemacht hat über jede einzelne Person in ihrem Roman. Mir war am Ende keine einzige davon unsympathisch, obwohl sie alle so verschieden sind. Aber ich konnte die Gedanken & Gefühle jeder einzelnen Person verstehen. Besonders interessant als Figur fand ich Erika. Das Problem ihrer Mutter ist ein Thema, das ich aus dem TV kenne, bisher aber noch in keinem Roman in dieser Weise aufgetaucht ist. Hier hätte ich mir gewünscht, noch mehr davon zu lesen. Doch Erikas Mutter war nur eine Nebenfigur und tauchte ausschließlich in Verbindung mit ihrer Tochter auf, nicht allein; schade eigentlich.

    Die Autorin ist derzeit in Dt und Österreich vielleicht einigen Leuten bekannt geworden, weil gerade erst die Mini-Serie "Big Little Lies" im TV zu sehen war, die auf einem ihrer früheren Bücher basiert. Bei IMDB habe ich gelesen, dass nun wohl auch dieses Buch hier verfilmt wird. Ich kann mir hier auch sehr gut eine Mini-Serie vorstellen, und werde sie sicherlich dann auch schauen! Ebenso wie ich weitere Bücher von Liane Moriarty lesen werde, nachdem ich schon vor über 10 Jahren mal "Drei Wünsche frei" gelesen habe (eine absolute Empfehlung, hat damals 5 Sterne von mir bekommen) und mittlerweile noch 5 weitere Bücher von der australischen Autorin daheim habe die ich alle noch lesen möchte.

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    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tragisches Ereignis und jede Menge Geheimnisse - Scharfe Beobachtungsgabe und ein pointierter Sprachstil mit leichten Längen
    Ein verhängnisvoller Grillabend

    Cover:

    Das Cover wirkt ein bisschen mysteriös mit den dunklen Farben im Hintergrund und der zerrissenen Gänseblümchenkette als Symbol für eine zerrissene Freundschaft. Das passt zwar gut zum Inhalt, wirkt auf mich jedoch wenig anziehend. Mir hätte das US-Cover mit dem Haus, über dem ein Gewitter schwebt und einer Glasglocke viel besser gefallen. Für mich ein gutes Beispiel, dass eine Änderung des Covers für einen anderen Markt nicht immer vorteilhaft ist.

    Inhalt:

    Drei Pärchen treffen sich zu einem Grillabend: Erika und Oliver, die sich Kinder wünschen, aber keine bekommen können. Clementine, Erikas beste Freundin aus Kindheitstagen mit ihrem Mann Sam samt ihrer Kinder Ruby und Holly. Und als drittes Tiffany und Vid mit ihrer Tochter Dakota. Der Abend entwickelt sich zu einem Desaster und die vorher scheinbar heile Welt beginnt nach und nach zu bröckeln. Es werden viele Geheimnisse offenbart, es gibt ein Unglück und einen mysteriösen Todesfall. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher zu sein schien.

    Mein Eindruck:

    Nachdem ich "Tausend kleine Lügen" verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Werk. Vom Stil ist sich die Autorin treu geblieben: es gibt einen Toten, dessen Tod nicht eindeutig geklärt ist, es gibt einen geheimnisvollen Event, von dem abwechselnd mit dem Geschehen der Gegenwart in den einzelnen Kapiteln erzählt wird. Soweit nichts Neues. Durch eine Vielzahl von Andeutungen und dem ständigen Rückwärts-Vorwärts-Spulen der Handlung entsteht auch hier ein gewisses Knistern, eine Spannung. Man liest einfach weiter, weil man das Bedürfnis hat, zu erfahren, was genau passiert ist. Wie bereits bei "Tausend kleine Lügen" hat Liane Moriarty für ihren Roman ein bestimmtes zentrales Thema gewählt, um das sie die vielen kleinen Handlungen ihrer Figuren herum strickt und dabei geschickt weitere, gesellschaftliche Nebenthemen darin einfließen lässt. In diesem Fall steht das Thema Angehörige von Messies im Vordergrund, begleitet von Freundschaft, Ehe und der Bedeutung von Kindern für eine Paarbeziehung.

    Wieder einmal mochte ich die Sprache, mal blitzt ein leichter Humor auf, mal wird es tragisch und ernst und manchmal auch poetisch:

    "Wenn man Kinder hatte, wurde man zu einer kleineren, rudimentären, primitiven Ausgabe seiner selbst: Talente, Ausbildung oder berufliche Erfolge - das alles zählte nicht mehr. Aber kein Mensch sagte einem das." (S. 72)

    "Und dann gab es Augenblicke, in denen sie sich fragte, ob sie sich das alles nur einbildete, ob sie mal wieder viel zu melodramatisch wegen etwas ganz Normalem und Unvermeidlichem war. Dass die Beziehung fade und langweilig wurde, passierte schließlich jedem. Das nannte man »Ehe«. (S. 288)

    "Hatte nicht jeder ein anderes Leben im Ärmel, das ihn vielleicht glücklich gemacht hätte?" (S. 216)

    Moriarty schafft es, durch kleine Einstreuungen den Leser nachdenklich zu machen und beweist damit eine scharfe Beobachtungsgabe der Menschen und ihres Alltags. Wieder einmal geht es um Geheimnisse, die so unterschiedlich sind, wie die Protagonisten selbst und die wie bei einer Zwiebel schichtweise enthüllt werden. Die Kapitel sind aus wechselnder Sicht der Figuren beschrieben, so dass der Leser ein umfassendes Bild jeder Person und letztendlich des gesamten Geschehens bekommt. Im Vergleich zu "Tausend kleine Lügen" liest sich diese Buch nicht ganz so spannend, das verhängnisvolle Ereignis betreffend. Dafür fokussiert er sich mehr auf die zwischenmenschlichen Konflikte und besonders ab der zweiten Hälfte auf den Umgang der Personen mit diesem Ereignis und ihrer Veränderung hierdurch. Das Ende des Roman ist hoffnungsvoll und versöhnlich und fühlte sich für mich rund an.

    Fazit:

    Ein Todesfall, ein tragisches Ereignis und jede Menge Geheimnisse - Wieder mal zeigt Moriarty ihre scharfe Beobachtungsgabe und einen pointierten Sprachstil, lässt aber in der Spannung etwas nach

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    S
    SofieWaldenvor 3 Monaten
    Eine Welt voller Familie, auf jede nur erdenkliche Art

    Ein Roman über Familie, Beziehungen, Freundschaften, über Eltern, Kinder und all die kleinen Geheimnisse, die man so mit sich trägt, durchs Leben.

    Clementine und Erika sind Freundinnen, seit Kindertagen. Es ist eine sehr spezielle etwas schwierige Freundschaft, die Clementines Mutter nahezu erzwungen hat, um die kleine Erika aus ihrem schwierigen Umfeld zu holen und sie so durch Kindheit und Jugend zu bringen. Beide sind verheiratet und Clementine hat zwei süße Mädchen, zu denen Erika, die, wie man glaubt, keine eigenen Kinder haben möchte, eine sehr herzliche Beziehung hat. An einem ganz normalen Nachmittag treffen sich die beiden Familien bei einem Nachbarn zu Grillen. Vid, Tiffany und ihre Tochter Dakota sind die Gastgeber und es scheint ein sehr angenehmes unbeschwertes Beisammensein zu werden, bis es zu einem Vorfall kommt, der alles verändert, die Fundamente ihres Lebens ins Wanken und vielleicht sogar zum Einsturz bringt.

    Ein ungeheure Spannung erzeugender Erzählstil, kunstvoll mit ständigen Vor- und Rückblenden langsam auf das eigentliche Ereignis zusteuernd, macht diesen Roman zu einem den Leser geradezu in die Geschichte hineinziehenden Drama, einem Drama, wie das Leben nun mal so spielt. Doch wenn man denkt, mit der 'Enthüllung' dessen, was dann letztendlich passiert,

    fällt die Spannung in sich zusammen, liegt falsch. Ohne wirklich auf ein neues großes Ziel zuzusteuern, legt sich eine erneute Intensität auf die weitere Handlung, die einen erst gar nicht zum Durchatmen kommen lässt. Wobei Handlung vielleicht schon etwas zu viel gesagt ist, es ist einfach nur das Leben, das man uns Leser hier mit erleben lässt und das uns am Ende mit jeder Menge eigener Gedanken darüber zurücklässt.

    Ein tolles Buch, das jede Menge Leben zwischen seinen Seiten verbirgt.  

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