Lidewij van Wilgen Träume ernten: Eine junge Frau, ein altes Weingut und ein neues Leben

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Inhaltsangabe zu „Träume ernten: Eine junge Frau, ein altes Weingut und ein neues Leben“ von Lidewij van Wilgen

"Man müsste mal ..." - ein junges Paar aus Amsterdam beschließt, dem stressigen Alltag für immer zu entfliehen. Sie übernehmen ein altes Weingut im Languedoc und erschließen sich Schritt für Schritt die Geheimnisse des Winzerhandwerks. Zugleich gilt es, sich mit der Dorfgemeinschaft gut zu stellen. Ein steiniger Weg voller Hürden liegt vor ihnen. Am Ende zeigt sich wie so oft: Nur Frauen stehen wirklich ihren Mann und sind bereit, für das Happy End zu kämpfen.

Eine schone Geschichte über die Erfüllung eines Traums

— TharinaWagner

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    Träume ernten: Eine junge Frau, ein altes Weingut und ein neues Leben

    TharinaWagner

    04. April 2016 um 22:51

    Man hat mir diesen biografischen Roman empfohlen, da er in der Region spielt, in der ich wohne: dem Languedoc Roussillon. Kennt ihr diese Region? Das ist Südfrankreich abseits vom Schicki-Micki: Scheinbar unangetastete Wälder zwischen Steinklippen - Schafsherden, die von niemandem anders gehütet werden, als einem Schäferhund. Rötliche Erde, die an Westernfilme erinnert. Und vor allem: Weinfelder. Wein ist nämlich das Hauptexportgut des Languedoc Roussillon. Die Autorin Lidewij van Wilgen ist, wie ich, in diese Gegen ausgewandert. Da hören unsere Gemeinsamkeiten auch schon auf – zum Beispiel aus dem Grund, dass sie und ihr Mann Aad sich einfach einmal leichten Herzens dazu entscheiden können, ein Weingut zu kaufen. Zu Beginn der Geschichte leben die beiden als erfolgreiche Marketingmanager mit ihren drei Töchtern in Amsterdam. Diese besuchen, wie alle Kinder in ihrem Freundeskreis, teure Montessori – Schulen. Der Familie mangelt es an nichts – und doch sehnen sie sich nach einer Veränderung. Aad ist ein bisschen mehr Weinkenner und -Liebhaber als Lidewij. Doch auch sie ist begeistert von seiner Idee, sich ein Weingut in Südfrankreich zuzulegen. Und so finden sie sich schon bald auf einem genauso idyllischen, wie renovierungsbedürftigen "Mas" in Murviel-les-Béziers wider. Dort sind sie zwar umgeben von rauen Landsleuten mit dem singenden Akzent des Südens – aber trotzdem nicht Teil deren Gemeinschaft. Vor allem Lidewij hat einige Schwierigkeiten sich einzuleben. Auf der einen Seite gefällt ihr das neue Leben am Land natürlich. Auf der anderen stellt der Umzug ihren gesamten Alltag völlig auf den Kopf. Von den, Teils Macho-haften Nachbarn und Angestellten wird sie anfangs als nerviges Anhängsel ihres Mannes (der sich ja zumindest mit Wein auskennt, auch wenn es ein reicher, ausländischer Schnösel ist) gesehen. Noch schwieriger wird es für sie, als dieser einen neuen Werbe-Auftrag in Amsterdam annimmt. Von da an kommt er nur noch am Wochenende zu seiner Familie nach Frankreich. Zu Lidewijs Eingewöhnungsproblemen kommen nun ganz andere – sie kümmert sich gleichzeitig quasi alleine um ihre drei Töchter und die Leitung des Weinguts. Dazu kommt die Einsamkeit der großen, alten Steinhäuser, die man sich fast nicht ausmalen kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Nicht zu vergessen die schrulligen, teils sexistischen Weinbauern, die nur darauf warten, dass sie auf die Schnauze fällt. Schließlich ist es absehbar, dass eine reiche, aus den Niederlanden dahergelaufene, Wochenend-Ehefrau es nicht hinkriegt ein Weingut zu leiten. Oder? Und ob Lidewij das hinkriegt! Erstens packt sie selbst richtig mit an, anstatt "la merde" den Arbeitern zu überlassen. Dabei lernt sie gleich so einiges dazu, anstatt sich in ihrem großen Haus zu verstecken. Zweitens kümmert sie sich um all den anfallenden Papierkram, die Abrechnungen, Marketing... und drittens gibt es da auch noch, ganz nebenbei drei Mädchen, die natürlich auch ein bisschen Auferksamkeit brauchen – wenn sie sich auch schneller an die neue Umgebung gewöhnen, als ihre Mutter. Um sich zur tatsächlichen Weinkennerin zu meistern, besucht Lidewij außerdem eine Winzerschule. Wie der Leser sich das vorstellt, wird sie dort anfangs überhaupt nicht ernst genommen; was sich aber aufgrund ihrer Zielstrebigkeit ganz schnell ändert. Und das Resultat ist von "hinkriegen" ganz weit entfernt – aber davon dürft ihr euch gerne selbst überzeugen! Natürlich ist der gute (und besser werdende) Wein eines der Hauptthemen dieses Romans. Ich muss zugeben, dass mich dieser persönlich sehr, sehr wenig interessiert. Der Roman gefällt mir aber trotzdem. Einer der Hauptgründe dafür ist der, dass ich die Region und deren Einwohner kenne. Gerade deshalb finde ich es wirklich fantastisch, dass es Lidewij nicht nur gelungen ist, sich hervorragend zu integrieren, sondern sich und ihrem Weingut auch noch einen Namen zu machen. Natürlich könnte man sagen "Sie war eben reich und da kann man sich schnell mal ein Weingut kaufen." Was man allerdings nicht kaufen kann, sind die Sympathien der Nachbarn, die Erfahrungen, den Fleiß und Willen etwas aus dem "Mas des Dames", wie sich das Weingut nennt, zu machen. Deshalb bewundere ich Lidewij, die den Traum, der eigentlich aus dem Kopf ihres Mannes entsprungen ist, nicht nur zu ihrem eigenen macht, sondern auch noch erfüllt. Im Laufe des Romans entsteht eine tiefer werdende Kluft zwischen Lidewij und Aad; zwischen Lidewijs Alltag in Murviel und dem ihres Mannes, der die meiste Zeit in Amsterdam verbringt. Die Autorin erzählt uns von ihren Zweifeln, ihren aufkommenden Beziehungsproblemen. Eines schönen Tages stellt Aad sie dann tatsächlich vor die Wahl; Das alte Leben oder das neue? - Die Scheinwelt der amsterdamer Werbebranche oder die raue Natur? - Wir beide in Amsterdam, oder du alleine auf dem Weingut? Diese Geschichte bewegt bestimmt vor allem die Leser, die sich im Languedoc Roussillon ein bisschen auskennen – vielleicht auch grundsätzlich solche, die sich mit dem Thema "Auswandern" oder "Zielsetzung" beschäftigen. Denn für mich ist Ludiwij ein Paradebeispiel eines Stehaufmännchens, das sich, ziemlich dickköpfig, etwas in den Kopf gesetzt hat und das auch durchzieht. "Träume ernten" ist eine schöne Geschichte, die mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht hat.

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