Lianke Yan Der Traum meines Großvaters

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Inhaltsangabe zu „Der Traum meines Großvaters“ von Lianke Yan

Voller Trauer und mit einer großen Liebe zum Leben setzt Yan Lianke all jenen Menschen ein poetisches Denkmal, die dem in China bis heute vertuschten Aids-Skandal der 90er Jahre zum Opfer fielen. Ein zutiefst bewegender Roman von einem der wichtigsten chinesischen Schriftsteller der Gegenwart. Die Sonne geht unter über der chinesischen Provinz Henan und taucht das Tal in Rot. Ein toter zwölfjähriger Junge erscheint seinem Großvater in dessen Träumen und erzählt uns diese unglaubliche Geschichte: Vor vielen Jahren folgten die Bürger im Dorf Dingzhuang einem Aufruf der Regierung und verkauften ihr Blut. Ein besseres Leben wurde ihnen versprochen, und der Großvater, Lehrer und Dorfvorsteher, riet ihnen gut zu. Sein ältester Sohn organisierte den Handel, und für eine Weile zog tatsächlich ein wenig Wohlstand ein. Dann aber kam die Krankheit, die die einstigen "Spender" schlicht "das Fieber" nennen und die sie nun aus dem Leben weht wie tote Blätter von den Bäumen. Yan Lianke erzählt von einer Schicksalsgemeinschaft und ihrem zum Scheitern verurteilten Versuch, in einer extremen Situation menschlich zu bleiben. Die Übersetzung aus dem Chinesischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt durch litprom - Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. Weitere Informationen finden Sie unter www.litprom.de

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  • Rezension zu "Der Traum meines Großvaters" von Lianke Yan

    Der Traum meines Großvaters

    *Arienette*

    05. January 2010 um 14:24

    Inhalt: Aus dem Chinesischen von Ulrich Kautz. Die Sonne geht unter über der chinesischen Provinz Henan und taucht das Tal in Rot. Ein toter zwölfjähriger Junge erscheint seinem Großvater in dessen Träumen und erzählt uns diese unglaubliche Geschichte: Vor vielen Jahren folgten die Bürger im Dorf Dingzhuang einem Aufruf der Regierung und verkauften ihr Blut. Ein besseres Leben wurde ihnen versprochen, und der Großvater, Lehrer und Dorfvorsteher, riet ihnen gut zu. Sein ältester Sohn organisierte den Handel, und für eine Weile zog tatsächlich ein wenig Wohlstand ein. Dann aber kam die Krankheit, die die einstigen Spender schlicht das Fieber nennen und die sie nun aus dem Leben weht wie tote Blätter von den Bäumen. Yan Lianke erzählt von einer Schicksalsgemeinschaft und ihrem zum Scheitern verurteilten Versuch, in einer extremen Situation menschlich zu bleiben. Und er setzt all jenen Menschen ein poetisches Denkmal, die dem in China bis heute vertuschten Aids-Skandal der 90er Jahre zum Opfer fielen.(Quelle: Perlentaucher) Der Autor: Yan Lianke, wurde 1958 in der ostchinesischen Provinz Henan als Sohn eines Bauern geboren. Er zählt zu den bedeutendsten chinesischen Gegenwartsautoren. Einige seiner Romane und Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, darunter mit den beiden bedeutendsten Literaturpreisen Chinas, dem Lao-She-Preis sowie dem Lu-Xun-Preis. Andere wurden zensiert oder ganz verboten, darunter sein Roman "Dem Volke dienen", dem Beleidigung Mao Zedongs und sexuelle Zügellosigkeit vorgeworfen wurde, und sein Roman "Der Traum meines Großvaters", der vom Aids-Skandal in Henan handelt.(Perlentaucher Meine Meinung: Erzähler ist der tote 12-jährige Enkel (Quiang Ding ). Er wurde aus Rache vergiftet, da er der Sohn des Blutchefes Ding Hui ist. Von ihm erfahren wir die Geschichte des Dorfes. Die Bevölkerung wurde angehalten Blut zu spenden, damit könne sie auch ihr Geld verdienen und somit ihre Kaufkraft erhöhen. Die Bevölkerung beteiligt sich aus den verschiedensten Gründen und erst bricht auch der Wohlstand aus - aber durch mangelnde Hygiene (z.B. wurden die Nadeln mehrfach benutzt) erkranken die Leute am "Fieber" und sterben nach einiger Zeit. Aber selbst am Sterben kann man Geld verdienen -und auch hier ist der Ding Hui vorne dabei, er verdient sein Geld jetzt mit Särgen; hinzu kommt dann eine so groteske Sache wie die Totenehe und auch hier wird Geld verdient. Trotz allem gibt es in dem Roman eine Liebesgeschichte: zwischen zwei Erkrankten, die aber anderweitig verheiratet sind. Diese Beiden ziehen zusammen und müssen sich den veralteten Vorstellungen der anderen Dorfbewohnern stellen. Der Roman trägt deshalb den Titel "Der Traum meines Großvaters", weil dieser von den Geschehnissen träumt. Dabei wird dem Großvaters einiges klar: wie es zu dem Wohlstand gekommen ist, Ursache und Wirkung des Blutverkaufs. Die Sprache Liankes ist dabei einfach und poetisch, wobei die Tragik des Geschehens wunderbar rüberkommt. Manches ist auch grotesk. Zum Teil ist die Sprache auch bildhaft, z.B. das Fallen der Blätter symbolisiert das Sterben der Kranken. von mir gibt es 4,5 Sternchen

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