Liane R. Anderson Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes

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Inhaltsangabe zu „Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes“ von Liane R. Anderson

Liane wächst in einer Kleinstadt auf, heiratet und bringt zwei Kinder auf die Welt. Ihre Familie kennt keine finanziellen Probleme, ihre Kinder so geraten, wie es dem Wunsch aller Eltern entspricht. ‚Eine glückliche Frau‘, sollte man denken. Doch ein kleiner Zufall bei ein Weihnachtsfest mit ihrer Familie befördert eine Wahrheit ans Licht, die Lianes bisherige Welt wie ein Kartenhaus einstürzen lässt: Sie ist ein Kuckuckskind. Eine lebenslang gefühlte Fremdheit gewinnt plötzlich Gestalt und ein langer, schmerzhafter Weg in ein Stück Wahrheit beginnt.

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    Papa, ich hätte dich geliebt: Tagebuch eines Kuckuckskindes
    monja1995

    monja1995

    12. April 2016 um 16:38

    Klappentext:Ein gewalttätiger und dem Alkohol verfallener Vater, tiefe Armut und die damit verbundene Ausgrenzung gegenüber „normal“ aufgewachsenen Kindern prägten Liane Andersons Kindheit, die ihr früh genommen wird. Viel zu jung spürt sie, dass sie selbst innerhalb der eigenen Familie ein entfremdendes Außenseiterdasein führt. Äußere Erscheinungsmerkmale, ein extrovertiertes Wesen und nicht zuletzt ihre Lust, auf der Bühne zu stehen, bilden einen unübersehbaren Kontrast zum introvertierten Leben der Menschen in ihrer Herkunftsfamilie.44 Jahre müssen vergehen, bis ein Zufall an einem Weihnachtsfest ihr die schockierende Antwort auf all ihre Fragen beschert, warum sie so ganz anders ist. Denn der Mann, den sie zeitlebens für ihren Vater hielt, ist nicht ihr Vater. Und ihr Bruder nur zur Hälfte ihr Bruder.Recherchen im Internet führen sie zu einem ihr unbekannten Mann, der ihr Leben mit einem Schlag vollkommen verändert. Eine packende Reise zum Ich beginnt, Liane hält es in einem fesselndem Tagebuch fest: Wer ist dieser Mann? Ist er der Vater, den sie sich immer gewünscht hat?Ein aufrüttelnder Appell an mehr Offenheit und bekennende Verantwortung in einem noch immer düsteren Kapitel zahlloser Familiengeschichten mit erschreckend hoher Dunkelziffer: Kuckuckskinder ergreifen das Wort.Mein Umriss:Liane R. Anderson erfährt mit 44 Jahren, dass sie ein Kuckuckskind ist. Ihr bisheriger Vater nicht ihr leiblicher Vater ist und sie ihm von ihrer eigenen Mutter ins Nest gelegt wurde. Liane macht sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, dessen Namen sie von ihrer Mutter an Weihnachten, eher unabsichtlich erfahren hatte. Christian GarteningSie recherchiert im Internet, erhält Hilfe von ihrer Freundin Judith und wird schnell fündig. Den Kontakt mit ihrem Vater herzustellen, war dann nur noch eine Frage der Zeit.Bei der ersten Kontaktaufnahme ging sie noch etwas vorsichtig vor, denn sie wusste nicht, wer dieser Gartening war und wie er reagieren würde.Entgegen ihrer schlimmsten Befürchtungen war er ein scheinbar offener und herzlicher Mensch, der ihr schnell sympathisch war. Dass er Forderungen stellte, übersah Liane zuerst. Bereitwillig ging sie für und mit ihm für die Familie einkaufen und zahlte auch bereitwillig die von ihm bestimmten Restaurantbesuche.Am Anfang schlug sie alle Warnungen über ihren leiblichen Vater in den Wind. Es dauerte jedoch nicht lange, bis auch sie ihn durchschaute. Er wollte nur Geld und das sah er auch, indem er versuchte, sie zu einem Interview für eine Zeitung und später von einer Talkshow zu überreden. Das jedoch schlug sie aus, weil sie ihrer Mutter damit keinen Schaden zufügen wollte. An diesem Punkt angelangt spürte sie zum ersten Mal Christians Aggressionen und seine unflätige Ausdrucksweise. Auch welche Meinung er von ihr und ihrer Familie hatte, zeigte sich in diesem Moment…Mein Eindruck:Liane R. Anderson verfasste die Zeit zwischen dem 26. Dezember und dem 21. Juli in Tagebuchstil. Bei vielen wird diese Art, ein Buch zu verfassen, schnell langweilig und auch langatmig. Nicht so bei Liane, die „nur“ einen Teil ihrer Lebensgeschichte aufgeschrieben hat, es aber trotzdem schafft, einen an eben dieser Lebensgeschichte festzuhalten.Sehr emotional geht sie an ihre Treffen mit ihrem Vater heran, den sie so gerne lieben können würde, der dies aber durch seine Herrschsucht nicht zulassen will. So emotionsgeladen wie die Autorin hier geschrieben hat, so wird man als Leser von den aufkommenden Emotionen mitgerissen. Teils den Tränen nahe, wollte ich Liane am Schlafittchen packen, sie schütteln und ihr zurufen, dass dieser Mann eine Tochter wie sie nicht verdient hat und sie ihn ziehen lassen soll.Aber gerade als Tochter, wenn man nach der Liebe seines Vaters lechzt, die man nie bekommen hat, kann man ihr Verhalten nachvollziehen.Liane schreibt nicht nur ein Tagebuch, das sich über ein halbes Jahr ihres Lebens erstreckt, nein, am Ende verfasste sie einen ans Herz gehenden Epilog, der zeigt, dass sie ihre ganze Mühe nicht als vergebens ansieht, sondern als weiteren wichtigen Schritt in ihrem Leben. Einem Schritt, bei dem sie nie die letzten an sie gerichteten Worte ihres biologischen Vaters vergessen wird.Wie gerne hätte sie ihn geliebt.Mein Fazit:Man muss kein Fan von Biografien sein, um von diesem Buch gefesselt zu werden. Von mir erhält es die besten Empfehlungen

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